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: Nutzerfreundliche Technik für Ladesäulen ist verfügbar und bezahlbar

  • Aktualisiert am

Bild: SimonSkafar/iStock

Autofahrer sind es gewohnt, einen Verbrenner an jeder Tankstelle unkompliziert betanken zu können. Die Fahrer von Elektroautos sollten den gleichen Komfort erwarten können. Einige Hersteller von Ladesäulen haben sich diesen Anspruch bereits zu eigen gemacht.

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          Ob und wie zügig der Elektromobilität in Deutschland der Durchbruch gelingt, hängt maßgeblich vom Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ab. Dabei kommt es nicht nur darauf an, wie viele Ladesäulen zur Verfügung stehen, sondern ebenso, wie schnell sie das Laden ermöglichen und wie unkompliziert diese nutzbar sind. Dabei ist der Fahrer eines Verbrenners einigen Komfort gewohnt. An jeder Zapfsäule kann er ablesen, wie viel der Liter Benzin oder Diesel aktuell kostet, und auch ums Bezahlen muss sich der Fahrer keine Gedanken machen, solange er eine Debit- oder Kreditkarte im Portemonnaie hat. E-Autofahrer hingegen haben heute im Schnitt zehn Zahlungsmittel – meist Karten der Anbieter oder spezielle Apps – dabei, damit sie sicher sein können, ihr Ziel auch zu erreichen.    

          Dass es auch Lösungen gibt, die es dem Verbraucher deutlich leichter machen, zeigt das 2017 gegründete Start-up Qwello, das sich selbst als „Apple der Ladesäulen" bewirbt. Gründer Henrik Thiele verspricht, dass die Bedienung der Ladesäulen des Unternehmens sehr intuitiv sein soll: Auch Kunden ohne App könnten das Laden einfach per Handy oder girocard aktivieren. Erst im Sommer haben die Münchener die Genehmigung erhalten, in Frankfurt am Main an 30 Standorten mehr als 100 Säulen aufzustellen. Einen zweistelligen Millionenbetrag will das Start-up dafür investieren – weitere 650 Standorte wurden bereits beantragt.

          Auf Transparenz und Akzeptanz von Debit- sowie Kreditkarten setzt auch der Ladesäulenhersteller Compleo Connect, ehemals wallbe. „Unsere Ladesäulen mit Kartenakzeptanz sind sehr stark nachgefragt, weil sie vom Endkunden her gedacht sind“, berichtet Geschäftsführer Dr. Dominik Freund. „Als Kunde will ich den Preis transparent angezeigt bekommen, den Ladepunkt identifizieren und dann aussuchen, wie ich bezahle, und im Nachgang einen digitalen Kassenbon erhalten. Und das alles bei 100-prozentiger Zahlungsgarantie. Diese Lösung ist diskriminierungsfrei. Mit eigener Roaming-Karte kennt der Kunde den Preis am Ladepunkt hingegen nicht.“ Im Einsatz sind die Schnellladesäulen von wallbe beispielsweise schon auf Kundenparkplätzen der Supermärkte von ALDI SÜD. Dort ist es nicht nur möglich, ein E-Auto in unter 45 Minuten komplett zu laden, sondern auch noch bequem kontaktlos mit der girocard zu bezahlen.  

          Kartenterminals  an Automaten für Schokoriegel bewährt

          Auch die Kosten für die nötigen Kartenlesegeräte sollten kein Argument dafür sein, die Nutzerfreundlichkeit von Ladesäulen einzuschränken. „Dass das nicht viel kostet, das wissen wir“, erklärt Peter Ehrl, Ladesäulenbetreiber in Coburg und seit Jahrzehnten in der Automatenbranche tätig. „Letztendlich stecken Kartenlesegeräte heute in Tausenden Automaten an Bahnhöfen oder in der Betriebsverpflegung, und da kommen oft nur Schokoriegel raus. Das funktioniert, und es ist für uns total bequem.“ Teurer kann die Technik werden, wenn ein zusätzliches PIN-PAD benötigt wird, weil der Gesamtpreis an einer Schnellladesäule schon einmal die 50-Euro-Grenze übersteigen kann. „Aber bei einem Schnelllader kostet ja allein schon die Maschine etwa 100.000 Euro. Und dann diskutieren wir über ein Kartenlesesystem, das 1.000 Euro kostet und der Allgemeinheit dient. Da verstehe ich die Welt nicht mehr. Insbesondere dann nicht, wenn die Subventionen, die in diese Säulen geflossen sind, ja auch durch die Öffentlichkeit finanziert wurden.“      

          Die Weichen dafür, wie attraktiv die öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland und Europa in Zukunft sein wird, werden heute gelegt. Die Nutzerfreundlichkeit sollte dabei an erster Stelle stehen.

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