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Asien und Europa rücken zusammen

亚洲和欧洲正在加入联盟

Mit Hamburg und Duisburg haben zwei deutsche Logistikdrehkreuze bereits einen festen Platz auf den chinesischen Karten, die das rasant wachsende Netz der Neuen Seidenstraße abbilden. Und der Warenumschlag legt ständig zu.

Während sich vor drei Jahren lediglich drei Züge pro Woche auf die Fahrt aus dem zentralchinesischen Chongqing in Richtung Duisburg machten, verkehren inzwischen etwa 20 Züge pro Woche zwischen dem Duisburger Hafen (Duisport) und verschiedenen Zielen in China. Sie transportieren unter anderem Laptops sowie Computerzubehör und benötigen für die tausende Kilometer lange Strecke nur 14 bis 17 Tage. Das ist etwa die Hälfte der Zeit, die ein Container auf dem Seeweg benötigen würde.

Die guten Verbindungen ins Reich der Mitte sind für den Duisport ein entscheidender Wachstumstreiber – auch für die Zukunft. Ende vergangenen Jahres hat das Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit der Logistikdivision der Staatsholding China Merchants Group geschlossen. Sie sieht eine Beteiligung der Duisburger Hafen AG am Ausbau der Verteilknotenpunkte entlang der Routen von Europa nach China vor.


Der Hafen in Duisburg

„Das Beispiel zeigt, dass auch deutsche Unternehmen von der Hunderte Milliarden US-Dollar schweren Initiative der chinesischen Regierung profitieren können. Dennoch ist es nicht so einfach, an die Aufträge heranzukommen. Zum einen, weil die Entscheidungsstruktur über die Auftragsvergabe sehr komplex ist, und zum anderen, weil man nicht nur mit regionalen, sondern auch mit globalen Wettbewerbern in Konkurrenz steht“,

sagt Christian Kolb, der als Bereichsvorstand bei HSBC Deutschland innerhalb des Ressorts Corporate and Institutional Banking das Geschäft mit mittelständischen Unternehmen verantwortet.


Christian Kolb

Zugleich weist Christian Kolb aber auch darauf hin, dass deutsche Hochtechnologie in vielen Ländern nur wenig Wettbewerb zu fürchten hat. „Wenn es beispielsweise um Tunnelbohrungen geht, werden als Erstes die Weltmarktführer angesprochen.“ Ein Beispiel hierfür ist Kirgisistan, wo gerade Hochgeschwindigkeitsverbindungen und Straßen entstehen. Da lokale Bauunternehmen solche Projekte kaum stemmen können, werden diese meist von chinesischen Großkonzernen übernommen. Doch auch sie benötigen bei technisch und geologisch komplexen Abschnitten Spezialisten.

Dabei beschränken sich die Chancen für deutsche Unternehmen nicht auf die Branchen Logistik und Bauindustrie. Auch in anderen Bereichen sind deutsche Technologie und Know-how bereits heute in Asien gefragt. So errichten chinesische Unternehmen aktuell Windkraftanlagen in Pakistan. Die Turbinen dafür kommen jedoch aus Deutschland. Für die Zukunft sieht Christian Kolb heimische Firmen aber nicht nur als Technologielieferanten. „Deutsche Unternehmen haben wiederholt bewiesen, dass sie erfolgreich Stromtrassen verlegen, Bahnkorridore errichten und Überseehäfen ausbauen können“, sagt er.

Die Bundesrepublik ist Gründungsmitglied der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank AIIB, einem der wichtigsten Financiers der Belt-and-Road-Vorhaben, was bei der Beteiligung an Ausschreibungen für die Großprojekte sicher kein Nachteil ist. Mit Joachim von Amsberg bekleidet sogar ein Deutscher die Position des Vizepräsidenten für Politik und Strategie.


Sven Jürgensen

„Ob ein Unternehmen in einer Ausschreibung erfolgreich ist, wird auch von wirtschaftlichen Faktoren entschieden"

ist sich Sven Jürgensen, Co-Head Corporate Treasury Solutions bei HSBC, sicher. Dabei stellt sich für deutsche Unternehmen zusätzlich die Herausforderung, rechtzeitig von Vergabeverfahren in den verschiedenen asiatischen Ländern zu erfahren, um sich daran beteiligen zu können. „Es ist in Asien deutlich schwieriger als in Europa, mit den richtigen Ansprechpartnern für die einzelnen Projekte in Kontakt zu kommen“, berichtet Sven Jürgensen. „Umso wichtiger ist eine gute Vernetzung in den einzelnen Staaten.“ Zahlreiche Firmen sind in Asien bereits gut vertreten, andere setzen auf Partner mit einem starken Netzwerk vor Ort.

 

Über HSBC

关于HSBC

HSBC ist eines der weltweit größten Finanzinstitute. In unseren vier globalen Geschäftsbereichen – Retail Banking and Wealth Management, Commercial Banking, Global Banking and Markets und Global Private Banking – sind wir für rund 38 Millionen Kunden tätig. Unser Netzwerk erstreckt sich über 67 Länder und Territorien in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum, im Nahen Osten, in Nordafrika sowie in Nord- und Südamerika.

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Darüber hinaus gibt es spezifische Risiken, die Unternehmen im Auge behalten sollten, wenn sie sich mit Investitionen oder Lieferungen an der Verwirklichung des Belt-and-Road-Projekts beteiligen wollen. „Insbesondere der finanziellen Seite der Geschäfte sollten sie Aufmerksamkeit schenken, denn es handelt sich hierbei nicht um US-Dollar-Geschäfte. Für China steht der verstärkte internationale Einsatz des Renminbi im Fokus. Deshalb werden die Projekte in der chinesischen Währung finanziert“, erklärt Sven Jürgensen. Da der Renminbi nicht mehr an den US-Dollar gekoppelt ist, unterliegt er Wechselkursschwankungen wie andere Währungen auch. „Zugleich lassen sich Geschäfte in Renminbi aber ebenso absichern wie solche in anderen Weltwährungen – etwa in US-Dollar oder Yen.“

Ein Ausbau der Infrastruktur und die damit einhergehende Beschleunigung der Transportwege zwischen China und Europa bieten große Chancen. Auch für deutsche Unternehmen ergeben sich durch die Initiative der Neuen Seidenstraße Chancen, sich an unterschiedlichsten Projekten zu beteiligen und in Zukunft neue Märkte in Asien zu erschließen. Damit sie ihre Möglichkeiten erfolgreich nutzen können, benötigen sie jedoch ein starkes Netzwerk vor Ort – über eigene Vertretungen oder einen Partner, der in Asien bereits stark verwurzelt ist.

 

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 26.09.2017 21:22 Uhr