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: Die neue Realität: Wie Unternehmen erfolgskritische Zukunftsthemen meistern

  • Aktualisiert am

Bild: Dilok/Adobe Stock

Digitale Investitionen bleiben Erfolgsfaktor für Unternehmen

          3 Min.

          Digitales Know-How ist für Unternehmen zur Schlüsselressource geworden, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bewältigen zu können. Das hat sich nicht nur bei zahlreichen internen Prozessen gezeigt, bei der Zusammenarbeit aus dem Home Office zum Beispiel oder der Organisation der Produktion unter Pandemiebedingungen. Nach außen hat die digitale Interaktion mit Kunden für viele Unternehmen eine zentrale Bedeutung erlangt, weil viele klassische Kanäle von Messen bis Außendienst nicht mehr nutzbar waren.

          Digitalkompetenzen sind ein erfolgskritischer Faktor geworden – und sie werden es bleiben. Denn auch bei den anstehenden Herausforderungen wie etwa der tiefgreifenden Transformation unserer Wertschöpfungsketten werden die Unternehmen vorne sein, die Digital besonders gut können. Wie groß der Vorteil der digital führenden Unternehmen in der Pandemie war, hat die „New Era in Experience“-Studie analysiert, für die Adobe mit der renommierten London School of Economics (LSE) zusammengearbeitet hat.

          Ein Viertel der Unternehmen hat die LSE als besonders fortschrittliche „Thriver“ identifiziert. Damit sind Unternehmen gemeint, die den Umbruch in der Pandemie genutzt haben, um neue Technologien einzuführen, um ihre Organisationsstrukturen und Prozesse neu aufzusetzen. Die Studie stellt fest, dass die Thriver ihre Erlöse in der Pandemie wesentlich erfolgreicher stabilisieren oder sogar steigern konnten. Sie hatten seltener Umsatzeinbußen als andere Unternehmen – und wenn, dann fielen sie geringer aus. Sie blieben handlungsfähiger und waren in der Lage, neue Produkte und Dienstleistungen trotz der Pandemie schneller an den Markt zu bringen.

          Vernetzt, innovativ und nachhaltig: Der digitale Dreiklang für Wettbewerbsfähigkeit

          „Für Unternehmen geht es jetzt darum, ihre Zukunft abzusichern“, sagt auch Barbara Kux. „Digitalisierung ist das entscheidende Werkzeug dafür.“ Die erfahrene Managerin hat Führungspositionen bei ABB, Ford und Philips  und und dann bei Siemens als Mitglied des Vorstandes für Supply Chain Management und Nachhaltigkeit wesentliche Ergebnisbeiträge für das Unternehmen erzielt. Anschliessend übernahm sie Aufsichtsrats-Mandate u.a. für Total, Henkel und Firmenich.

          Bild: Adobe

          Als Mitglied des neu gegründeten International Advisory Boards von Adobe berät sie das Technologieunternehmen gemeinsam mit Dieter Zetsche und weiteren führenden Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Branchen dabei, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und die richtigen Lösungsangebote zu entwickeln. Sie nennt drei Gründe, warum Digitalisierung das Instrument der Wahl ist, damit Unternehmen erfolgskritische Zukunftsthemen erfolgreich meistern können: leistungsfähigere Netzwerke, bessere Innovationen und mehr Nachhaltigkeit.

          Digitale Infrastrukturen sind die Basis für den Aufbau von Netzwerken

          „In Zukunft wird die Wettbewerbslinie nicht zwischen Unternehmen A und Unternehmen B verlaufen, sondern zwischen Netzwerk A und Netzwerk B“, sagt Kux. Netzwerke sind erforderlich, damit Unternehmen sich in einer zunehmend komplexen Welt behaupten können. „Unternehmen ohne Netzwerkstrukturen werden erhebliche Wettbewerbsnachteile haben.“ Ob beim Einkauf von Rohstoffen, beim Aufbau und Absichern von Lieferketten, gemeinsamen Innovations- und Entwicklungsprojekten oder der Verbesserung der Nachhaltigkeit: Wer Netzwerke hat, wird stärker, ist reaktionsfähiger für Krisen, kann gemeinsam bessere Angebote machen und mehr erreichen.

          Dafür müssen Unternehmen die Digitalisierung vorantreiben. Digitale Tools ermöglichen die Überwachung und Steuerung der kompletten Wertschöpfungskette eines Unternehmens, binden Zulieferer und Partner ein und stellen mit dem digitalen Marketing eine Schnittstelle zu Kunden her.

          Kux erwartet, dass nach der Pandemie das Thema Nachhaltigkeit das dominierende sein wird. „Die Klimakrise ist da. Nicht nur Kunden, auch die eigenen Mitarbeiter vieler Unternehmen erwarten mehr Nachhaltigkeit. Niemand will eine noch größere Krise als die Corona-Krise.“ Umso mehr überrascht es sie, dass das Thema nicht noch entschlossener angegangen wird – und digitaler. „Digitalisierung ist ein zentrales Element, um aus weniger mehr zu machen und Ressourcen einzusparen.“ Die daraus entstehende Transparenz von Wertschöpfungsketten erleichtert es beispielsweise, den CO2-Abdruck entlang der gesamten Wertsteigerung leichter nachzuvollziehen und zu reduzieren.

          Wie kommt die Maus in den Elefanten? Jetzt zählt Tempo!

          „Digitalisierung ist der Weg zu neuem Wachstum“, sagt Kux, „hier dürfen Unternehmen jetzt nicht sagen: ‚Unser CIO macht das schon.‘ Sie sollten diesen Weg mit aller Entschlossenheit gehen.“ Und zwar so schnell wie möglich. „Bei größeren Firmen muss man in den Elefanten eine Maus einbauen. Die große Konzernhülle mit Schnelligkeit zu verbinden, ist alles andere als trivial. Aber die Digitalisierung hilft dabei.“

          Bild: Gorodenkoff/Adobe Stock

          Auch in diesem Punkt deckt sich ihre Einschätzung mit der LSE-Studie, die dem Faktor Geschwindigkeit ebenfalls zentrale Bedeutung beimisst. Die erfolgreichen Thriver setzen nicht auf umständliche Kopfgeburten, sondern auf schnelle Implementierung und kontinuierliche Weiterentwicklung im laufenden Betrieb. Entscheidend für das Vorankommen ist nicht, die X-te IT-Roadmap aufzuschreiben, sondern Entwicklungen auf die Straße zu bringen. Loszufahren, unterwegs dazuzulernen, Verbesserungen zu entwickeln.

          Um bei der Digitalisierung schneller voranzukommen, sollten Unternehmen gemeinsame Digitalisierungsprojekte mit Partner*innen und Kund*innen aufsetzen, findet Kux. Dann bringen sie nicht nur die eigene Digitalisierung voran, sondern intensivieren auch die Netzwerke. Kux ist überzeugt, dass europäische Unternehmen dann auch digital auftrumpfen können. „Ich zähle sehr stark auf Europa“, sagt Kux. „Europa ist der drittgrößte Wirtschaftsraum der Welt, hat viel Innovationspotenzial, Top-Universitäten und starke kleine und mittelständische Unternehmen.“ In Künstlicher Intelligenz, Robotik oder 3D-Druck sieht sie Felder mit Potenzial. „Das können wir nur gemeinsam heben. Mit den richtigen Netzwerken wird es gelingen, die Stärken besser zu nutzen.“