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Pflegefall – Was nun? : Schritt für Schritt zur richtigen Pflege

  • -Aktualisiert am

Die Organisation der Pflege eines Angehörigen sollte gut durchdacht sein. Bild: © Photographee.eu | Fotolia

Ein plötzlich auftretender Pflegefall wirft viele Fragen auf. Erfahren Sie hier, was bei der Organisation einer guten Pflege zu beachten ist.

          Gerade noch war das Ehepaar Müller bei Ihren Enkelkindern zu Besuch. Die nächste Feier mit den alten Freunden ist geplant.

          Familie Meier freut sich auf die Sommerferien und die gemeinsame Zeit mit den Kindern. Doch plötzlich eine Erkrankung, ein Unfall des Ehepartners, des Kindes – und das bisherige Leben gerät aus den Fugen.

          Aber die Pflegebedürftigkeit ist in manchen Fällen auch das Ergebnis eines schleichenden Prozesses durch chronische Krankheiten oder durch den altersbedingten körperlichen und geistigen Altersabbau. Dadurch wird der Alltag von Senioren beschwerlicher, eventuell ist Hilfe bei der Bewältigung des Tagesablaufs notwendig, da sich zeitliche und örtliche Orientierung verändern können.

          Wenn ein naher Angehöriger dauerhaft auf Hilfe im täglichen Leben angewiesen ist, bedeutet das oft eine radikale Veränderung der alltäglichen Abläufe, Gewohnheiten – oder der gesamten Lebensumstände aller an der Pflege beteiligten Menschen.

          Die an der Pflege beteiligten Personen empfinden oft ein Dilemma zwischen dem Wunsch, den Angehörigen zu unterstützen, ihm zu helfen, ihn nicht im Stich zu lassen und der Notwendigkeit und dem Bedürfnis, das eigene Leben mit der Berufstätigkeit, und den alltäglichen Gegebenheiten weiter leben zu können und zu wollen.

          Lassen Sie sich umfänglich beraten und stellen Sie alle Fragen, die Sie bewegen

          Pflegeberatung

          Nach §7a des SGB XI, haben Personen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten und nach §7b Person unmittelbar ab Antragstellung, Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch einen Pflegberater bzw. Pflegberaterin.

          Aufgabe ist insbesondere,

          • den Hilfebedarf unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung sowie die Ergebnisse der Beratung in der eigenen Häuslichkeit systematisch zu erfassen und zu analysieren
          • einen individuellen Versorgungsplan zu erstellen

          Nachdem Sie einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt haben, haben Sie innerhalb von vierzehn Tagen Anspruch auf unentgeltliche individuelle Beratung durch die zuständige Pflegekasse.

          Die Pflegeberater haben die Aufgabe, Ihnen die unterschiedlichen Leistungen der Sozialgesetzgebungen – bezogen auf Ihre persönliche Situation – verständlich zu erläutern. Ebenso sollen sie neben dem Erfassen des Hilfebedarfes auch ergänzende und im individuellen Fall geeignete präventiven, kurativen, rehabilitativen und sonstigen medizinischen Bedarfe, bis hin zu Wohnraumanpassenden Maßnahmen zu erfassen. Des Weiteren ist es die Aufgabe der Pflegeberater, auf die Genehmigung der von ihnen empfohlenen und erfassten Bedarfe, bei den Kassen hinzuwirken.

          In Kooperation mit den Kommunen haben die Pflege- und Krankenkassen bundesweit Anlaufstellen für Fragen und Beratungen über Pflege eingerichtet.

          Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet mit dem "Pflege-Telefon" eine schnelle Hilfe und Orientierung für pflegende Angehörige. Die Expertinnen und Experten des Pflegetelefons beraten unter anderem in folgenden Fragen:

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