https://www.faz.net/-ioj-9dr89
Anzeigensonderveröffentlichung

Komfort- und Hilfesysteme : Schutz und Sicherheit nur Nebeneffekt

  • -Aktualisiert am

Ältere Menschen wünschen sich ein sicheres und selbstbestimmtes Zuhause. Bild: pressmaster | fotolia.com

Komfort- und Hilfesysteme dienen als unterstützender Wegbegleiter, um ein selbstbestimmtes Leben auch im hohen Alter zu ermöglichen.

          Individuelle Lösungen machen das Leben älterer Menschen sicherer. So können unter anderem Stürze erkannt werden, Inaktivität in der Wohnung, ob ein Herd vergessen wurde auszuschalten, die Medikamente eingenommen wurden oder die Haustür zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet wurde. Sei es wegen eines Einbrechers oder als Hinweis auf einen veränderten Lebensrhythmus. Die Vorteile für den Nutzer liegen klar auf der Hand: Gefährliche Situationen werden automatisch erkannt, der Bewohner wird gewarnt und Hilfe ist schnell vor Ort. Als Ergebnis können die Nutzer länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen und erhebliche Kosten für einen längeren Aufenthalt in einem Pflegeheim werden gespart.

          Gute Lösung für Angehörige – Skepsis der älteren Generation

          So gut, wie die Systeme mittlerweile sind – insbesondere bei der älteren Generation blieb der durchschlagende Erfolg bislang aus. Angehörige sind hingegen von der Lösung begeistert. Bisher mussten sie anrufen, um nach dem Rechten zu fragen oder einen täglichen Besuch einplanen. Die Sorgen waren trotzdem stets präsent: Ist die betroffene Person aufgestanden? Liegt sie hilflos in er Wohnung und leidet unter Schmerzen? Ist durch Unvorsichtigkeit ein Brand entstanden oder wurde bloß vergessen, das Wasser wieder abzustellen?

          Die älteren Menschen wollen diese Unterstützung allerdings häufig nicht. Sie fühlen sich nicht alt. Ganz im Gegenteil: Sie sehen sich selber jünger, als sie sind. Überstandene Stürze werden als „gestolpert“ abgetan, vergessene Dinge sind einmalig gewesen und neue Technik wird meist erst einmal abgelehnt. Hilfssysteme stigmatisieren. Am Beispiel der Hilferufknöpfe stellt man fest, dass diese erst nach einem ernsthaften Vorfall angeschafft werden – gekauft dann von den Angehörigen. Daher landen viele dieser Knöpfe zum Teil originalverpackt in den Schubladen der Betroffenen und beim nächsten Sturz sind sie unerreichbar.

          Erkenne den Nutzen

          Solange man selbst keinen Unfall hatte, sind technische Hilfssysteme aus der Sicht älterer Menschen überflüssig. Doch wie schafft man es, diese Menschen vorher von der Notwendigkeit und dem Nutzen zu überzeugen? Dazu konzentrieren sich manche Hersteller auf die eigentlichen Wünsche in dieser Lebensphase. Untersuchungen haben gezeigt, dass im Alter soziale Kontakte immer weniger werden, dafür intensiver. Die soziale Integration und Interaktion sind wichtige Elemente, was fast jeder aus seinem eigenen Umfeld kennt. Parallel steht der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben im gewohnten Umfeld und der Wunsch nach Sicherheit steigt.

          Topmeldungen