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Gesunder Schlaf : Gut schlafen im Alter

  • -Aktualisiert am

Gesunder Schlaf ist auch im Alter möglich. Bild: Monkey Business - Fotolia.com

Matratzen gibt es viele, doch nicht jede entspricht den Bedürfnissen von älteren Menschen. Auf diese Eigenschaften sollten Senioren besonders achten.

          3 Min.

          Matratzen sind das A und O eines gesunden Schlafes. Besonders Senioren haben oft Probleme mit der nächtlichen Ruhe und können häufig nicht gut ein- oder durchschlafen. Die richtige Matratze kann dabei helfen, einige dieser Schlafprobleme zu beheben. Doch worauf muss geachtet werden? „Senioren sind oft überfordert, wenn es um die Auswahl einer geeigneten Matratze geht“, sagt der Geschäftsführer und Schlafexperte Dr. Dennis Schmoltzi von Dormando aus Frankfurt am Main. Wir zeigen Ihnen, welche Eigenschaften eine Matratze haben sollte, damit auch ältere Menschen wieder erholt und gesund schlafen können.

          Druckentlastend

          Ab einem Alter von etwa 65 reagiert der Körper empfindlicher auf Druck und muss daher angemessen entlastet werden, sodass trotz Empfindlichkeit ein angenehmes Schlafgefühl entsteht. Einige Matratzen sind besonders druckentlastend und zeichnen sich durch eine hohe Punktelastizität und eine ideale Zonierung aus. Eine punktelastische Matratze sorgt dafür, dass nicht der gesamte Körper einsinkt, sondern nur in den relevanten Zonen, dabei handelt es sich zumeist um die Schulter- und Hüftpartie. Besonders punktelastische Materialien sind Visco-Schaum oder Gelschaum, da etwa Visco-Schaum auf Druck in Kombination mit der Körpertemperatur reagiert. Eine Zonierung, idealerweise aus fünf oder mehr Zonen, ergänzt die materialbedingte Punktelastizität. Im Gegensatz zu dem nachgiebigen Schulterbereich benötigt der untere Rückenbereich spezielle Unterstützung. Deshalb ist besonders der Lordosebereich zusätzlich verstärkt, da ansonsten Rückenschmerzen die Folge sein können.

          Feuchtigkeitsmanagement

          Ein trockener Schlaf ist besonders für Senioren ein absolutes Muss, denn eine feuchte Schlafstätte kann schnell zu Unterkühlungen und Erkältungen führen. Zudem behindert ein nasses Bett den Schlaf und kann Schlafstörungen verursachen. Daher ist es wichtig, dass die Matratze, die Bettdecke und das Kopfkissen ein gutes Feuchtigkeitsmanagement aufweisen. Dies bedeutet, dass das genutzte Material Feuchtigkeit schnell aufnimmt, vom Körper weg transportiert und auch wieder rasch an die Umwelt abgibt, ähnlich wie man dies von Sportbekleidung kennt. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Körper trocken bleibt und nicht auskühlt. Besonders Taschenfederkernmatratzen, aber auch Kaltschaummatratzen mit ordentlichen Oberflächenprofilierung besitzen diese Eigenschaften. Latexmatratzen in den meisten Fällen hingegen weniger, weil diese materialbedingt sehr dicht verarbeitet sind.

          Jedoch ist nicht nur die Matratzenart für ein gutes Feuchtigkeitsmanagement verantwortlich, sondern auch der Matratzen-Bezug. Dieser kommt zuerst mit der Feuchtigkeit in Berührung und muss diese sehr schnell aufnehmen. Ein beliebter und sehr hydrophiler Bezugsstoff ist Tencel/Lyocell, der nicht nur die Feuchtigkeitsaufnahme, sondern auch das Bettklima reguliert. Denn zu den vielen Vorteilen von Tencel/Lyocell zählt auch, dass der Stoff bei Kälte wärmt und bei zu großer Wärme kühlend wirkt.

          Höhe

          Häufig haben Senioren große Probleme aus ihrem Bett aufzustehen, da die Kraft zum Aufrichten des Oberkörpers nachlässt oder fehlt. Ist dies der Fall, so sollte darauf geachtet werden, dass ein Bett und eine Matratze in Komforthöhe gewählt werden. Komforthöhe bedeutet, dass die Oberkante Bettseite 45 cm oder mehr beträgt. Zu diesen 45 cm wird die Matratzenhöhe noch addiert, sodass eine ideale Höhe für einfaches Ein- und Aussteigen entsteht.

          Härte

          „Eine gute Matratze muss hart sein.“, diesen Satz hören Matratzenfachhändler allzu häufig von Senioren. Denn früher galt die Regel: Brett ins Bett! Diese Annahme ist jedoch veraltet. Heute weiß man, dass gerade zu harte Matratzen für den druckempfindlichen Körper von Senioren schädlich sein können. Die Härtegerade einer Matratze sind von der weichen H1 bis hin zur sehr harten H5 eingeteilt und werden je nach Körpergewicht ermittelt. Bei einem Gewicht bis zu 60 Kg wird eine H1, bei 60 Kg bis 80 Kg eine H2, bis 110 Kg eine H3 und bei einem Gewicht bis 140 Kg eine H4 empfohlen. Bei mehr als 140 Kg sollte eine H5-Matratze genutzt werden. Auch dies sind wieder nur Anhaltspunkte, eine individuelle Beratung sollte immer am Anfang des Kaufprozesses stehen, um die optimale Matratze für das Seniorenbett zu finden.

          Empfehlung

          Die Erfahrung von Fachhändlern zeigt: Eine mittelfeste Kaltschaummatratze mit einer sehr guten Zonierung (sehr softe Schulter, mittelfestes Becken) sowie einer guten Lordoseunterstützung im unteren Rücken ist häufig die beste Wahl für Senioren. Darüber hinaus ist ein Bezugsstoff mit hohem Tencel Anteil, für ein gutes Feuchtigkeitsmanagement, eine sinnvolle Investition. Preislich sind Matratzen dieser Art zwischen 500,- Euro und 1000,- Euro angesiedelt. Günstigere Ware besitzt meist ein sehr geringes Raumgewicht, was die Haltbarkeit negativ beeinflusst, sowie minderwertige Bezüge auf welchen man eher zum Schwitzen neigt. Außerdem sind günstigere Artikel häufig schlechter zoniert, in den meisten Fällen verfügen diese Matratzen nur über sehr oberflächliche Profilschnitte. Nach oben hin ist dem Preis fast keine Grenze gesetzt. Allerdings ist deutlich über 1000,- Euro nur selten ein Zusatzgewinn an Liegekomfort zu erwarten.

          Weiter Informationen zu der richtigen Matratze und Seniorenbetten finden Sie hier!

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