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HSBC - ASEAN
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Die neue Seidenstraße
verleiht Südostasien Rückenwind

Die Infrastruktur vieler ASEAN-Staaten ist veraltet und an der Kapazitätsgrenze. Wie Malaysia, Vietnam und Indonesien von Belt and Road profitieren können.

nfrastruktur ist das Rückgrat der Weltwirtschaft. Ist sie international gut ausgebaut und auf einem modernen Stand der Technik, kann sie Transportkosten senken und den Handel beflügeln. Den meisten der aufstrebenden Schwellenländer Asiens fehlen jedoch die finanziellen Mittel zum Ausbau von Schienenwegen, Straßen und Häfen. Sie können deshalb besonders von der chinesischen Initiative einer Neuen Seidenstraße profitieren. Im Rahmen des Projekts könnten Hunderte Milliarden US-Dollar in die Modernisierung ihrer Infrastruktur fließen.

Chancen ergeben sich beispielsweise für Malaysia, Vietnam und Indonesien, einige der größten Volkswirtschaften der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN, die bereits Schritte unternehmen, um den freiem Verkehr von Produkten, Dienstleistungen und Kapital in einer gemeinsamen Wirtschaftszone voranzubringen. „Die Infrastruktur ist zu einer unverkennbaren Priorität dieser Länder geworden – insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Urbanisierung und das Bestreben, die Produktions- und Vertriebskapazitäten zu verbessern“, sagt Mukhtar Hussain, Head of Belt and Road Initiative, Asia Pacific, bei HSBC. „Die Region hat einen substantiellen Investitionsbedarf im Bereich der harten Infrastrukturen wie Straßen, Eisenbahnen und Häfen, aber auch bei Wasser- und Kläranlagen, Schulen und Krankenhäusern“, so der Experte.

Seit Jahrzehnten gibt es in der Region einen enormen Nachholbedarf. Das gilt sowohl für die harten Infrastrukturen wie Straßen, Eisenbahnen und Häfen als auch für die weichen Infrastrukturen wie Wasser- und Kläranlagen, Schulen und Krankenhäuser

Malaysia hat unter den drei Ländern das mit Abstand höchste Pro-Kopf-Einkommen, und das Ziel der Regierung ist es, bis zum Jahr 2020 in die Riege der „High Income Countries“ aufzusteigen. Um dies zu erreichen, will das Land seine wirtschaftliche Abhängigkeit von Erdöl und anderen Rohstoffen weiter verringern. Erste Erfolge auf diesem Weg sind bereits erkennbar. So ist Malaysia inzwischen eine junge Industrienation, zu deren wichtigsten Exportgütern Halbleiter und andere Elektronikprodukte gehören. Um diese Entwicklung erfolgreich fortsetzen zu können, ist der weitere Ausbau der Verkehrsinfrastruktur entscheidend.

Umso euphorischer wurde Ende 2016 in der malaysischen Presse über die Ankündigung eines neuen Megavorhabens berichtet. So will China eine milliardenschwere Bahnverbindung in Malaysia errichten. Die rund 640 Kilometer lange Strecke, mit deren Bau im August 2017 begonnen wurde, soll den Westen mit dem Osten des Landes verbinden. Sie wird von der Hafenstadt Port Klang über die Hauptstadt Kuala Lumpur nach Kota Bharu im Nordosten Malaysias verlaufen. Mit Investitionen von rund 10 Milliarden US-Dollar ist es das größte Projekt dieser Art auf der südostasiatischen Halbinsel. Finanziert wird das Vorhaben im Wesentlichen durch Kredite einer chinesischen Bank.

Auch bei der Errichtung des Tiefseehafens Melaka Gateway Port und eines Stahlwerks im östlichen Teilstaat Sarawak wollen Unternehmen beider Länder zusammenarbeiten. China ist bereits seit 2009 der wichtigste Handelspartner Malaysias. Mit der Verwirklichung der Neuen Seidenstraße dürften die wirtschaftlichen Beziehungen zum Reich der Mitte noch enger werden.

Der vietnamesische Außenhandel floriert, und der Logistikmarkt hat in den vergangenen Jahren sogar deutlich zweistellig zugelegt. Zugleich ist sich die Regierung in Hanoi bewusst, dass sie die Transportinfrastruktur deutlich verbessern muss, um Vietnams Position im weltweiten Wettbewerb behaupten zu können und die Voraussetzung für weiteres Wachstum zu schaffen. So hat es das Land im Logistics Performance Index der Weltbank 2018 nur auf Rang 39 geschafft. Andere Schwellenländer wie Thailand, Chile und Südafrika schnitten deutlich besser ab.

So sind beispielsweise die beiden größten Flughäfen Vietnams, Noi Bai in der Hauptstadt und Tan Son Nhat in Ho Chi Minh City, völlig überlastet. Sie müssten umfassend erweitert und die Zufahrtswege ausgebaut werden. Die Finanzierung entsprechender Projekte ist jedoch vielfach noch nicht geklärt. Ein besonderer Engpassfaktor ist zudem die Hafeninfrastruktur. Die Vietnam Maritime Administration zählt zwar landesweit mehrere Dutzend größerer Häfen – allerdings sind die meist veraltet. Viele Regionalhäfen verfügen nicht über moderne Beladungsvorrichtungen und sind schlecht an das Hinterland angebunden. Zusätzliche Investitionen könnten dem Land neuen Schub verleihen, denn die strategische Lage und die Verbindungen zu China, Indien und den anderen ASEAN-Staaten machen Vietnam für Investoren und als Exportbasis attraktiv.

 

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Im Unterschied dazu ist Indonesien besonders reich an mineralischen Rohstoffen und zählt zu den weltweiten Hauptexporteuren von Kohle, Zinn, Nickel, Kupfer, Bauxit und Gold. Zugleich ist jedoch auch die Abhängigkeit von diesem Wirtschaftszweig und den schwankenden Weltmarktpreisen sehr hoch. Belt and Road bietet dem Land die Chance, dieses Klumpenrisiko zu reduzieren. Ohnehin will der Archipel seine Infrastruktur mit einem Aufwand in dreistelliger Milliardenhöhe modernisieren. Priorität hat dabei der Ausbau des Energiesektors sowie des Straßen-, Flug- und Seeverkehrs. Der stark wachsende Energieverbrauch erfordert den Bau neuer Kraftwerke. Der Staat kann die erforderlichen Investitionen aber nur zum Teil selbst finanzieren und ist deshalb auf das Engagement weiterer Investoren angewiesen.

Darüber hinaus hat die indonesische Regierung wichtige Schritte unternommen, Regulierungskosten einzudämmen und den Weg für ausländische Direktinvestitionen frei zu machen. Das Belt-and-Road-Projekt dürfte die Reformbereitschaft des Staates weiter stärken. Experten gehen davon aus, dass dadurch der Handel mit China, aber auch mit Indien maßgeblich ausgeweitet werden kann. Bis 2030 könnten die beiden bedeutendsten Länder Asiens die großen Industrienationen Amerika und Japan als Top-Exportregionen Indonesiens ablösen.

Diese Beispiele zeigen deutlich, wie groß der Nachholbedarf vieler asiatischer Länder in puncto Infrastruktur ist. Die chinesische Initiative für eine Neue Seidenstraße eröffnet ihnen daher enorme Möglichkeiten, die eigene wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, und bietet den ASEAN-Staaten die Chance, in besonderem Maße von Belt and Road zu profitieren.

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für HSBC.

Quelle: HSBC

Veröffentlicht: 21.06.2019 11:09 Uhr