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Viel Einsatz bis zur Ernte

Das Lieblingsobst der Deutschen? Der Apfel natürlich. Mehr als 19 Kilo Äpfel essen wir hierzulande pro Person und Jahr. Aber wie werden sie eigentlich angebaut?

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NNachhaltigkeit im Obstbau? „Da hat sich in den letzten Jahrzehnten viel entwickelt“, antworten etwa deutsche Apfelexperten auf diese Frage. „Aber der Apfelanbau gehört sowieso zu den Bereichen der Landwirtschaft, die in dieser Hinsicht gut aufgestellt sind“, so einer der Pomologen weiter, denn „er besteht immer aus einer Mischkultur aus Baumstreifen und Grünstreifen mit Gras und Kräutern“. Eine große Biodiversität ist daher stets gegeben. Zudem braucht der Apfelanbau wenig Düngemittel und in den letzten Monaten vor der Ernte auch eher wenig Pflanzenschutz.

Doch Nachhaltigkeit besteht nicht nur aus Umweltmaßnahmen. Auch ökonomische Faktoren spielen eine Rolle, sagt der Experte. Schließlich muss der Obstbauer sich und seine Angestellten ernähren. Nicht zu vergessen die sozialen Faktoren wie gerechte Löhne und ein gutes Arbeitsumfeld. Eine Haltung, die sich auch in der Nachhaltigkeits-Charta von Pink Lady® Produzenten widerspiegelt – von fairen Einkommen bis zu wiederverwertbaren und kompostierbaren Verpackungsmaterialien.

Wo die Wildbienen wohnen

Arbeit gibt es auf einer Obstplantage genug – ja sogar erheblich mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Zum Beispiel die Nützlingsförderung, die eine große Rolle spielt. Obstbauern legen nicht nur Grünstreifen an, sondern sie achten auch darauf, dass sie nicht verbuschen. Gleichzeitig schaffen sie mit speziell dafür angefertigten „Insektenhotels“ Wohnraum für Wildbienen und Hummeln. Diese spielen eine zunehmend große Rolle, denn durch den Klimawandel kommt die Apfelblüte jedes Jahr ein wenig früher, und Honigbienen fliegen – anders als die Wildbienen – erst ab etwa 10 Grad Celsius aus. Die kleinen Verwandten unserer Honigbiene spielen daher bei der Bestäubung eine zunehmend wichtigere Rolle. Mit der Insektenförderung kommen natürlich nicht nur Nützlinge, sondern naturgemäß auch Schädlinge in die Obstplantage. Hier könnte die Züchtung neuer, resistenter Sorten eine Rolle spielen, denn sie ermöglicht es dem Obstbauern, bevorzugt natürliche Pflanzenschutzverfahren einzusetzen. Aber auch geschmacklich ist die Züchtung neuer Sorten sinnvoll: So wurden die Pink Lady® Äpfel vor gut 30 Jahren – aus den alten Sorten Golden Delicious und Lady Williams bestehend – eher zufällig entdeckt. Sie zeichnen sich durch die gute Lagerfähigkeit der Lady-Williams-Äpfel und die Süße der Golden Delicious aus.

Pink Lady® Nachhaltigkeits-Charta

1. Ausbau ökologischer
Maßnahmen im Obstbau

Pink Lady® Erzeuger mit zertifiziert nachhaltigem Anbau haben sich verpflichtet:

  • Die Biodiversität im Obstgarten zu erhalten.
  • Bestäuber (Bienen, Hummeln usw.) mit Hilfe des Bee Pink Programmes zu schützen.
  • Natürliche Schutzmethoden der Obstgärten zu priorisieren.

2. Schonung natürlicher
Ressourcen durch:

  • Gutes Bewässerungsmanagement ohne Verschwendung im Obstgarten (Beregnung, Tropfen, Feuchtigkeitskontrolle durch Sonden).
  • Optimierung des Wasser- und Energieverbrauchs in der Aufbereitungsstation (Photovoltaik-Paneele, Geräte mit geringem Verbrauch usw.)

3. Allmähliche Beseitigung des
Einweg-Kunststoffes durch:

  • Neue Verpackung aus 100% FSC-Karton
  • Alveolen aus Zellulose
  • Kompostierbare Folien

4. Einen klimaneutralen europäischen Produktionssektor bis 2030 über die Entwicklung einer CO₂-neutralen Lieferkette durch Veränderung unserer Praktiken (Kompensation, Wirtschaft) anstreben

5. Angemessene Vergütung der Akteure der Branche aufrechterhalten.

6. Stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Pink Lady®-Branche:

  • Durch eine Charta für den Empfang von Saisonarbeitern.
  • Durch die Zertifizierung aller Erzeuger und Packstationen nach den Normen für Sicherheit, Gesundheit und Ethik am Arbeitsplatz

7. Innovationen fördern für eine immer nachhaltigere Produktion:

Gründung der PinkLAB, die zehn Innovationsprojekte unterstützt.

8. Food Waste
bekämpfen

  • Entwicklung von Apfelverarbeitungsketten (Saft, Kompott…)
  • Nutzung neuer Absatzmöglichkeiten für nicht verwertbare Äpfel (Kompost, grüne Energie).

9. Sicherung der Beschäftigung in unseren historischen Anbaugebieten in Frankreich, Italien und Spanien (mehr als 10.000 Stellen)

10. Förderung junger Landwirte, um Generationswechsel zu ermöglichen.

11. Erleichterung der Beziehungen zwischen Produzenten und Nachbarn

12. Garantie für gesunde, natürliche und qualitativ hochwertige Äpfel durch die Überwachung guter landwirtschaftlicher Praktiken.

13. Optimierung des Zugriffes auf Rückverfolgbarkeitsinformationen für Verbraucher

14. Intensivierung des Austauschs und der Treffen zwischen Erzeugern und Verbrauchern

Blüten in Eis

Auch ohne Schädlinge fallen in der Apfelplantage viele saisonale Arbeiten an. Im Winter müssen die Bäume zurückgeschnitten werden, und dies noch per Hand. Wenig später im Frühjahr werden dann die Blüten ausgedünnt: Nicht viele kleine, sondern lieber etwas weniger, aber dafür größere Früchte wünscht sich der Obstbauer. Ein wenig Risiko ist allerdings auch dabei: Zerstört ein später Frost die Apfelblüten, kommt es zu großen Ernteausfällen. In kälteren Regionen braucht es für diesen Fall eine Baumkronenberegnung, eine einfache, aber effektive Methode, die Blüten vor dem Erfrieren zu schützen: Durch die Wasserberieselung werden die Blüten nachts mit Eis und darauf anhaftend flüssigem Wasser bedeckt und sind so vor der oft weitaus tieferen Temperatur der Umgebungsluft geschützt. Für den Laien eine fast unglaubliche Methode, die jedoch verlässlich funktioniert.

Wer im Sommer an Apfelplantagen vorbeispaziert, mag sich hier und da über die Netze wundern, die die Baumkronen überspannen – doch wozu? Nicht Vögel sollen hier ferngehalten werden, sondern der zunehmende Hagelschlag. Immer öfter kommt es in Europa aufgrund des Klimawandels zu diesen Eisschauern, die das Obst beschädigen und in wenigen Minuten eine ganze Saison zunichtemachen können. Vögel haben übrigens schnell raus, dass man auch von der Seite einfliegen kann.

Innovativer Apfelanbau

So alt der Apfelanbau in Deutschland auch ist, es ist Bewegung drin. An deutschen Hochschulen forscht man beispielsweise derzeit zum Thema Wildbienen. Woher bekommen sie ihren Pollen, wie weit fliegen sie dazu? Auch neue Züchtungen und Züchtungsverfahren spielen in der landwirtschaftlichen Forschung eine große Rolle. Schließlich müssen die Obstbauern immer wieder auf neue Schädlinge reagieren, die der Klimawandel mit sich bringt. Gut, dass Europa mit mehr als 20.000 Apfelsorten, darunter zahlreichen neuen Sorten, die eine nachhaltige Art des Obstanbaus erlauben, bereits gut aufgestellt ist.

Nachhaltigkeit bei Pink Lady®

Bei Pink Lady® wird Nachhaltigkeit groß geschrieben. Alle Pink Lady® Obstbauern haben sich einer Charta für einen nachhaltigen Produktionsansatz verschrieben. Diese Verpflichtung basiert auf den drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung, der Ökologie, dem Sozialen und der Wirtschaftlichkeit, und formuliert 14 Garantien, wie beispielsweise den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. In der Tat werden 100 Prozent der produzierten Äpfel auch verwendet. Wegwerfen ist keine Option:

65 bis 75 Prozent der Ernte erfüllen die höchsten Qualitätsstandards.

Seit 2014 werden kleinere Äpfel unter dem Namen PinKids® vermarktet.

Je nach Qualität landen die restlichen Äpfel in professionellen Küchen...

...oder werden in der Lebensmittelindustrie verarbeitet.

Was an Äpfeln darüber hinaus noch übrig bleibt, wird für Tierfutter oder Kompost verwendet.

Die Entwicklung agroökologischer Praktiken, die Reduzierung von Einwegkunststoffen, die Unterstützung von Innovationen für eine zunehmend nachhaltige Produktionsform, die Erhaltung natürlicher Ressourcen wie Wasser in den Obstgärten, aber auch der Transport der Äpfel während des Sortierens in den Packstationen, sind weitere Verpflichtungen, um kurz-, mittel- und langfristig Fortschritte im Sinne der Nachhaltigkeit zu erzielen.

Im Einklang mit der Natur

Pink Lady® verpflichtet sich zum Schutz ihrer Apfelplantagen zu Biodiversität

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Biodiversität: Warum Sie Uns Alle Etwas Angeht.

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Pink Lady® Europe im Kurzprofil:

Seit mehr als 20 Jahren gehören mehr als 2600 Erzeuger, 90 Sortier- und Packstationen, 14 zugelassene Obstdistributoren und 12 Baumschulen in Frankreich, Spanien und Italien zum Non-Profit-Verband Pink Lady® Europe. Das innovative Modell einer fairen und solidarischen Gemeinschaft ist für Obstbauern wie Händler ein erfolgreiches Modell, das eine gerechte Vergütung gewährleistet. Alle Pink Lady® Europe-Mitglieder verpflichten sich zu einer verantwortungsbewussten Erzeugung und garantieren beste und strikt kontrollierte Qualität. Die Bauern widmen sich ihrer täglichen Arbeit mit Leidenschaft und höchster Präzision, um allen Feinschmeckern Äpfel mit einzigartigen geschmacklichen Qualitäten bieten zu können.

Weitere Informationen zu Pink Lady® auf www.apfel-pinklady.com.

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.

Quelle: Pink Lady

Veröffentlicht: 29.12.2020 11:43 Uhr