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Anzeigensonderveröffentlichung

: Blockchain für die Zukunft der Mobilität

  • -Aktualisiert am

Bild: geralt/pixabay

Im Jahr 2030 werden wird ein Großteil der urbanen Mobilität in Europa möglicherweise über autonome Mobilitätsflotten abgewickelt. Der Blockchain-Technologie kommt dann wahrscheinlich eine entscheidende Rolle zu.

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          Die Zukunft der Mobilität lässt sich nicht exakt vorhersagen, doch es lassen sich Treiber identifizieren, die die Entwicklung schon heute prägen. Zum einen wandelt sich das Kundenverhalten weg vom Fahrzeugbesitz hin zur Nutzung. Zum anderen steigt der Reifegrad autonomer Fahrzeugtechnologien – trotz einiger Rückschläge –  sukzessive weiter an. Aller Voraussicht nach wird die Relevanz und Adaptionsrate innovativer Mobilitätsservices in Europe in den nächsten Jahren weiter stark ansteigen. Das Angebot solcher Services wie beispielsweise Car Sharing oder Robotaxen setzt das effiziente Management und den Betrieb großer Fahrzeugflotten voraus. Diese vernetzten und autonomen Flotten bilden zukünftig eigene digitale Ökosysteme, in denen Anbieter aus diversen Industrien (z.B. Videostreaming, Social Media, E-Commerce) um den Zugang zu den Mobilitätskunden konkurrieren werden. Der Konkurrenzkampf wir dabei im Wesentlichen über herausragenden Kundenerlebnissen und niedrige Betriebskosten entschieden. Der Aufbau von Kundenvertrauen wird ebenfalls elementar wichtig sein, um im Umfeld von immer strikteren Datenschutzregeln die Kunden zu überzeugen, Ihre personen- und fahrzeugbezogenen Daten überhaupt zu teilen.

          Autonome und vernetzte Mobilitätsflotten

          Lassen Sie uns einen Sprung in das Jahr 2030 wagen, in dem ein Großteil der urbanen Mobilität in Europa über autonome und vernetzte Mobilitätsflotten konsumiert werden könnte. Die dezentrale Blockchain-Technologie ist hierbei eine entscheidende technologische Voraussetzung der Zukunft der Mobilität geworden. Die Mobilitätsmanager sehen Ihre Fahrzeuge als Wirtschaftsgüter an, deren Auslastung maximiert und deren operative Kosten minimiert werden müssen. Um dies zu erreichen, verwalten sich die Fahrzeuge der Zukunft weitgehend selbst. Autonome Elektrofahrzeuge identifizieren auf Basis von künstlicher Intelligenz die Zeiten der geringsten Auslastung, um selbstständig zu den Ladeinfrastrukturen zu fahren. Inspektionen und Wartungen werden von den Fahrzeugen selbstständig terminiert und durchgeführt. Der Fahrzeugzustand wird während des gesamten Lebenszyklus auf einer Blockchain manipulationssicher gespeichert. Alle involvierten Parteien (Flottenmanager, Versicherer, Nutzer, etc.) können so jederzeit die für sie relevanten Informationen in einer Umgebung abrufen, welche Transparenz bei gleichzeitiger Gewährleistung der Privatsphäre sicherstellt. Auf diese Weise kann der Fuhrparkmanager alle Transaktionen überprüfen sowie den Finanzstatus des Fahrzeugs kontrollieren. Der Fahrzeugnutzer kann sicher sein, dass frühere Mieter über die richtigen Nutzungsrechte verfügten oder wie diese das Auto genutzt haben, ohne notwendigerweise zu sehen, wer der vorherige Benutzer war. Dadurch gewinnen Mobilitätsanbieter wertvolle Einblicke in das Kundenverhalten, welche zur Optimierung des eigenen Mobilitätsportfolios genutzt werden können. Am Ende werden die Unternehmen den Wettlauf gewinnen, die in der Lage sind, ihr Angebot bestmöglich an Kundenbedürfnissen auszurichten ohne dabei die Betriebskosten außer Acht zu lassen.

          Blockchainbasierte e-Wallets

          In diesem Marktumfeld kristallisieren sich bereits heute erste konkrete Anwendungsfelder für die Blockchain-Technologie heraus. So bietet das Identitätsmanagement eines der vielversprechendsten Handlungsfelder. Eine Blockchain kann sowohl den Zugang zu Kundendaten für Unternehmen zur Entwicklung kundenspezifischer Angebote managen als auch gleichzeitig einen hohen Sicherheitsstandard sowie die Privatsphäre der Datenbereitsteller gewährleisten. Weiterhin wandelt sich mit dem sich verändernden Nutzungsverhalten auch die Natur der Transaktionen. Ein steigendes Überweisungsvolumen von Kleinstbeträgen wird allgemein erwartet. Blockchainbasierte e-Wallets, welche direkt im Fahrzeug verankert sind, ermöglichen die effiziente und kostengünstige Skalierung von Pay-per-Use Bezahlmodellen und die autonome Verwaltung von Fahrzeugen. Wenn ein Fahrzeug zudem von einer Vielzahl unterschiedlicher Kunden genutzt werden soll, ist uneingeschränkte Transparenz über den Fahrzeugzustand von elementarer Bedeutung zum Vertrauensaufbau und -erhalt. Blockchain kann die Verfolgung der Gesamtheit der Fahrzeugdaten (Kilometerstand, Ort, Unfälle etc.) in einem sicheren und verlässlichen Netzwerk ermöglichen, auf welches potentielle Kunden zugreifen können. Aber auch weitere Bereiche im Automobilumfeld, wie Loyalitätsprogramme und Back-Office Funktionen, bieten interessante Anwendungsfälle von Blockchain-Lösungen.

          Blockchain bietet hierbei das technologische Potential, die erforderlichen, innovativen Geschäftsmodelle und die zugrundeliegenden Prozesse effizient zu gestalten, indem es ein innovatives Konzept der Benutzerzentriertheit auf Basis von dezentralem Vertrauen schafft.

          Sebastian Pfeifle, Partner, Global Captive Finance Lead, Deloitte Consulting
          Christopher Ley, Senior Manager, Auto & Captive Finance Strategy, Deloitte Consulting
          Niclas Vieten, Consultant, Auto & Captive Finance Strategy, Deloitte Consulting