Test: Gesamt

Fahrradhandschuhe im Test : Für mehr Grip

Update 22.02.2022

Auf dem Markt finden sich eine Reihe an verschiedenen Fahrradhandschuhen für alle Einsatzzwecke: Sommer, Winter, für den Übergang oder auch Halbfinger-Handschuhe. Doch welches Modell ist für wen das Beste?

Update 22. Februar 2022

Wir haben den Testbericht in zwei Kategorien aufgeteilt: Sommer- und Winterhandschuhe.

Außerdem haben wir unter herbstlichen Bedingungen neun weitere Winter-Fahrradhandschuhe getestet. In der neu geschaffenen Kategorie wurden die Chiba BioXCell Warm Winter, die Gore Wear Thermo Split und die Ziener Cornelis Touch neue Empfehlungen.

21. Juli 2021

Wir haben zehn neue Kurzfinger-Modelle für sommerliche Temperaturen getestet und haben drei neue Empfehlungen für Sie: Den Ziener Cansen, den Roeckl Isar und Gore Wear C5 Vent.

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Arnold Zimprich
ist Autor und Outdoor-Freak und testet für verschiedene Magazine Sportartikel und Outdoor-Produkte. Er schreibt unter anderem für Alpin, das Bergzeit-Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Fahrradhandschuhe sorgen für mehr Grip, eine höhere Sicherheit und schützen die Hände bei Stürzen. Dabei gibt es viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt: Gut belüftete Handschuhe für den Sommer, Modelle mit einer hohen Wärmeleistung für den Winter und für Übergangszeiten. Zudem gibt es Modelle mit langen Fingern oder in der Halbfinger-Variante.

Auch preislich gibt es Unterschiede: So gibt es Modelle ab rund 10 Euro bis hin zu 80 Euro. Dabei heißt billig nicht unbedingt schlechter, wie auch die Empfehlungen zeigen.

Die besten Sommer-Fahrradhandschuhe

Diese Fahrradhandschuhe haben eine luftig-leichte Konstruktion, eine möglichst einfache Handhabung sowie gute Dämpfungseigenschaften. Sie sorgen bei Fahrten im Gelände für mehr Sicherheit: Kommt es zu einem Sturz vom Rad und man muss sich mit dem Handballen abbremsen, verhindern sie Handschuhe schmerzhafte Schürfwunden. Ist man viel mit dem Fahrrad unterwegs, sind Fahrradhandschuhe ein echtes Must-Have.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Sehr gute DämpfungPerfekte PassformWiderstandsfähigMinimalistischTolles Preis-Leistungs-Verhältnis
Test: Ziener CansenTest: HandschuheTest: Roeckl IsarTest: Gore Wear C5 GlovesTest: Avidda Fahrradhandschuhe
Modell Ziener Cansen Q36.5 Unique Roeckl Isar Gore Wear C5 Vent Gloves Avidda Fahrradhandschuhe
Pro
  • Angenehm leicht
  • Flacher, funktionaler Klettverschluss
  • Silikonapplikationen für besten Sitz
  • Flexibel, keine Wulstbildung
  • Überragende Passform
  • Keine Nähte auf Grifffläche und Handrücken
  • Lang anhaltend hoher Tragekomfort
  • Fester Griff
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Angenehme Gelpolsterung
  • Griffiger Klettverschluss
  • Gut funktionierendes Ausziehsystem
  • Sehr leicht und luftig
  • Schnell trocknend
  • Trägt kaum auf
  • Überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Großflächige Reflektoren
  • Schöne, kleine Ausziehlaschen
  • Dezentes, vielseitig kombinierbares Design
Contra
  • Wischfläche bedingt aufnahmefähig
  • Vergleichsweise teuer
  • Hoher Preis
  • Etwas steife Konstruktion
  • Relativ teuer
  • Keine Protektoren
  • Kein Klettverschluss
  • Fragwürdige Lebensdauer
  • Etwas wulstige Polsterung
Bester Preis

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Sehr gute Dämpfung: Ziener Cansen

Sehr gute Dämpfung

Ziener Cansen

Test: Ziener Cansen
Die Ziener Cansen haben alles an Bord, was zuverlässige, bequeme Fahrradhandschuhe brauchen: angenehme Polsterung, gute Passform, vernünftiges Ausziehsystem – ein schön gemachter Handschuh für anspruchsvolle Radler.

Die Cansen von Ziener sind zwar etwas teurer, aber das ist auch zu spüren. Bei unserem ersten Kurztest (12,5 km) sind wir vom tollen Sitz der Handschuhe begeistert: Nichts kneift. Zwischen den einzelnen Fingern sowie am Handrücken ist das Modell schön stretchig. Überall sind die Nähte schön verarbeitet und keine Wulstbildung trübt den Tragekomfort. An der Innenhand hat der Hersteller geschmeidiges Kunstleder (»AX Suede«) verarbeitet, das einen langlebigen, robusten und hochwertigen Eindruck macht.

Ziener hat den Handschuhen Protektoren (»XRD Tech«) anstatt einer Gel-Dämpfung verpasst. Diese technisch durchdachten Polster erweisen sich aufgrund der straffen, aber angenehmen Dämpfung als Vorteil. Eine strategisch positionierte Applikation aus Silikon überzeugt im Griffbereich. So hat man mit dem Handschuh die Griffe des Lenkers jederzeit gut im Griff.

Anstatt eines saugfähigen Wischfrottees wie beim Brudermodell Ziener Ceniz hat der Hersteller ein Mikrofaser-Textil verbaut. Das funktioniert ebenso gut: Wir sind von den  Ziener Cansen begeistert.

Perfekte Passform: Q36.5 Unique

Perfekte Passform

Q36.5 Unique

Test: Handschuhe
So viel Geld für einen kurzen Handschuh ist schon eine Ansage. Dafür erhält man einen nahezu nahtlosen, vorgeformten Rennradhandschuh, der die Test-Konkurrenz beim Tragekomfort souverän abhängt.

Die Summer Glove Unique Handschuhe von Q36.5 haben uns im Test mit ihrem Tragekomfort überrascht. Das Modell war mit Abstand das bequemste fingerlose im Testfeld. Das liegt vor allem an seiner Nahtfreiheit, was zugleich auch das vorrangige Kaufargument ist.

Der italienische Hersteller Elastic Interface beschreibt die 3D-Handinnenfläche als die erste dreidimensionale, nahtfreie und elastische Handinnenfläche für Fahrradhandschuhe. Durch seine Dreidimensionalität liegt der Handschuh eng an der Hand an, es zwickt und reibt nichts – äußerst komfortabel.

Während der 100 Kilometer langen Testfahrt überzeugen die Unique Fahrradhandschuhe mit einem hervorragenden Tragekomfort. Auch die sehr gute Ventilation über das Meshmaterial auf dem Rücken der Hand beeindruckt. Zudem sorgen seitlich großflächige Reflektoren für Sicherheit. Ob all das den hohen Preis wert ist, sei dahingestellt. Ist man aber bereit das Geld zu investieren, erhält man einen Fahrradhandschuh, der beim Tragekomfort alle übrigen getesteten Modelle abhängt.

Widerstandsfähig: Roeckl Isar

Widerstandsfähig

Roeckl Isar

Test: Roeckl Isar
Robuster, schön verarbeiteter und langlebiger Radhandschuh mit hohem Komfort und hohem Schutzfaktor.

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Der Isar von Roeckl trägt auf dem Handteller den Schriftzug »Durasense«.  »Dura« bedeutet in etwa widerstandsfähig, und das sind die komfortablen Handschuhe ebenfalls. Unserer Meinung nach richten sich die Isar vor allem am Gravel- und Mountainbiker. Auch Pedelec-Nutzer sollten mit diesem Modell glücklich werden.

Der Hersteller hat eine pfiffige Kombi aus Gel- und Schaumstoffpolstern verbaut. Die gute Dämpfung ist mit einem Gewicht von 52 Gramm etwa zwei mal so schwer wie der C5 Vent von Gore. Beide Handschuhe direkt zu vergleichen wäre jedoch ein Lapsus. Die Roeckl sind keine Leichtgewichte für Rennradler sondern auf Langlebigkeit konzipiert.

Die Ausziehlaschen haben uns gut gefallen, da macht sich die Erfahrung des Herstellers bemerkbar. An Wischfläche, Nähten und Klettverschluss, können wir grundsätzlich nichts beanstanden, wobei unseren Testern ein Wischfrottee bei der Aufnahme der Feuchtigkeit besser gefallen würde.

Sind Sie nur wenig experimentierfreudig, sind Sie mit dem Isar von Roeckl gut beraten. Seine höhere Materialstärke sorgt auch an weniger heißen Sommertagen für guten Tragekomfort.

Minimalistisch: Gore Wear C5 Vent

Minimalistisch

Gore Wear C5 Vent Gloves

Test: Gore Wear C5 Gloves
Dünner, hochgradig atmungsaktiver Radhandschuh aus atmungsaktivem Material, gehört zu den leichtesten im Test. Minimalistische, aber erstaunlich effektive Polsterung.

Mit seinen 25 Gramm leichten C5 Vent hat Gore scheinbar ein minimalistisches Konzept umgesetzt. Auf dicke Polster hat der Hersteller verzichtet, stattdessen wurden hier kaum hervortretende, sehr dünne Polster aus Schaumstoff verbaut. Wuchtige Protektoren sucht man vergeblich. Hier ist der Name Programm: Es  kommt von überallher Luft durch.

Durch die sehr dünne Handschuh-Oberseite wird die Atmungsfähigkeit der Haut verbessert. Für besseren Grip hat Gore die gesamte Fläche der Innenhand aus einer Mischung aus 80% Polyamid und 20% Elasthan gefertigt, die für einen sehr guten Halt am Fahrradlenker sorgt. Der Handschuh wirkt filigran und richtet sich wohl eher an die Rennrad-Fraktion als an Biker, die gelegentliche Kollisionen mit Stürzen im Bikepark absolvieren. Für Gel-Fans und Komfortfreunde ist der Handschuh  auch nichts: Der C5 Vent verlangt eine durchtrainierte Hand.

Wir haben den Handschuh an einem frühsommerlichen Tag auf einer Rennradrunde mit 75 Kilometer Länge getestet. Im Test wurde schnell deutlich: Das Konzept des Herstellers funktioniert! Der Handschuh überzeugt durch seinen Tragekomfort, guten Sitz, sorgt für gute Atmungsaktivität und lässt entstandene Feuchtigkeit rasch entweichen. Als eines der wenigen Modelle in unserem Test kommt der C5 Vent von Gore ohne Klettverschlüsse aus, was sich außerdem nicht nachteilig auf den Sitz auswirkt. Wir fragen uns, wie die Situation nach einigen Aus- und Anziehvorgängen aussehen wird. Das kann nur ein Langzeittest zeigen.

Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis: Avidda Fahrradhandschuhe

Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

Avidda Fahrradhandschuhe

Test: Avidda Fahrradhandschuhe
Für einen sehr günstigen Preis bieten die Aviddas einen hohen Tragekomfort, eine flexible, anschmiegsame Innenhand und stretchiges, reflektierendes Obermaterial.

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Die Fahrradhandschuhe von Avidda kosten gerade einmal rund zehn Euro. Das ist man skeptisch, was für eine Qualität man für diesen Preis erhält. Doch die Handschuhe machen einmal angezogen sofort Spaß. Sie bieten ein modernes Design mit rechtwinkligen Polstern.

Getestet wurde das Modell auf einer 20 Kilometer langen Runde mit dem Tourenrad. Besonders überzeugte dabei die unkomplizierte Handhabung: Die Klettverschlüsse funktionieren gut, die Ausziehlaschen sind schön vernäht und wirken langlebiger als die vernähten Schlaufen bei anderen Modellen, die häufig nach einiger Zeit abreißen. Zwischen der Handfläche und den Fingerballen ist zudem eine Stretchzone eingearbeitet, sodass sich der Fahrradhandschuh der Handgröße anpasst.

Der große Pluspunkt der Fahrradhandschuhe von Avidda ist aber die große Reflektionsfläche auf dem gesamten Handrücken. Das findet sich bei keinem anderen getesteten Modell. Für seinen günstigen Preis bietet der Handschuh eine gewisse Eleganz und ist so optisch ansprechender als so manches teurere Modell.

Das Anziehen der Handschuhe wird durch eine Anziehlasche am Bündchen erleichtert. Es bleibt die Frage nach der Haltbarkeit der preiswerten Aviddas. Dazu kann man aber wahrscheinlich erst nach circa 200 bis 300 Kilometern Fahrt eine erste Aussage treffen. Daher verbleibt der Fahrradhandschuh im Langzeit-Test und sollten negative Eindrücke entstehen, werden diese nachgetragen.

Was gibt es sonst noch?

Die Itamos von Roeckl besitzen einen regulierbaren Klettverschluss und machen einfach Spaß. Wir haben die Handschuhe in Größe 9 getestet: Die Passform des Modells ist ausgezeichnet! Ausnehmend gut hat den Testern die Position der angenehm dämpfenden Gelpolster gefallen, denn die bilden keine ungemütlichen Wülste. Die Verarbeitung ist geradezu vorbildlich: Es gibt keine überstehenden Nähte, die Reibestellen verursachen können. Die Ausziehfunktion ist ebenfalls gelungen. Die zwei kleinen Taschen, in denen die Finger eingehakt werden, machen einen langlebigen Eindruck.

Jammern ist bei den Handschuhen von Roeckl eigentlich nur auf einem hohem Niveau möglich: Da unser Testmuster weiß war, finden wir diese Farbwahl für einen Fahrradhandschuh etwas knifflig: Bei intensiverer und längerer Benutzung auf dem Bike werden die Einnäher wohl nicht lange so weiß bleiben. Den Itamos gibt es aber ebenfalls in vielen unterschiedlichen Farben.

Wie so oft kommt es nicht auf die Optik an: Auch wenn das konservative Streifendesign etwas davon ablenkt, handelt es sich bei den Men’s Active Gloves von Vaude um sehr komfortable, ausgezeichnet sitzende und geschmeidige Radhandschuhe. Diese fallen recht klein aus, also entscheiden Sie sich im Zweifelsfall für eine Nummer größer. Die Ausziehbändchen sehen robust aus und machen den Eindruck, als könnten sie viele Lastwechsel aushalten. Die Polster aus Schaumstoff sind genau richtig dimensioniert, bieten eine angenehme Dämpfung und fallen nicht sehr wulstig aus. Das Wischfrottee konnte uns im Praxistest ebenfalls überzeugen.

Mit einem Preis von circa 30 Euro gehören die relativ leichten Handschuhe zur sehr guten Mittelklasse in unserem Testlauf. Das sind die Handschuhe unserer Meinung nach aber auch wert. Die Verarbeitungsqualität des Modells lässt keine Wünsche offen. Der mit einem flachen Profil versehende Klettverschluss hat uns ebenfalls gut gefallen, da er sich angenehm an die Hand anschmiegt. Wären die Konkurrenzmodelle weniger stark und der Vaude etwas stylischer designt, hätten die Vaude eine Empfehlung werden können.

Auf der einen Seite bieten die Meteor eine der größten Reflektionsflächen im Testfeld, andererseits ist die Verarbeitung etwas unsauber. Zudem kommt es hier, wenn man die Hand um den Lenker legt, zu einer unangenehmen »Wulstbildung«. Die mag bei kürzen Strecken nicht weiter stören, unternimmt man längere Touren, könnte es aber zu unangenehmen Druckstellen kommen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Laschen zum Ausziehen der Handschuhe schwer zu greifen sind. Hier bietet die Konkurrenz clevere Auszieh-Systeme, die das Handling erleichtern. Somit sollte man besser zu einem Markenprodukt greifen.

Verglichen mit den meisten Fahrradhandschuhen aus der günstigen Preisklasse haben die Luroon auf Anhieb ein recht gutes Tragegefühl. Die wulstig wirkenden Polster sind tatsächlich leidlich bequem. Das saugkräftige Wischfrottee und der Klettverschluss können überzeugen, die Gelpolster dagegen eher weniger, denn sie stecken wie bei vielen günstigen Modellen in einer Plastikhülle. Diese erwies sich bei anderen Fahrradhandschuhe als nicht besonders haltbar und anfällig für Risse, vor allem dann, wenn sie häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Alltagsradler und Dauernutzer sollten daher lieber auf ein Markenmodell setzen.

Bei dem günstigen Markenmodell Ziener Ceniz wurde angesichts des aufgerufenen Preises hier und da ein wenig gespart. Obwohl es in derselben Größe getestet wurde wie die Empfehlung Cansen desselben Herstellers, sitzt dieses Modell nicht ganz so gut. Zwar ist der Fahrradhandschuh sehr elastisch, richtig wohl fühlen wir uns in ihm jedoch nicht. Das Ausziehen ist mit den beiden Bändchen ebenfalls etwas fummelig. Im Vergleich zur günstigen Konkurrenz wirkt die Verarbeitung auch ein wenig uninspiriert. Positiv hervorzuheben ist das Wisch-Frottee, das zu den besten und saugfähigsten im Sortiment gehört.

Fahrradhandschuhe Test: Gesamt

Die besten Winter-Fahrradhandschuhe

Mit der richtigen Ausrüstung und Bekleidung macht das Radfahren auch im Winter Spaß. Hierbei sind Fahrradhandschuhe essentiell. Ist man bereit, etwas Geld auszugeben, kann man sich über einen richtig guten Winter-Handschuh freuen. Dass in den letzten Jahren viel in die Entwicklung warmer, wind- und wasserdichter Handschuhe gesteckt wurde, wurde auch im Test deutlich.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Toller GripFür den WinterFür den ÜbergangMollig warm
Test: Chiba Bio Xcell Warm WinterTest: Rh+ Soft Shell GloveTest: Ziener Cornelis Touch Long Bike GloveTest: Gore Wear Thermo Split
Modell Chiba BioXCell Warm Winter Rh+ Soft Shell Glove Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove Gore Wear Thermo Split
Pro
  • Schöne Verarbeitung
  • Gutes Griffgefühl
  • Wind- und wasserdicht
  • Tolle Wärmeleistung
  • Angenehme Passform
  • Neopren-Schaft
  • Gut bedienbarer Klettverschluss
  • Tolle Passform
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schönes Design
  • Sehr warm
  • Sehr kuschelig
  • Sehr komfortabel
  • Winddicht und wasserabweisend
Contra
  • Klettverschluss reibt Grundmaterial auf
  • Etwas voluminös
  • Etwas dünn
  • Nur für moderate Minustempetaruren geeignet
  • Voluminös
  • Schwammiges Griffgefühl
Bester Preis
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Toller Grip: Chiba Bio XCell Warm Winter

Toller Grip

Chiba BioXCell Warm Winter

Test: Chiba Bio Xcell Warm Winter
Funktionaler, wetterfester Winterhandschuh mit schöner Verarbeitung und funktionalen Details.

Die Bio XCell Warm Winter des oberbayerischen Herstellers Chiba sind Primaloft-gefüttert und dank »Eurotex« wasserdicht. Die Fahrradhandschuhe kosten etwa 40 Euro und sind nicht nur winddicht, sondern zudem auch angenehm warm. Positiv ist außerdem, dass die Handschuhe nicht zu dick gefüttert sind und dadurch ein hervorragendes Griff-Gefühl vermitteln.

Die Test-Tour war 250 Kilometer lang, die Temperaturen betrugen etwa fünf Grad unter Null, bei Wind wurde es sogar noch ein wenig kälter. Diese Bedingungen waren zwar eine Herausforderung für den Chiba, doch konnte er diese souverän meistern.

In dem Design »dark grey melange« sehen die Fahrradhandschuhe schon beinahe elegant aus. Auch das Smartphone lässt sich mit diesem Modell vergleichsweise leicht bedienen. Somit konnten sich die Chiba Bio XCell Warm Winter insgesamt eine Empfehlung verdienen.

Für den Winter: Rh+ Soft Shell Glove

Für den Winter

Rh+ Soft Shell Glove

Test: Rh+ Soft Shell Glove
Sehr warmer, angenehm sitzender und schön verarbeiteter Winterhandschuh, der bis rund -5°C Grad angenehm warm hält.

Besonders während der kalten Tage im Test konnte der Soft Shell Glove von Rh+ voll überzeugen. Das liegt vor allem an seiner Passform: Reinschlüpfen und wohlfühlen lautet hier die Devise. Da können die anderen Winter-Fahrradhandschuhe im Test nicht mithalten.

Die Wärmeleistung des Handschuhs reicht bis -7°C. Die Bedienung wird durch die steifere Klettverschlusslasche vereinfacht. Zudem kann der Handschuh an der Innenfläche mit der Positionierung der Polster überzeugen. Das Futter des Soft Shell Gloves ist etwas dicker, was ein etwas »wulstiges« Fahrgefühl bedeutet. Dies ist aber für einen Winterhandschuh nicht unüblich und sollte somit nicht als Nachteil ausgelegt werden.

Vor allem der Armabschluss, der sich neoprenartig anfühlt, gefällt: Der Abschluss schmiegt sich förmlich dem Handgelenk an, so hat Luftzug keine Chance. Auch hier haben die Fahrradhandschuhe von Rh+ verglichen mit den anderen getesteten Winterhandschuhen die Nase vorn. Darüber hinaus bietet das Modell durch seine reflektierenden Elemente für mehr Verkehrssicherheit. Zudem wird durch an der Handinnenfläche angebrachte kleine Silikonnoppen ein Abrutschen verhindert. Insgesamt ist es vor allem die ausgezeichnete Passform mit dem der Soft Shell Glove das Rennen der Winterhandschuhe für sich entscheidet.

Für den Übergang: Ziener Cornelis Touch

Für den Übergang

Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove

Nach unserem recht zufriedenstellenden Tests würden wir dem Ziener Cornelis Touch einen Einsatzbereich von Temperaturen zwischen 5 und 16 Grad zuschreiben. Der Fahrradhandschuh ist sehr sauber und aufwändig verarbeitet, leicht und elastisch und eignet sich vor allem für kühlere Frühlings- und Herbsttage. Gemessen an der tollen Verarbeitung ist der Preis von etwa 29 Euro sehr fair.

Die Oberseite verfügt über eine wasserabweisende, atmungsaktive und winddichte Windshield-Membran. Auf den Handinnenflächen befinden sich viele kleine, dreieckige Silikon-Applikationen. Sie sorgen für einen überraschend guten Grip, wobei sie den Tragekomfort nicht negativ beeinflussen. Durch einen Klettverschluss am Bündchen lässt sich der Umfang des Fahrradhandschuhs einstellen.

Da die äußersten Fingerspitzen an Zeigefinger und Daumen aus elektrisch leitendem Material bestehen, lässt sich das Smartphone auch mit angezogenen Handschuhen bedienen. Ein wenig enttäuschend ist aber der hohe Anpressdruck, der hierbei erforderlich ist

Insgesamt kann der Ziener Cornelis Touch aber mit seiner guten Passform, der hervorragenden Griffigkeit, einem hohen Tragekomfort und nicht zu Letzt auch mit seinem überschaubaren Preis überzeugen.

Mollig warm: Gore Wear Thermo Split

Mollig warm

Gore Wear Thermo Split

Test: Gore Wear Thermo Split
Sehr warmer, wind- und wasserabweisender Winter-Radhandschuh für die ganz kalten Tage.

Im Gore Wear Thermo Split fühlt sich die Hand an wie auf Daunen gebettet. Bei diesem Modell handelt es sich um einen Hybrid-Handschuh – halb Fingerhandschuh, halb Fäustling.

Der Hersteller hat hier so ziemlich alles an aktuellster Handschuh-Technologie verbaut. Dank Gore-Tex Infinium ist der Handschuh absolut winddicht, die Silikonbesätze sorgen für einen hervorragenden Grip und das Primaloft-Futter für mollige Wärme. Durch das Volumen ist der Fahrradhandschuh jedoch nicht besonders präzise. Legt man besonderen Wert auf ein gutes Gefühl für den Lenker oder möchte man oft am Gepäck hantieren, sollte man eher einen dünneren Fingerhandschuh wählen.

Im Test haben wir den Gore Wear einfach nur genossen. Auch bei Minusgraden werden hier die Hände immer absolut warm gehalten. Der nicht regulierbare Neopren-Bund dichtet den Handschuh erstaunlich gut ab. Bei Regen- oder Schneeschauern perlt die Nässe einfach zuverlässig an der Außenhaut des Fahrradhandschuhs ab. Ein weiterer Vorteil des Handschuhs: Durch die Dreifinger-Konstruktion können sich Mittelfinger, Ringfinger und Kleiner Finger gegenseitig wärmen und dank des separierten Zeigefingers lässt sich die Schaltung noch gut bedienen.

Der Gore Wear Thermo Split eignet sich perfekt für alle Ganzjahresradler und auch für Rennradler, die auch im Winter trainieren.

Was gibt es sonst noch?

Mit ihrer neongelben Farbe und den reflektierenden Flächen sorgen die Roeckl Ravensburg für mehr Sicherheit bei dunklen und nebligen Verhältnissen. Der Handschuh ist recht großzügig geschnitten und sitzt ausgezeichnet. Die Kombination aus umgeschlauftem Klettverschluss und Strickbündchen sorgt für einen toll abschließenden Armabschluss. Aufgrund von Kleinigkeiten wie den etwas wulstigen und unschön verarbeiteten Nähten spielt der Roeckl nicht bei den Empfehlungen mit. Die Testfahrt fand bei circa fünf Grad statt, der Ravensburg konnte hier voll überzeugen: die Gore-Tex Infinium Technologie lässt keinen Luftzug durch, ist angenehm wasserdicht und hält die Hände angenehm warm. Somit eignet sich dieser Fahrradhandschuh besonders für Ganzjahresradler.

Die Shark Evo Gloves von Rh+ bieten eine ausgezeichnete Passform: Der italienische Hersteller hat sich hier für eine Kombination aus festeren Materialien und Stretch-Materialien entschieden. In Sachen Materialstärke liegt das Modell etwa im Mittelfeld der Testreihe. Der Handschuh ist etwas dicker als das Modell MTB Glove von Alé, jedoch dünner als der Handschuhe von Kyncilor. Dadurch fühlt sich das Modell flexibel an, lässt sich problemlos in kleineren Trikotaschen verstauen und beeinträchtigt nicht beim Lenken. Auch auf längeren Touren konnte der gepolsterte Handschuh im Bereich Komfort überzeugen.

Auch auf einer Hike&Bike-Tour konnte der Shark überzeugen: Er ermöglichte auch einen problemlosen Wechsel in den Wandermodus, zudem konnte er bei steilen und mühsamen Anstiegen mit Trekkingstöcken mit seinen ausgezeichnete Trocknungseigenschaften punkten. Somit bietet der Handschuh ein großes Einsatzspektrum.

Bereits auf den ersten Blick gefallen die Fahrradhandschuhe von Grebarley dank ihres weichen Strickmaterials, das sich flexibel anpasst und sich dadurch entsprechend komfortabel trägt. In Sachen Materialstärke liegt das Modell im Vergleich im Mittelfeld. Wir haben an einem relativ kühlen Morgen im Oktober getestet: Dabei sorgte es ausreichend für Wärme, kam aber in puncto Wärmeleistung schnell an seine Grenzen.

Die Innenhand hat eine angenehme Polsterung. Für Gelegenheitsfahrer sind die grauen Handschuhe durchaus empfehlenswert. Was die Haltbarkeit betrifft, ist ein wenig Skepsis angesagt, denn der Übergang vom elastischen Strick hin zu den steiferen Materialzonen ist häufig eine mögliche Bruchstelle. Im Langzeittest wird sich herausstellen, was der Fahrradhandschuh leisten kann.

Die günstigen Radhandschuhe von Cevapro überraschen mit einem ausgezeichneten Tragekomfort. Die recht dünnen Handschuhe sind eng anliegend, aber sehr elastisch und schränken daher nicht ein. Dank der Silikon-Applikationen hat man einen festen Grip. Die Testfahrt fand bei rund 7 Grad statt, was bereits eine Herausforderung für die Handschuhe war. Zudem sind sie nicht winddicht.

Verglichen mit den anderen Modellen aus dem günstigen Preissegment haben uns die Cevapro dennoch sehr gut gefallen. Da sie nicht so steif, sondern angenehm flexibel sind, bieten sie einen weitaus höheren Tragekomfort. Somit handelt es sich hierbei um ein günstiges Modell für eher wärmere Temperaturen.

Ein weiterer Winterhandschuh im Test ist der Alé MTB Winter Glove. Das Modell ist weniger stark gefüttert als der Handschuh von Rh+ und deckt dadurch nur einen schmalen Temperaturbereich ab. Darüber hinaus fällt das Modell von Alé offensichtlich ein wenig kleiner aus: Es ziepte an unseren Fingerspitzen.

Zudem bietet der Handschuh kein Wischfrottee oder -leder und der dünne Klettverschluss lässt sich nicht so gut bedienen wie die ein wenig steifere Klettverbindung am Rh+. Außerdem verfügt er nicht über einen gesonderten Neopren-Schaft oder Armbündchen, sondern ist aus größeren Stücken Textil gefertigt. Dadurch schließt der Fahrradhandschuh schlechter am Handgelenk ab. Somit hat der Rh+ insgesamt die Nase vorn.

Wissenswertes über Fahrradhandschuhe

Fahrradhandschuhe verfügen über Klett- und Reißverschlüsse, um am Handgelenk verschlossen und fixiert zu werden, um so einen unangenehmen Luftzug zu verhindern. Manche Modelle besitzen dagegen nur einen Bund aus Stretch. Ein Klettverschluss ist aber die beste Wahl, da er sich nach Bedarf ein wenig fester verschließen lässt und eine gewisse Flexibilität bietet. Wenn der Handschuh nicht nur aus einem weichem Textilgewebe besteht, sondern außerdem mit härteren Elementen aus Gummi versehen ist, lässt es sich mit ihm besser greifen.

An den Handinnenflächen werden entweder Gel-Polster oder günstigere Schaumstoffpolster eingesetzt. Dabei behält Schaumstoff seine dämpfenden Eigenschaften selten über eine längere Zeitspanne, Gelpolster dagegen überzeugen mit einer langanhaltend homogenen Dämpfung.

Viele Modelle sind auch mit Touchscreen-fähigen Einnähern versehen, sodass man das Smartphone auch mit Fahrradhandschuhen bedienen kann. Dabei funktioniert die Wischfläche mal besser, mal schlechter. Im Test ließ sich das Smartphone jedoch insgesamt relativ gut bedienen.

Auch wenn auf dem Fahrrad einmal die Nase läuft, können die Handschuhe Abhilfe schaffen: Bei vielen Modellen ist an der Seite des Daumens ein Wisch-Frottee integriert, sodass man kein Taschentuch aus der Hosentasche ziehen muss. Zudem kann es ebenfalls zum Abwischen der Brillengläser verwendet hat. Die verschmutzten Handschuhe kann man nach Gebrauch in der Maschine waschen.

So haben wir getestet

Die Modelle wurden ihrem spezifischen Einsatzbereich entsprechend mehrere Monate und bei jedem Wetter getestet. Dabei reichten die Testbedingungen von sehr warmen  Tagen im Sommer auf dem Mountainbike bis zu Touren mit dem Rennrad bei Minusgraden. Die Teststrecken waren zwischen 10 und 100 Kilometer lang. Dabei wurde jedes Modell mehrfach getestet, um einen eingehenden Eindruck zu gewinnen. Einige der Handschuhe wurden auch bei Bergtouren, Läufen und Wanderungen genutzt.

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