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Der asiatische Traum des 21. Jahrhunderts

亚洲和欧洲正在加入联盟

Die geplanten Milliardeninvestitionen in die Neue Seidenstraße sollen den internationalen Handel beflügeln und können zugleich den Grundstein bilden, um zukünftig den individuellen Lebensstandard von Milliarden Menschen zu verbessern.

Die Initiative Neue Seidenstraße ist das größte Investitionsprogramm seit dem Marshallplan, mit dem die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg den Wideraufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung in Westeuropa unterstützt haben. Belt and Road ist aber nicht nur ein gigantisches Infrastrukturprojekt, es bildet den Kern der chinesischen Entwicklungspolitik des 21. Jahrhunderts.
Während gerade den aufstrebenden Schwellenländern oft die finanziellen Mittel fehlen, um Schienenwege, Straßen sowie Häfen zu modernisieren und zu erweitern, investiert China mit seiner Initiative in die internationale Infrastruktur in Asien, Europa und Afrika. Die Volksrepublik setzt darauf, dass die sinkenden Transportkosten nicht nur den Handel beflügeln werden, sondern die wirtschaftlichen Impulse dazu führen, dass Milliarden Menschen ihren individuellen Lebensstandard steigern können. Zwei Drittel der weltweiten Mittelklasse könnten 2030 in Asien leben, ein Großteil davon entlang der Neuen Seidenstraße.
Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird in Asien bis 2030 im Schnitt alle zwei Jahre eine neue Megacity mit mehr als 10 Millionen Einwohnern entstehen. Hohes wirtschaftliches Wachstum und rapide Urbanisierung treiben die Entwicklung an. Dieser soziale Wandel könnte Asien zu einem globalen Zentrum des Konsums machen und zugleich neue Absatzmärkte für chinesische Produkte entstehen lassen. Für 92 Länder der Welt, darunter Deutschland, ist China bereits heute der größte Handelspartner. Und die Volksrepublik erwartet, dass sich ihr Handelsvolumen mit den Ländern entlang der Neuen Seidenstraße innerhalb von zehn Jahren noch einmal verdoppeln wird: auf dann 2,5 Billionen Dollar.

Bei ihren oft milliardenschweren Finanzierungszusagen handeln die Chinesen natürlich nicht uneigennützig, aber warum sollte man ihnen das ankreiden, wenn sie gleichzeitig die Wirtschaft ihrer Gastländer ankurbeln? Und schließlich können auch deutsche Unternehmen in Zukunft von einer wachsenden Kaufkraft profitieren. Immerhin steigen die Exporte der Bundesrepublik in die Region Asien-Pazifik mit fast 7 Prozent schon heute mehr als doppelt so schnell wie die Gesamtausfuhren. Ende 2017 verteidigte dann auch der damalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel Peking gegenüber Kritikern: „Die Neue Seidenstraße zeigt, wie weitsichtig dort gedacht und gehandelt wird.“

Flankiert wird Belt and Road von Verhandlungen über neue internationale Abkommen. Erst zu Beginn des Jahres sind die reduzierten Zollsätze im Rahmen des Freihandels- und Investitionsschutzabkommens zwischen Hongkong und der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) in Kraft getreten. Darüber hinaus laufen bereits intensive Gespräche über die größte Freihandelszone der Welt. Wird sich China mit den zehn ASEAN-Staaten sowie Australien, Indien, Neuseeland, Südkorea und Japan über die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) einig, würde sie mehr als 3,5 Milliarden Menschen umfassen.


Peter Wong

„Angesichts der geographischen Nähe und der bereits engen wirtschaftlichen Verflechtungen liegt ein starker Fokus der Neuen Seidenstraße auf den zehn ASEAN-Staaten“, erklärt Peter Wong, Deputy Chairman and Chief Executive of The Hongkong and Shanghai Banking Corporation Limited.

„Die Partner streben an, das gemeinsame Handelsvolumen bis 2020 auf 1 Billion Dollar zu steigern.“

Zugleich gewinnen die Länder Südostasiens aufgrund schnell steigender Lohnkosten in China als Standort für ausländische Investitionen an Attraktivität. Immerhin haben sich die Stundenlöhne der Arbeiter in der Volksrepublik innerhalb von zehn Jahren glatt verdreifacht.

Das Land der Mitte sieht sich ohnehin schon lange nicht mehr als verlängerte Werkbank der Industriestaaten. Chinesische Firmen geben inzwischen fast so viel Geld für Forschung und Entwicklung aus wie ihre deutschen Konkurrenten. Ein besonders erfolgreiches Beispiel: Der Baidu-Konzern zählt zu den weltweit führenden Unternehmen bei Künstlicher Intelligenz. Sein Sprachassistent gilt bereits als ähnlich leistungsfähig wie Amazons Alexa.

China hat sich von der Werkbank der Welt zum Exporteur von Spitzentechnologie entwickelt. „Je häufiger die eigene Hochgeschwindigkeitstechnik entlang der Neuen Seidenstraße zum Einsatz kommt, desto mehr wird sich die chinesische Technik in der Region zum Standard entwickeln“, so der Asien-Experte Peter Wong. Das Gleiche gilt im Bereich Telekommunikation, der digitalen Seidenstraße, in deren Ausbau die Internetgiganten Tencent, Baidu oder Alibaba bereits investieren.

Zugleich zeichnet sich schon heute ab, dass auch Südostasien nicht ewig der Beginn der Wertschöpfungskette bleiben wird. Denn auch am anderen Ende des Indischen Ozeans, in Ostafrika, entfaltet Beld and Road seine Wirkung. So hat Äthiopien 2016 eine neue Bahnstrecke zwischen der Hauptstadt Addis Abeba und dem Nachbarland Dschibuti eröffnet. Züge legen die 750 Kilometer in rund zehn Stunden zurück. Die Reise dauerte zuvor auf der Straße bis zu drei Tage. Finanziert wurde die 3 Milliarden Dollar teure Strecke von der chinesischen Exim-Bank. Zudem investiert Peking in den Ausbau von Häfen in Dschibuti, Tansania und Kenia.

Die Entwicklung der Infrastruktur und die engere Anbindung über die maritime Seidenstraße an Europa wird zu einem ökonomischen Schub führen, der weit über die regionale Wirtschaft hinausgeht. Das ist für die internationale Textilindustrie neben niedrigen Löhnen ein weiteres Argument dafür, verstärkt in Ostafrika zu produzieren. Schon heute fertigt der Modekonzern H&M in äthiopischen Sonderwirtschaftszonen kostengünstiger als in Asien.

 

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Seit Beginn des Jahres 2018 beschränkt sich die Initiative der Neuen Seidenstraße jedoch nicht mehr nur auf das engere Zusammenwachsen der Kontinente Asien, Europa und Afrika. Bei einem Außenministertreffen in der chilenischen Hauptstadt Santiago wurde Ende Januar zudem die Einbindung Lateinamerikas und der Karibik verkündet. Angesichts der Veränderungen der globalen Warenströme ist die Entscheidung konsequent: Denn betrachtet man Südamerika ohne Mexiko, hat China die Vereinigten Staaten bereits vor drei Jahren als größten Handelspartner abgelöst.

Damit hat sich Belt and Road zu einer weltumspannenden Initiative entwickelt. Mit dem Potential, den wirtschaftlichen Aufstieg zahlloser Menschen zu befördern und die ökonomische Weltordnung, wie wir sie heute kennen, grundlegend zu verändern.

 

 

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 26.09.2017 21:49 Uhr