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Chancen für Privatanleger : Den deutschen Aktienmarkt mit ETFs günstig abbilden

Bild: Picture Alliance

Wer als Anleger auf den deutschen Aktienmarkt setzen möchte, dem bieten ETFs exzellente Möglichkeiten. Dabei muss die Wette nicht immer auf die Dax-Familie lauten, ein breiteres Investment bieten Finanzprodukte, die sich am F.A.Z.-Index orientieren.

          Im Jahr 1961 und damit 27 Jahre vor dem Dax wurde der F.A.Z.-Index eingeführt. Er bildet die Entwicklung der 100 größten deutschen Unternehmen und damit der hiesigen Wirtschaft besser ab als der 30 Werte umfassende Dax. Seit zwei Jahren gibt es einen ETF auf den F.A.Z.-Index. Die Performance des Papiers liegt nur leicht hinter der des H-Dax, der die 110 größten Firmen aus Dax, M-Dax und TecDax enthält, zurück. Der Grund hierfür ist ein fehlendes Schwergewicht aus dem M-Dax.

          Bis zur Einführung des Dax am 1. Juli 1988 war der F.A.Z.-Index der wichtigste Index für den deutschen Aktienmarkt. Das Barometer bildet die Kursentwicklung der 100 größten deutschen Unternehmen ab, die ihren Firmensitz hierzulande haben. Die Berechnung erfolgt im Gegensatz zum Dax nicht nur anhand der Aktien, die im Streubesitz sind, sondern aller im Umlauf befindlichen Aktien. Die schwersten Werte in dem marktbreiten Index sind demnach Siemens mit einem Börsenwert von 80,4 Milliarden Euro vor Bayer (72 Mrd. Euro) und SAP (66,2 Mrd. Euro).

          Diversifizierter investieren mit einem ETF auf den F.A.Z.-Index

          Der F.A.Z.-Index ist zudem ein Kursindex und kein Performanceindex wie der Dax und enthält daher keine Dividenden. Es gibt zwei grundlegende Unterschiede: Der Index schwankt weniger stark als der Dax und H-Dax. Während die historische Volatilität beim F.A.Z.-Index im vergangenen Jahr bei 14 Prozent lag, betrug sie beim Dax 15 Prozent und beim H-Dax trotz der höheren Zahl an Indexmitgliedern 14,4 Prozent.

          Zudem bietet dieser Index die Möglichkeit, deutlich diversifizierter in den deutschen Aktienmarkt zu investieren. Im Oktober 2011 hat die Commerzbank einen ETF (ISIN: LU0650624025) auf den F.A.Z.-Index aufgelegt. Die Gesamtkostenquote liegt bei lediglich 0,15 Prozent. Dabei werden die Dividenden der Unternehmen in Aktien reinvestiert. Die Performance des Papiers ist damit vergleichbar mit dem des Dax oder des H-Dax, die als Performanceindizes jeweils die Dividenden enthalten. Mit einem Kursplus von knapp 50 Prozent seit der Emission hat sich der Commerzbank-ETF praktisch eins zu eins wie der Dax entwickelt. Das Papier hinkt lediglich ein wenig dem H-Dax hinterher. Das liegt hauptsächlich daran, dass mit EADS der schwerste M-Dax-Wert nicht im F.A.Z.-Index enthalten ist, weil der Firmensitz des weltweit zweitgrößten Flugzeugbauers in den Niederlanden liegt. Die Aktie ist in den vergangenen Jahren auf neue Allzeithochs geflogen, der Börsenwert beträgt rund 38 Milliarden Euro.

          Auch ein Investment per ETF in den Dax ist günstig – Anleger sollten daher im Vorfeld entscheiden, in welchen Index sie lieber investieren möchten. In den Dax können sie über die ETFs der Deka (ISIN: DE000ETFL011), über den iShares-ETF von Black-Rock (ISIN: DE0005933931) oder über den der Deutschen Bank (ISIN: LU0274211480) investieren, die normalerweise die meist gehandelten Papiere auf den Index sind. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,16 beziehungsweise 0,15 Prozent. Die schwersten Werte in dem Barometer waren zuletzt Siemens und Bayer  mit einer Indexgewichtung von fast zehn Prozent. Danach folgen BASF, Daimler und die Allianz.

          Gerade mit Blick auf die hohe Gewichtung von Siemens und BASF sollten Anleger die Unternehmensentwicklung im Auge haben. Etliche Investoren haben den neuen Siemens-Chef Joe Kaeser zu schnellem Handeln aufgefordert. „Beginnend bei der Struktur, der fehlenden Profitabilität in Teilbereichen und immer neuen Einmalabschreibungen bis zur fehlenden Vision, für was Siemens stehen möchte“, sagte beispielsweise Henning Gebhardt, Fondsmanager bei der DWS.

          Bei Bayer, dem zweitschwersten Wert, floriert das Geschäft hingegen. Zwar senkt der Pharma- und Chemiekonzern wegen der Schwäche im Kunststoffgeschäft die Kosten weiter. Hingegen läuft es im Gesundheits- und Agrochemiegeschäft gut. Bayer verfügt über eine prall gefüllte Pipeline mit neuen Medikamenten.

          Chemieriese sorgt für Erträge aus Schwellenländern

          Der Konkurrent BASF als drittschwerster Wert hat derweil das langfristige Umsatzziel für das Pflanzenschutzgeschäft kräftig erhöht. Die Sparte peilt für 2020 statt Erlösen von sechs nun acht Milliarden Euro an. Neben dem Kapazitätsausbau in Deutschland sollen vor allem in Asien neue Anlagen gebaut werden. Der Umsatzanteil aus den Schwellenländern soll mittelfristig von 35 auf 50 Prozent ausgebaut werden.

          Weil der M-Dax in den vergangenen Jahren wesentlich stärker geklettert ist als der Dax, war der ETF von iShares auf den M-Dax (ISIN: DE0005933923) gefragt. Die Gesamtkostenquote liegt höher als bei Dax-ETFs – bei 0,5 Prozent. Zur Hausse bei dem Index hat maßgeblich EADS beigetragen. Der Konzern hat zuletzt mit einem Milliardenauftrag von Japan Airlines den Durchbruch auf dem japanischen Luftfahrtmarkt geschafft. Für das Gesamtjahr 2013 peilt der Konzern Aufträge für 1200 Flugzeuge an. Mit einem Indexgewicht von rund elf Prozent bringt die Nummer eins im M-Dax fast genauso viel Gewicht auf die Waage wie der Zweitplazierte, der Chemikalienhändler Brenntag, und die Nummer drei, der Maschinenbauer Gea Group, zusammen.
          Ebenso wie der M-Dax hat auch der TecDax im vergangenen Jahr den Dax deutlich hinter sich gelassen. Allerdings ist das Volumen relativ gering, der iShares-ETF auf den Tec-Dax (ISIN: DE0005933972) wird nur moderat gehandelt. Die schwersten Werte in dem Barometer sind der Internetdienstleister United Internet, dessen Aktie ebenso haussiert wie die des Zahlungsabwicklers Wirecard, der Nummer zwei im Index. Rang drei belegt der Biotechzulieferer Qiagen.

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