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Die Zukunft des Bezahlens

Bequemlichkeit und Datensicherheit im Fokus

In nur wenigen Jahren hat sich das Bezahlverhalten in Deutschland enorm gewandelt. Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung sogar noch einmal beschleunigt. Doch wie werden wir unsere Sonntagsbrötchen in Zukunft bezahlen?

Was in anderen Ländern wie den Vereinigten Staaten oder Schweden schon lange Alltag ist, hat sich in den letzten Jahren auch an den Ladenkassen in Deutschland durchgesetzt. Statt Bargeld zücken die Menschen immer häufiger eine Karte oder gar ihr Smartphone. 2018 war es soweit: In diesem Jahr haben die Geschäfte erstmals mehr Geld über Debit- und Kreditkarten umgesetzt als über Münzen und Scheine. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des EHI Retail Institut. So sind in Deutschland heute mehr als 100 Millionen girocards von Banken und Sparkassen im Umlauf und stecken quasi in jedem Portemonnaie.

Frühere Bargeld-Liebhaber zahlen heute kontaktlos

„Waren die Deutschen noch vor ein paar Jahren ausgesprochene Bargeld-Liebhaber, begleichen sie heute schon jede zweite Rechnung kontaktlos“, berichtet Ralf-Christoph Arnoldt, Leiter der Abteilung Zahlungsverkehr beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und Federführer der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) im Jahr 2020. Auch hier zeigt sich der Trend, dass unsere Gesellschaft immer digitaler wird. „Selbst Kleinbeträge werden im Alltag inzwischen kontaktlos per Karte oder Smartphone beglichen. Natürlich hat die Corona-Pandemie und das damit verbundene Bedürfnis nach mehr Abstand und Hygiene den Trend verstärkt, aber er hat sich dennoch erstaunlich schnell durchgesetzt.“

Für die nahe Zukunft prognostiziert der Experte, dass sich die Entwicklung hin zu digitalen Bezahllösungen – insbesondere über das Smartphone – weiter verstärken wird. „Ein Smartphone hat heute ohnehin fast jeder ständig dabei. Damit kommt diese Lösung dem Kundenwunsch nach Bequemlichkeit sehr entgegen – erst recht, wenn man im Zweifelsfall statt einer PIN nur noch den eigenen Fingerabdruck benötigt.“ Denn schließlich sei das Bezahlen ja nur Mittel zum Zweck, das möglichst einfach und schnell vonstattengehen soll. Dass eine solche Entwicklung auch dem Wunsch der Kunden entspricht, zeigt eine aktuelle Umfrage der EURO Kartensysteme GmbH. Dafür wurden Verbraucher in Deutschland befragt, wie sie im Jahr 2040 am liebsten in Geschäften bezahlen wollen. Zwar hält noch fast ein Drittel am Bargeld fest, und 29 Prozent bevorzugen weiterhin die girocard, aber für 11 Prozent ist das Smartphone bereits der Favorit, und weitere 13 Prozent wollen mit Hilfe biometrischer Daten bezahlen.

Wahlfreiheit, wem man Geld und Daten anvertraut

Wäre es da im Sinne der Bequemlichkeit nicht für die Kunden attraktiv, am Markt würde sich irgendwann ein einzelner Anbieter durchsetzen, so dass man sich nur noch die Zugangsdaten für ein einziges Konto merken muss? „So eine Monopolsituation ist immer unglücklich. Nicht nur aus volkswirtschaftlicher Sicht oder weil dadurch wohl die Kosten für die Verbraucher steigen würden“, argumentiert Ralf-Christoph Arnoldt dagegen. „Durch ein solches Monopol würde der Kunde auch die Wahlfreiheit verlieren, wem er sein Geld und seine Daten anvertraut. Deshalb und weil wir in Deutschland etablierte Bezahlverfahren haben, sehe ich nicht, dass wir so eine Situation in Zukunft bekommen werden.“

Denn das zweite wichtige Bedürfnis neben der Bequemlichkeit, das die Zukunft des Bezahlens prägen wird, ist die Sicherheit. Natürlich will jeder ausschließen, dass Unbefugte Zugriff auf das eigene Geld bekommen. „Aber auch die Sicherheit der persönlichen Daten wie des Kontostandes oder was jemand wann wo gekauft hat, wird ein immer wichtigeres Thema werden“, ist sich Ralf-Christoph Arnoldt sicher. „Entscheidend ist hier die Frage: Wem überlasse ich meine Daten und was passiert dann damit? Wofür nutzt ein Zahlungsanbieter die Daten, und verkauft er sie eventuell sogar weiter?“, erklärt Arnoldt. Diese grundsätzlichen Fragen sollten sich Verbraucher vor dem Weihnachtseinkauf beantworten, denn ist man erst mal auf Schnäppchenjagd, liest sich wohl niemand mehr Datenschutzbestimmungen durch. Nutzen sie die girocard, haben die Kunden stets ein gutes Gefühl der Sicherheit. Denn der Bezahlvorgang entspricht in diesem Fall nicht nur den hohen Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft, außerdem werden ausschließlich Daten verarbeitet, die für die Abwicklung notwendig sind.

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Über die girocard

Banken und Sparkassen in Deutschland haben rund 100 Millionen girocards ausgegeben. Die Marke „girocard“ steht für den übergeordneten Rahmen der Deutschen Kreditwirtschaft für ihre zwei bewährten Debitkarten-Zahlungssysteme: das girocard Verfahren (ehemals „electronic cash“) als Debitkarten-Zahlverfahren und das „Deutsches Geldautomaten-System“. Mit der Verwendung der persönlichen Geheimzahl PIN (Personal Identification Number) garantiert die Deutsche Kreditwirtschaft stets den sicheren und einfachen Einsatz der girocard. Der Name und das Logo girocard wurden 2007 von der Deutschen Kreditwirtschaft eingeführt.

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Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 21.12.2020 14:02 Uhr