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Erfolgreich anlegen : Mit Aktien der Teuerungsrate begegnen

Bild: Picture-Alliance/dpa

In einigen Teilmärkten steigen die Preise stark an – wie Anleger einer Inflation trotzen können.

          In den Verbraucherpreisen schlägt sich Inflation derzeit nicht nieder. Allerdings nur, wenn die Industriestaaten betrachtet werden. In anderen Ländern wie den aufstrebenden Schwellenländern hat die Geldschwemme rund um den Globus zu einem deutlichen Anstieg der Inflation geführt. Wer zudem auf die Preisentwicklung von Vermögenswerten wie Häuser und Aktien schaut, kann eine inflationäre Entwicklung nicht übersehen. Gold ist bei einer solchen Inflation kein guter Schutz, besser sind solide, gut bewertete Aktien.

          Wenn man den Worten der Notenbanker aus den Industriestaaten glauben darf, gibt es im Bereich Inflation derzeit keinerlei Probleme: So sind die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten zuletzt nur minimal  gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr beläuft sich das Plus auf rund zwei Prozent.

          Die Sorge vieler Experten, dass die Geldschwemme der vergangenen Jahre zu einem starken Anstieg der Inflation führen würde, haben sich nicht bestätigt. Und das obwohl die Bilanzsumme der Notenbank seit September 2008 um 900 Milliarden Dollar auf aktuell 3,66 Billionen Dollar kräftig ausgeweitet wurde. Die Kernrate ist zuletzt sogar noch schwächer angestiegen. Hier werden die Preise für Nahrungsmittel und Energie ausgeklammert, weil sie stark schwanken.

          Kapital wird geparkt

          Ein Grund für die anhaltend niedrigen Verbraucherpreise ist der mangelnde Transfer-Mechanismus. Banken verleihen kaum noch Geld in Form von Krediten beispielsweise, sondern parken es bei der Notenbank. So sind die US-Überschussreserven zuletzt auf den Rekord von 1,86 Billionen Dollar geklettert. Im September 2008 lagen sie bei nur 60 Milliarden Dollar. Und wenn das Geld nicht in den Wirtschaftskreislauf kommt, kann es nicht zu Inflation kommen.
          In Europa ist die Situation ähnlich. Auch hier ist von Inflation auf den ersten Blick ebenfalls keine Spur. So betrugen die Verbraucherpreise in der Eurozone weniger als 1,5 Prozent. Lediglich in Großbritannien zeigt sich das Ergebnis der dortigen sehr expansiven Geldpolitik. Die Inflation liegt dort bei knapp drei Prozent. Die Zinsen für Geldmarktkonten befinden sich derweil bei nur 1,5 Prozent. Damit gibt es einen anhaltenden Vermögenstransfer von den Sparern zu den Schuldnern.

          Inflation der Vermögensanlagen

          Wenn man den Begriff Inflation aber nicht allein auf die Verbraucherpreise, sondern auch auf den Preisanstieg bei Häusern und Aktien bezieht, ist die Geldentwertung mehr als offensichtlich. So sind die Häuserpreise in den 20 größten Städten der Vereinigten Staaten laut dem S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex zuletzt um mehr als zwölf Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Ähnlich starke Zuwächse hatte es zuletzt 2006 gegeben. Städte wie Las Vegas mit einem Plus von 24,9 Prozent und San Francisco mit 24,5 Prozent heben sich deutlich hervor.

          Die Geldentwertung lässt sich auch am Aktienmarkt mehr als deutlich sehen. Zwar haben Analysten die Gewinnschätzungen für den S&P 500 für 2013 in den vergangenen zwölf Monaten um 5,5 Prozent gesenkt – und auch für 2014 gingen sie um 3,1 Prozent zurück –, doch ist der Index in diesem Jahr bisher um knapp 20 Prozent gestiegen und hat zur Folge, dass die Bewertung deutlich angestiegen ist.

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