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Alterseinsamkeit macht krank : Wie geht man mit Altersdepression um?

  • -Aktualisiert am

Depressionen und Einsamkeit nehmen im Alter oft zu. Bild: Gordon Grand | Fotolia.com

Alterseinsamkeit kann zu Depressionen und sozialer Isolation führen. Eine 24-Stunden-Betreuung kann durch Gespräche und Aktivitäten zu mehr Lebensmut beitragen.

          In Deutschland leben 40 Prozent aller Senioren in Deutschland allein. 
          Der Mensch ist nicht dazu geschaffen dauerhaft alleine zu sein oder in sozialer Isolation zu leben. Daher sind soziale Beziehungen für das menschliche Wohlsein und das Bewahren der Gesundheit elementar.
          Soziale Isolation ist häufig ein Problem bei Menschen höheren Alters, wenn nachlassende Mobilität, gesundheitliche Einschränkungen und vor allem das Versterben geliebter Menschen im Umfeld die sozialen Interaktionen erheblich einschränken.

          Depressionen kommen bei Senioren häufig vor

          Neben dementiellen Erkrankungen gehört die Depression zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Senioren. Gleichzeitig steigt auch die Selbstmordrate, insbesondere bei Männern, mit zunehmendem Alter an.

          Die Altersdepression unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von einer Depression in jedem anderen Alter, allerdings wird die Altersdepression oft nur spät oder gar nicht erkannt. Symptome wie beispielsweise Schlafmangel oder Antriebsstörungen können auch wegen einer körperlichen Krankheit auftreten und müssen nicht zwingend etwas mit einer Depression zu tun haben.

          Da es wegen der körperlichen Krankheiten, die vermehrt im höheren Alter auftreten, zu Schwierigkeiten bei der Diagnostik einer Depression führen kann, wurde der Fragebogen „Geriatrische Depressionsskala“ speziell für ältere Patienten entwickelt.

          Wie unterscheidet sich eine Altersdepression?

          Alterstypische Besonderheiten bei einer Depression sind, dass Betroffene ihre Probleme oft als schlimmer und einschränkender wahrnehmen als sie eigentlich sind. Körperliche Erkrankungen werden durch die Psyche verschlimmert. So werden beispielsweise bestehende Schmerzen im Rahmen einer Depression als unerträglich empfunden, Betroffene beschäftigen sich oft sehr viel mit ihren bestehenden Beschwerden und so wird die psychische Belastung verstärkt. Das Gefühl der Aussichtslosigkeit ist oft größer, da ältere Menschen keine Zukunft mehr für sich sehen und sich aufgeben.

          Oft treten depressive Episoden im Alter durch wachsende Sprach-, Denk- oder Konzentrationsstörungen auf. Menschen können nicht ausdrücken, was sie bedrückt und fühlen sich unverstanden und eventuell alleingelassen mit ihren Problemen. Studien zufolge sterben ältere Menschen, die keinen Kontakt zu Freunden oder Familie haben, auch früher. Das University College in London hat eine Langzeitstudie mit 6500 Frauen und Männern durchgeführt, bei der festgestellt wurde, dass soziale Isolation häufiger in Bevölkerungsschichten mit einem niedrigeren Bildungsstand und weniger Einkommen auftritt.

          Die Studie begann im Jahr 2004 mit Menschen im Alter von über 52 Jahren, deren Lebensläufe bis März 2012 von Forschern verfolgt wurden. Mit Hilfe einer international gültigen Skala um den Grad an Einsamkeit und Isolation zu messen, fanden die Wissenschaftler heraus, dass von den 918 Frauen und Männern, die während der Studie bereits gestorben waren, etwa 21,9 Prozent zu der Gruppe mit dem höchsten Isolationsfaktor gehörten.

          Die Forscher fanden heraus, dass das Gefühl von Einsamkeit nicht unbedingt die Lebenserwartung beeinflusst, soziale Isolation hingegen aber zu Krankheiten und eventuellem Tod führen kann.

          Die betroffenen Menschen haben ein erhöhtes Risiko Herz-Kreislauferkrankungen, Infektionskrankheiten, Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und Tod zu erleiden. Soziale Isolation wurde auch mit erhöhtem Blutdruck, Problemen mit der Blutgerinnung und mit erhöhten entzündlichen und metabolischen Reaktionen auf Stress in Verbindung gebracht.
          Einsamkeit hingegen ist eher die psychologische Verkörperung der sozialen Isolation, die sich in Frustration mit der Häufigkeit und Nähe bestimmter sozialer Kontakte manifestiert.

          Die Studie zeigte auch, dass bei der sozialen Isolation das Geschlecht keine Rolle spielt, aber dass isolierte Teilnehmer eher älter und ledig waren, einen limitierten Bildungsstand und niedriges Einkommen hatten. Wenn ältere Menschen keine Angehörigen haben, die Angehörigen weit weg wohnen oder sie durch ihr Berufsleben stark eingeschränkt sind, sollte unbedingt abgesichert werden, dass die ältere Person trotzdem noch soziale Kontakte pflegt oder sich mit anderen Menschen beschäftigt.

          Eine 24-Stunden-Betreuung kann Lebensfreude zurückbringen

          Die Betreuungskraft kümmert sich nämlich nicht nur um den Haushalt und die Versorgung der zu betreuenden Person, sondern sie machen gemeinsam Unternehmungen, spielen gemeinsam oder unterhalten sich. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die betreuungsbedürftige Person nicht mit ihren Gedanken und Problemen alleine gelassen wird, dass die Denk- und Sprachfähigkeiten gefördert werden und die allgemeine Zufriedenheit erhöht wird.

          Unserem Team von SunaCare ist es wichtig, dass pflegebedürftige und ältere Menschen genug Möglichkeiten haben, um geistig fit zu bleiben und weiterhin Spaß am Leben zu haben. Unsere polnischen Betreuungskräfte kümmern sich liebevoll um ihre Patienten und bauen in den meisten Fällen eine freundschaftliche oder sogar familiäre Beziehung auf, die den Senioren guttut. Depressionen oder depressive Episoden können in jedem Alter und in jeder Lebenslage auftreten. Das Wichtigste ist, sich nicht in ein Loch fallen zu lassen, sondern Hilfe in Anspruch zu nehmen, selbst wenn scheinbar niemand da ist, mit dem man reden kann. Es gibt viele Seminare, Selbsthilfegruppen und professionelle Ansprechpartner, die helfen können.

          Hier gelangen Sie zur Startseite des Ressorts "Best Ager" - Für Senioren und Angehörige.

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