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Hüftgelenkprothesen : Eingriffe mit hohen Erfolgsaussichten

  • -Aktualisiert am

Prof. Dr. Christian Hendrich, Spezialist für Endoprothetik, mit Kollege im OP. Bild: Prof. Dr. Christian Hendrich

Ein geschädigtes Hüftgelenk kann unerträgliche Schmerzen verursachen, nicht nur beim Gehen. Durch eine Hüftprothese sind die Beschwerden meist wie weggeblasen.

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          Das Einsetzen einer Hüftendoprothese gehört heute zu den Standardeingriffen. Die Risiken sind gering, die Zufriedenheit liegt bei 97 Prozent. Ein künstliches Hüftgelenk kann minimalinvasiv mit kleinen Schnitten unter 12 Zentimetern, ohne Vollnarkose und bei Operationszeiten deutlich unter einer Stunde implantiert werden. Und trotzdem gibt es ein „Aber“, betont Prof. Dr. med. Christian Hendrich, Spezialist für Endoprothetik und Ärztlicher Direktor des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck. „Bei aller Freude und Zufriedenheit darf man nicht vergessen, dass es sich beim Einsetzen einer Hüftprothese um einen großen Eingriff in den Körper handelt. Wenn alles gut geht, ist das schlechteste Krankenhaus gut genug für diesen Eingriff. Aber im Zweifelsfall würde ich Patienten immer raten, ein zertifiziertes Zentrum für den Eingriff auszuwählen, das nicht nur eine hohe Anzahl von Eingriffen pro Jahr sondern auch ein hochstehendes Qualitätsmanagement nachweisen kann.“ Die Überalterung der Bevölkerung trage in erheblichem Maße dazu bei, dass auch die Anzahl der schmerzhaften Hüftbeschwerden ständig zunehme, so Prof. Hendrich. Und gerade bei älteren Patienten mit zum Teil schwerwiegenden anderen Gesundheitsproblemen sei es wichtig, auf mögliche Komplikationen eingestellt zu sein und schnell reagieren zu können.

          Wann ist Hüftgelenksprothese sinnvoll?

          Schmerzhafte Hüftschäden, die jeden Schritt zur Qual machen und die Betroffenen auch nachts kaum noch schlafen lassen, können verschiedene Ursachen haben. „Die Endstufe aller Hüfterkrankungen ist die Arthrose“, erklärt Prof. Hendrich. „Manchmal beginnt diese ganz unspektakulär mit einer kleinen Formveränderung im Gelenk, die zu falschen Bewegungen führt und dann langsam aber sicher immer größeren Schaden anrichtet.“ Andere Ursachen können eine angeborene Hüftdysplasie, also eine angeborene Fehlbildung der Hüftpfanne, Hüftkopfnekrosen, eine Schenkelhalsfraktur, Gelenkentzündung (Arthritis) bzw. Tumore sein. Nach den Vorwürfen, Deutschland sei OP-Weltmeister beim Einsetzen künstlicher Hüftgelenke, hält sich das Team am Schloss Werneck mit Empfehlungen stark zurück. „Wir diagnostizieren, klären auf und beraten unsere Patienten ausführlich hinsichtlich möglicher Therapieoptionen“, betont Prof. Hendrich. „Die Entscheidung für oder gegen einen Hüftgelenkersatz trifft aber zu 100 Prozent der Patient.“ Der Endoprothesen-Spezialist hat drei Regelfragen zur Entscheidungsfindung festgelegt, die er gemeinsam mit seinen Patienten durcharbeitet. Frage Nummer Eins: Ermöglicht die Hüfte trotz der Beschwerden noch den erwünschten Lebensstil? Lautet die Antwort „Ja“ hat eine OP noch Zeit. Frage Nummer Zwei: Ist der Patient älter als 75 Jahre? „Je älter die Patienten bei einer Hüftoperation sind, desto größer ist auch das internistische Risiko. Wenn eine Hüftprothese in Erwägung gezogen wird, dann sollte man sie möglichst vor dem 75., aber in jedem Fall vor dem Erreichen des 80. Lebensjahres einsetzen“, erklärt Hüftexperte Hendrich. Frage Nummer Drei: Vertraut der Patient dem behandelnden Arzt? „Wenn der Operateur dem Patienten persönlich bekannt ist und man gemeinsam alle realistischen Möglichkeiten und Risiken durchgesprochen hat, ist am Ende in der Regel auch das Ergebnis zufriedenstellend“, so Prof. Hendrich.

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