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Gesunde Venen : Das hilft bei schweren Beinen

  • -Aktualisiert am

Sanfter Druck bringt schwache Venen wieder in Schwung. Bild: tibanna79 | Fotolia.com

Schmerzende Beine sind unangenehm und können Zeichen einer ernstzunehmenden Venenerkrankung sein. Erfahren Sie, wie Sie Venenleiden lindern können.

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          Schmerzen, Kribbeln, Taubheit – wohl jeder kennt das Gefühl schwerer Beine. Der Grund für das unangenehme Leiden ist überschüssiges Blut, das sich in den Beinen sammelt, weil es nicht schnell genug zum Herz zurück gepumpt werden kann. Eben deshalb fühlt es sich nach langen, anstrengenden Tagen auch so an als müssten wir Blei mit uns herum schleppen. Schwere Beine gehören schon fast zum Alltag und sind in vielen Fällen harmlos. Treten die Beschwerden jedoch häufig auf, ist Vorsicht geboten. Denn schmerzende und geschwollene Beine gehören zu den typischen Anzeichen einer Venenschwäche. Rund ein Drittel aller Deutschen leiden im Laufe ihres Lebens an Venenbeschwerden, Tendenz im Alter steigend: In der Altersgruppe der 70 bis 79-jährigen weist sogar die Hälfte eine Venenerkrankung auf, die ärztlicher Behandlung bedarf.

          Was steckt hinter Venenleiden?

          Unser Körper pumpt täglich Blut durch unsere Gefäße. Blutgefäße, die Blut vom Herz aus in den Körper pumpen und ihn mit Sauerstoff versorgen, heißen Arterien. Fließt das Blut dann von den Beinen aus zurück zum Herz, fließt es durch die Venen. Rund 7000 Liter sauerstoffarmes Blut müssen diese täglich entgegen der Schwerkraft transportieren. Keine leichte Aufgabe für schwache Venenventile. Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, so sackt das Blut im Bein ab und kann nicht zurück zum Herz befördert werden. Der Betroffene nimmt dies in Form eines Schweregefühls wahr. Hinzu kommt, dass sich durch das gestaute Blut der Druck auf die Gefäße erhöht. Diese werden durchlässig und geben Wasser in das umliegende Gewebe ab. Sichtbar wird dies durch angeschwollene Knöchel und Beine. Venenleiden entstehen in den meisten Fällen nicht aus heiterem Himmel, sondern aufgrund einer Reihe typischer Risikofaktoren, wie Übergewicht, Bewegungsmangel, erbliche Vorbelastung sowie hohes Alter.

          Was sind die Symptome?

          Wer kennt es nicht: Müde, schwere Beine nach einem anstrengenden Tag. Doch noch weitere Symptome sollten ernst genommen werden, da sie möglicherweise auf eine Veneninsuffizienz hindeuten. Erste Warnzeichen für eine Venenschwäche können Besenreiser sein. Zwar sind die kleinen, blaugefärbten Äderchen in den meisten Fällen nur lästige Schönheitsmakel, dennoch kann hinter den erweiterten Hautvenen auch ein ernsthaftes Problem stecken. Anders die große Schwester der Besenreiser: Krampfadern – erweiterte Venen – können zwar beschwerdefrei verlaufen, sollten jedoch ernst genommen werden. Entzündet sich eine Krampfader, kann ein Blutgerinnsel entstehen und es zu einer lebensbedrohlichen Thrombose  kommen. Weitere, typische Anzeichen für eine Venenschwäche sind geschwollene Beine, in dessen Folge Socken und Schuhe einschnüren können. Ebenso können nächtliche Wadenkrämpfe Venenprobleme zur Ursache haben. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, kommt es zu bräunlichen Verfärbungen an Unterschenkeln oder Knöcheln. Bei derartigen Symptomen ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

          Gegen schwere Beine können Hausmittel helfen

          Dass wir gerne sprichwörtlich „die Beine hoch legen“, wenn sich unsere Beine abends schwer anfühlen, hat seinen Grund: Die Hochlagerung hilft dem Blut, zurück in den Körper zu laufen. Wer viel sitzt sollte seine Beine möglichst nicht übereinander schlagen und in regelmäßigen Abständen ein paar Schritte laufen. Auch kaltes Abduschen hat sich als Hausmittel bewährt und regt die Durchblutung an. Dafür morgens und abends die Beine mit kaltem Wasser abbrausen, am besten von unten nach oben. Dies kann vor allem im Winter schnelle Linderung verschaffen, wenn die Beine durch die Wärme der Fußbodenheizung anschwellen. Generell gilt, dass ein gesunder Lebensstil, mit ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung, auch förderlich für die Venengesundheit ist.

          Linderung durch Kompression

          Besonders wohltuend für müde Venen ist sanfter Druck. Der wohl bekannteste Helfer zur Durchblutungsförderung ist der Stützstrumpf, welcher auf langen Reisen im Auto oder Flugzeug getragen wird, um Thrombosen vorzubeugen. Patienten mit einer diagnostizierten Venenschwäche sollten hingegen auf medizinische Kompressionsstrümpfe zurückgreifen. Diese sind nicht nur zur Prävention geeignet, sondern werden zur unterstützenden Behandlung bei Venen- und Lymphgefäßerkrankungen verschrieben. Das Prinzip der Medizinstrümpfe: Durch gezielten Druck auf Gewebe und Gefäße ziehen sich erweiterte Venen wieder auf ihre normale Größe zusammen. Das Venensystem wird entlastet und in den Beinen gestautes Blut fließt wieder ungehindert zum Herz zurück.

          Venenprobleme zu Hause behandeln

          Als professionelle Erweiterung der Kompressionsstrümpfe gelten elektrische Kompressionsapparate für den Heimgebrauch. Die zertifizierten Medizinprodukte arbeiten nach dem Prinzip der intermittierenden apparativen Kompressionstherapie, welche als Basistherapie bei venösen oder lymphatischen Beschwerden gilt. Hierbei werden zwei Manschetten um das Bein gelegt, in welche abwechselnd Luft strömt. Durch den sanften Druck auf das Bein werden die Venen massiert, Stauungen in den Beinen gelöst und das Blut kann wieder in Richtung Herz fließen. Geräte, welche sich dieser Technik bedienen, eignen sich auch als vorbeugende Maßnahme. Besonders Menschen mit erhöhten Risikofaktoren, wie Alter und Übergewicht, können von der präventiven Wirkung profitieren.

          Weitere Informationen rund um das Thema Venengesundheit finden Sie auf www.channel21.de/gesundheit/fussgesundheit.

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