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New Work

Environment & Workspace

Permanent Beta

Arbeiten 4.0:
Bunt, vielfältig,
individuell

TEXT: STEFANIE HUTSCHENREUTER

Wie und wo werden wir 2030 arbeiten? An Antworten auf diese Frage wird derzeit kräftig geforscht. Schon jetzt zeichnet sich ab: Das Büro der Zukunft wird vielfältige Arbeitswelten bereithalten und sich automatisch auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters einstellen können.

Leap in time“ bedeutet Zeitsprung, und genau den erlebt man, wenn man das „leap in time Lab“ in Darmstadt besucht. In loftähnlicher Umgebung können Besucher hier unterschiedliche Zukunftstechnologien für die Arbeitswelt kennenlernen. Unbestrittener Star des Forschungslabors ist Elenoide, eine menschenähnliche Roboterfrau, die sogar Gefühle zeigen kann – in Deutschland die erste ihrer Art. Ruth Stock-Homburg, Gründerin des „leap in time Lab“ und Professorin für Marketing und Personalmanagement an der TU Darmstadt, ist sich sicher, dass Roboter wie Elenoide in der Arbeitswelt von morgen ganz normal sein werden. Überall dort, wo Kommunikation gefragt ist, könnten sie zum Einsatz kommen: etwa am Empfang oder auch als Berater.

Was im „leap in time Lab“ gezeigt wird, basiert auf neuesten Erkenntnissen der Zukunfts- und Trendforschung. Das Team des Forschungslabors hat drei Arbeitswelten der Zukunft identifiziert, die auch im Lab zu sehen sind. Ruth Stock-Homburg erläutert: „Die Arbeitswelt ‚Activity-Based Working‘ gibt es heute schon in Unternehmen. Mitarbeiter bekommen die Möglichkeit, in ganz unterschiedlich gestalteten Umgebungen vielfältig zu arbeiten – je nach Tätigkeit in einem anderen Umfeld. Dann gehen wir davon aus, dass die Arbeit zunehmend verspielter werden wird, sprich dass Unternehmen den Menschen Arbeitswelten zur Verfügung stellen, in denen sie es wieder lernen, spielerisch zu denken und zu arbeiten. Das nennen wir im leap in time Lab ‚Work & Play‘. Eine dritte Arbeitswelt ist das Arbeiten von jedem Ort jederzeit, insbesondere auch von zu Hause aus. Das ist etwas, was definitiv noch mehr kommen wird. Diese Arbeitsart nennen wir ‚Smart Living & Working‘.“

Es lebe das Home-Office

Nachdem 2017 einige amerikanische Firmen das Home-Office für ihre Mitarbeiter wieder abgeschafft hatten, entbrannte auch in Deutschland eine Diskussion darüber, ob das Arbeiten von zu Hause überhaupt noch zeitgemäß sei. Schließlich entstünden die richtig guten Ideen nur im direkten Austausch mit anderen. Das stimme schon, meint Ruth Stock-Homburg. „Aber deshalb das Home-Office abzuschaffen ist wenig sinnvoll. Wir wissen aus Studien, dass Menschen einen Arbeitgeber, der das flexible Arbeiten von verschiedenen Orten aus ermöglicht, immer einem Unternehmen vorziehen würden, das dies nicht anbietet. Wer das Home-Office als Unternehmen abschafft, schließt sich im Grunde gerade im Kampf um junge Talente aus.“

Auch Dennis Stolze, der das Team „Cognitive Environments“ am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart leitet, ist sich sicher, dass das Home-Office und Coworking-Spaces außerhalb des Unternehmens wichtige Bestandteile der künftigen Arbeitswelt bleiben. Ebenso bleibt das Büro bestehen – es wird aber vielfach anders organisiert sein. In Zukunft werden die meisten Büroangestellten die Möglichkeit haben, zwischen Arbeitsumgebungen mit unterschiedlichen Funktionen zu wählen. Wer konzentriert am Laptop arbeiten muss, zieht sich in einen Ruhebereich zurück, für informelle Gespräche unter Kollegen stehen Kommunikationsecken bereit, und wer seiner Kreativität auf die Sprünge helfen will, kann am fast schon symbolisch für New Work stehenden Kickerkasten den Kopf freibekommen. Mit dem lauten Großraumbüro von einst hat das nichts mehr zu tun und mit abgeschotteten Einzelbüros erst recht nicht.

Der Objekteinrichter Kriesten objekt design aus Radebeul beschäftigt Planer und Architekten, die für jeden Kunden individuell passende Arbeitswelten erstellen. Kriesten-Sprecher Tobias Grogorick-Miehle nimmt bei vielen Unternehmen ein Umdenken wahr:

„Man versucht nicht mehr so sehr, durch Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle Personal zu gewinnen und zu halten, sondern indem man den Mitarbeitern eine sinnvolle Arbeit in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre gibt.“

Intelligente Arbeitsumgebung

Stellschrauben für die Wohlfühlatmosphäre im Büro sind zum Beispiel Farben und Materialien, Licht, Akustik, Düfte, Temperatur und Raumklima. „Holz ist da ein gutes Beispiel. Es hilft, Herzrate und Blutdruck zu senken“, erklärt Dennis Stolze vom Fraunhofer IAO. „Licht ist ein weiteres Beispiel: Menschen erzielen bei analytischen Tätigkeiten bessere Ergebnisse, wenn die Beleuchtung des Raums sehr hell ist. Für kreatives Arbeiten hingegen sind dunklere Räume besser.“ Bei der Temperatur ist es ähnlich: Warm ist gut für die Kreativität, eine kühlere Umgebung besser fürs analytische Vorgehen. Das sind jedoch alles nur Durchschnittswerte, von denen die Idealwerte eines Einzelnen abweichen können. Ein smartes Büro sollte daher Faktoren wie Licht und Temperatur automatisch auf den Nutzenden und dessen aktuelle Tätigkeit einstellen können.

„Mit der Sensortechnik, die wir heute haben – sowohl für Räume als auch am Körper –, wäre es theoretisch denkbar, dass ich den Raum mehr und mehr lernen lasse, welche Umgebung für welchen Nutzer wann am besten ist“,

erklärt Dennis Stolze. Erste in diese Richtung gehende Office-Lösungen, sogenannte Smart Spaces, testet die T-Systems Multimedia Solutions GmbH an ihrem Hauptsitz in Dresden. Die Tochter des Telekom-Konzerns versteht sich als Berater für Unternehmen bei der digitalen Transformation. „Für unsere Beratung ist es wichtig, dass wir verproben, was wir entwickeln“, erklärt Patrick Aiche, Head of Sales Business Area New Work des Digitaldienstleisters. So verwirklichte das Unternehmen bereits 2012 in Dresden neue offene und flexible Arbeitswelten mit Rückzugs- und Spielmöglichkeiten für seine Mitarbeiter, die vorwiegend agil in Projektteams zusammenarbeiten. Mit Smart Spaces folgt der nächste Schritt. Das Demoprojekt besteht aus Bewegungs- und Vibrationssensoren, die die Belegung von Sitzmobiliar und Besprechungsräumen erfassen. Gekoppelt mit einem digitalen Buchungstool, zeigt sich so in Echtzeit, welche Arbeitsplätze gerade belegt und welche frei sind. „Szenarien mit individuellen Komfortzonen sind jedoch noch Zukunftsmusik. Inwiefern sie Realität werden, hängt von der Akzeptanz ab. Denn nicht alles, was technisch machbar ist, wird sich auch durchsetzen“, meint Carsten Roepke, der die Demoflächen betreut. Der Objekteinrichter Kriesten setzt bereits eine simple, aber effektive Individuallösung ein: Klima-Bürostühle, die per Knopfdruck kühlen, aber auch wärmen können – ganz so, wie es der Nutzer gerne hat.

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Die Zukunft der Arbeit

Womit wollen wir wirklich die Zeit verbringen, die wir haben? Um schon heute Beispiele für die Arbeitswelt der Zukunft zu finden, muss der Blick übrigens nicht über den großen Teich ins Silicon Valley wandern – auch hierzulande erproben Startups wie etablierte Unternehmen die vielfältigsten Arbeitsformen. Dazu haben wir Beispiele aus dem Bundesland Sachsen zu den Themen Values & Culture, Technology & Tools und Environment & Workspaces für Sie zusammen gestellt. Lassen Sie sich gleich jetzt inspirieren oder bestellen Sie das Magazin zu Ihnen nach Hause.

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Quelle: New Work

Veröffentlicht: 09.10.2019 14:15 Uhr