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Neue Handelsrouten entstehen

Ägypten und Griechenland sind nur zwei prominente Beispiele für etwa 65 Länder, die die Neue Seidenstraße unterstützen. Ihre Entwicklung zeigt jedoch, wie beeindruckend die Wirkung der Initiative sein kann und vor welch grundlegendem Wandel die internationalen Handelsströme stehen.

Die von China angestoßene Initiative Neue Seidenstraße wird in den beteiligten Ländern nicht nur wirtschaftliche Impulse auslösen, sondern hat zugleich das Potential, das bestehende Netz internationaler Handelswege deutlich umzugestalten. Durch Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Häfen wird der Warenaustausch innerhalb sowie zwischen Staaten angekurbelt und neue Handelsadern werden geschaffen.

Die maritime Seidenstraße führt von den Küsten des chinesischen Festlands aus durch die Straße von Malakka in den Indischen Ozean. Anschließend müssen die schwimmenden Containerriesen den Subkontinent umschiffen, bevor sie Kurs auf den Suezkanal nehmen können – das Nadelöhr auf dem Seeweg nach Europa. Ägypten zählt zum Kreis der wichtigsten Partnerländer der Neuen Seidenstraße. Schon vor dem Start der Initiative Belt and Road 2013 haben chinesische Unternehmen die Chancen erkannt, die sich durch den Ausbau der Freihandelszone am Suezkanal, die Nähe zu den Märkten in Europa und Afrika sowie die zahlreichen von Kairo geschlossenen Handelsabkommen bieten: Inzwischen ist die Zahl der Firmen aus dem Reich der Mitte, die sich hier in einer eigenen Industriezone angesiedelt haben, auf rund 70 angewachsen. Sie zahlen Gewerbesteuer, schaffen Arbeitsplätze und locken weitere Unternehmen an.

Daneben liegt das Hauptaugenmerk der Volksrepublik in Ägypten auf Verkehrsinfrastruktur und Energieversorgung. So hat der staatseigene Logistikkonzern China Ocean Shipping Company (Cosco) Anteile am Port Said East Port erworben, dem Containerterminal des Suezkanals. Ein prominentes Beispiel ist zudem die 1,2 Milliarden Dollar teure Elektrozug-Strecke, die den Osten Kairos mit der 45 Kilometer entfernten geplanten neuen Hauptstadt verbinden soll. Sie wird von einer Gruppe chinesischer Unternehmen realisiert und zu einem großen Teil von der Exim Bank aus China finanziert.

Auch der Energiesektor ist in Bewegung: Der deutsche Siemens-Konzern hat in Ägypten das größte Gaskraftwerk der Welt gebaut – und das gleich in dreifacher Ausführung. Zur symbolischen Einweihung der ersten Phase des Megaprojekts im März 2017 reiste sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Ägypten. Die drei Kraftwerke, die mit Hilfe eines Bankenkonsortiums unter Führung von HSBC realisiert wurden, steigern die Stromerzeugungskapazität des Landes auf einen Schlag um 50 Prozent. „Damit bilden sie die Grundlage für die Entwicklung der ägyptischen Wirtschaft“, sagt Tobias Behringer, Leiter Projekt- und Exportfinanzierung bei Siemens Financial Services. Zugleich hat die Produktion der Turbinen den Siemens-Standort Berlin-Moabit für zwei Jahre ausgelastet.

 

 

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HSBC ist eines der weltweit größten Finanzinstitute. In unseren vier globalen Geschäftsbereichen – Retail Banking and Wealth Management, Commercial Banking, Global Banking and Markets und Global Private Banking – sind wir für rund 38 Millionen Kunden tätig. Unser Netzwerk erstreckt sich über 67 Länder und Territorien in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum, im Nahen Osten, in Nordafrika sowie in Nord- und Südamerika.

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Ebenfalls eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte ist das chinesische Engagement in gut 1.000 Kilometer Entfernung, auf der anderen Seite des Mittelmeers in Piräus – eine der wenigen, die Griechenland derzeit zu erzählen hat. Als Cosco 2009 den Betrieb eines Terminals übernahm, war der Hafen jahrzehntelang vernachlässigt worden. Nachdem die Chinesen etwa 1 Milliarde Euro investiert und die Anlagen grundlegend modernisiert hatten, hat sich der Frachtumschlag mehr als verachtfacht. Heute gilt Piräus als der modernste Containerhafen der Europäischen Union und als ein wichtiges Bindeglied der Neuen Seidenstraße. Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang bezeichnete Griechenland bei einem Besuch in Athen gar als „Tor nach Europa“.

Daher ist es nur konsequent, dass Cosco im August 2016 den Mehrheitsanteil an der Hafenverwaltungsgesellschaft Piraeus Port Authority erworben hat und sich zudem verpflichtete, weitere 350 Millionen Euro zu investieren. Wenn das Kapazitätsziel von 6 Millionen Standardcontainern pro Jahr erreicht ist, könnte Piräus zum größten Hafen im Mittelmeer aufsteigen. Schon jetzt entstehen rund um den Hafen neue Logistikzentren und Lagerstätten für Produkte aus Fernost. Denn seit dem Einstieg Coscos ist der Warenverkehr zwischen der Volksrepublik und Griechenland deutlich gestiegen. So fertigen beispielsweise die chinesischen Telekommunikationsunternehmen Huawei Technologies und ZTE Corporation ihre Technikkomponenten über Piräus ab. Doch auch der japanische Sony-Konzern und Hewlett Packard aus den Vereinigten Staaten haben sich dazu entschlossen. Von hier aus führen dann Bahnverbindungen weiter über den Balkan nach Ost- und Mitteleuropa.

Die durch Belt and Road angestoßenen Entwicklungen in Ägypten und Griechenland machen eindrucksvoll deutlich, wie gigantisch die Potentiale sind, die die chinesische Initiative freisetzen kann.

 

 

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 26.09.2017 21:49 Uhr