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Anzeigensonderveröffentlichung

: Die Auswirkungen der Pandemie auf den Kunstmarkt

  • Aktualisiert am

Künstler Ángel Moyano Rivas in seinem Studio Bild: Singulart

Die digitale Plattform Singulart weist den Weg einer möglichen Zukunft für das Kunstsammeln.

          2 Min.

          Wir leben in historischen Zeiten, die unsere Zukunft prägen werden. Das neuartige Coronavirus beeinträchtigt nicht nur unsere Nähe zu anderen, sondern auch unser tägliches Leben. Doch wie wirkt sich die Pandemie auf die Kunstbranche und den gesamten Kunstmarkt aus? Die online Galerie für zeitgenössische Kunst Singulart bewies während der Ausgangssperre, dass eine digitale Zukunft für den Kunstmarkt nicht nur möglich, sondern profitabel sein kann. 

          Der erste Schritt zu einer digitalen Zukunft des Kunstmarktes: Kunstmessen online besichtigen 

          Die Branche wurde schwer getroffen, Ende Februar zeichnete sich klar eine Welle von Absagen von Messen ab. Die frühen Wegweiser für Alternativen waren Art Central und Art Basel. Sie demonstrierten die Möglichkeit einer neuen digitalen Zukunft. Diese Änderungen waren eine nie dagewesene Chance für viele Interessenten. Die Online-Alternative der Art Basel | Hongkong erreichte bisher ungesehene Besucherzahlen (250.000 Besucher online gegenüber 88.000 auf der Messe im letzten Jahr). Der größte Unterschied dieser neuen Form war die Preistransparenz, die den Vorhang eines ansonsten gut versteckten Teils einer Kunstmesse lüftete. 

          EN Confinement (2020), Yutao Ge, Frankreich
          EN Confinement (2020), Yutao Ge, Frankreich : Bild: Singulart

          Warum Online-Plattformen erheblich an Bedeutung gewinnen

          Der Kunstmarkt passt sich nur langsam an Veränderungen an, und vielen Galeristen fällt es schwer, sich auf ein breites Online-Angebot umzustellen. Konfrontiert mit diesen Hindernissen sind es nicht die Galerien, die den Online-Marktplatz revolutionieren, sondern die Online-Kunstplattformen, die als digitale Organisationen begonnen haben.

          Singulart zum Beispiel wurde 2017 gegründet und hat sich in nur drei Jahren zu Europas führender Online-Galerie und dem Marktplatz für zeitgenössische original Kunstwerke entwickelt. Seit ihrer Gründung haben sie sich global und ausschließlich online aufgebaut, und sich somit darauf spezialisiert, den Kunstmarkt, Technologie und E-Commerce zu verbinden. Die Sperrung im Frühjahr verschaffte ihnen einen klaren Vorteil gegenüber ihren physischen Konkurrenten, da ihre gesamten Geschäftsstrukturen bereits vollständig auf den Online-Verkauf ausgerichtet waren. 

          Das auf die Digitalisierung des Kunstmarktes spezialisierte Start-Up verdreifachte in den Monaten des Lockdown seine Verkäufe, was zeigt, wie wichtig online und digitale Angebote geworden sind. Ihr Erfolg bedeutete jedoch auch, dass sie andere Kunstschaffende unterstützten – insbesondere in der Kreativbranche, wo die durch die Pandemie auferlegten Maßnahmen viele Künstler in Bedrängnis gebracht haben. 

          World Pandemic (2020), Thomas Dellert, Deutschland
          World Pandemic (2020), Thomas Dellert, Deutschland : Bild: Singulart

          Welche Chancen und Veränderungen können wir vom Online-Kunstmarkt erwarten?

          Der Kunstmarkt verändert sich und zeigt eine deutliche Verschiebung hin zur Digitalisierung, sei es als Alternative zu Offline-Angeboten, oder als ergänzende Initiative. Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass sich der Kunstmarkt für Menschen öffnet, die sich bisher nicht getraut haben, Museen oder Galerien zu besuchen. Eine Online-Plattform ermöglicht es ihnen, Gemälde zu durchstöbern, über Künstler zu lesen und sich bequem von zu Hause aus mit der Kunstwelt vertraut zu machen.

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