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Auf dem Weg zu Thailand 4.0

Thailand will neben etablierten Wirtschaftszweigen wie Automobilbau und Elektronik zukunftsträchtige Industrien wie Robotik und erneuerbare Energien nach vorne bringen.

as Königreich Thailand gilt im globalen Vergleich als gehobenes Schwellenland, das über großes Entwicklungspotential verfügt. Im Staatenbund ASEAN profitiert es von seiner zentralen Lage und den wachsenden Exportindustrien. Dies wissen auch deutsche Unternehmen zu schätzen. So sicherte sich Continental Anfang 2017 in der Provinz Rayong, 140 Kilometer von der Hauptstadt Bangkok entfernt, eine 750.000 Quadratmeter große Fläche für ein neues Reifenwerk. In der ersten Phase investiert das Unternehmen rund 250 Millionen Euro. Der Betrieb soll noch 2019 starten. Bis 2022 ist die Fertigung von jährlich etwa vier Millionen Reifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge geplant.

Neben dem Ausbau der exportstarken Kernindustrien wie Automobilbau, Elektronik und Nahrungsmittelverarbeitung werden in Thailand insbesondere junge Branchen wie zum Beispiel Biochemie, Robotik und erneuerbare Energien gefördert. Das Zauberwort des Strukturwandels lautet „Thailand 4.0“. Diese langfristige Entwicklungsstrategie strebt einen Sprung auf einen höheren Wachstumspfad über moderne Technologien, innovative Produkte sowie eine stärkere Intensität bei Forschung und Entwicklung (F&E) an.

Auch wenn sich „Thailand 4.0“ an das aus Deutschland bekannte Schlagwort „Industrie 4.0“ anlehnt, sind die Ziele nicht gleichzusetzen. In Deutschland bezieht sich der Begriff in erster Linie auf die Verzahnung der Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Der Fokus der thailändischen Staatskampagne liegt hingegen auf einer Verbesserung des Wohlstands, sozialem Wohlergehen, Bildung und Umweltschutz. Erklärtes Ziel der Militärregierung ist es, das Schwellenland zügig weiterzuentwickeln.

Klimaschutz ist in Thailand ein wichtiges Thema. Zum einen will das Land internationalen Verpflichtungen nachkommen. Zum anderen hat es aufgrund der extremen Wetterphänomene und des Anstiegs des Meeresspiegels ein Interesse daran, den CO2-Ausstoß zu verringern.

Vor allem durch den verstärkten Einsatz von Automation und Robotik soll die thailändische Industrie modernisiert werden. Das Aufwärtspotential ist klar vorhanden. Die International Federation of Robots prognostiziert, dass die Zahl der jährlich in Thailand verkauften Roboter bis 2020 auf 5.000 steigen wird – von etwa 3.000 Einheiten im Jahr 2017. Die Investitionen in Roboter bezifferte die staatseigene Digital Economy Promotion Agency für das Jahr 2018 auf 1,3 Milliarden US-Dollar, was einem deutlichen Vorsprung zu den anderen neun Mitgliedsländern der ASEAN entspricht.

„Thailand 4.0“ wirkt sich auch auf die Textilindustrie aus, die traditionell zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes gehört. Anstelle der Massenproduktion auf Niedriglohnbasis sollen höherwertige Produkte durch mehr Innovation und Kreativität hergestellt werden. Die langfristige Entwicklung bis 2030 soll über die Etablierung als regionales Zentrum für Textil- und Modehandel bis zum Durchbruch als globaler Marktführer im Modedesign erfolgen. Zum Maßnahmenkatalog zählen der Aufbau einer industriellen Fashion Zone, eine Pilotfaseranlage, ein Entwicklungszentrum für Garne, Stoffe und Modeprodukte sowie eine regionale Modeakademie.

Thailand verfügt bereits über ein traditionsreiches Seidenhandwerk, das modern und attraktiv vermarktet wird. Inzwischen gibt es rund 5.000 Textil- und Kleiderfabrikanten mit über 500.000 Arbeitskräften, darunter mehr als 700 Betriebe für technische Textilien. Das Land ist gerade dabei, sich als Fashion-Hub für regionale und internationale Modenschauen zu profilieren. Die wichtigen Veranstaltungen sind die „Bangkok International Couture Fashion Week“, „Elle Bangkok Fashion Week“ und die „Bangkok Internationale Fashion Fair“.

Neben Automation, Robotik und Textilindustrie werden insbesondere erneuerbare Energien gefördert. Ein Grund dafür sind die zur Neige gehenden Erdgasreserven. Als Ziel gibt der im „Alternative Energy Development Plan 2015-2036“ vor, den Anteil regenerativer Energien auf 30 Prozent anzuheben. Dazu zählen die Bereiche Strom und Wärme ebenso wie der Transportsektor. Bei der Stromerzeugung soll der Solarenergie eine tragende Rolle zukommen. Gefördert werden vor allem Solarfarmen und Dachanlagen.

 

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Klimaschutz ist in Thailand ein wichtiges Thema. Zum einen will das Land internationalen Verpflichtungen nachkommen. Zum anderen hat es aufgrund der extremen Wetterphänomene und des Anstiegs des Meeresspiegels ein Interesse daran, den CO2-Ausstoß zu verringern. Verbindliche Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen gibt es bisher aber noch nicht. Das Königreich hat das Pariser Klimaabkommen von 2015 unterzeichnet, allerdings ist die Ratifizierung bisher ausgeblieben.

Der Staat unterstützt verstärkt die Entwicklung der Solarindustrie. Zu den Förderinstrumenten gehören Investitionsdarlehen, eine Befreiung von der Körperschaftssteuer für acht Jahre sowie von Einfuhrzöllen auf Maschinen. Für ausländische Investoren sind zudem die Möglichkeit einer 100-prozentigen Beteiligung, das Recht auf Landbesitz und die erleichterte Erteilung von Visa und Arbeitsgenehmigungen für Expatriates attraktiv.

Generell ist zu beobachten, dass immer mehr Unternehmen aus Deutschland ihren Blick nach Thailand richten. Die Deutsch-Thailändische Handelskammer zählt inzwischen mehr als 600 Mitgliedsunternehmen. Dabei ist die deutsche Firma B. Grimm bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts im Land aktiv, heute ist der Mischkonzern hier einer der größten privaten Stromerzeuger. Nach Branchen besteht die umfangreichste deutsche Präsenz in der Automobilindustrie mit Mercedes Benz und BMW sowie Zulieferern wie Continental, Brose, Robert Bosch oder Schaeffler. Zudem ergeben sich durch den Wirtschaftsplan „Thailand 4.0“ für ausländische Unternehmen Möglichkeiten, in geförderte Wirtschaftszweige zu investieren. Dies gilt insbesondere in den Branchen, die von Automatisierung und Digitalisierung profitieren.

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 26.08.2019 16:11 Uhr