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Die Zukunft der Pflege : Steigende Lebenserwartung schaffen neue Voraussetzungen

  • -Aktualisiert am

Die Menschheit wird älter, dies stellt neue Anforderungen an die Gesellschaft. Bild: aletia2011 | fotolia.com

Durch den demographischen Wandel erreichen immer mehr Menschen ein höheres Lebensalter. Damit steigt auch die Zahl derjenigen, die Unterstützung benötigen.

          Die Fortschritte in der Medizin ermöglichen ein immer längeres Leben

          100 Jahre. Aus heutiger Sicht ist das noch immer ein geradezu biblisches Alter, das nur wenige erreichen. Doch das wird sich ändern. Die Generation der 100-Jährigen wird gerade geboren. Experten sagen voraus, dass mehr als die Hälfte der heute geborenen Kinder über 100 Jahre alt wird.

          Deutschland altert – und zwar rasant. Im Jahr 1960 waren 17,4 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre oder älter. Bis 2010 ist der Anteil der älteren Bevölkerung bereits auf 26,3 Prozent gestiegen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Das Statistische Bundesamt hat berechnet, dass im Jahr 2030 sogar jeder dritte Deutsche (36 Prozent) über 60 Jahre alt sein wird. Experten machen für diese Entwicklung vor allem drei Ursachen verantwortlich: einen höheren Hygienestandard, ein aufgeklärtes Gesundheitsbewusstsein und eine immer bessere medizinische Versorgung.

          Besonders die Medizin macht weiter große Fortschritte und ermöglicht bereits den Senioren von heute im fortgeschrittenen Alter eine Art zweiten Frühling. Sie sind geistig und körperlich sehr leistungsfähig und nutzen die Zeit nach dem Erwerbsleben aktiv für ausgedehnte Reisen, ehrenamtliches Engagement oder die Erfüllung anderer, lang gehegter Wünsche. Allerdings steigt mit der Anzahl der Alten auch zwangsläufig die Zahl derer, die auf Unterstützung angewiesen sind.

          Das Bundesamt für Statistik prognostiziert, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von 2010 bis 2030 um bis zu 40 Prozent auf dann 3,4 Millionen Menschen steigen wird. Besonders stark wird der Zuwachs bei den Demenzerkrankungen sein. Bereits heute leiden rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz, zwei Drittel davon an Alzheimer.

          Pflege wird Alltag

          Die steigende Lebenserwartung verändert auch unser Zusammenleben. Schon heute prägen rüstige Rentner unsere Gesellschaft zunehmend. Die Folge: In einer Gesellschaft des langen Lebens rücken der Mensch und seine Bedürfnisse über alle Lebensphasen hinweg stärker in den Mittelpunkt. Pflege und Tod rücken stärker ins Bewusstsein, werden zum Alltag.

          Untersuchungen zeigen, dass die Senioren von morgen eine andere Pflege wollen – weg von der bloßen Sicherung der Grundversorgung, hin zu gesellschaftlicher Teilhabe. Das wiederum bedeutet: Pflege wird vielfältiger. Künftige Generationen von Pflegebedürftigen werden sich nicht mehr klaglos in Seniorenheime abschieben lassen. Neue Formen der Pflege und des Zusammenlebens mit Pflegebedürftigen entstehen.

          Erste Ansätze dazu gibt es schon mit modernen Mehrgenerationenhäusern, in denen Jung und Alt unter einem Dach zusammenleben. Auch Senioren-WGs verfolgen das Ziel, eine neue Kultur des Miteinanders zu etablieren, die die Integration Pflegebedürftiger miteinschließt. Bereits heute gibt es in fast allen Bundesländern sogenannte Demenz-WGs, in denen ein Pflege- und Betreuungsdienst die Patienten mit notwendigen Leistungen versorgt.

          Wir müssen bei der Finanzierung umdenken

          All diese Möglichkeiten sind positiv und begrüßenswert. Klar ist aber auch: Allein mit den gesetzlichen Sozialversicherungen sind sie nicht zu finanzieren. Im Gegenteil: Durch die Alterung der geburtenstarken Jahrgänge wird in den kommenden Jahrzehnten die Zahl derjenigen, die Leistungen aus Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungen erhalten, deutlich steigen.

          Gleichzeitig geht die Zahl derer zurück, die den dafür notwendigen Wohlstand erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund ist ein Ausbau der Leistungen für einen immer größeren Teil der Bevölkerung undenkbar – will man nicht die jüngere Generation über Gebühr belasten. Die gesetzliche Pflegeversicherung wird folglich auch künftig nur die Grundversorgung abdecken können.

          Beispielsweise betragen die Kosten für eine vollstationäre Pflege in einem Pflegeheim im Bundesdurchschnitt bei Pflegestufe III heute etwa 3.000 Euro. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung deckt davon in der Regel gerade mal rund 50 Prozent. Wer mehr möchte, wird um eine private Zusatzvorsorge weniger denn je herumkommen.

          Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Absicherung vor Pflegekosten.

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