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Der Feind - das Allergen : Fit durch den Frühling - trotz Heuschnupfen

  • Vitaminreiche Kost ist dabei ein absolutes Muss. Vor allem Vitamin C sollte täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. Es hilft dabei, das überflüssige Histamin zu binden und zu ungefährlichen Säuren umzubauen. Vitamin C steckt vor allem in rohem Sauerkraut, Paprika, Tomaten und Zitrusfrüchten.
  • Ganz wichtig bei Allergikern ist die Versorgung mit den Spurenelementen Zink und Selen. 10 Milligramm Zink und 50 Mikrogramm Selen sollten Sie jeden Tag zu sich nehmen. Ebenso wichtig ist Magnesium, denn das verhindert die Abgabe von Histamin in den Blutkreislauf. Setzen Sie also auf Nahrungsmittel, die diese Vitalstoffe enthalten. Dazu gehören Salzwasserfische, Vollkornbrot, Sojaprodukte, Wildreis, Sonnenblumen-kerne und Haferflocken.
  • Trinken Sie viel. Vor allem Mineralwasser, denn das enthält bis zu 80 Milligramm Magnesium pro Liter. Außerdem hält es die Schleimhäute feucht und erschwert es den Pollen sich festzusetzen.
  • Gut für Allergiker sind auch Zwiebeln, grüne Bohnen, Grünkohl oder Sanddorn. Diese Nahrungsmittel enthalten den gelben Pflanzenfarbstoff Quercetin, der dabei hilft die Histaminfreisetzung zu blockieren.
  • Heuschnupfenallergiker fühlen sich oft schlapp und matt. Ginseng kann Ihnen dabei helfen, Ihre Energien wieder freizusetzen. Gießen Sie kochendes Wasser über ein Stück Ginseng (ca. drei Gramm) und trinken Sie den Sud über den Tag verteilt.
  • Ganz Wichtig: Während der Pollenzeit sollten Sie auf jeden Fall histaminhaltige Nahrungsmittel komplett von Ihrer Speisekarte streichen. Dazu gehören Käse, Salami, Nüsse oder Wein.


Flucht vor den Pollen
Neben einer gesunden Lebensweise, sollten Heuschnupfenallergiker vor allem eines versuchen: den Pollen aus dem Weg zu gehen. Das ist nicht leicht, aber mit ein paar Routinen, kann man sich einen Großteil der lästigen Pollenschwärme vom Leib halten.

  • Schließen Sie nachts die Fenster und lüften stattdessen vor dem Zubettgehen einmal kräftig durch.
  • Nutzen Sie die Zeit nach einem starken Regenguss für ihre Außenaktivitäten. Dann ist die Luft von Pollen gereinigt.
  • Haare sind Pollenfänger, deshalb waschen Sie immer Ihre Haare vor dem Schlafengehen.
  • Waschen Sie Ihre Kleidung und Bettwäsche regelmäßig und hängen Sie diese zum Trocknen nicht ins Freie.
  • In Großstädten ist die Pollenbelastung am frühen Morgen am geringsten. Nutzen Sie diese Zeit, um rauszugehen und die Wohnung zu lüften.
  • Packen Sie die Koffer und machen zur Pollenzeit Urlaub am Meer oder im Hochgebirge. In diesen Regionen ist der Pollenflug am geringsten.


Antihistaminika oder Indisches Lungenkraut?
Auch wenn sich Heuschnupfen-Allergiker an alle bereits erwähnten Regeln halten, können die Symptome trotzdem so stark sein, dass sie auf zusätzliche Medikamente angewiesen sind. Manche Allergiker setzen dabei eher auf die Schulmedizin, andere verlassen sich mehr auf die Naturheilkunde.

  • Von Medizinern werden meistens die sogenannten Antihistaminika verschrieben. Welche Wirkstoffe in welcher Dosis und Kombination besonders gut helfen, ist bei jedem Patienten anders. Es braucht deshalb oft ein wenig Geduld und einige Versuche, bis die optimale Therapie gefunden ist. Antihistaminika ist ein Sammelbegriff für Medikamente mit Wirkstoffen, wie z. B. Cetirizin oder Loratadin, die eine übertriebene Abwehrreaktion des Immunsystems bremsen, indem sie die Wirkung des Histamins blockieren. Antihistaminika bekämpfen vor allem die Symptome - eine langfristige, schützende oder sogar heilende Wirkung haben sie jedoch nicht. Es gibt sie z. B. in Form von Tabletten, Sirup, Nasenspray oder Augentropfen. Manche Patienten klagen während der Zeit der Einnahme über Nebenwirkungen, wie Schwindel, Kopfschmerz, Müdigkeit und großen Durst. Oft hilft es dann, auf ein anderes Antihistaminikum umzusteigen.
  • Eine weitere, relativ langwierige medizinische Therapiemöglichkeit ist die Hyposensibilisierung. Hier wird über Jahre hindurch eine “Allergie-Impfung” durchgeführt, die das Immunsystem an die Erreger “gewöhnt”. Die Hyposensibilisierung dauert drei bis fünf Jahre, die Erfolgsquote liegt bei etwa 80 Prozent. Hilft sie auch nicht jedem Pollenallergiker zu 100 Prozent, berichten die meisten jedoch über eine deutliche Besserung der Symptome. Begonnen wird die Hyposensibilisierung im Herbst. Häufig stellt sich eine Besserung bereits in der kommenden Pollensaison ein.
  • Heuschnupfenallergiker, die eher nach einer ganzheitlichen und natürlichen Möglichkeit der Behandlung suchen, setzen z. B. mehr auf das Indische Lungenkraut (Justicia adhatoda). Es besitzt antiallergische und antientzündliche Eigenschaften und kann dazu beitragen, akute Allergiesymptome zu lindern. Die Wirkstoffe erweitern die Bronchien und sind schleimlösend. Der Naturauszug wirkt wie ein Breitband-Antiallergikum. Darüber hinaus soll das Indische Lungenkraut auch die Selbstheilungskräfte stärken. Weitere pflanzliche Mittel bei Heuschnupfen und Allergien sind z. B. Echinacea purpurea (Sonnenhut), der die Immunabwehr stärken kann oder Euphrasia officinalis (Augentrost), der als pflanzlicher Wirkstoff in Augentropfen bei juckenden und geröteten Augen helfen kann. Homöopathische Mittel bei Heuschnupfen und Allergien könnten sein: Galphimia glauca (Goldregen), Cardiospermum halicacabum (Herzsamen) oder Luffa operculata (Schwammgurke).        

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