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Alles umgekrempelt

Die Corona-Pandemie verlangt uns allen einiges ab. Die Einschränkungen im öffentlichen Leben sowie im Alltag, um uns und andere Menschen zu schützen, führen dazu, dass sich viele unserer Angewohnheiten verändern. Sechs Beispiele machen das deutlich.

Videoanruf statt Treffen bei Freunden
Sich kurzfristig mit alten Freunden verabreden, um gemeinsam zu kochen oder sich zu einem gemeinsamen Spieleabend zu treffen – mit den Siedlern von Catan sowie den Zwergen, Zauberern und Monstern aus Munchkin: In Zeiten, in denen Abstand halten das höchste Gebot ist, ist das leider nicht wie gewohnt möglich. Doch das heißt ja nicht, dass wir unsere Freunde aus den Augen verlieren müssen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Sonntags-Brunch, den wir per Video-Call gemeinsam verbringen? Skypen, Zoomen oder Facetimen sind die neuen Schlagworte dafür. Das Smartphone lehnt einfach am gefüllten Brötchenkorb, während wir uns über die Ereignisse der letzten Woche unterhalten und die Leckereien auf unserem Küchentisch genießen.

Lieferdienst statt Restaurant
Wer sagt denn, dass man einen romantischen Abend zu zweit nur im gemeinsamen Lieblingsrestaurant haben kann? Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom lässt sich seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie jeder Zweite online bestellte Speisen nach Hause liefern. Schließlich sind die Zeiten lange vorbei, als der Lieferservice nur Pizza gebracht hat, und einen Tisch braucht auch niemand im Voraus zu reservieren. Wir können spontan entscheiden, dass heute genau der richtige Tag ist, um sich mit seinem Partner einen besonderen Abend zu zweit zu gönnen. Eine gute Flasche Wein lässt sich noch schnell besorgen, und ein paar schöne Servietten liegen bestimmt auch noch im Schrank. Dann beginnt die Qual der Wahl: Was wollen wir denn nun essen? Die Bilder vom lecker angerichteten Sushi sehen schon sehr gut aus, aber auf einen Burger hätte ich auch mal wieder Appetit, oder soll es doch lieber Indisch sein? Inzwischen bietet ja meist auch das Lieblingsrestaurant in der Nachbarschaft einen Liefer- oder Abholservice an.

Manchem wird es sogar leichter fallen, sich in der Ruhe der eigenen vier Wände auf seine Arbeit zu konzentrieren, als im wuseligen Büro.

Streaming statt Kino
Klar, es ist schon ein besonderes Erlebnis, sich mit einer Tüte Popcorn und einem Getränk in den Händen in einen Kinosessel fallen zu lassen und die Vorfreude auf den gleich startenden Film zu genießen. Ganz abgesehen von der Großbildleinwand, auf der die Action-Szenen erst so richtig zur Geltung kommen. Wenn man nur nicht immer so früh da sein müsste, um die besten Plätze zu bekommen – Mitte, Mitte. Wenn ich besonderes Pech habe, sucht sich ein Sitzriese außerdem ausgerechnet den Platz vor mir aus. Da ist es vielleicht gar nicht so schlimm, den Film werbefrei über einen Streaming-Dienst auf dem heimischen Sofa zu sehen. Hier habe ich immer den besten Platz – ohne eingeschränkte Sicht. Die Vorstellung beginnt, sobald ich es möchte, und niemand beschwert sich, wenn meine Chipstüte knistert. Kein Wunder, dass gerade während der Corona-Pandemie Videostreaming-Plattformen wie Netflix oder Prime besonders gute Zahlen schreiben, 15,7 Millionen neue Kunden haben sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei Netflix für ein Abo angemeldet. Die Erwartungen von Analysten und Börse hat Netflix mit diesem Zahlen deutlich übertroffen. Gemeinsam mit Freunden in der Atmosphäre eines echten Filmtheaters dem Moment entgegenzufiebern, in dem sich der Vorhang öffnet, darauf hätte ich dennoch mal wieder Lust.

Karte statt Bargeld
Ausreichend Münzen und Geldscheine im Portemonnaie zu haben geben einem ein gutes Gefühl der Unabhängigkeit. Doch wenn ich an die Appelle von Politikern und Medizinern denke, im Alltag Abstand zu halten, komme ich ins Grübeln. Gibt es vielleicht Alternativen, die es mir erleichtern, mich und die Mitarbeiter an der Ladenkasse zu schützen, die es mir auch in Zeiten der Pandemie ermöglichen, alles Lebensnotwendige einzukaufen? Mit einer Kartenzahlung kann ich jeden direkten Kontakt zum Kassenpersonal vermeiden. Und wenn ich eine digitale Karte in meinem Smartphone hinterlege, muss ich nicht einmal mehr das Pin-Pad berühren. Auch wenn das Risiko der Ansteckung beim Bezahlen meiner Lebensmittel sehr gering sein mag, so gibt mir das Bezahlen mit Karte doch jedes Mal das gutes Gefühl, einen direkten Kontakt vermieden zu haben, ohne dass ich mich dafür persönlich einschränken musste. Außerdem ist das kontaktlose Zahlen doch einfach bequemer und schneller als die ewige Suche nach den passenden Münzen. Ähnliche Gedanken machen sich offenbar auch andere Menschen, denn eine aktuelle Online-Umfrage von Infas quo unter 1475 Personen hat folgende Ergebnisse gebracht: 41 Prozent aller Befragten geben an, jetzt häufiger mit ihrer Girocard zu bezahlen als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Zählt man die Kreditkarten dazu, setzen 57 Prozent derzeit vermehrt auf die Kartenzahlung. Gleichzeitig wird auf Bargeld eher verzichtet.

Homeoffice statt Büro
Es ist schon schade, morgens nicht von den Kollegen im Büro mit einem Lächeln begrüßt zu werden. Stattdessen nimmt man seine Kaffeetasse, um sie vom Frühstückstisch zum Schreibtisch zu tragen und sich hier das Headset für die erste Telefonkonferenz des Tages aufzusetzen. Wir müssen nur aufpassen, dass wir vor dem ersten Video-Call mit einem Kunden nicht vergessen, unser Sakko beziehungsweise unseren Blazer überzustreifen. Aber das heißt ja nicht, dass wir uns am Rande der Calls mit den Kollegen nicht austauschen können, wie es den Kindern geht oder wie sie das letzte Wochenende verbracht haben. Manchem wird es sogar leichter fallen, sich in der Ruhe der eigenen vier Wände auf seine Arbeit zu konzentrieren, als im wuseligen Büro, wo der eine mal wieder recht laut telefoniert, während sich andere Kollegen über den aktuellen Stand eines gemeinsamen Projektes unterhalten.

Morgens länger schlafen, statt ins Büro zu hechten
Einen großen Vorteil hat der Trend zum Arbeiten von zu Hause aus auf jeden Fall: länger schlafen! Statt im Dunst der Straßenlaternen zur Bahn zu sprinten, die am Ende doch ohne mich losfährt, drücke ich zum dritten Mal die Schlummertaste meines Weckers, drehe mich noch einmal um und freue mich auf weitere wunderbare fünf Minuten unter der warmen Bettdecke. Ja, ich gebe es zu, es ist gestern Abend später geworden als normalerweise. Aber das Buch war so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen wollte, und ich kann es mir jetzt immerhin auch erlauben, etwas später ins Bett zu gehen, schließlich habe ich morgens ohne den Weg ins Büro fast eine Dreiviertelstunde, die ich länger schlafen kann. Und das wiegt tatsächlich den Umstand auf, dass ich vielleicht auch um 19 Uhr noch mal in meine Mails schaue.

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Über die girocard

Banken und Sparkassen in Deutschland haben rund 100 Millionen girocards ausgegeben. Die Marke „girocard“ steht für den übergeordneten Rahmen der Deutschen Kreditwirtschaft für ihre zwei bewährten Debitkarten-Zahlungssysteme: das girocard Verfahren (ehemals „electronic cash“) als Debitkarten-Zahlverfahren und das „Deutsches Geldautomaten-System“. Mit der Verwendung der persönlichen Geheimzahl PIN (Personal Identification Number) garantiert die Deutsche Kreditwirtschaft stets den sicheren und einfachen Einsatz der girocard. Der Name und das Logo girocard wurden 2007 von der Deutschen Kreditwirtschaft eingeführt.

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Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 15.12.2020 16:06 Uhr