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Pflege : Eine Frage der Selbstbestimmung

  • -Aktualisiert am

Mit einer guten Vorsorge steht dem entspannten Ruhestand nichts mehr im Weg. Bild: pressmaster | fotolia.com

Zu einem verantwortungsbewussten Erwachsenenleben gehört es auch, sich mit der Möglichkeit der eigenen Hinfälligkeit auseinanderzusetzen.

          Seit Jahren wächst die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stetig an. Aktuell sind es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ca. 2,5 Mio. Bis zum Jahr 2030 könnte diese Zahl nach Prognosen der Statistikämter des Bundes und der Länder auf 3,4 Mio. Menschen in Deutschland ansteigen.

          Pflegebedürftige müssen nicht automatisch alt sein, sondern sind in einigen Fällen frühzeitig erkrankt. Andere Menschen sind nicht krank, aber altersbeding auf Hilfe angewiesen. Demenzkranke, von denen es in Deutschland inzwischen 1,6 Mio. gibt, sind in unterschiedlichen Abstufungen  geistig eingeschränkt, aber in vielen Fällen durchaus noch körperlich leistungsfähig. Mit anderen Worten: Die Facetten von Pflegebedürftigkeit sind so vielfältig wie die Menschen selbst.

          Ob ambulant oder stationär: Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Pflegekosten ab. Für den Rest muss der Leistungsempfänger selbst zahlen. Ist er oder sie dazu wirtschaftlich nicht in der Lage, steht alles zur Disposition. Bedroht ist dann auch die selbstgenutzte Wohnimmobilie: Reicht das verwertbare Vermögen der Pflegebedürftigen nicht aus, werden Einkommen bzw. Vermögen der erwachsenen Kinder herangezogen – für die Einen ein finanzielles Problem, für die Anderen mental belastend, wie betroffene alte Eltern immer wieder berichten. Sie wollen „den eigenen Kindern nicht auf der Tasche liegen“. Erst wenn auch die erwachsenen Kinder nicht im erforderlichen Umfang zahlungsfähig sind, greifen weitere staatliche Sozialleistungen. Daher ist und bleibt Pflegevorsorge auch immer Vermögensschutz.

          „Die meisten Menschen unterschätzen die gravierende Höhe von Pflegekosten“, erklärt Dr. Andreas Gent, Vorstandsmitglied bei der HanseMerkur. Für die Unterbringung in einem Zwei-Bett-Zimmer inklusive Verpflegung zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung für Pflegestufe I 1.064 Euro. Tatsächlich fielen dafür im Jahr 2015 aber durchschnittlich 2.491, 51 an. In Pflegestufe II war zum Anteil der Pflegepflichtversicherung von 1.330 Euro noch ein Eigenanteil von 1.648,04 Euro zu zahlen, um den Gesamtbetrag von 2.978,04 Euro aufzubringen. In Pflegestufe III mit Gesamtkosten von 3.437,34 Euro betrug die Finanzierungslücke zum Pflichtsatz von 1.612 Euro 1.825,34 Euro [1]. Wer es vorzieht, ein Zimmer oder eine Wohnung auch im Pflegeheim allein zu bewohnen, muss mit weitaus höheren Kosten rechnen.

          Kein Mensch ist wie der andere. Auch pflegebedürftige Menschen möchten als eigene Persönlichkeiten mit ihrer eigenen Lebensgeschichte und als Mitglieder ihres Kulturkreises wahrgenommen werden. Wer es bisher gewohnt war, sein Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen, wird daran auch als Pflegefall nichts ändern wollen. Daher raten Versicherungsexperten eindringlich, möglichst frühzeitig für den Pflegefall vorzusorgen. „Wie gesagt, Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters“, so Dr. Gent.

          [1] Quelle: Pflegeeinrichtungsdatenbank der PKV, Stand: März 2015.

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