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Liebe macht gesund : Von Ärzten empfohlen: Küssen und Händchenhalten

Bild: ElitePartner/Thinkstock

Das schönste Gefühl der Welt ist nicht nur gut für Herz, Kopf und Seele, sondern bringt auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich. Vor allem Männer profitieren von der Ehe.

          Wenn Kinder sich das Knie aufschlagen, leistet Mama erste Hilfe: Pusten und küssen. Schon geht’s den Kleinen besser. Aber Küsse haben auch im Erwachsenenalter eine heilende Wirkung, so eine Studie der Wiener Uniklinik: Ein leidenschaftlicher Kuss senkt Blutdruck und LDL-Cholesterinwerte. Und Heuschnupfengeplagte verspürten nach einer halben Stunde Küssen deutliche Besserungen ihrer Symptome. Eine ebenso positive Wirkung hat Händchenhalten: Schon zehn Minuten verringern hohen Blutdruck und Pulsanstieg und stärken somit das Herzkreislaufsystem. "Körperliche Berührungen streicheln auch die Seele", sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. "Durch Köperkontakt schütten wir das Bindungshormon Oxytocin aus, das beruhigend und Stress reduzierend wirkt."

          Verheiratete Männer sind gesünder
          Die Ehe auf Rezept gibt es zwar noch nicht, aber ihre positive Wirkung ist bewiesen: Vor allem Männer scheinen von der Ehe nicht nur emotional, sondern auch gesundheitlich zu profitieren. So leben in den westlichen Industrienationen verheiratete Männer etwa acht Jahre länger als Junggesellen. Witwer und geschiedene Männer haben zudem mehr Entzündungen in den Herzkranzgefäßen und dadurch ein erhöhtes Infarktrisiko. Bei Frauen konnte die positive Wirkung nicht nachgewiesen werden.

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          Studie Liebeskummer: Herzen können brechen
          Migräne, Depressionen, Gewichtsverlust oder erhöhte Infektanfälligkeit –wenn wir Liebeskummer haben, kann unser Körper mit diesen Symptomen reagieren. Eine Studie hat jetzt das Broken-Heart-Syndrom nachgewiesen: Menschen können sogar an gebrochenem Herzen sterben. Zwölf Jahre lang wurden dafür 9.000 Personen zu negativen Beziehungserlebnissen befragt. Das Ergebnis: Je konfliktreicher die Partnerschaft, desto höher das Herzinfarktrisiko. "Wer durch seinen Partner ständigem Streit und negativer Kritik ausgesetzt ist, leidet darunter nicht nur seelisch", fasst Diplom-Psychologin Lisa Fischbach zusammen. "Auch auf körperlicher Ebene machen sich negative Folgen bemerkbar."

          Frisch Verliebte sind wahnsinnig
          Frisch Verliebte befinden sich im emotionalen und körperlichen Ausnahmezustand: "In der ersten Verliebtheitsphase haben wir nur den geliebten Menschen im Kopf, wir sind oft appetitlos und zum Teil sogar unzurechnungsfähig", so Lisa Fischbach. Schuld daran sind die Hormone. Die werden ordentlich durcheinander gewirbelt, wenn wir unser Herz an jemanden verlieren. Der Mix aus Adrenalin, Endorphinen und Cortisol lässt uns permanent glücklich sein. Zudem ist der Spiegel des Botenstoffes Serotonin bei Verliebten auf dem gleichen Niveau wie bei psychisch Kranken oder Zwangsgestörten. Der Körper würde solche Zustände nicht länger als ein paar Monate aushalten, deshalb pendelt sich die Verliebtheit nach dieser Zeit auf ein normales Niveau ein. "Nach dieser Zeit können wir beginnen, eine ganz normale, alltägliche Beziehung zu führen", so die Psychologin.

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