https://www.faz.net/-ieb-8kioh
Anzeigensonderveröffentlichung

Altersarmut droht : Die gesetzliche Rente reicht nicht aus

  • -Aktualisiert am

Immer mehr Mensch in Deutschland droht die Altersarmut. Bild: De Visu | Fotolia.com

Trotz höchster Rentenerhöhung seit 23 Jahren droht Rentnern in Deutschland Altersarmut. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) fordert Eigenvorsorge.

          54 Euro mehr pro Monat brachte die Rentenerhöhung zum 01. Juli für den Durchschnittsrentner. Plus 4,25 Prozent im Westen und 5,95 % im Osten. 20 Millionen Rentner konnten sich über die größte Rentenerhöhung seit 23 Jahren freuen. Und trotzdem wird die gesetzliche Altersversorgung ohne zusätzliche private Vorsorge nicht ausreichen, um im Alter einen angemessenen Lebensstandard fortführen zu können, da sind sich alle Experten einig.

          Wer viele Jahre hohe Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlt hat erhofft sich eine Rente, die es ihm ermöglicht einen angemessenen Lebensstandard weiterzuführen und aufgeschobene Wünsche zu erfüllen. Diese Erwartungen werden von der gesetzlichen Rentenversicherung jedoch nicht erfüllt. Ihre Leistung enttäuscht. Wer sich nur auf die gesetzliche Rentenversicherung verlässt, dem droht Armut und der Verlust von Lebensqualität und Ansehen.

          Arm im Alter

          Wer in den letzten 40 Jahren Regelbeiträge zahlte hat insgesamt 177.781 € (DM-Beträge in € umgerechnet) in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Die sich daraus ergebende monatliche Rente beträgt 1.027 €. Dies entspricht 34 % eines durchschnittlichen Arbeitnehmerentgeltes von 3.022 €. Und hiervon sind dann noch Einkommensteuer, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu bezahlen. Bei vorzeitigem Rentenbezug vor dem 67. Lebensjahr wird diese ohnehin schon nicht üppige Rente noch weiter gekürzt.

          Frauen besonders betroffen

          Besonders hart trifft es die Frauen. So betrug der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für Frauen am 01.07.2015 nur 636 € gegenüber 1.013 € für Männer. Die Gründe hierfür sind die geringeren Einkommen durch Teilzeittätigkeit und die Tätigkeit in den klassischen Frauenberufen im Niedriglohnsektor sowie die geringere Anzahl an Versicherungsjahren durch die Kindererziehung.

          DRV fordert Eigenvorsorge

          Alle Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 27 Jahre, die mindestens 5 Jahre Beitragszeiten haben, erhalten jährlich Post von der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Die jährliche Renteninformation der DRV zeigt auf, welche Renten die Versicherten im Alter erwarten können. Darüber hinaus gibt die DRV sehr deutliche Hinweise darauf, was auf die Versicherten in der Zukunft noch zukommt. So zeigt sie auf, dass sich die Lücke zwischen Erwerbseinkommen und Rente bis zum Rentenbezug noch weiter vergrößern wird, da die Löhne künftig stärker steigen werden als die Renten. Und auch der Hinweis auf die steigenden Lebenshaltungskosten und den damit verbundenen Kaufkraftverlust soll die Versicherten wachrütteln. „Eine zusätzliche Absicherung für das Alter wird wichtiger“, so die DRV in ihrer Renteninformation.

          „Damit setzt die Deutsche Rentenversicherung ein klares Signal: Verlasst euch nicht auf uns sondern kümmert euch und sorgt selbst für’s Alter vor.“, so Lars Georg Volkmann, Vorstand der VPV Versicherungen in Stuttgart.

          Staat hilft bei privater Altersvorsorge

          Zahlreiche Rentenspargesetze haben dazu geführt, dass das Rentenniveau seit 1978 kontinuierlich gesunken ist. Das ist politisch so gewollt, damit der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ins Unermessliche steigt. Im Gegenzug fördert der Staat die private und betriebliche Altersvorsorge, die dem Versicherten eine lebenslange Rente zusagt, durch verschiedene Maßnahmen:

          • Zu einer Riester-Rente gibt es abhängig vom Familienstand und der Kinderzahl hohe Zulagen oder Steuererstattungen. Bis zu 2.100 € können Arbeitnehmer hierüber pro Jahr mit staatlicher Förderung in ihre private Altersvorsorge investieren.
          • Auch die Basis-Rente wird mit Steuerrückerstattungen gefördert. 22.767 € (45.534 € für Verheiratete) können Arbeitnehmer und Selbstständige jährlich zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge mit hoher steuerlicher Förderung einsetzen.
          • Mit einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) spart der Arbeitnehmer Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Aktuell kann das steuer- und sozialabgabenpflichtige Monatseinkommen auf diesem Wege um bis zu 248 € reduziert werden.

          Qualifizierte Vorsorgeberatung notwendig

          Angesichts der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten einer privaten Altersvorsorge und deren Auswirkungen auf Steuern und Sozialabgaben ist eine detaillierte Analyse der persönlichen Versorgungssituation und eine qualifizierte Beratung durch einen Altersvorsorgespezialisten unbedingt anzuraten. Nur so kann die Versorgungslücke exakt ermittelt und eine auf die persönlichen Verhältnisse zugeschnittene private Altersvorsorgelösung gefunden werden.

          Es ist (fast) nie zu spät!

          Vermögensaufbau hat immer etwas mit Zeit zu tun. Deshalb gilt für die Altersvorsorge der Grundsatz: Je früher man damit beginnt umso besser. In jungen Jahren kann man mit geringen Monatsbeiträgen starten, die sich über die lange Ansparzeit zu einem stattlichen Altersvorsorgepolster entwickeln. Aber auch im fortgeschrittenen Alter gibt es noch Möglichkeiten seine gesetzlichen Rentenansprüche durch eigene Vorsorge aufzustocken. Die Finanzdienstleistungsbranche bietet hierfür eine breite Palette an Produkten, die eine auf die persönliche Bedarfssituation zugeschnittene individuelle Lösung möglich machen.

          Für weitere Informationen zu Thema klicken Sie bitte hier.

          Topmeldungen

          Abgesichert sein bedeutet, das Leben entspannt genießen zu können.

          Versicherungen 50plus : Worauf es ankommt

          Den meisten Menschen liegt viel daran, erarbeitetes Vermögen zu erhalten, für die kommende Generation zu sichern und möglichst unabhängig zu bleiben.