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HSBC - ASEAN
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Förderprogramme locken Investoren

Bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung sind die ASEAN-Staaten auf das Know-how und die Erfahrung westlicher Unternehmen angewiesen. Die benötigten Investitionen fördern sie über steuerliche Anreize und Sonderwirtschaftszonen.

ie Geschichte von Mercedes-Benz in Thailand reicht mehr als hundert Jahre zurück. Bereits 1904 lieferte der schwäbische Autohersteller dem König von Siam einen repräsentativen Wagen. Im vergangenen Jahr verkaufte Daimler in dem südostasiatischen Land rund 18.000 Autos. Die Fahrzeuge wurden großenteils im Werk Bangkok gefertigt, wo rund 1.000 Menschen beschäftigt sind.

Jetzt schlägt der Autohersteller in der Erfolgsgeschichte in Thailand ein neues Kapitel auf. Zum einen soll das Montagewerk Bangkok gemeinsam mit dem lokalen Partner TAAP kräftig ausgebaut werden. Zum anderen errichtet Daimler in der thailändischen Hauptstadt eine Batteriefabrik. Sie ist Teil des internationalen Produktionsverbundes, mit dem Daimler eine globale Schlüsselrolle in der Elektromobilität erobern will.

Die Abkommen sind ein Signal, dass gleichgesinnte Partner ein internationales Wirtschaftssystem auf Basis von Zusammenarbeit und Gleichberechtigung fördern wollen.

Das Beispiel zeigt: Südostasien ist heute weit mehr als nur eine Billiglohn-Region, in der fleißige, aber gering qualifizierte Arbeitskräfte wenig anspruchsvolle Produkte wie Blusen, Jeans und Turnschuhe herstellen. „Die zehn Mitgliedsländer der ASEAN-Gemeinschaft verfügen über sehr gut ausgebildete Fachkräfte“, stellt Jens Klaus Richter von HSBC fest. „Hinzu kommt eine Infrastruktur, die an immer mehr Standorten die hohen Ansprüche westlicher Investoren erfüllt.“

Längst haben führende deutsche Unternehmen die zahlreichen Vorzüge Südostasiens entdeckt. Das bayerische Halbleiter-Unternehmen Infineon hat in Malaysia eine große Fabrik für Wafer hochgezogen, das Ausgangsmaterial für Chips. Lufthansa Technik betreibt ein Wartungszentrum auf den Philippinen. B. Braun, einer der weltweit größten Anbieter von Medizintechnik, hat in der ASEAN-Region zehn Fabriken aufgebaut. Mehr als 15.000 Menschen arbeiten in Südostasien für das Unternehmen aus Hessen.

Die ASEAN-Staaten brauchen das Knowhow und die Erfahrung westlicher Unternehmen, damit sie ihren staunenswerten Aufstieg im gewohnten Tempo fortsetzen können. Sie haben daher umfassende Förderprogramme aufgelegt, um die benötigten Investitionen anzulocken. Eine wichtige Säule bilden steuerliche Anreize; die Erleichterungen sind allerdings von Land zu Land recht unterschiedlich. So werden in Indonesien nur Investitionen in bestimmten Branchen und Regionen gefördert.

In Thailand hat die Investitionsförderung ein klares Ziel: Mit Anreizen für westliche Unternehmen soll der Technologietransfer gefördert werden. Zu diesem Zweck hat die Regierung 2015 den National Competitiveness Enhancement Act for Targeted Industries verabschiedet. Das Gesetz sieht die Förderung von zehn Kerntechnologien vor. Hierzu gehören Biotechnologie, Digitalisierung, Nanotechnologie und neue Werkstoffe.

Zu den Anreizen, die Thailand im Rahmen dieses Programms einsetzt, gehört die Befreiung von der Körperschaftsteuer für zunächst zehn Jahre. Die geförderten Unternehmen müssen allerdings nachweisen, dass tatsächlich ein Knowhow-Transfer an inländische Firmen oder Bildungseinrichtungen stattfindet.

Neben steuerlichen Anreizen spielen Sonderwirtschaftszonen eine Schlüsselrolle bei der Wirtschaftsförderung. Vorbild sind die „Special Economic Zones“, die die chinesische Regierung seit den 1980er Jahren systematisch aufgebaut hat. „Mit einer bestens ausgebauten Infrastruktur und erheblich gelockerten rechtlichen Vorschriften konnten die chinesischen Sondergewerbezonen zahlreiche Unternehmen aus dem Ausland zur Ansiedelung motivieren“, erläutert der HSBC-Experte.

 

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HSBC ist eines der weltweit größten Finanzinstitute. In unseren vier globalen Geschäftsbereichen – Retail Banking and Wealth Management, Commercial Banking, Global Banking and Markets und Global Private Banking – sind wir für rund 39 Millionen Kunden tätig. Unser Netzwerk erstreckt sich über 65 Länder und Territorien in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum, im Nahen Osten, in Nordafrika sowie in Nord- und Südamerika.

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Entschlossen ahmt Vietnam das chinesische Vorbild nach. Zu den Sonderwirtschaftszonen, die das Land in den vergangenen Jahren geschaffen hat, gehören die Deep C Industrial Zones in der Nähe von Haiphong. Die Industrieparks sind an den wichtigsten Hafen Vietnams angebunden; das erleichtert den Export der dort produzierten Güter. Zudem befindet sich nur wenige Kilometer entfernt ein internationaler Flughafen. Die Deep C Industrial Zones umwerben Investoren mit einem Rundum-Angebot an Dienstleistungen. Hierzu gehört auch juristische Beratung, vom Baurecht bis zu den Zollvorschriften.

Auch Indonesien, die größte Wirtschaftsnation Südostasiens, folgt dem bewährten Erfolgsrezept. Rund zwölf Sonderwirtschaftszonen sind in dem Inselstaat in der Planung oder bereits in Betrieb. Im April 2019 kündigte die Regierung drei weitere Industrieparks im Osten des Archipels an. Umgerechnet rund 7,5 Milliarden Euro will die Regierung in diese Gewerbegebiete investieren.

Ungeachtet des anhaltenden ökonomischen Aufschwungs ist die ASEAN-Region politisch längst nicht so stabil wie Europa oder Nordamerika. Vor politischen Risiken können sich deutsche Unternehmen schützen, indem sie Investitionsgarantien des Bundes in Anspruch nehmen. Diese bieten Schutz vor Verlusten, die durch Verstaatlichung, Enteignung oder Einschränkungen des Kapitalverkehrs entstehen. Auch Krieg, Terror und Revolution werden durch die staatlichen Bürgschaften abgedeckt.

Umfassender und wirksamer als Investitionsgarantien, die fallweise gegeben werden, sind generelle Investitionsschutzabkommen mit den Partnerländern. Aktuell bestehen zwischen den ASEAN-Staaten und den Mitgliedsländern der EU zahlreiche bilaterale Vereinbarungen, die jedoch in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß sind.

Vor zehn Jahren hat die EU begonnen, einheitliche Regelungen abzuschließen. Nach langwierigen Verhandlungen gelang im vergangenen Herbst endlich ein Durchbruch. Die EU-Kommission konnte mit Singapur und Vietnam jeweils ein umfassendes Investitionsschutzabkommen vereinbaren. Die beiden Staaten sind die wichtigsten Wirtschaftspartner der EU in Südostasien. Die Abkommen sind ein Signal, dass gleichgesinnte Partner ein internationales Wirtschaftssystem auf Basis von Zusammenarbeit und Gleichberechtigung fördern wollen.

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 21.06.2019 12:15 Uhr