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Belt and Road ABC

AIIB

Die 2015 gegründete Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) ist aus europäischer Sicht sehr wichtig. Die AIIB wurde weitgehend nach dem Vorbild der Weltbank und der europäischen Entwicklungsbanken konstruiert. Der Bank gehören 45 Mitglieder aus Asien und Europa an. China hat mit rund 30 Prozent den größten Anteil an der Bank, die bis Ende 2016 rund zwei Milliarden Dollar in BRI-Projekte investiert hat.

ASEAN

ASEAN ist die Abkürzung für „Association of South East Asian Nations“. Der Verband südostasiatischer Staaten wurde 1967 in Bangkok von Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand gegründet. Heute gehören der Organisation weiterhin Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha an. Ziele sind die Förderung wirtschaftlichen Wachstums, sozialen Fortschritts und der kulturellen Weiterentwicklung der Region sowie die Gewährleistung regionalen Friedens und Stabilität durch die wechselseitige Respektierung von Recht und Gesetz einschließlich der Beachtung der UN-Grundsätze.

 

BRI

Das Projekt der Neuen Seidenstraße läuft in China unter dem Namen Belt and Road-Initiative (BRI). „Belt“ ist das englische Wort für Gürtel oder Band. Es meint Chinas Anbindung an den eurasischen Kontinent auf dem Landweg. „Road“ bezieht sich auf die Seewege zu den Küsten Südasiens, Afrikas und Europas. Die geografische Ausdehnung der BRI reicht von Neuseeland bis Großbritannien und von der Antarktis bis Südafrika. Eine weitere Bezeichnung für das Megaprojekt ist „One Belt, One Road-Initiative“ (OBOR).

Chinesische Staatsbanken

Die meisten Belt-and-Road-Projekte werden durch Chinas Staatsbanken finanziert. Die für die Außenhandels- und Investitionsförderung zuständige Export-Import Bank of China vergab mehr als 24 Milliarden Dollar an Krediten in BRI-Länder. Die China Development Bank hat mehr als 110 Milliarden Dollar für BRI-Projekte ausgelegt. Auch normale Geschäftsbanken sind beteiligt. Die vier größten, alle im Staatsbesitz, vergaben Darlehen für BRI-Vorhaben in Höhe von 150 Milliarden Dollar.

 

Duisburg

Als eines der westlichsten Ziele der Neuen Seidenstraße gilt das Ruhrgebiet. Im Fokus steht dabei Duisburg als größter europäischer Binnenhafen. Duisburgs Hafenchef Erich Staake will den Hafen im Zuge der Neuen Seidenstraße zum führenden Logistikstandort in Zentraleuropa ausbauen. Chinas Staatspräsident Xi Jinping war 2015 persönlich in Duisburg, um die ungewöhnliche Güterbahn im Ruhrgebiet zu bewerben.

 

EU-China Connectivity Platform

Ein Papier des Europäischen Parlaments vom Juli 2016 betont, dass das Belt-and-Road-Projekt mit Initiativen der EU koordiniert werden müsse. Dafür wurde die „EU-China Connectivity Platform" ins Leben gerufen. Die bisherigen BRI-Projekte in Europa seien bilateraler Natur, wie etwa die chinesischen Investitionen im griechischen Hafen Piräus. Die EU müsse eine gemeinsame Position vertreten.

 

HSBC und die Belt and Road-Initative

Die Belt and Road-Initiative umfasst mehr als 65 Länder. In über 55 Ländern davon ist HSBC präsent. HSBC wurde vor über 150 Jahren in Hongkong und Schanghai gegründet, um den zunehmenden Handel zwischen Europa und Asien zu finanzieren. HSBC hat damit das Konzept der Belt and Road-Initiative in ihrer DNA. Aus dem asiatischen Großprojekt entsteht ein enormer Finanzierungsbedarf. Deutsche Unternehmen brauchen in China und Asien einen Finanzierungspartner an ihrer Seite, der die Bedingungen des jeweiligen Landes wirklich gut kennt und dort mit eigenem, einheimischem Personal vertreten ist. HSBC ist mit mehr als 170 Filialen in China vertreten und dort die größte Auslandsbank. Keine andere Auslandsbank kann ein solches Netzwerk bieten. Im September 2017 wurde HSBC bei den „New Silk Road Finance Awards“ vom Asiamoney Magazine zur besten globalen Bank für die Belt and Road-Initiative ausgezeichnet.

 

Infrastruktur

In Asien, Afrika und in Europa entstehen im Zuge der BRI neue Schienenwege, Pipelines, Stromleitungen, Telekommunikationsnetze und Häfen. Ob per Eisenbahn, Lkw oder Schiff: Der Warenverkehr soll schneller und einfacher werden. Ein bekanntes Projekt ist die Schnellstraße, die von Chinas autonomer Region Xinjiang zu dem neu gebauten Tiefwasserhafen von Gwadar in Pakistan führt. Diese neue Verbindung zwischen dem äußersten Westen Chinas und dem Indischen Ozean soll insgesamt etwa 54 Milliarden Dollar kosten.

 

Pakistan

Pakistan ist einer der engsten Partner des Belt-and-Road-Projekts. Mehr als 50 Milliarden US-Dollar sollen in den Bau von Straßen und Eisenbahntrassen, Kraftwerken, Sonderwirtschaftszonen und einem Tiefseehafen an der pakistanischen Küste fließen – den sogenannten chinesisch-pakistanischen Wirtschaftskorridor.

Panda Bond

Ein Panda Bond ist eine Renminbi-Anleihe von einem nicht-chinesischen Emittenten, die in Festlandchina begeben wird. Panda Bonds sind eine Möglichkeit für nicht-chinesische Unternehmen, Regierungen und Institutionen, Finanzierungen über den chinesischen Onshore-Markt – also den chinesischen Heimatmarkt – zu tätigen. Im Rahmen der Belt and Road-Initiative plant China den Renminbi weiter zu internationalisieren. Viele Projekte werden in der chinesischen Währung finanziert. Panda Bonds sind deshalb eine geeignete Finanzierungsmöglichkeit. Die ersten beiden Panda Bonds wurden im Oktober 2005 von der International Finance Corporation und der Asian Development Bank herausgegeben. HSBC und eine Offshore-Einheit der Bank of China waren die ersten ausländischen Geschäftsbanken, die den Markt für Panda Bonds einer breiteren Reihe von ausländischen Emittenten eröffneten, und legten damit einen bedeutenden Meilenstein für die Internationalisierung des Renminbi und die Öffnung des chinesischen Anleihe-Markts.

Pekinger Gipfel

Im Mai 2017 lud die Führung in Peking Vertreter aus mehr als 100 Ländern ein, um über ihre ehrgeizige Initiative zu einer Neuen Seidenstraße zu beraten, unter ihnen 29 Staats- und Regierungschefs. Dies zeigt, dass das Belt-and-Road-Projekt in China höchste politische Priorität hat.

Renminbi

Der Renminbi (RMB) ist die offizielle Währung der Volksrepublik China. Der ISO-Code für den Renminbi ist „CNY“. Für den Offshore-Renminbi ist er „CNH“. Die chinesische Regierung will den RMB stärker internationalisieren und fördert seine Nutzung in den Bereichen Handel, Investitionen und als Reservewährung. Der „Onshore“–Markt wird von inländischen Unternehmen, chinesischen Einwohnern und ausländischen Unternehmen mit einer Präsenz in China genutzt. Durch die Entwicklung des „Offshore“-Marktes soll der RMB zu einer globalen Handels-, Finanzierungs- und Anlagewährung und schließlich zu einer globalen Reservewährung werden. Viele deutsche Unternehmen mit Chinageschäft benutzen bereits die chinesische Währung. Die in China verwurzelte HSBC ist Marktführer bei Offshore-RMB-Produkten und führt den Großteil aller europäischen RMB-Emissionen.

 

Silk Road Fund

Der Silk Road Fund, zu Deutsch: Seidenstraßen-Fonds, ist ein chinesischer, staatlicher Investmentfonds zur Entwicklung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten, die im Rahmen der Neuen Seidenstraßen-Initiative realisiert werden sollen. Der Fonds wurde Ende 2014 offiziell mit 40 Milliarden US-Dollar in Peking eröffnet. So investierte er bislang in Nord-Pakistan in das Karot-Wasserkraft-Projekt. Diese Region liegt im „China-Pakistan-Wirtschafts-Korridor“, dessen Förderung ein Teil der BRI ist.

Soziale Struktur

Die Seidenstraßen-Initiative soll dazu beitragen, die Ungleichheit zwischen einzelnen Regionen Chinas zu verringern. So können neue Verbindungen zu den Nachbarländern Mongolei, Kasachstan, Kirgistan und Pakistan helfen, die Wirtschaft in den darbenden Grenzregionen Xinjiang, Ningxia, Qinghai und Yunnan im Westen sowie in den Stahlhochburgen im Nordosten anzukurbeln.

 

Wirtschaftskorridore

Fundament der Neuen Seidenstraße sind sechs internationale Wirtschaftskorridore von jeweils mehreren tausend Kilometern Länge: eine neue eurasische Landtrasse, neue Verbindungen von China mit der Mongolei und Russland, mit Zentral- und Westasien und der Indochinesischen Halbinsel, mit Pakistan wie mit Bangladesch, Indien und Myanmar.

XIAN

Die historische, alte Seidenstraße begann damals in Xi’an. Sie war 6.400 Kilometer lang und folgte dem Verlauf der Chinesischen Mauer in Richtung Nordwesten, passierte die Taklamakan-Wüste, überwand das Pamirgebirge und führte über Afghanistan in die Levante. Von dort aus wurden die Handelsgüter dann über das Mittelmeer verschifft. Xi’an ist heute Sitz der Universität Nordwestchinas und Ausgangspunkt für Besichtigungen der Terrakotta-Armee.

Xi Jingping

Der chinesische Staatschef Xi Jingping betonte im Oktober 2013 auf einem Arbeitstreffen der Kommunistischen Partei die Aufwertung regionaler Wirtschaftskooperationen. Dies wird als Beginn des Belt-and-Road-Projektes betrachtet. Im Herbst 2013 stellten chinesische Politiker das Projekt auf dem ASEAN-China-Gipfel in Brunei und im indonesischen Parlament in Jakarta vor.

 

 

 

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 26.09.2017 21:42 Uhr