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: Österreich: pulsierender Biotech-Standort

Bild: mRGB/stock.adobe.com

Sie tun es immer wieder: Boehringer Ingelheim, Takeda oder Novartis. Die globalen Player tätigen Großinvestitionen am Standort Österreich. Neben Konzernen profitieren Start-ups und Scale-ups wie Apeiron Biologics oder ViraTherapeutics von einem umfassenden Ökosystem – von der Grundlagenforschung bis zur Produktion und Distribution. Beim Schritt nach Österreich ist die Standortagentur ABA die erste Anlaufstelle.

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          Das Who’s who der Biotech-Branche setzt auf Österreich, allen voran Boehringer Ingelheim. Wien ist das Zentrum der Krebsforschung von Boehringer Ingelheim und stand am Anfang der Expansion des deutschen Pharmaunternehmens. Die Gründung der österreichischen Niederlassung im Jahr 1948 war der erste Schritt zur Internationalisierung, seitdem investiert der Konzern massiv in den Standort. Im April ließ das deutsche Pharmaunternehmen mit der Ankündigung aufhorchen, eine neuerliche Großinvestition in eine klimaneutrale „Green Factory“ in Österreich tätigen zu wollen. Denn bereits im Herbst 2021 eröffnete das Unternehmen im Zuge der größten Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte ein neues Produktionsgebäude in Wien, in das 700 Millionen Euro geflossen sind. Die Gründe dafür liegen laut Philipp von Lattorff, General Manager Boehringer Ingelheim in Österreich, auf der Hand: „Österreich hat sich zu einem Zentrum für Forschung und Biotechnologie entwickelt, es gibt die nötige Unterstützung seitens der Politik und auch die entsprechenden Rahmenbedingungen.“ Im Juli 2022 geht Boehringer Ingelheim zusätzlich einen weiteren Schritt zum Ausbau und zur Stärkung des Wiener Forschungsstandorts für rund 60 Millionen Euro.

          Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis hat in Tirol den größten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort innerhalb des Konzernverbunds angesiedelt. Im Werk in Kundl befindet sich u. a. auch die letzte vollintegrierte Antibiotika-Produktion in der gesamten westlichen Welt. Der Startschuss dafür erfolgte bereits 1946 mit der Produktion des damals dringend benötigten Penicillins. Und Novartis setzt bei der Entwicklung und Produktion biopharmazeutischer Arzneimittel weiter auf Österreich. So entstehen eine neue Anlage zur technischen Entwicklung von Biopharmazeutika in Schaftenau (Bezirk Kufstein, Tirol) sowie eine neue Pilotanlage für sogenannte Medical Devices mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 75 Millionen Euro. In Summe sind aktuell mehr als 500 Stellen zur sofortigen Besetzung ausgeschrieben. Erst kürzlich erfolgte der Einstieg in die Produktion von Nukleinsäuren für Zell- und Gentherapien. Den Campus Kundl/Schaftenau hat Novartis zudem für andere Unternehmen geöffnet. Mario Riesner, Geschäftsführer Novartis Campus Kundl/Schaftenau: „Unser Life Science Campus im Westen Österreichs bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur, die Tirol mit drei umliegenden Metropolregionen und Ländern wie Süddeutschland, der Schweiz und Norditalien gut verbindet.“

          Bild: © Boehringer Ingelheim, Dieter Quant

          Als größter Pharmaarbeitgeber des Landes trägt Takeda einen Großteil zum Forschungsstandort Österreich bei. Rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier an der gesamten pharmazeutischen Wertschöpfungskette: von F&E, Plasmaaufbringung und -verarbeitung bis Produktion und Versorgung von Patientinnen und Patienten weltweit. Das japanische Unternehmen investiert aktuell erneut einen dreistelligen Millionenbetrag in die biopharmazeutische Forschung und Entwicklung in Wien. Das ist die größte Investition in F&E seitens des Unternehmens in Österreich, das seit knapp 70 Jahren am Standort tätig ist. Ab 2025 werden dort rund 250 Forscherinnen und Forscher tätig sein, die sich auf biotechnologisch hergestellte Arzneimittel und Gentherapien fokussieren. Dazu kommt der Schwerpunkt Digitalisierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit, unterstützt durch innovative Technologien wie Robotik, Augmented Reality, künstliche Intelligenz und Simulationen von Prozessen mittels digitaler Zwillinge.

          Ein Ökosystem, das überzeugt

          Insgesamt mehr als 980 Unternehmen aus den Bereichen Biotech, Pharmaindustrie und Medizintechnik – darunter Ottobock, Octapharma, Merck MSD oder Pfizer – sind in Österreich tätig und beschäftigen 63.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 55 Einrichtungen widmen sich ganz der Life-Sciences-Forschung oder sind maßgeblich in diesem Bereich tätig. Jedes zweite Biotech-Unternehmen ist im Hotspot Wien angesiedelt, wo mit dem Campus Vienna BioCenter ein führendes Forschungszentrun entstanden ist. Eine Schnittstelle zu den hochinnovativen Unternehmen bilden neben den Forschungseinrichtungen auch Public Private Partnership (PPP)-Modelle wie COMET oder die Christian-Doppler-Labore und Cluster wie etwa LISAvienna, Life Sciences Tirol, HumanTechnology Styria, Technopol Krems und der Medizintechnik-Cluster Oberösterreich. Das AKH Wien zählt zu den größten Krankenhäusern in Europa und arbeitet eng mit der MedUni Wien zusammen, die mit 30 Universitätskliniken, zwei klinischen Instituten, 13 medizintheoretischen Zentren und zahlreichen hoch spezialisierten Laboratorien zu den bedeutendsten Spitzenforschungs-Institutionen Europas im biomedizinischen Bereich zählt.

          Bild: © Boehringer Ingelheim, Rainer Mirau

          Produktions- und Plattformtechnologien

          In Österreich gibt es eine Vielzahl von Unternehmen wie BASF, ZETA, Bilfinger oder VTU, die Basistechnologien für die gesamte Wertschöpfungskette von Produktionsprozessen anbieten. Diese reichen von Good Manufacturing Practice (GMP)-Know-how für den Aufbau von pharmazeutischen Anlagen über Unternehmen, die Plasma, spezielle Enzyme und andere biologische Substrate herstellen, bis hin zu Stammzellprodukten für die Reparatur von Knochen, Knorpel- oder Muskelgewebe. Die enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungszentren und der Industrie sowie gut ausgebildete und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Expertinnen und Experten sowie Technikerinnen und Techniker vor Ort gewährleisten die höchste Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

          Prämie als Alleinstellungsmerkmal

          Mit einer Forschungsquote von 3,26 Prozent im laufenden Jahr belegt Österreich international einen Spitzenplatz und gilt als „Strong Innovator“. Die prominenten Großprojekte bestätigen die herausragenden Rahmenbedingungen für innovative Firmen in Österreich. Sowohl für internationale Konzerne als auch für Start-ups ist die Forschungsprämie von 14 Prozent in Kombination mit der direkten Forschungsförderung häufig entscheidend bei der Standortwahl und stellt ein absolutes Alleinstellungsmerkmal für Österreich dar.

          Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences können zudem auf spezifische Förderungen zurückgreifen. Das Programm Austrian Life Sciences bietet maßgeschneiderte Förderpakete für den gesamten Entwicklungszyklus und für klinische Studien. Die Life Sciences Ausschreibung 2022 unterstützt klinische Studien mit bis zu einer Million Euro und Leitprojekte mit bis zu vier Millionen Euro.

          Bild: © Boehringer Ingelheim, Dieter Quant

          Hoch qualifiziertes Fachpersonal auch abseits der Uni

          Wesentliche Gründe für den massiven Ausbau der Betriebsstätten in der Alpenrepublik sind unter anderem das hohe Ausbildungsniveau und die Möglichkeit, Fachpersonal rekrutieren zu können. 77.000 Studierende gibt es in Life-Sciences-Fachgebieten. Zusätzlich punktet Österreich mit der praxisnahen Lehre und den Höheren Technischen Schulen (HTL). Das Thema Recruiting hebt auch Philipp von Lattorff von Boehringer Ingelheim hervor: „Mich überrascht immer noch, wie es unser Recruiting schafft, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit zu finden. Seit Beginn der Covid-Pandemie haben wir fast 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen.“

          Zentraler Standort

          Österreich ist aufgrund seiner Lage im Herzen Europas der ideale Ausgangspunkt für global agierende Unternehmen, die eine Expansion in Europa anstreben oder europaweite klinische Studien durchführen möchten. Alle europäischen Hauptstädte sind in wenigen Flugstunden vom Drehkreuz Wien aus gut erreichbar.

          Erste Anlaufstelle ABA

          „Die Austrian Business Agency unterstützt Unternehmen kostenlos und maßgeschneidert bei sämtlichen Fragen zum Standort, der Ansiedlung und der Fachkräftesuche und ist damit Ihr Partner und Dienstleister bei der Expansion nach Österreich und darüber hinaus“, so René Tritscher, Geschäftsführer der Austrian Business Agency (ABA).

          Wir stellen den Kontakt zu Forschungsinstituten, den Förderinstitutionen und anderen Key Playern her, helfen, Laborflächen zu finden, und informieren zu allen Themen, die zu einem erfolgreichen Start in Österreich beitragen.

          Interessiert? Kontaktieren Sie uns:

          Austrian Business Agency (ABA)
          Telefon: +43 588 58-0
          E-Mail: office@aba.gv.at
          www.aba.gv.at

          V.i.S.d.P.: René Tritscher, Geschäftsführer Austrian Business Agency, Österreichische Industrieansiedlungs- und WirtschaftswerbungsgmbH, Opernring 3, 1010 Wien, Österreich