Müheloses Schneiden Test: Akku Heckenscheren Wolf Garten Lycos 40 500h 40v

Akku-Heckenscheren im Test : Müheloses Schneiden

Update 23.06.2021

Wer einen Garten mit Hecke oder Büschen hat, braucht eine Heckenschere, denn das Schneiden per Hand ist mühevoll und dauert. Akku-Heckenscheren haben den Vorteil, dass man nicht am Kabel hängen bleibt oder es gar versehentlich in die Schere gelangen kann. Wir haben 29 Produkte getestet.

Update 23. Juni 2021

Wir haben sieben weitere Geräte getestet und drei neue Empfehlungen gefunden: Die Sabo HC-66, Metabo AHS 18-55 V (18 Volt) sowie die Stihl HLA 56.

28. August 2020

Wir hatten fünf weitere Akku-Heckenscheren im Test. Eine neue Empfehlung ist die Einhell Arcurra.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Die Batterietechnik der Akku-Heckenscheren kann sich mittlerweile sehen lassen, zwischen 30 und 90 Minuten sind im Dauerbetrieb drin. An Kabel- oder Benzin-Geräte kommen sie bezüglich der Kraft zwar nicht heran, dafür ist man ohne Kabel aber beweglicher und sie sind deutlich leichter als Benzin-Heckenscheren. Außerdem sind sie leise und stinken nicht.

Wir haben die Geräte einem ausführlichen Praxistest unterzogen und sagen Ihnen, worauf man beim Kauf achten sollte. Einige unserer Testgeräte können wir durchaus empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Leise und hochwertigKraftvollLange LaufzeitLuxusgerätMit Teleskoparm
Test Akku-Heckenschere: Makita DUH523ZTest: Metabo Ahs 18 55 VTest Akku-Heckenschere: AL-KO HT 4055Test: Sabo Hc 66Test: Stihl Hla 56
Modell Makita DUH523 Metabo AHS 18-55 V AL-KO HT 4055 Energyflex Sabo HC-66 SA560121 Stihl HLA 56
Pro
  • Läuft lange, leise und vibration­sarm
  • Für dickere Äste geeignet
  • Gute Verarbeitung
  • Einfache Wartung
  • Sicherheitssperre
  • Ergonomischer Bügel­griff
  • Gute Leistung bis 16 Millimeter
  • Solide Verarbeitung
  • Inklusive Akku und Ladegerät
  • Kräftiger Schnitt
  • Schutzköcher mit Wand­montage
  • Laufzeit locker über 2 Stunden
  • Starke Leistung bis 15 Millimeter
  • Getriebe im Alu-Korpus
  • Potenziell langlebig
  • Ergonomischer Hand­griff, 3fach verstellbar
  • Inklusive Akku und Ladegerät
  • Für hohe Hecken & Bäume
  • Messerwinkel: -45° bis +90°
  • Leicht, zusammensteckbar
  • Schaftverlängerung erhältlich
  • Wartungs­öffnung
  • Inklusive Akku und Ladegerät
Contra
  • Schwer
  • Schlecht für Schnitt auf Kopf­höhe
  • Ohne Akku und Ladegerät
  • Keine Wartung/Schmierung
  • Schwer
  • Schnitt auf Brust­höhe schwierig
  • Hohe Lautstärke
  • Ohne Akku und Ladegerät
  • Schwer
  • Helles, sirrendes Geräusch
  • Nur Teleskop-Anwendung
  • Leistung nicht für Rückschnitt
Bester Preis

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Leise und hochwertig: Makita DUH523Z

Leise und hochwertig

Makita DUH523

Test Akku-Heckenschere: Makita DUH523Z
Sehr leise, eine gute Laufzeit und ein Schnitt bis 15 Millimeter treffen auf Wartungsfreude und schwingungsarme Handhabung.

Die Makita DUH523Z leistet gute Arbeit und das vor allem leise. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen und die Heckenschere lässt sich leicht warten. Außerdem ist sie bei der Lieferung schon fertig montiert. Daher muss auch der Bügelgriff nicht mehr angebracht werden, man kann also gleich loslegen mit dem Heckenschneiden. Ein Ladegerät von Makita und einen Akku mit 3,0-Ah haben wir vorrätig.

Die Verarbeitung überzeugt uns, der Lauf ist vibrationsarm, da der Antrieb und das Schwert im Gehäuse durch Gummipuffer am Gehäuse festgemacht sind. So bekommen die Arme wenig Vibration ab und die Lautstärke wird auch gemindert. Auch die Wartung finden wir toll. Man muss nur vom Getriebe den Deckel ablösen und schon kann man die Schmierung überprüfen und gegebenenfalls das Schwert demontieren.

Außerdem gibt es hier einen Entsperrriegel, das bieten nicht viele Geräte. Damit wird verhindert, dass etwa kleinere Kinder die Schere starten können. Zudem schützt ein großer Schild die Hände vor Verletzungen durch das Messer, aber auch vor den zu schneidenden Ästen.

Geschnitten haben wir Sträucher, Liguster, Hainbuche, Mischhecke und Zierbäume, all das war für die Makita kein Problem. Angegeben werden 15 Millimeter Schnittstärke, das hat unser Praxistest bestätigt. Gefallen hat uns vor allem, dass das Gerät im Betrieb sehr leise ist: ein mechanisches, helles Surren nimmt man wahr, mehr nicht.

Wir kamen auf zwei Stunden Laufzeit, wobei wir im Test die Schere gelegentlich aus- und angeschaltet haben, wenn wir z. B. die Position gewechselt haben. Damit übertrifft sie die 70 Minuten des Leerlauf-Tests mit einem 3-Ah-Akku.

Mehr Akku-Kapazität gibt es aber auch zu kaufen, etwa mit 5-Ah. Den empfehlen wir für längere Arbeiten oder alternativ zwei der 3-Ah-Akkus. So hat man stets einen Akku griffbereit.

Leerlauf-Laufzeit: Husqvarna, Stihl und Metabo auf dem Prüfstand. Die Husqvarna rockt mit 92 Minuten, dafür braucht man aber einen 4,0-Ah-Akku, der allein über 250 Euro kostet!
Beim Leerlauf gibt es deutliche Unterschiede bei der Laufzeit.

Auch dicke Äste mit 15 oder 12 Millimetern schafft die Makita problemlos. Die Messer sind besonders scharf und schneiden flüssig und ohne viel Anstrengung. Andere Geräte können das nicht immer. 17 Millimeter schafft die Makita noch, alles darüber wird ihr aber zu viel und ordentlich sieht der Schnitt dann nicht mehr aus.

Die Schere wiegt 3,3 Kilo inklusive Akku. Will man damit auf Kopfhöhe schneiden, ist das dementsprechend anstrengend. Worx, Bosch, Einhell, Stihl und Ryobi sind da leichter. Der Antrieb ist bei Makita schwingend gelagert, dadurch werden die Arme aber wieder entlastet. Merken wird man diesen Unterschied vor allem, wenn man lange mit der Schere arbeitet. Der Griff lässt sich allerdings nicht neigen, uns störte das aber nicht. Man kann auch schräg in den Griff greifen, so lässt sich die Schere dennoch bequem halten.

Wir finden die Makita insgesamt gut, vor allem, da sie schön leise ist.

Kraftvoll: Metabo AHS 18-55 V

Kraftvoll

Metabo AHS 18-55 V

Test: Metabo Ahs 18 55 V
Die Metabo bringt genug Power für Pflege- und Rückschnitt mit, ist dennoch leise und liegt sehr gut in der Hand.

Die AHS 18-55 V von Metabo kam in einem Set mit zwei Akkus (18V, 2x 4 Ah) und einem Ladegerät. Das Produkt gefällt uns, hat aber einen stattlichen Preis. Die griffige, kompakte Bauform erlaubt ein bequemes Schneiden auf Becken- oder Brusthöhe.

Das hohe Gewicht von 3,9 Kilo (mit Akku) lässt sich wohl am besten mit den besseren Materialien und der höheren Stabilität begründen. Mit einer Akkulaufzeit von 75 Minuten (im Leerlauf getestet, 4-Ah-Akku) nimmt die Metabo einen hervorragenden Platz im Testfeld ein. Möchten Sie eine längere Laufzeit, werden Sie den 5,2-Ah-Akku brauchen.

Die Diskussion um teure Akkus steht und fällt mit dem Gerätesortiment von Metabo. Der Herstellers hat in seiner 18-Volt-Linie Heckenscheren, Winkelschleifer, Gewindebohrer und Schlagschrauber im Angebot. Wahlweise gibt es ebenfalls eine 36-Volt-Klasse.

Geäst von bis 16 Millimetern konnte mit der Metabo problemlos durchtrennt werden. Je nach Holzfestigkeit sind auch 20 Millimeter noch möglich, das klappte aber dann nur ausschließlich sägend.

Die Qualität macht den höheren Preis wett: Bei unserer Recherche fanden sich unter den Beurteilungen in verschiedenen Online-Shops viele begeisterte Käufer, die vom Hersteller oder dem Produkt sehr zufrieden sind. Wir waren allerdings weniger begeistert, denn Wartung wird durch die fehlende Wartungsklappe erschwert. Außerdem gibt es keine Fettschraube am Getriebe der Metabo.

Der Hersteller gibt sich souverän und gibt den Käufern – eine Registrierung vorausgesetzt – eine kostenlose dreijährige XXL-Garantie dazu.

Lange Laufzeit: AL-KO HT 4055

Lange Laufzeit

AL-KO HT 4055 Energyflex

Test Akku-Heckenschere: AL-KO HT 4055
Das kräftigste Gerät im Test punktet mit hoher Schnittstärke und einer enormen Laufzeit.

Mit dem Modell HT 4055 bietet Hersteller AL-KO eine verhältnismäßig hochpreisige Heckenschere am Markt an. Für diesen Aufpreis bekommt der Käufer aber ein stärkeres Gerät, das bis 15 Millimeter gut schneidet und selbst 17 Millimeter starkes Astwerk durchtrennt. Die HT 4055 war die stärkste Akku-Heckenschere unseres ersten Testlaufes.

Schade: Das Plus an Kraft geht mit einer rasselnden Lautstärke einher: Das machen die Modelle von Makita beispielsweise deutlich besser.

Das höhere Gewicht des 3,9 Kilogramm schweren Gerätes macht das Heckenschneiden auf Kopfhöhe etwas mühselig. Aufgrund des hohen Gewichts des 4,0-Ah-Akkus liegt die Akku-Heckenschere rücklastig in der Hand.

Dank des robusten Schwertköchers kann das Gerät einfach an der Wand montiert werden.

Der Hersteller bietet die Maschine zu einem günstigen Preis an. Der 4-Ah-Akku und der Lader sind zwar teurer als die HT 4055 selbst, dafür können sie aber auch für weitere Energyflex-Geräte genutzt werden.

Luxusgerät: Sabo HC-66

Luxusgerät

Sabo HC-66 SA560121

Test: Sabo Hc 66
Für lange und häufige Arbeitseinsätze ist die langlebige HC-66 eine exzellente Wahl.

Die HC-66 von Sabo ist ein absoluter Langstreckenspezialist. In der Praxis erwies sich die Laufzeit der Maschine als so ausdauernd, dass uns das Busch- und Heckenmaterial ausgegangen ist. Erst nach langen 159 Minuten ging das Gerät aus. Eine außerordentliche Laufzeit – bei konstanter Leistung.

Wir haben die HC-66 mit dem kräftigen, aber nicht gerade billigen 6-Ah-Akku getestet. Alternativ können Sie natürlich auch den 4-Ah-Akku erwerben, der preisgünstiger ist. Die Maschine arbeitet mit 40-Volt, die Akkus können dann beispielsweise auch für einen Akku-Rasenmäher benutzt werden.

Sabo hat mit dem HC-66 ein absolutes Arbeitstier erschaffen, dass förmlich nach häufigen und langen Einsätzen schreit. Positiv sind ebenfalls die Möglichkeiten die Maschine zu warten, die es bei den anderen Testmodellen so nicht gibt: Es gibt eine Fettschraube und das Getriebe kann bei Bedarf freigelegt werden. Das minimiert den Verschleiß und die mechanischen Teile können vom Benutzer selbst ausgewechselt werden. Ein entsprechender Torx-Schraubendreher liegt dem Gerät bei. Daher gehen wir bei der HC-66 von einer besonderen Langlebigkeit aus.

 Akku-Heckenschere Test: Akku Heckenscheren Update062021 Sabo Hc 66i
Die Wartung der Heckenschere ist möglich. Motor und Getriebe sind in einem Korpus aus Aluminium untergebracht und besitzen eine schwingungsarme Verbindung. Das bot kein anderes Testgerät.

Äste bis 15 mm werden im Fluge geschnitten, sägend gehen noch höhere Durchmesser. Rückschnitt ist mit dem Modell problemlos möglich. Die Krönung ist der ergonomisch geformte Handgriff: Er kann in drei Positionen fixiert werden. Der vertikale Schnitt wird dadurch deutlich erleichtert.

Das höhere Gewicht des 4,8 Kilo schweren 6-Ah-Akkus wird von der HC-66 mit einer verbesserten Händehaltung ausgeglichen: Schalter- und Rundgriff liegen etwa 40 Zentimeter voneinander entfernt. Das ist mehr als bei den sonst geläufigen 20 bis 25 Zentimeter der anderen Geräte. Das hohe Gewicht der Heckenschere – mit seinem 66 Zentimeter langen Schwert – kann so besser mit beiden Händen balanciert werden.

Ein weiteres Manko ist der Klang des Gerätes, der in seiner Charakteristik sirrend und hell ist. Das disqualifiziert das Gerät zwar nicht, ist im Dauerbetrieb aber unangenehmer als bei der Mehrheit der anderen Modelle.

Für alle, die in regelmäßigen Abständen viel Baum oder Hecke schneiden müssen und Wartungskosten vermeiden wollen, ist die HC-66 von Sabo eine Empfehlung.

Mit Teleskop-Arm: Stihl HLA 56

Mit Teleskoparm

Stihl HLA 56

Test: Stihl Hla 56
Wenn die Hecke auch oben schön sein soll, hilft die HLA mit ihrer enormen Reichweite, die bei Bedarf sogar noch einmal verlängert werden kann.

Keine Preise gefunden.

Für Baum- oder Heckenschnitte jenseits von zwei Metern Höhe wird eine Stehleiter oder ein Podest benötigt. Das ist bei einer Heckenlänge von 25 Metern aber mehr als mühsam. Das Teleskop-Modell von Stihl kann hier als eine Art verlängerter Arm dienen und die Arbeit deutlich vereinfachen.

Mit der HLA 56 von Stiehl sind vier Meter hohe Schnitte problemlos möglich. Ermöglicht wird das durch einen 50 Zentimeter langen Zusatzschaft, der aber nicht im Lieferumfang enthalten ist und extra erworben werden muss. Ohne den Schaft absolviert das Modell dreieinhalb Meter.

Der Winkel des Messers kann in einer Spanne zwischen -45° und +90° Grad angepasst werden. Der Schnitt von Blattwerk oder der Hecke über dem Nutzer ist also möglich. Die HLA 56 besitzt eine Gesamtlänge von zwei Meter und kann nicht in der Länge teleskopiert werden: Man steckt das Teilstück mit Griff und Akku sowie das Stück mit Schwert und zusammen. Ein verstellbares Gelenk sitzt vor dem Antrieb und kann ohne Werkzeug in mehreren Stufen umgestellt werden.

Damit man beim Halten der langen Konstruktion nicht noch zusätzlich mit zwei Tastschaltern belastet wird, die simultan gedrückt werden müssen, rückt der Totmannschalter an den unteren Griff der Heckenschere, wo er mit einer Hand aktiviert wird. Mit der anderen Hand kann dann frei zwischen Rundgriff und Schaft gewechselt werden, während die Heckenschere oben werkelt.

Die HLA 56 von Stiehl ist aus Aluminiumgestänge und Kunststoff gefertigt. Die gute Verarbeitung des Gerätes hat uns überzeugt, die Materialstabilität ist allerdings nicht perfekt. Wenn die Abdeckklappe über dem Getriebe abgeschraubt wird, ist eine Wartung der Heckenschere möglich.

Leider eignet sich die Stiehl lediglich für die Anwendung in der Höhe. Für Schnitte auf Nutzer- oder Beinhöhe ist das Modell unpraktisch, da ihr dafür die Ergonomie fehlt.

Was gibt es sonst noch?

Für stolze 320 Euro haben wir die AHS 36 von Metabo im Set mit zwei Akkus (je 1,5 Ah) und einem Ladegerät gekauft. Die Bauform ist kompakt und griffig, ein Schnitt ist damit auf Becken- wie auf Brusthöhe möglich. Trotz der kompakten Maße kommen Schere und Akku auf ein Gewicht von 3,9 Kilo. Der Akku hält im Leerlauf 68 Minuten durch. Für mehr Leistung kann ebenfalls ein 5,2-Ah-Akku erworben werden. Der kostet zwar 250 Euro pro Stück, verfügt aber mit 36 Volt über die zweifache Spannung. Ein Ladegerät für die Heckenschere ist bereits für circa 45 Euro zu bekommen und passt in viele der 36 Volt-Geräte des Herstellers.

Mit der Heckenschere konnten wir problemlos Astwerk bis 15 Millimeter schneiden, je nach Festigkeit des Holz schafft die Maschine sogar 18 Millimeter. Der Hersteller gibt – nach einer Registrierung innerhalb von vier Wochen – eine dreijährige Garantie. Erwirbt man die Metabo ohne Akku, muss man dafür etwa 145 Euro auf den Tisch blättern. Je nach Anzahl und Art des Akkus zahlt man dann nochmal deutlich drauf. Wer sein Hauptaugenmerk auf Qualität und den Herstellernamen legt, wird mit dem Modell zufrieden sein.

Die HSA 56 von Stiehl ist das Schwestermodell der HSA 45 (50 cm Schwert) vom selben Hersteller und besitzt eine Schwertlänge von 45 cm. Gegenüber der HAS 45 ist der Akku nicht fest verbaut und kann entnommen werden. Die Laufzeit des kleinen Ak10-Akkus liegt im Leerlauf im Test bei 49 Minuten. Das Gerät hat ein Gewicht von 3,7 Kilogramm und ist stabil konstruiert. Viel Kraft besitzt sie allerdings nicht: Das Gerät schneidet effektiv Blattwerk bis 12 Millimeter, sägend 13 bis 14 Millimeter. Für große Rückschnitt-Projekte ist die Schere also nicht geeignet.

Über eine Wartungsklappe kann der Antrieb kontrolliert und geschmiert werden. Bei der Ergonomie schwächelt das Modell etwas, denn Arbeiten auf Kopfhöhe sind mangels eines abgerundeten Griffes unvorteilhaft für die Haltung der Hände. Trotz leichtem AK10-Akku ist die Schere hecklastig.

Für die Black + Decker GTC18502PC muss man relativ wenig auf den Ladentisch legen. Trotzdem sind Verarbeitung und Laufzeit überzeugend. Obendrein gibt es einen 2-Ah-Akku plus Ladegerät für 119 Euro dazu. Sie eignet sich bis zu einem Schnitt von 12 Millimetern und hat außerdem eine Anti-Jam-Funktion: Steckt das Messer mal fest, betätigt man diese Anti-Jam-Taste, dann verringert sich die Geschwindigkeit und die Blockade kann so in den meisten Fällen gelöst werden.

Die Laufzeit im Leerlauf beträgt 54 Minuten, das ist der gleiche Wert wie bei der Einhell Arcurra. Der Korpus ist solide und der Akku hinten am Griff platziert, womit sich das Gewicht verteilt. 12 Millimeter Äste hat die Schere problemlos durchgeschnitten, 15 oder 17 Millimeter hat sie mit ein wenig Mühe auch geschafft, flüssig ist die Bewegung dabei dann aber nicht mehr gewesen. Einen Entsperrriegel gibt es ebenfalls, der lässt sich jedoch nicht ganz so intuitiv bedienen, denn man muss ihn mit dem Daumen von oben runterschieben. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig und wurde von anderen Herstellern besser gelöst.

Husqvarna sendete uns sein Modell 115iHD45 mitsamt QC80-Ladegerät und 4,0-Ah-Akku. Im Handel ist die 115iHD45 in einem Set mit Lader/Akku für einen Preis von etwa 270 Euro zu bekommen. In diesem Set ist allerdings lediglich der schwache BLi10-Akku mit nur 2,0 Ah (72 Wh) enthalten. Der BLi300 9 4Ah-Akku, den uns der Hersteller zugeschickt hat, kostet allein schon 399 Euro. Im Test haben für die 4-Ah-Version im Leerlauf eine Laufzeit von 92 Minuten gemessen. Das im Set enthaltene 2,0-Ah-Akkupack sollte also etwa bei schwachen 46 Minuten liegen. Die Laufzeit haben wir ohne den vorhandenen Eco-Modus gemessen. Dieser lässt sich über eine gesonderte Taste aktivieren: Die Leistung des Motors wird gedrosselt, weshalb das Gerät dann lediglich für dünnere Äste (Rückschnitt) taugt.

Bei der Leistung enttäuscht das Modell: Zwar spricht der Hersteller von einer maximalen Aststärke von 25 Millimeter, in der Praxis bleibt das Werkzeug aber beim Rückschnitt von Hölzern mit mehr als 12 Millimeter Durchmesser stecken. Die Schere kommt mit dem 2,0-Ah-Akku aus dem Set auf ein Gewicht von vier Kilogramm, mit dem stärkeren Akku (4,0 Ah) ist es sogar noch mehr. Der Akku ist ebenfalls mit anderen Geräte des Herstellers kompatibel. Der langsame Motorenanlauf fiel uns negativ auf: Die Maschine braucht eine Sekunde bis die Schere die volle Drehzahl erreicht hat. Arbeitet man während dieser Zeit im Geäst, bleibt das Gerät sofort stecken. Das hindert den Nutzer an einem konstanten Arbeitsfluss. Die Wartung des 115iHD45 ist geradezu vorbildlich: Das Getriebe kann bequem über eine Wartungsklappe erreicht werden.

Die Einhell Arcurra überzeugt mit ordentlich Power und einem tollen ergonomischen, durchdachten Aufbau. Das Leichtgewicht bringt mit angestecktem Akku nur 2,85 Kilogramm auf die Waage. Obwohl das Schwert mit 55 Zentimetern recht lang ist, ist die Heckenschere sehr gut ausbalanciert, wozu vermutlich auch die unübliche Position des Akkus, direkt hinter dem vorderen Haltegriff, beiträgt. Diese Bauform ist beim Schneiden über Kopf durchaus hilfreich, da der hintere Griff viel schmaler ausfällt und wenig Gewicht hat. Der Taster ist dadurch sehr leicht zu erreichen und man muss sich nicht unangenehm verrenken. Einen Sicherheitsschalter sucht man bei der Arcurra vergeblich. Auch eine Wartungsklappe ist nicht vorhanden und somit kann man das Getriebe nicht fetten und pflegen, was auf Kosten der Langlebigkeit geht.

In unserem Leerlauf-Test hielt sie 54 Minuten durch, was für diese Preisklasse nicht schlecht ist. Getestet wurde sie mit einem 3,0-Ah-Akku. Äste mit bis zu 13 Millimeter Durchmesser sind kein Problem und werden flüssig beseitigt, dickere Äste schafft sie nur sägend. Will man also der Hecke einen richtigen Rückschnitt verpassen, ist man mit der Einhell Arcurra falsch beraten. Sie eignet sich eher dafür, dass man die Hecke in Form hält und sie somit vielleicht zwei bis dreimal aus der Garage holt. Wer bereits weitere Akku-Geräte von Einhell besitzt, der macht mit der Arcurra nichts verkehrt. Zum Lieferumfang gehört ebenso ein aufsteckbarer Rechen oder Schnittgutsammler, sowie eine Halterung, mit der sie an der Wand befestigt werden kann und dafür geht der Preis völlig in Ordnung.

Wissenswertes über Akku-Heckenscheren

Mit Akku-Heckenscheren lassen sich kleiner Bäume, Büsche und Hecken schneiden. Im Gegensatz zu manuellen Heckenscheren kann man mit wenig Aufwand viel schneiden.

1-2 mal im Jahr muss die Heckenscheren ran
Hecken wollen geschnitten werden, teils auch mehrmals pro Jahr.

Geeignet sind Akku-Heckenscheren für Gärten, die mittelgroß oder klein sind, wenn im Jahr zwei- oder dreimal geschnitten werden muss.

Beim Schnitt gibt es zwei verschiedene Arten: Den Formschnitt und den Rückschnitt. Beim Formschnitt werden nur die Spitzen geschnitten, hier sind Akku-Heckenscheren gut geeignet, wenn die Astdicke zwischen 5 und 15 Millimetern beträgt.

Beim Rückschnitt dagegen können es bis zu 25 Millimeter Astdicke werden, das überfordert die allermeisten Akku-Heckenscheren. Den Scheren fehlt hier einfach die Leistung reicht aus und/oder die Schnittbreite der Messer ist zu gering.

Für hohe Hecken eignen sich Langstielscheren, also solche mit Teleskopstiel. Griff und Akku sind bei solchen Geräten am unteren Ende verbaut, Schwert und Motor am anderen. Wobei das Schwert an einem Gelenk hängt, so lässt sich der Schnittwinkel einstellen.

Bosch UniversalHedgePole 18: Beschneiden von hohen Hecken
Mit der Bosch UniversalHedgePole 18 kann man auch hohe Hecken einfach schneiden.

Will man damit schneiden, bedarf es aber einiger Kraft und Übung. Meist ist ein Gurt dabei, um eine gesicherte Position und Halt zu ermöglichen.

Für welche Aststärke sind Akku-Heckenscheren geeignet?

Angegeben werden von den Herstellern Schnittstärken von 15 bis zu 25 Millimeter, praktisch schaffen das unsere Test-Scheren außer der Makita und Stihl aber nicht. Selbst dann funktioniert das aber nicht unbedingt flüssig.

Daher haben wir im Test Wert auf die effektive Schnittleistung gelegt, damit meinen wir das flüssige Schneiden in einem Durchgang.

Kabel- oder Akku-Heckenschere?

Kabel- oder Benzingeräte habe bezüglich der Leistung noch immer die Nase vorne, denn die Akku-Modelle schneiden dicke Äste gar nicht oder nicht besonders gut.

Für dickere Äste empfehlen wir daher Kabel- oder Benzin-Modelle. Mit Akku-Heckenscheren schafft man eher 17 Millimeter, flüssig geht es meist nur bis acht oder 12 Millimeter.

Der Akku

Aufgrund des Akku laufen diese Heckenscheren natürlich nicht unbegrenzt lange. Die Laufzeit im Leerlauf lag im Test bei 40 bis 130 Minuten und hängt von der Aststärke und der Akkukapazität ab. Bei dicken Ästen wird mehr Leistung benötigt als bei dünnen Ästen oder gar im Leerlauf und das verbraucht dementsprechend mehr Energie.

Leerlauf-Laufzeiten von 60-80 Minuten sind typisch, die AL-KO HT 4055 mit 132 Minuten ist eine Ausnahme (4 Ah Akku!)
AL-KO HT 4055 schafft mit 132 Minuten und 4-Ah -Akku die längste Laufzeit im Test.

Häufig gibt es eine Akku-Kapazität von 2,0-Ah, das reichte meist für 60 bis zu 80 Minuten im Leerlauf. Theoretisch, denn man wird die Schere sicherlich auch zwischendurch ausschalten, so kann die Laufzeit dann in der Praxis auch länger sein, abhängig von der Aststärke aber auch kürzer.

Haben Sie bereits einen Akku eines Herstellers zuhause? Falls ja, lohnt sich die Anschaffung der Schere aus dem selben Haus, denn die Akkus passen nur zu Geräten des jeweiligen Herstellers.

Meist kauft man Akku-Heckenscheren daher ohne Akku und Ladegerät, dann sind sie auch viel günstiger zu haben. Klingt der Preis zu niedrig, sollte man also zuerst darauf achten, ob der Akku und das Ladegerät dabei sind.

Die Wartung

Motorbetriebene Heckenscheren wollen gewartet werden, die Messer muss man ölen. Hierzu gibt es Klingenpflege, Heckenscherenpflegeöl und Pflegesprays zu kaufen. Auch die Gelenkwelle will gelegentlich gefettet werden, das braucht Schmierung.

Die abgekapselte Mechanik sollte ebenfalls ab und zu überprüft werden, das erhöht die Lebensdauer. Von unseren Test-Scheren ließen sich aber nur drei leicht fetten: Worx, Husqvarna und Makita. Hier kann man einfach vom Getriebe den Deckel abschrauben und nutzt dann ein Wälzlagerfett oder Kugelfett.

Sind die Messer stumpf, mindert das die Leistung, der Schnitt wird fransig. Ist die Schere stumpf, muss nicht unweigerlich ein Fachmann ran, auch als Laie geht das Schärfen. Ein gewisses Maß an Sorgfalt und Übung bedarf es aber schon. Fehlt Ihnen dazu die Zeit oder trauen Sie sich das nicht zu, bringen Sie die Heckenschere lieber zum Schleifservice.

Das Schwert muss zum Schleifen demontiert werden, bei Modellen ohne eine Wartungsklappe ist das aber nicht vorgesehen und hier muss man das ganze Gehäuse zerlegen. Aus diesem Grund empfehlen wir, Geräte mit Wartungsöffnung zu kaufen.

Von Stihl (mit einem Video) gibt es eine Anleitung, wie man selbst schleifen kann. Beim Heckenscheren-Testportal gibt es ebenfalls eine, aber auch bei YouTube findet man Anleitungen.

Sicherheit

Mit einer Heckenschere kann man sich ernsthaft verletzen, daher sollte man stets Handschuhe und eine Schutzbrille tragen. Von den Herstellern gibt es außerdem Sicherheitsvorkehrungen. So lassen sich manche Scheren nur benutzen, wenn die Taster an Griff und Bügel in den Händen betätigt werden. Lässt man mit einer Hand los, geht die Heckenschere aus. Das ist praktisch, sollte die Schere einem mal aus der Hand rutschen und nennt sich Totmannschalter.

Bei ein paar Modellen gibt es außerdem einen Entsperrriegel, der auf die Seite geschoben werden muss, bevor man die Taste am Griff benutzen kann. So können etwa Kinder das Werkzeug erst gar nicht starten.

Vor dem Bügelgriff gibt es bei jeder Heckenschere noch einen Kunststoff-Schild, der je nach Hersteller größer oder kleiner ausfällt. So werden die Hände vor den Ästen geschützt und ebenso vor dem Messer selber. Vor den scharfen Klingen der Schere schützt im ausgeschalteten Zustand ein Kunststoffköcher.

So haben wir getestet

Wir haben für unseren Test Leihgeräte der Hersteller bekommen und einige gekauft. Getestet wurde an Hecken, Buschwerken und Bäumen, sowie an Flieder, Weide, Liguster und Hainbuche.

Um die Laufzeit festzustellen, haben wir die Modelle zuvor im Leerlauf getestet, bis die Geräte von alleine ausgegangen sind. Diese Zeit entspricht aber wie angemerkt nicht der tatsächlichen Laufzeit in der Praxis, da der Motor nicht belastet wird. Die reale Laufzeit kann im Einsatz um 50 Prozent kürzer sein, dennoch lässt sich davon auf die tatsächliche Laufzeit schließen.

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