Test: Bosch Aufmacher

Bohrhämmer im Test : Mit voller Kraft in die Wand

Update 07.12.2021

Für die meisten baulichen Tätigkeiten im Haushalt genügt eine Schlagbohrmaschine, doch ab und zu braucht es noch mehr Leistung. In solchen Fällen sind Bohrhammer die richtige Wahl. Ihre starken Schlagwerke machen selbst mit harten Materialien wie Stein kurzen Prozess. Wir haben 15 Modelle getestet.

Update 7. Dezember 2021

Wir haben fünf neue Bohrhämmer getestet. Neue Empfehlungen sind der Bosch Professional GBH 2-26 F als Allrounder und der günstige Makita HR2470.

Marc Hüffer
ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Er testet regelmäßig Profi- und Heimwerker­-Tools.

Ein Bohrhammer ist der große Bruder der Schlagbohrmaschine, er kommt meistens mit deutlich mehr Gewicht und ist auch in seinen Funktionen stark eingeschränkt. Sein Einsatzgebiet sind lediglich die ganz harten Materialien wie Beton oder Stein. Im Grunde beschränkt sich ein klassischer Bohrhammer auf diese Leistung, er ist also ein Spezialist. Das Unternehmen Hilti aus Liechtenstein hat diese Produktkategorie ins Leben gerufen, die anfangs ausschließlich für den professionellen Gebrauch auf Baustellen konzipiert wurde, sprich hauptsächlich dem Bohren von vielen Löchern in Beton. Deshalb liegen die Stärken eines Bohrhammers in seiner kontinuierlich hohen Leistung, die ein schnelles und kompromissloses Arbeiten ermöglichen.

Variabilität ist bei diesen Geräten nicht unbedingt gefragt, vielmehr soll der gleiche Job immer wieder und für eine möglichst lange Zeit wiederholt werden können. Allerdings können Bohrhämmer auch die ein oder andere Meißel-Arbeit erledigen, sofern man den passenden Aufsatz ins Bohrfutter einsetzt. Die Geräte kommen meistens mit einem SDS-Bohrfutter, welches sie in der Werkzeugaufnahme begrenzt und somit, wie bereits erwähnt, auch in der Bearbeitung von Materialien einschränkt. Wer auch mal etwas in Metall fräsen oder in Holz bohren möchte, der kann den Bohrhammer dafür nicht benutzen, außer er kommt mit einem zweiten Schnellspann-Bohrfutter, denn für das SDS-System gibt es lediglich Beton- oder Steinbohrer. Geräte, bei denen sich das Bohrfutter wechseln lässt, werden aufgrund ihres größeren Einsatzgebietes auch Multihammer genannt.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Kraftvoller HeimwerkerBreites EinsatzspektrumLanglebiger ProfiFür Sparfüchse
Test  Bohrhammer: Einhell RT-RH 32 ETest: Bosch Professional Gbh 2 26 FBohrhammer Test: Hilti 7-CTest  Mit voller Kraft in Wand: Makita HR2470
Modell Einhell TE-RH 32 E Bosch Professional GBH 2-26 F Hilti TE 7-C Makita HR2470
Pro
  • Sehr starker Motor
  • Sehr gute Bohr­leistung
  • Gut bedienbares SDS-Bohr­futter
  • Vibrations­dämpfung im Griff
  • Stabiles Kabel
  • Angenehme Bedienung
  • Inklusive Wechsel-Schnell­spann­futter
  • Geringe Vibration
  • Langes, flexibles Stromkabel
  • Gute Bohrergebnisse
  • Guter, laufruhiger Motor
  • Gut bedienbares SDS-Bohr­futter
  • Inklusive Wechsel-Schnell­spann­futter
  • Gute Bohr­leistung
  • Kompakte Bauform
  • Gute Verarbeitung
  • Fairer Preis
  • Feinfühliger Dreh­zahl­regler
Contra
  • Sehr schwer
  • Kein Linkslauf
  • Kein Feststell­knopf
  • Kein Wechsel­bohr­futter
  • Billiger Kunst­stoff­koffer
  • Geschwindigkeits­regler könnte fein­fühliger reagieren
  • Teuer
  • Keine Dreh­zahl­regulierung zum Bohren
  • Kein Wechsel­bohrfutter
  • Kein Wechsel­bohr­futter
Bester Preis
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Kraftvoller Heimwerker: Einhell TE-RH 32 E

Kraftvoller Heimwerker

Einhell TE-RH 32 E

Test  Bohrhammer: Einhell RT-RH 32 E
Groß, schwer und leistungsstark: Der TE-RH 32 E bietet viel Bohrhammer für relativ wenig Geld.

Die Einhell TE-RH 32 E ist das Mittel der Wahl, wenn Sie nicht allzu viel Zeit auf der Baustelle verbringen möchten, denn in Sachen Geschwindigkeit war sie im Test ungeschlagen. Das liegt nicht zuletzt am leistungsstarken Motor, der mit satten 1.250 Watt die Speerspitze in unserem Test bildete. Selbst in harten Granit schlug das Kraftpaket tiefe Löcher.

Die Fähigkeiten des pneumatisch betriebenen, roten Bohrhammers sind übersichtlich. Er kann in Stein bohren und meißeln – das war es auch schon. Zum Einsatz kommen dabei SDS-Plus-Werkzeuge, nur die passen in die nicht wechselbare Aufnahme der Maschine. Über einen Linkslauf verfügt das Gerät ebenso nicht. Das ist zwar zu verschmerzen, wenn sich der Bohrhammer aber einmal im Beton verkanten sollte, lässt er sich dadurch schwieriger befreien.

Dank seiner beachtlichen Leistung von 5 Joule pro Schlag kann der TE-RH 32 E innerhalb kürzester Zeit tiefe Löcher in hartes Material bohren. Dass eine solche Wucht natürlich auch für den Benutzer spürbar ist, lässt sich zwar nicht verhindern, aber lindern. Der Griff des Einhell-Bohrhammers verfügt deshalb über eine Vibrationsdämpfung, welche die Belastung spürbar reduziert. Allerdings sollte man unbedingt beachten, dass die Maschine mit ihren 5,7 Kilogramm selbst unter den Bohrhämmern zu den Schwergewichten gehört. Dementsprechend anstrengend ist es auch, damit zu arbeiten.

Die Marke Einhell ist vor allem für günstiges Werkzeug bekannt. Umso erfreulicher ist die dennoch recht gute Verarbeitung, die klar über dem liegt, was man üblicherweise von Billig-Maschinen kennt. Zwar wird das Gehäuse stark von Kunststoff dominiert, weist aber weder Grate noch Spaltmaße auf und ist an beiden Griffen mit rutschfestem Gummi überzogen. Das Stromkabel ist dick, flexibel und zugentlastet – erfreulich! Der Getriebekopf ist solide, wenn auch »nur« pulverbeschichtet – das ist aber in dieser Preisklasse auch nicht anders zu erwarten.

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Somit ist die Einhell TE-RH 32 E eine sehr gute Wahl für gut gebaute Heimwerker mit der nötigen physischen Konstitution, die ihren Bohrhammer nur hin und wieder brauchen, dann aber auf Kraft und Geschwindigkeit nicht verzichten wollen. Für einen tagtäglichen Einsatz auf der Baustelle könnte die Maschine unter Umständen nicht robust genug sein. Das ist aber nur eine Mutmaßung, denn einem Langzeittest konnten wir sie leider nicht unterziehen.

Breites Einsatzspektrum: Bosch Professional GBH 2-26 F

Der GBH 2-26 F aus der Bosch-Professional-Reihe ist recht kompakt, deckt aber ein breites Einsatzspektrum ab – und kostet nicht die Welt. Im Lieferumfang ist ein stabiler Transportkoffer und Schnellspannfutter enthalten. In puncto Bohrleistung bewegt sich der Bosch im oberen Mittelfeld.

Breites Einsatzspektrum

Bosch Professional GBH 2-26 F

Test: Bosch Professional Gbh 2 26 F
Der blaue Boschhammer ist gut verarbeitet und ein fleißiger Helfer für fast alle Bohrarbeiten. Wer einen Allrounder sucht, ist hier gut aufgehoben.

Mit einem Gewicht von 3,4 Kilogramm kann der Bosch auch von weniger kräftigen Nutzern gut bedient werden, zumal er schön ausbalanciert ist. Auch Vibrationen halten sich beim Arbeiten mit dem Bohrhammer in Grenzen. Die Knöpfe sind so angeordnet, dass man sie gut erreichen kann. Ein besonderes Lob hat sich hier der Druckknopf zum Einstellen des Tiefenanschlags verdient, der kann nämlich sogar einhändig bedient werden.

Bei der Werkzeugaufnahme hat man die Qual der Wahl: Ein Schnellspannbohrfutter ist beim Bosch ebenso mit dabei wie das bekannte SDS-plus-Bohrfutter. Egal für welches der beiden man sich entscheidet: Die Bedienung ist stets gelungen und das Einsetzen der Werkzeuge wird mit einem Klackgeräusch quittiert. So kann man sich sicher sein, dass das Werkzeug richtig sitzt.

Der Knopf, um von den Links- in den Rechtslauf zu wechseln (und umgekehrt) ist beidseitig gut zugänglich, worüber sich vor allem Linkshänder freuen dürften. Am Hauptschalter kann man die Drehgeschwindigkeit stufenlose regulieren, bei den Betriebsmodi gibt es keine großen Überraschungen: Bohren, Hämmern, Meißeln – alles einstellbar.

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Im Praxistest musste der kompakte GBH 2-26 F gegenüber deutlich größeren Mitbewerbern zwar Federn lassen, bearbeiten konnte man mit ihm trotzdem sämtliche Steinarten. Weil das den Schluss nahelegt, dass er auch mit Holz und Metall gut zurechtkommt, ist das Einsatzspektrum des Bosch enorm breit.

Langlebiger Profi: Hilti TE 7-C

Langlebiger Profi

Hilti TE 7-C

Bohrhammer Test: Hilti 7-C
Hilti gilt nicht umsonst als berühmter Bohrhammer-Veteran. Die Maschine ist profimäßig gut, aber auch profimäßig teuer.

Echte Profis vertrauen in Sachen Bohrhammer seit vielen Jahren auf dem Namen Hilti. Das ist sofort nachvollziehbar, sobald man die Hilti TE 7-C in die Hände nimmt. Die Maschine ist für den Dauereinsatz konzipiert, dementsprechend verarbeitet und somit extrem widerstandsfähig. Die professionelle Ausrichtung spiegelt sich aber auch in ihren Fähigkeiten wider, denn es handelt sich wirklich um einen reinen Bohrhammer – um eine herkömmliche Bohrmaschine zu ersetzen, fehlt es ihr an einer Geschwindigkeitsregulierung.

Dennoch liegt der TE 7-C ein extra Schnellspannbohrfutter bei, das zum Einsatz kommt, wenn man Werkzeug nutzen möchte, das keinen SDS-Schaft aufweist. Der Wechsel des Bohrfutters geht dabei schnell und unkompliziert von der Hand. Präzises Arbeiten gelingt dann trotzdem nur mit einem sehr ruhigen und geübten Finger, denn dafür wurde sie nicht konzipiert.

Das Gehäuse ist sehr hochwertig gefertigt und kürzer als bei den meisten anderen Modellen, was der Handhabung zugutekommt. Der vordere Handgriff ist stufenlos drehbar, um dessen Winkel ändern zu können. Auch alle Bedienelemente sind problemlos zu erreichen. In Sachen Ergonomie setzt sich die Hilti dadurch mit Leichtigkeit an die Spitze.

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Im Praxistest setzte sich der positive Eindruck fort: Nicht nur die Bohrergebnisse waren herausragend, auch die Handhabung war beispielhaft. Man muss so gut wie keinen Druck auf die Maschine geben, die Hilti fraß sich quasi von selbst in das Material.

So weit, so gut, könnte man meinen – was sollte denn noch gegen eine derart großartige Maschine sprechen? Die Frage beantwortet ein Blick auf das Preisschild, denn der Profi-Bohrhammer kostet auch dementsprechend viel. Dreh- und Angelpunkt ist die hohe Haltbarkeit – und die braucht man zwar auf der Baustelle, aber nicht an der heimischen Werkbank. Für Hobby-Handwerker dürfte sich die Anschaffung einer derart teuren Spezialmaschine nicht lohnen. Wer aber – aus welchen Gründen auch immer – größere Vorhaben plant, kommt kaum am Pionier Hilti vorbei und findet in der TE 7-C ein hervorragendes Exemplar.

Für Sparfüchse: Makita HR2470

Ein Bohrhammer für den schmalen Geldbeutel ist der HR2470 von Makita. Die gute Verarbeitung und die leichte Bauweise sorgen für eine enorm angenehme Handhabung, die von der Laufruhe des Bohrhammers zusätzlich unterstrichen wird. Schade ist allerdings, dass kein SDS-plus-Bohrfutter im Lieferumfang enthalten ist.

Für Sparfüchse

Makita HR2470

Test  Mit voller Kraft in Wand: Makita HR2470
Der HR2470 ist komfortabel zu bedienen und arbeitet vibrationsarm. Mangels Schnellspannbohrfutter ist man aber auf SDS-plus-Werkzeuge beschränkt.

Trotz den günstigen Preises besteht der vordere Teil des Bohrhammers aus Aluminium und auch bei den Gummiummantelungen hat der Hersteller den Rotstift erfreulicherweise nicht angesetzt. Für zusätzliche Handschmeichler-Qualitäten sorgt der am Griff eingelassene Softgrip. Unterm Strich gibt es weder an der Materialauswahl noch an der Verarbeitungsqualität etwas auszusetzen.

Der schlank gebaute hintere Griff liegt gut in der Hand, beim vorderen Griff ist die Handhabung allerdings nicht ideal, ihn einzustellen war im Test oftmals ein wenig hakelig und wenig intuitiv. Selbiges gilt für den Tiefenanschlag, der über denselben Mechanismus eingestellt wird.

Abgesehen vom etwas sperrigem Kabel, gibt es bei der Handhabung nichts zu meckern und der Bohrhammer gefällt mit seiner praktischen Bedienung. So kann man den Schalter zum Ändern der Laufrichtung bedienen, ohne umgreifen zu müssen und der Motor reagiert angenehm feinfühlig. Bei maximaler Geschwindigkeit sorgt bei Bedarf ein Feststellknopf dafür, dass die Drehzahl gehalten wird.

Vorderseitig ist ein Wahlschalter verbaut, an dem die bekannten Einstellungen eines Bohrhammers vorgenommen werden können. Vom Bohren ohne Schlag bis zum Meißeln ist hier alles vertreten.

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Auch im Praxistest enttäuschte der günstige Makita nicht und bohrte sich zuverlässig in Beton und Granit. Nur bei der Kernlochbohrung mit einem 68er Kronenbohrer geriet der Bohrhammer an seine Grenzen und brauchte merklich länger als die größeren und teureren Modelle. Für derart kraftintensive Aufgaben ist der HR 2470 dann doch nicht die richtige Wahl. Gut gefallen hat uns hingegen die enorme Laufruhe. In Anbetracht des günstigen Preises ist der HR2470 ein empfehlenswerter Bohrhammer, mit dem man nichts verkehrt macht.

Was gibt es sonst noch?

Die Makita HR2631FT13 gehört zur Kategorie Multihammer und ist somit kompromissbereit und vielseitiger einsetzbar, als die stark eingeschränkten Bohrhämmer. Mit nur wenigen Handgriffen, lässt sich das SDS-Plus-Bohrfutter durch ein Schnellspannbohrfutter ersetzen, setzt man hier die entsprechenden Bohrer ein, können auch Holz- oder Metallplatten bearbeitet werden. Die Verarbeitung ist, wie man es vom japanischen Hersteller kennt, hervorragend. Die HR2631FT13 hat eine tolle Haptik und man kann sie perfekt halten, da sich an den richtigen Stellen ergonomische Ausbuchtungen und Soft-Grip-Beschichtungen befinden. Den vorderen Griff kann man praktischerweise mit einer Hand und einer Drehbewegung lösen, in die gewünschte Position bringen und festziehen. Auch der Bohrtiefenanschlag lässt sich über einen praktischen Knopf schnell, individuell einstellen. Für anspruchsvolle Hobbyhandwerker, bei denen ein Schlagbohrer an seine Leistungsgrenze kommt, ist das Gerät von Makita eine sehr gute Wahl. Für den alltäglichen Baustellenbetrieb werden die meisten Profis eine schnellere und kraftvollerer Maschine bevorzugen.

Die Einhell TE-RH 26 4F fällt deutlich kompakter aus als die sperrige Schwester, kann allerdings auch nicht mit der gleichen Leistung aufwarten. Für den gelegentlichen Gebrauch im privaten Bereich reicht sie aus, für häufige oder langwierige Einsätze eignet sie sich aber nicht, dafür fehlt es ihr an Robustheit.

Den beiden grünen Geräten Bosch PBH 3000-2 FRE und besonders Bosch PBH 2100 RE mangelt es vor allem an Schlagkraft, entsprechend wenig konnten wir damit gegenüber sehr hartem Gestein ausrichten. Die Ausstattung geht klar, bei der Handhabung lassen beide Maschinen aber einige Federn.

Etwas enttäuscht waren wir von der Duss P 26 SDS: Während die Bohrleistung sehr gut war und sich der Bohrhammer dank seines logischen Aufbaus problemlos zur Wartung zerlegen lässt, störte uns die schlechte Ergonomie der kantigen Maschine. Dass das Bohrfutter nicht ausgetauscht werden kann und kaum Zubehör verfügbar ist, war uns ein weiterer Dorn im Auge – zumal das Profi-Modell alles andere als günstig ist.

Die schwere Hecht 1036 ist ein Bohrhammer fürs Grobe. Mit seiner niedrigen Drehzahl arbeitet sich der Bohrhammer durch noch so hartes Material, verursacht dabei aber auch kräftige Vibrationen. Weil der Bohrhammer recht günstig ist, ist das jedoch zu verschmerzen.

So haben wir getestet

Wir haben die Geräte an drei verschiedenen Objekten getestet, an einem Betonklotz, an einem doppelt gebrannten Tonziegel, und einem Granitbalken. Einmal wurde mit einem acht Millimeter Bohrer und einmal mit einem 16 Millimeter Bohrer gearbeitet. Die Geschwindigkeit haben wir mit unserem 10-Sekunden-Test überprüft, bei dem wir die geschaffte Bohrtiefe nach zehn Sekunden verglichen haben.

Wissenswertes über Bohrhämmer

Im Grunde gibt es drei Kategorien, die von Laien fälschlicherweise als Bohrmaschine bezeichnet werden könnten.

Im Heimwerker-Bereich und für kleinere Einsätze im Haushalt kommen meistens Schlagbohrmaschinen zum Einsatz. Sie eignen sich vor allem für nicht allzu feste Materialien und man kann mit ihnen auch präzise Arbeiten in Holz oder Metall vornehmen. Diese Geräte haben wir in unserem Schlagbohrmaschinen-Test genauer unter die Lupe genommen. Außerdem sind die Geräte um einiges günstiger als ihre großen Brüder. Der Unterschied liegt im Schlagwerk: bei Schlagbohrmaschinen erzeugen zwei Metallscheiben, mit schräger Verzahnung, Schläge in hoher Frequenz, indem sie gegeneinander arbeiten. Dabei entsteht auch der bekannte Rückschlag, gegen den man mit der eigenen Körperkraft arbeiten muss.

Test Bohrhämmer: Schlagwerk einer Schlagbohrmaschine
Schlagwerk einer Schlagbohrmaschine.

Bei Bohrhämmern hingegen übt ein pneumatischer oder hydraulischer Hammer Schläge auf den Bohrer aus, diese sind weitaus kraftvoller und stärker, als die der Schlagbohrmaschinen. Dadurch eignen sich die Bohrhämmer vor allem für Arbeiten in Beton, harten Steinen oder mehrfach gebrannten Ziegeln und waren ursprünglich ausschließlich für den professionellen Handwerksbetrieb vorgesehen. Vorreiter war Hilti, die in Handwerker-Kreisen immer noch bestes Ansehen genießt. Bohrhämmer sind sozusagen Spezialwerkzeuge, die fast ausschließlich zum Bohren in harte Materialien benutzt werden. Wenn man einen entsprechenden Aufsatz hat, kann man die Hammer-Funktion auch zum Meißeln benutzen. Filigranes Arbeiten ist dagegen nicht möglich, außerdem kommen die Bohrhämmer meistens mit einem SDS- oder SDS-Plus-Bohrfutter, für die es keine passenden Holz- oder Metallbohrer gibt.

Test Bohrhämmer: Schlagwerk einer Hilti
Bei einem Bohrhammer schlägt ein Kolben/Hammer auf den Bohrer.

Dieses Problem beseitigen Multihammer, bei denen sich das Bohrfutter austauschen lässt und durch ein Schnellspann-Bohrfutter ersetzt werden kann, wie es bei Schlagbohrmaschinen vorhanden ist. Schaltet man die Hammer-Funktion aus, kann man den Multihammer auch für präzisere und wenig kraftaufwändige Arbeiten nutzen. Das geht allerdings nur, wenn man auch die Drehzahl präzise regulieren kann.

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