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Kneipp in der Altenpflege : Studie bestätigt positive Wirkung

Kneippen wirkt positiv auf Körper und Geist: Knieguss im Pflegeheim in Klingenthal. Bild: CURA Unternehmensgruppe

Naturheilkunde reduziert Schmerz- und Beruhigungsmedikation: Eine Studie belegt die positiven Auswirkungen auf pflegebedürftige Senioren.

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          Bewegung, Wasser, Heilpflanzen, Ernährung und Balance – das sind die fünf Säulen, auf denen die heilende Wirkung der Kneipp-Therapie basiert. Obwohl diese naturheilkundliche Methode schon vor 150 Jahren von dem Pfarrer Sebastian Kneipp entwickelt wurde, gewinnt sie in deutschen Senioreneinrichtungen erst in den letzten Jahren an Popularität. Eine kürzlich erschienene Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), des Kneipp-Bund e.V. und der Charité-Universitätsmedizin bestätigt die positiven Auswirkungen der Kneipp-Therapie auf die körperliche und psychische Verfassung pflegebedürftiger Senioren.

          Derzeit gibt es deutschlandweit 25 zertifizierte Kneipp-Einrichtungen, in denen naturheilkundliche Maßnahmen, im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts, in die tägliche Pflegepraxis als Ergänzung bei der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen einfließen.

          „Durch das Wechselspiel aller fünf Kneipp-Säulen werden die Selbstheilungskräfte angeregt und  widerstandsfähiger. Der Mensch ist so den Herausforderungen des Alltags besser gewappnet“, erklärt Ingrid Pieratzki, Einrichtungsleiterin des Kneipp-zertifizierten Cura Seniorencentrums Zeven. Sie betont zudem den großen Erfolg, den die Kneipp-Methode im Pflegealltag hat. „Die Bewohner fühlen sich gesünder, stärker und vor allem vitaler“, hat die Pflegeexpertin beobachtet.

          Schmerz- und Beruhigungsmedikation wird reduziert

          Zu diesem Ergebnis kommt auch die aktuelle Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), des Kneipp-Bund e.V. und der Charité-Universitätsmedizin. Danach kann mit dem Kneipp-Prinzip eine qualitätsvolle Pflege gewährleistet werden, die älteren Menschen mit Pflegebedarf ein weitgehend selbstbestimmtes Leben länger ermöglicht. Es wurde beobachtet, wie die Schmerz- und Beruhigungsmedikation bei pflegebedürftigen Bewohnern reduziert werden konnte. Zeitgleich sagten ca. 90 Prozent der Pflegekräfte aus, dass sich das Verhältnis zwischen Pflegern und Bewohnern deutlich durch die therapeutischen Möglichkeiten verbessert habe. Die Kneipp-Methode sei ein Gewinn für beide Seiten und reduziere den Arbeitsstress, auch weil die Bewohner sichtlich zufriedener seien.

          Element Wasser

          Ein wichtiger Grundpfeiler des naturheilkundlichen Konzepts ist das auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Wasserheilverfahren, die Hydro- und Balneotherapie. Viele Seniorencentren nutzen in dieser Therapie das Kneippbad, ein Wassertretbecken, den Barfußpfad u. v. m. Aber auch Güsse, Wickel oder Bäder sollen heilsam und vorbeugend auf den Organismus wirken. Das Wasser gilt als wichtiger Träger für die Wirkstoffe der Heilpflanzen, beispielsweise beim Tee für die innere Stärkung, als Badezusatz zum Wohlgenuss, oder beim Wassertreten als Sportelement.

          Wassertreten im Cura Seniorencentrum Zeven: Kneippen ist nicht nur gesund, sondern macht auch Spaß.
          Wassertreten im Cura Seniorencentrum Zeven: Kneippen ist nicht nur gesund, sondern macht auch Spaß. : Bild: CURA Unternehmensgruppe

          Element Bewegung

          Genau diese Bewegung, ob aktiv oder passiv, ist in der Kneipp-Therapie elementar. Sie fördert nicht nur die Fitness, sondern macht die Menschen auch zufriedener. Radfahren, Joggen, Wandern oder Schwimmen – Sport ist förderlich für den gesamten Körper, für Herz und Kreislauf, Stoffwechsel sowie die Nerven. Dabei kommt es nicht darauf an, welcher Sport ausgeübt wird, er sollte vor allem Spaß machen und dem Alter bzw. der Gesundheit angepasst sein. In der Altenpflege werden verschiedene Ballsportarten angeboten, es gibt gemeinsame Spaziergänge, gymnastische Übungen usw. Wichtig ist dabei immer, dass die Bewegung durch die Pflegekräfte als fester Punkt ins Alltagsleben integriert wird.

          Element Balance

          Durch eine ausgeglichene Lebensweise, ein gutes Körperbewusstsein sowie intensive Ruhephasen sollen in der Kneipp-Therapie positive Reaktionen von Körper und Psyche entstehen. Die Kneipp-Lehre spricht hier von der Lebensordnung, die sie in Balance zu bringen versucht, damit innere Ruhe und Ausgeglichenheit entstehen. Bewohner in der Altenpflege brauchen Kneipp zufolge Orte, um sich zurückzuziehen, zu reflektieren, auszuruhen, zu entspannen. In Seniorenpflegeeinrichtungen, die das Kneipp-Prinzip anwenden, gibt es deshalb Ruheoasen in den Wohnbereichen oder den angrenzenden Gärten und Parks, in denen schattige Plätze zum Verweilen einladen.

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