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Der Renminbi mit globalem Gewicht

亚洲和欧洲正在加入联盟

Der chinesische Renminbi ist in wenigen Jahren unter die Top 5 der Weltwährungen aufgestiegen. Mit der Realisierung der Neuen Seidenstraße wird seine Bedeutung weiter steigen.

Während einige Länder in jüngster Zeit verstärkt dazu tendieren, sich wirtschaftlich abzuschotten, geht China den entgegengesetzten Weg. Mit der einzigartigen Initiative „Belt and Road“, der Neuen Seidenstraße, treibt die Regierung in Peking den Ausbau der Handelswege in Asien, Europa und Afrika voran. Sie fördert die Internationalisierung chinesischer Unternehmen und zugleich das Zusammenwachsen der Kontinente. Gerade vor dem Hintergrund der Handelskonflikte mit den USA hat der chinesische Staatspräsident Xi Jinping wiederholt betont, sich für freien Handel und offene Märkte einzusetzen.

Parallel mit dem Ausbau von Handelshäfen, Airports sowie länderübergreifenden Bahnstrecken und Autobahntrassen schreitet die Internationalisierung der chinesischen Landeswährung Renminbi (RMB) und die kontinuierliche Öffnung der Kapitalmärkte auf dem Festland voran. Dabei hat der Renminbi bereits einen beeindruckenden Aufstieg als Handels- und Geldanlagewährung vollzogen. Wurde er vor 15 Jahren fast ausschließlich auf dem chinesischen Festland genutzt, gehört er heute zu den fünf wichtigsten Währungen weltweit.

„Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit dem Ausbau der Neuen Seidenstraße, denn finanziert werden die meisten Vorhaben von chinesischen Banken und Institutionen wie der New Development Bank oder dem Seidenstraßen-Fonds“,

erläutert Sven Jürgensen, Renminbi-Experte bei HSBC. „Zudem steigen durch diese Projekte die Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen enorm an, die zum Teil ebenfalls in Renminbi abgewickelt werden.“


Sven Jürgensen

Den Ritterschlag erhielt die chinesische Währung mit der Aufnahme in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF). Damit wurde der Renminbi offiziell als eine der Weltleitwährungen anerkannt und steht seitdem auf Augenhöhe mit dem US-Dollar, dem Euro, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund. Weitere symbolträchtige Schritte für die internationale Anerkennung der chinesischen Währung folgten schon kurze Zeit darauf.

So hat die Europäische Zentralbank (EZB) 2017 Devisenreserven im Volumen von 500 Millionen Euro in Renminbi umgeschichtet. Und auch die Bundesbank hat im Januar 2018 angekündigt, die chinesische Währung in ihre Reserven aufzunehmen. „Diese Maßnahmen werden die Bedeutung des Renminbi für die globale Wirtschaft weiter steigern“, ist sich Sven Jürgensen sicher. Die Entscheidung der Bundesbank spiegelt dabei bereits das starke Gewicht Chinas im deutschen Außenhandel wider. Belegt die Volksrepublik doch seit zwei Jahren den Spitzenplatz unter den Handelspartnern der Bundesrepublik.

So verwundert es auch nicht, dass die erste Renminbi-Clearingstelle außerhalb Asiens in Deutschland eröffnet wurde. Seit November 2014 können über die RMB-Clearing-Bank in Frankfurt am Main Renminbi-Zahlungen direkt mit China abgewickelt werden. Das Institut führt Renminbi-Konten nicht nur für europäische Banken, sondern auch für Unternehmen.

Nachdem die starre Kopplung des Renminbi an den US-Dollar bereits 2005 aufgehoben wurde, ist der Wechselkurs heute weder komplett staatlich gesteuert, noch wird er vollständig den Kräften des Marktes überlassen. Stattdessen setzt die chinesische Zentralbank, die People´s Bank of China (PBoC), täglich einen Mittelkurs fest, um den der Wechselkurs zwei Prozent nach oben oder unten schwanken darf. Bei der Festsetzung dieses Fixings orientiert sich die Notenbank an der Kursentwicklung des Vortages.


People´s Bank of China (PBoC)

Inzwischen nutzen jeden Tag mehr Unternehmen rund um den Globus den Renminbi bei Handelsgeschäften, Investitionen sowie zur Absicherung von Währungsrisiken und im Cash Management. Bei einer aktuellen Forsa-Umfrage unter 2.400 deutschen Mittelständlern, die in Asien aktiv sind, gab knapp ein Drittel an, ihr China-Geschäft in Renminbi zu fakturieren. Das waren fast doppelt so viele wie bei der gleichen Umfrage im Jahr 2016.

Für diese Entwicklung gibt es gute Gründe, bringt die Nutzung des Renminbi in der Volksrepublik und bei Geschäften mit chinesischen Unternehmen doch einige Vorteile mit sich. Auf diese Weise können deutsche Firmen nicht nur Wechselkurs- und Inflationsrisiken reduzieren, auch in Preisverhandlungen können sie damit punkten. Schließlich erhöhen sie damit die Transparenz für den chinesischen Geschäftspartner, der außerdem keine zusätzlichen Kosten für Währungsumtausch oder Hedging einkalkulieren muss. Im Vergleich zu Wettbewerbern kann das einen deutlichen Preisvorteil bedeuten.

Das gilt natürlich nicht nur für Projekte in der Volksrepublik, sondern auch für Vorhaben im Rahmen der Neuen Seidenstraße, die im Ausland unter chinesischer Leitung realisiert werden.

„Nicht selten äußern chinesische Geschäftspartner den Wunsch, die Fakturierung der Aufträge auf Renminbi umzustellen. Bei der Markterschließung kann es sehr hilfreich sein, diesem Wunsch nachzukommen“,

sagt HSBC-Experte Sven Jürgensen. „Und nicht zuletzt erhalten Unternehmen auf diese Weise zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten in Renminbi.“

 

 

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Parallel zur erfolgreichen Internationalisierung des Renminbi hat die chinesische Regierung damit begonnen, den bis dahin abgeschotteten inländischen Kapitalmarkt schrittweise für ausländische Engagements zu öffnen. Erste positive Auswirkungen sind bereits zu erkennen: Der US-amerikanische Index-Anbieter MSCI hat im Juni 2018 über 200 chinesische Festland-Aktien in seinen vielbeachteten Schwellenländer-Index aufgenommen. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg, den wachsenden Finanzmarkt der Volksrepublik mit der übrigen Welt zu verbinden. Ein Weg, den Staatspräsident Xi Jinping kontinuierlich weiterverfolgt. Erst auf dem asiatischen Wirtschaftsforum in Boao im April 2018 hat er eine weitere Öffnung der chinesischen Wirtschaft für ausländische Investoren angekündigt.

 

 

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Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 26.09.2017 21:49 Uhr