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Verlagsspezial

: Cyberangriffe: Deutsche Firmen im Visier

Angriffe aus dem Cyberspace nehmen zu, der Schaden für die deutsche Wirtschaft ist immens. Unternehmen müssen nicht nur in die technische IT-Sicherheit investieren – sondern auch die Mitarbeiter für die Gefahren der digitalen Sphäre sensibilisieren.
Dr. Haya Shulman leitet die Abteilung Cybersecurity Analytics und Defences am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt.

Interview : „Das Vertrauensverhältnis zum Kunden ist ein hohes Gut“

Dr. Haya Shulman leitet die Abteilung Cybersecurity Analytics und Defences am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt. In diesem Jahr wurde die gebürtige Israelin mit dem ersten Platz beim hochdotierten Deutschen IT-Sicherheitspreis ausgezeichnet. Im Interview spricht sie über die Vorgehensweise von Cyberkriminellen und zeigt auf, wie wichtig es für Unternehmen ist, einen Notfallplan in der Schublade zu haben.
Täuschend echte Nachrichten: Phishing-E-Mails sind heutzutage zum Teil so gut gemacht, dass man nur beim genaueren Hingucken etwas bemerkt.

: Mit einem Klick in der Falle

Phishing-E-Mails sind ein Dauerbrenner der Cyberkriminalität. Aktuell erleben die oftmals täuschend echten Nachrichten aus vermeintlich seriöser Quelle sogar so etwas wie eine kleine Renaissance.
Einfallstor Homeoffice: Cyberkriminelle setzen darauf, dass Mitarbeiter beim Arbeiten von zu Hause aus weniger gut geschützt sind.

: Homeoffice ist Einfallstor für Hacker

Das Arbeiten von zu Hause aus ist in der Corona-Krise das Gebot der Stunde, denn dadurch lassen sich Ansteckungen in der Belegschaft vermeiden. Doch die virtuelle Zusammenarbeit mit den Kollegen bietet Einfallstore für Cyberkriminelle. Worauf Unternehmen achten müssen, damit IT-Sicherheit auch im Homeoffice gelingt.
Gravierende Auswirkungen: Am Haupteingang zum Universitätsklinikum Düsseldorf fährt ein Krankenwagen vorbei. Nach dem umfangreichen IT-Ausfall an der Uniklinik im September 2020 dauert die schwierige Suche nach den Hackern weiter an.

: Schutzmechanismen gegen Verschlüsselungstrojaner

Ferngesteuerte, digitale Erpressung mittels spezieller Erpressersoftware ist inzwischen eine der größten Bedrohungen für die Cybersicherheit weltweit. Betroffen sein kann jedes Unternehmen, wichtig sind eine schnelle Reaktion und eine gute Vorbereitung für den Ernstfall.
Johannes Bahrke ist Sprecher für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission.

Interview : „Cyberangriffe hören nicht an physischen Grenzen auf“

Die Europäische Union will die Sicherheit des Internets und anderer kritischer Netz- und Informationssysteme erhöhen. Dazu soll in Bukarest ein neues Kompetenzzentrum für Cybersicherheit entstehen. Ein Interview mit Johannes Bahrke, Sprecher für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission.
Unterbrochene Lieferketten: Nach einem Cyberangriff auf das IT-Netzwerk des Lebensmittelhändlers Tegut Anfang Mai, werden die Kunden an den fast leeren Kühlregalen informiert.

: Lösegeld für gekaperte Rechner

Ransomware-Angriffe gelten unter Hackern als lukrative Angelegenheit: Dabei werden Computer von Unternehmen und Behörden mit einer Schadsoftware verschlüsselt – und nur gegen eine Lösegeldzahlung wieder freigegeben. Wenn kritische Infrastruktur davon betroffen ist, kann es gefährlich werden.

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  • Frühzeitig Vorsorgen: Jedes Unternehmen und jede Behörde benötigt einen Notfallplan für den Fall eines Hacking-Angriffs.

    : Notfallplan für den Krisenfall

    Cyberattacken auf Unternehmen, Behörden und private Nutzer sind inzwischen längst Alltag. Notfallpläne gehören daher als entscheidender Bestandteil zu einer ganzheitlichen Cybersecurity.
  • Professionelles Geschäftsmodell: Im Jahr 1983 brachte Hollywood den Film WarGames (Kriegsspiele) in die Kinos, in dem sich der computerbegeisterte Teenager David versehentlich in das System der strategischen Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten hackt. Heute hat sich das Geschäft professionalisiert – eine  regelrechte Industrie von Hackern ist entstanden.

    : Komplexe Bedrohungslage

    Unternehmen und private Einrichtungen werden zunehmend Zielscheibe für Hackerangriffe. Häufig dringen die Cyberkriminellen dabei in die IT-Systeme der Firmen ein, um sie später mit verschlüsselten Daten zu erpressen. Die Angriffsszenarien werden dabei immer komplexer. Ein Einblick.
  • Hilfreiche Instrumente: Unternehmen und der Bund setzen mittlerweile auch auf Künstliche Intelligenz und Machine Learning, um die IT-Sicherheit zu verbessern.

    : Smarte Wächter

    Systeme wie Virenscanner, Anti-Malware-Programme und Firewalls stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Führende Unternehmen und auch der Bund investieren deshalb mittlerweile in Künstliche Intelligenz, um die IT-Sicherheit zu verbessern.