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Fitte Faszien : Für mehr Beweglichkeit im Alter sorgen

  • -Aktualisiert am

Rollen, massieren, drehen – wer seine Faszien pflegt, steigert seine Beweglichkeit. Bild: samedo.de

Übungen mit einer schwarzen oder bunten Rolle aus Hartschaum haben längst ihren festen Platz im Trainingsprogramm – und das nicht nur bei Top-Athleten.

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          Eine schwarze Gummiwalze soll gut für die Fitness sein? Worüber sich manch einer vielleicht noch verwundert die Augen reibt, darauf schwört inzwischen nicht mehr nur der Spitzensportler. Denn mit dem Schaumzylinder kann man Muskeln und Gewebe geschmeidig und leistungsfähig halten, selbst in fortgeschrittenem Alter. Das „Zauberwort" hinter Dehnen und Massieren mit den schwarzen Rollen heißt Faszien.

          Faszien – das sind die kollagenen Fasern, die wie ein gitterförmiges Netz von Kopf bis Fuß alle Bauteile des Körpers umgeben. Sie übertragen Kräfte von Muskel zu Knochen, stützen ihn bei Belastungen und schützen den Körper vor Überlastung. Wer seine Faszien in Form hält, profitiert nach Ansicht der Wissenschaft ein Leben lang davon – auch im gesetzten Alter. Denn gerade im zunehmenden Alter verliert der Bewegungsapparat an Elastizität, einhergehend mit verringerter Beweglichkeit und Bewegungseinschränkungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Neben der altersbedingten natürlichen Zellveränderung ist dies höchstwahrscheinlich auf den zunehmenden Bewegungsmangel zurückzuführen – und wenig bis keine Bewegung gefällt den Faszien nicht. Ein dosiertes Training macht deshalb auch für Senioren Sinn.

          Wer noch nie etwas von Faszien gehört hat, muss sich an dieser Stelle allerdings nicht schämen, denn selbst für viele Mediziner und Wissenschaftler erschienen sie quasi über Nacht. Das Thema ist wissenschaftlich somit noch recht jung. Ernst zu nehmende Forschungspublikationen gab es erstmals vor knapp zehn Jahren, obwohl sich bereits 100 Jahre zuvor die Begründer der Osteopathie und Manualtherapie mit der Faszie beschäftigt hatten. Zwischenzeitlich haben die Fasern einen regelrechten Hype ausgelöst – nicht nur in der Wissenschaft. Denn mit Hartschaumrollen, wie etwa der „BLACKROLL", dem Faszien-Trainer Nr.1 weltweit, hat ein ebenso unspektakuläres wie spezielles Trainingsgerät aus geschäumtem Kunststoff den Weg aus dem sächsischen Chemnitz nicht nur in fast jeden Athleten-Rucksack geschafft, sondern auch in die Übungskurse zahlreicher Fitnessstudios oder in die Verkaufsshops eines Kaffee-Rösters.

          Die Faszie: Eine „faszienierende" Wunder-Faser?

          Aber losgelöst von jeglicher (Marketing-)Begeisterung: Gemessen an vielen anderen medizinischen Studien steckt die Faszien-Forschung noch in den Kinderschuhen. Vor wenigen Wochen gab es in Washington D.C. erst den 4. Internationalen Faszien-Kongress, auf dem sich Wissenschaftler, Mediziner und Therapeuten aus aller Welt über ihre neuesten Erkenntnisse und Forschungen ausgetauscht haben. Direkt im Anschluss daran fand in Boston an der Harvard Medical School der erste Kongress statt, in dessen Kontext das Thema „Faszien" im Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs diskutiert wurde.

          Zu den deutschen Teilnehmern in Washington gehörte Freddy Sichting, Bewegungswissenschaftler und Dozent am Institut für Angewandte Bewegungswissenschaften der Technischen Universität Chemnitz. In der sächsischen Industriestadt, in deren Umland die „BLACKROLLS" erstmals gefertigt wurden, hat man gerade erst ein neues Forschungsprojekt zum Faszien-Training beendet. Thema: Faszien-Training und dessen Auswirkungen auf den menschlichen Bewegungsapparat. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden an 40 Probanden die Veränderungen auf Gewebesteifigkeit, Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und Sprungfähigkeit untersucht. Ergebnis: Bereits während der noch laufenden Auswertung zeigte sich bei den Probanden eine gesteigerte Gewebe-Elastizität, sie waren beweglicher und auch die eigene Körperwahrnehmung hatte sich verbessert. Zurückzuführen sei dies nach aktuellen Kenntnissen auf eine Senkung der Muskelspannung, das Lösen von Verklebungen zwischen einzelnen Faszien-Schichten oder einer Förderung des Potentials von Faszien als körperumspannendes Sensororgan.

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