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Basiswissen für Anleger : Salamitaktik Fondssparplan – auch mit kleinen Beträgen ans Ziel

Bild: Picture-Alliance/dpa

Aller Anfang ist schwer – bei der Geldanlage gilt diese Redensart nur bedingt. Denn wer auf Investmentfonds setzt, kann spielend leicht beginnen.

          Fondssparpläne sind eine gute Alternative, um schon mit kleinen Beträgen in verschiedene Märkte oder Assetklassen zu investieren. Wie beim Fondsinvestment profitieren Anleger von der Zugehörigkeit zum Sondervermögen. Dadurch bleibt das Ersparte auch im Falle einer Insolvenz des Fondsanbieters geschützt. Langfristige Sparpläne haben Vorteile.

          Große Auswahl

          Bei der Online-Bank Cortal Consors stehen 430 Fonds zur Verfügung, bei der DAB Bank sind es 170 Fondssparpläne. Bei beiden Anbietern können sowohl aktive als auch passive gemanagte Fonds bespart werden. Es gibt schon Fondssparpläne, in die pro Monat 25 Euro eingezahlt werden können. „In der Praxis sind Sparpläne oft ab einer Sparrate von 25 oder 50 Euro möglich. Die gängigen Kosten, die bei Fondssparplänen zu Buche schlagen,  sind der Ausgabeaufschlag, die Verwaltungsgebühr und die Depotgebühren. Der Ausgabeaufschlag des jeweiligen Fonds wird in der Regel anteilig bei jeder Rate bezahlt. Zudem können noch weitere zusätzliche Gebühren von der abwickelnden Bank erhoben werden. „Es muss insbesondere geklärt werden, ob es Mindestgebühren gibt, die unabhängig von der Höhe der Sparrate auf jeden Fall bezahlt werden müssen“,  rät die Verbraucherschützerin.  Nach Angaben von Cortal Consors sind die Ausgabeaufschläge bei fast allen Fonds rabattiert. Bei den börsengehandelten Indexfonds (ETFs) werde eine pauschale Gebühr von 1,5 Prozent berechnet.

          Für die Entscheidung über die Höhe der Sparsumme sind die Gebühren übrigens nicht wichtig. „Da die Gebühren immer prozentual von der Sparrate berechnet werden und teilweise sogar ganz entfallen, ist unter diesem Aspekt keine bestimmte Mindesteinlage zu empfehlen“, erklärt Dirk Althoff, Unternehmenssprecher von Cortal Consors. Entscheidender sei, mit dem Wertpapiersparen anzufangen und auch durchzuhalten. „Natürlich ist es klar, dass ich, bei einer Sparrate von 25 Euro im Quartal keine Millionensumme zusammengespart werden kann. Die durchschnittliche Sparrate unserer Kunden liegt bei ziemlich genau 100 Euro je Sparplan“, sagt Althoff.

          Präferenzen vorher klären

          Der Betrag, der regelmäßig eingezahlt werden soll, ist ein Aspekt, über den der Anleger entscheiden muss. Doch bevor es darum geht, einen Sparplan abzuschließen, sollte der Anleger für sich auch die folgende Frage klären: Wie muss der Fonds aussehen, der zu meinen individuellen Zielen und Präferenzen passt? Was ist meine Risikoneigung? Wie lange möchte ich diesen Fonds besparen? Das Angebot an Fondssparplänen ist zwar nicht deckungsgleich mit dem Angebot an aktiv und passiv gemanagten Fonds, aber dennoch so groß, dass es verschiedenste Fondsgattungen abdeckt. Bei der DAB Bank beispielsweise können Anleger aus einer großen Auswahl von Aktien-, Renten-, Misch- oder Geldmarktfonds auswählen. Sie können monatlich, zweimonatlich, viertel- oder halbjährlich eine bestimmte Summe – mindestens aber 50 Euro – in diese Fonds anlegen.

          Dann gibt es auch noch die Möglichkeit in passiv gemanagte Fonds, sogenannte ETFs, über einen Sparplan zu investieren. Bleibt nun die Frage, wo eigentlich der Schwerpunkt der Geldanlage liegen soll. „Mit Fonds kann der Verbraucher auch einen Schwerpunkt im bestimmte Branchen oder Regionen wählen. Einige Fonds schütten Erträge an die Anleger aus, andere dagegen sind thesaurierend, legen die Erträge also direkt wieder an“, nennt Oelmann weitere Punkte, die im Vorfeld bedacht werden wollen. Generell ist es so, dass bei den meisten Fondssparplänen das Sparintervall geändert oder auch der Sparplan ausgesetzt werden kann, wenn ein finanzieller Engpass entsteht. Auch hier ist es empfehlenswert, sich vorher zu erkundigen, ob hierfür nicht zusätzliche Kosten anfallen.

          Je früher, desto besser

          Je zeitiger mit dem Sparen begonnen wird, umso weniger muss monatlich oder quartalsweise beiseitegelegt werden, um das Sparziel zu erreichen. „Allerdings hängt hier die Rendite nicht nur von Zinsen und Dividenden ab, sondern auch von möglichen Kursgewinnen“, erläutert Oelmann.  Schwache oder fallende Kurse sind in der Ansparphase übrigens sogar eher von Vorteil. „Je geringer der Kaufkurs ist, desto mehr Anteile kann der Verbraucher für seinen regelmäßigen Geldbetrag kaufen“, so die Verbraucherschützerin. Problematisch würden Baisse-Phasen dann, wenn der Anleger das Geld braucht. Oelmann rät deswegen zu einer längeren Laufzeit. Der Sparbeitrag, der notwendig ist, um ein bestimmtes Sparziel zu erreichen, ist zum einen geringer als bei einer kürzeren Laufzeit. Zum anderen ist hier auch die Chance höher als bei einer kürzeren Laufzeit, dass sich die Kurse wieder erholen. Der Kauf von Anteilen in Baisse-Phasen ist übrigens ein Vorteil, der für Fondssparpläne spricht und Cost-Average-Effekt oder Durchschnittskosteneffekt heißt. Bei einer konstanten Sparrate wird jeweils eine unterschiedliche Anzahl von Fondsanteilen gekauft, je nachdem, wie hoch der Kaufkurs eines Fondsanteils jeweils ist. Bei Tiefstständen werden mehr, bei Höchstständen weniger Anteile pro Monat gekauft. Steigt der Wert der Fondsanteile, profitiert der Anleger davon, dass er bei niedrigen Kursen mehr Anteile erwerben konnte.

          Fondssparen ist mittlerweile keine Seltenheit mehr. „Insgesamt haben unsere Kunden zurzeit rund 100 000 aktive Sparpläne, das heißt, diese Sparpläne werden noch regelmäßig bespart und sind nicht unterbrochen oder gestoppt“, sagt Althoff von Cortal Consors. Zu den beliebtesten Sparplan-Fonds zählen derzeit der Vermögensbildungsfond I der DWS, der Fidelity European Growth, der M&G Global Basics und der Pionieer Global Energy. In der Verbraucherschutzzentrale NRW zeichnet sich noch ein anderer Trend ab. „Immer mehr im Kommen sind kostengünstige ETFs, also Fonds, die einen Index abbilden. Allerdings werden diese von Banken oft nicht aktiv angeboten, da mit aktiven Fonds viel mehr zu verdienen ist“, sagt Verbraucherschützerin Oelmann.

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