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Verlagsspezial
Professorin Dr. med. Christiane Woopen ist geschäftsführende Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) sowie Professorin für Ethik und Theorie der Medizin und Leiterin der Forschungsstelle Ethik an der Universität zu Köln.

Interview : „Impfstoffzulassung so schnell wie noch nie“

Ende September befanden sich bereits zehn Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus in Phase-3-Studien, darunter auch zwei mRNA-Präparate. Möglicherweise werden einige von ihnen schon Anfang des kommenden Jahres zugelassen. Ein Gespräch mit Professor Dr. Klaus Cichutek über den Stand der Impfstoffentwicklung.

: Forschung im Spannungsfeld von Chancen und Risiken

Die Welt wird von einer beispiellosen Krise in Atem gehalten und ist umso mehr auf bahnbrechende Entdeckungen der Wissenschaft angewiesen. Der Fokus auf das neuartige Virus birgt jedoch die Gefahr, die Erforschung anderer Krankheiten zu vernachlässigen. Gleichzeitig ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten.
Die Gefährlichkeit des Corona-Virus hängt vom Alter der Betroffenen ab. Kinder bekommen meist nur leichte Symptome.

: „Diese Erkenntnisse werden helfen, zukünftige Infektionskrankheiten besser zu beherrschen“

Belastungsspitzen zeigen, wie es um die Qualität eines Systems bestellt ist. Die Covid-19-Pandemie war und ist eine Belastungsprobe für die Gesundheitssysteme und darüber hinaus. Forscher und Mediziner arbeiten weltweit mit Hochdruck, um das Sars-CoV-2-Virus zu bezwingen. Wichtige Unterstützung leisten digitale Lösungen und kooperative Netzwerkstrukturen.
Professorin Dr. med. Christiane Woopen ist geschäftsführende Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) sowie Professorin für Ethik und Theorie der Medizin und Leiterin der Forschungsstelle Ethik an der Universität zu Köln.

Interview : „Nicht an ausgehöhlte Freiheiten gewöhnen“

Der Lockdown war konsequent und wirksam. Dennoch gilt es, Maßnahmen immer wieder auf ihre Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. Ein Gespräch mit Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrats, über den Schutz von Rechten und Freiheiten sowie die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie.
Mitte Juni konnten die neuseeländischen Rugby-Spieler und -Zuschauer in die Stadien zurückkehren – weil das Virus eliminiert war.

: Pandemie-Management im internationalen Vergleich

Corona hat Stärken und Schwächen der verschiedenen Gesellschaften und Gesundheitssysteme aufgedeckt. Die wenig abgestimmten nationalen Strategien führten dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während manche Länder fahrlässig mit der Situation umgingen, entwickelten andere sehr effektive Konzepte.
Die Erkenntnisse aller Universitätskliniken zu Covid-19 zusammenführen und allen zur Verfügung zu stellen – damit soll die Pandemie besser bewältigt werden.

: Im Netzwerk gebündelte Kräfte gegen Covid-19

Zu Beginn der Pandemie waren die verschiedenen Forschungsprojekte zu Covid-19 in Deutschland wenig koordiniert. Dies änderte sich mit der Gründung des Netzwerks Universitätsmedizin, das die Studienergebnisse und Daten aus den verschiedenen Universitätskliniken bündelt. Das trägt dazu bei, die Krankheit besser und schneller zu verstehen.
Professor Dr. med. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler und Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)

: „Es stehen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung”

Während der ersten Pandemiewelle benötigten etwa fünf Prozent aller an Covid-19 erkrankten Menschen eine intensivmedizinische Betreuung. Uwe Janssens im Gespräch über steigende Fallzahlen, Kapazitäten von Intensivbetten und die Zukunft der Pflege in Deutschland.

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  • In der ersten Welle der Pandemie hat sich gezeigt: Es braucht nicht nur Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung,
sondern vor allem qualifiziertes Personal in allen Bereichen einer Klinik.

    : Krisenmanagement der Krankenhäuser: Learning by Doing

    Keine andere Erkrankung hat je das öffentliche Leben so beeinflusst wie Covid-19. Dies liegt an ihrer Biologie sowie an der Globalisierung und der Informationsgesellschaft. Die praktischen Erfahrungen, die Kliniken in der Pandemie gemacht haben zeigen Risiken für Gesundheitswesen und Gesellschaft auf.
  • : Wie Testungen auf Covid-19 die Patientensicherheit in Kliniken erhöhen

    Ein Covid-19-Ausbruch hat in Krankenhäusern fatale Folgen. Oft gehören die stationär und ambulant aufgenommenen Patienten einer Risikogruppe an und sind daher besonders vulnerabel. Mit einer gezielten Teststrategie lassen sich größere Infektionsherde in Klinken vermeiden.
  • Bekannte zugelassene Wirkstoffe können auch bei Covid-19 helfen. Diese Wirkstoffe zu finden geht schneller, als neue zu entwickeln.

    : Altbewährte und neue Wirkstoffe

    Es gleicht einem beispiellosen Kraftakt, in kürzester Zeit eine wirksame Behandlung gegen Covid-19 zu finden. Mittlerweile sind, nach zahlreichen Rückschlägen, einige Substanzen zugelassen. Weitere innovative Therapiestrategien werden zurzeit erforscht.
  • Professorin Dr. rer. nat. Ulrike Protzer ist Direktorin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München.

Professor Dr. rer. nat. Thomas Pietschmann ist Direktor des Instituts für Experimentelle Virologie am TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung.

    Interview : So blicken Virologen auf diese Pandemie

    Virologen forschen intensiv am neuen Coronavirus, um den Weg für Medikamente und Impfstoffe zu ebnen. Ulrike Protzer und Thomas Pietschmann über die aktuelle Situation, den Stand der Forschung, sowie den Einfluss von Erkältungskrankheiten und saisonaler Grippe auf Sars-CoV-2-Infektionen.
  • : Wie das Coronavirus die moderne Krebstherapie beeinflusst

    Mehr als je zuvor müssen Onkologen Nutzen und Risiko einer Krebsbehandlung abwägen. Auch Patienten sind verunsichert und trauen sich teilweise nicht in die Klinik. Gleichzeitig leidet die Lebensqualität der Betroffenen, unter anderem aufgrund von sozialer Distanz. Ein Dilemma, das sich nur mit Interdisziplinarität bewältigen lässt.
  • : Sars-CoV-2 und seine Folgen für die Herzmedizin

    Das Virus hat die Kardiologie vielfältig betroffen. In der ersten Pandemiewelle wurden viele verschiebbare Prozeduren abgesagt. So gab es neben überlasteten Intensivstationen viele leere Klinikbetten. Nun braucht es Maßnahmen, um wieder alle Patienten angemessen versorgen zu können.
  • : Die Rolle der Kinder im Pandemie-Geschehen

    Infektionen mit dem neuen Coronavirus verlaufen bei den meisten Kindern mild, bei wenigen treten schwere Komplikationen auf. Die jungen Patienten sind oft weniger infektiös und nach aktuellen Erkenntnissen keine Treiber der Pandemie. Zukünftige Ausbrüche in Schulen und Kindergärten sollten sorgfältig analysiert werden.
  • Drei Fragen an . . . : In jeder Krise liegt eine große Chance für Neues. Drei Fragen an:

    Die Corona-Pandemie hat die Welt über die vergangenen Monate in Atem gehalten und Veränderungen mit sich gebracht, die vormals undenkbar waren. In nie dagewesener Geschwindigkeit arbeiten Forscher weltweit zusammen, um das Virus Sars-CoV-2 und die Krankheit Covid-19 in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig veränderten sich Abläufe in Kliniken und Praxen, und es zeigten sich Schwachstellen, beispielsweise in Versorgung und Pflege. Insgesamt verschieben sich viele Ressourcen aus anderen Bereichen hin zur Bekämpfung der Pandemie. Was bedeutet das für die Forschung, die Medizin, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft?
  • : Folgen für die Lunge

    Das neue Coronavirus bedient sich anderer Krankheitsmechanismen als die bisher bekannten Atemwegserreger. Therapien und Impfstoffe werden zurzeit erforscht. Dennoch wird es noch eine Weile dauern, bis die alte Normalität zurückkehrt.
  • : Die neue digitale Normalität im deutschen Gesundheitswesen

    Wie wichtig digitale Lösungen für die ambulante und stationäre Versorgung von Patienten sind, hat die Corona-Pandemie eindrucksvoll vor Augen geführt. Vieles davon wird bleiben, da der Nutzen nur allzu deutlich wurde. Weitere Projekte wie die elektronische Patientenakte ebnen den Weg zum digitalen Gesundheitssystem.
  • : Epidemiologie: Warum es professionelle Digitalisierung braucht

    Zwar erfuhr die Digitalisierung während der Pandemie einen Aufschwung. In der Forschung, zum Beispiel im Bereich der Epidemiologie, bleibt sie aber noch immer hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dabei bietet die Krise eine Chance, elektronische Prozesse voranzutreiben – und damit auch schneller Krankheitsme­chanismen zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln.
  • Virologen und Mediziner lernen täglich Neues über das Virus Sars-CoV-2. Auch die Laien können dank des Engagements einiger Wissenschaftler viel darüber lernen und sich somit besser schützen.

    : Wer oder was ist das Sars-CoV-2?

    Den neuen, aus China stammenden Erreger zu kontrollieren, ist nicht leicht. Trotz allem ist es Wissenschaftlern in kurzer Zeit gelungen, zahlreiche Erkenntnisse zu gewinnen. So lassen sich nun diagnostische Test entwickeln.
  • : Wandel in Medizin und medialer Seuchen-Berichterstattung

    Mehr als je zuvor in der Geschichte kommt zu der aktuellen Pandemie eine hohe mediale Aufmerksamkeit zuteil. Grund sind unter anderem neue Diagnosemethoden, die es ermöglichen, die aktuellen Entwicklungen quasi in Echtzeit zu melden.
  • Statements : Statements zum Leben mit Covid-19

    Covid-19 hat alle Beteiligten im deutschen Gesundheitswesen getroffen. Führende Akteure sagen, wie sie sich den Herausforderungen stellen.
  • : Übertragung, Therapie und Prävention von Infektionskrankheiten

    Verschiedene Erregertypen, darunter Viren und Bakterien, können Infektionskrankheiten verursachen. Die Übertragungswege variieren, so auch die Therapie. Genetische Variabilität erschwert die Behandlung und Prävention.