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Schulterarthrose : Anatomische oder inverse Schulterprothese?

  • -Aktualisiert am

Ein künstliches Schultergelenk lindert Schmerzen und verhilft zu mehr Beweglichkeit. Bild: jd-photodesign | Fotolia.com

Bei schweren Erkrankungen und Brüchen des Schultergelenks hilft das Einsetzen einer Prothese, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.

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          Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Es ist ein sogenanntes Kugelgelenk. Der Kopf ist relativ groß, dafür ist die Pfanne verhältnismäßig klein. Diese Paarung ermöglicht uns Bewegungen in fast alle Richtungen. Verschleißerscheinungen, wie sie bei der Arthrose auftreten, führen zu Bewegungseinschränkungen bis hin zur Versteifung – vor allem aber zu Schmerzen. Roman Seltzer konnte nach langer Leidensgeschichte nachts vor Schmerzen kaum noch schlafen. Der 58-jährige hat lange Volleyball gespielt und ist auch jetzt noch sportlich aktiv, wann immer es sein Job als IT-Berater zulässt. Verunsichert durch die Diagnose und den Rat, sich ein künstliches Schultergelenk einsetzen zu lassen, ist er zu einer Zweitmeinung zu Prof. Dr. med. Ralph Hertel gekommen. Der Spezialist für Schulter- und Ellbogenchirurgie leitet das Schulter- und Ellbogen-Zentrum im Lindenhofspital in Bern/Schweiz: „Herrn Seltzer war aufgrund seiner Beschwerden zu einer sogenannten inversen Prothese geraten worden. Er hatte aber gehört, dass anatomische Prothesen viel natürlichere Bewegungen ermöglichen und war dementsprechend unsicher, was er tun soll. Tatsächlich ist die Entscheidung in manchen Fällen eine Ermessensfrage.“

          Was ist der Unterschied zwischen anatomischen und inversen Schulterprothesen?

          Eine anatomische Schulterprothese ist der natürlichen Form des Schultergelenks nachempfunden. Bei einer inversen Prothese sitzt die künstliche Kugel an der Schulterpfanne, statt auf dem Schaft, und die Pfanne ist am Schaft fixiert. Dieser umgekehrte, inverse Aufbau hat den Vorteil, dass er das Gelenk stabilisieren kann, auch wenn die stabilisierende Muskulatur, die Rotatorenmanschette, stark geschädigt ist. Dafür sind allerdings die Bewegungsamplituden eingeschränkt und der Bewegungsablauf beeinträchtig. Bei Roman Seltzer war bei einer Magnetresonanztomographie (MR) festgestellt worden, dass die Rotatorenmanschette partiell ruptiert, also leicht eingerissen ist. Zusätzlich bestand eine leichte Verschiebung des Oberarmkopfes nach hinten (Subluxation). „Das war vermutlich auch der Grund, warum der Kollege zu einer inversen Prothese geraten hat“, meint Prof. Hertel. „Allerdings werden Schäden an den Rotatorenmanschetten basierend auf einem MR- Befund häufig überbewertet.“ Die MR-Darstellung der Rotatorenmanschette, besonders bei vorliegender Arthrose, ist nicht immer eindeutig. „Da ich die Schäden der Rotatorenmanschette als nicht so gravierend eingestuft habe und die hintere Subluxation korrigierbar erachtete, war meine Empfehlung, eine anatomische Prothese einzusetzen. Herr Seltzer kann meines Erachtens mit einer anatomischen Prothese eine bessere funktionelle Leistung erwarten.“ Roman Seltzer ist nach reiflicher Überlegung dem Rat von Professor Hertel gefolgt und hat sich für eine anatomische Prothese entschieden.

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