Test: Kühlschrank

Kühlschränke im Vergleich : Gut gekühlt

Update 06.09.2022

Ein Kühlschrank soll Lebensmittel kühlen und so länger frisch halten. Kein Haushalt kommt ohne ein solches Gerät aus. Und trotz Dauerbetrieb gehören Kühlschränke nicht mehr zu den großen Stromfressern. Wir haben 11 Modelle miteinander verglichen.

Update 6. September 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

Die Kühltechnik ist inzwischen so weit, dass sich der Stromverbrauch in Grenzen hält, obwohl der Kühlschrank im Dauerbetrieb läuft. Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Jahr des recht großen Siemens KS36VAXEP iQ500 beträgt nur 112 Kilowattstunden, was bei den aktuellen Stromkosten von 30 Cent pro Kilowattstunde nicht mal 34 Euro pro Jahr oder 2,80 Euro pro Monat ausmacht. Und das bei einem Kühlschrank, der locker für fünf bis sechs Personen reicht. Wir haben 11 Kühlschränke verglichen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gehobene AusstattungLanglebigGünstig
Test: Siemens Ks36vai4p Iq500Test: Liebherr K 3130Test: Gorenje R6192fxTest: Bauknecht Kr 19g3Test: Bomann Vs 7316Test: Telefunken Cf 31 120 WTest: Medion Md 13854Test: Amica Eks 16171Test: Respekta Ks 88.0Test: Exquisit Ks 85 9 RvaTest: Aeg Rkb42511aw
Modell Siemens KS36VAXEP iQ500 Liebherr K 3130 Gorenje R6192FX Bauknecht KR 19G3 Bomann VS 7316 Telefunken CF-31-120-W Medion MD 13854 Amica EKS 16171 Respekta KS 88.0 Exquisit KS 85-9 RVA AEG RKB42511AW
Pro
  • Sehr sparsam und leise
  • Digitale Temperatureinstel­lung
  • 3 Temperaturzonen
  • FreshBox mit Teleskopschienen
  • Ausziehbare Glasböden
  • Sparsam
  • Leise
  • Digitale Temperatureinstel­lung
  • Sparsam
  • Sehr leise
  • Sehr günstig
  • Edelstahl-Tür
  • Sehr sparsam
  • Sehr leise
  • Digitale Temperatureinstel­lung
  • Urlaubsfunktion
  • Warnsignal bei offener Tür
  • Sparsam
  • Sparsam
  • Sparsam
  • Eingelassener Türgriff
  • Sparsam
  • Mit Gefrierfach
  • Mit Flaschenhalterung
  • Sehr leise
Contra
  • Hoher Preis
  • Hoher Preis
  • Hoher Preis
  • Türablagen nicht verstellbar
  • Zu laut
  • Türablagen nicht verstellbar
  • Keine Beleuchtung
  • Keine Abtauautomatik
  • Keine Abtauautomatik
  • Türablagen nicht verstellbar
  • Ablagen nicht verstellbar
  • Keine LED-Beleuchtung
  • Zu laut
  • Türablagen nicht verstellbar
  • Gitter-Einleger
Bester Preis

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Gehobene Ausstattung: Siemens KS36VAXEP iQ500

Gehobene Ausstattung

Siemens KS36VAXEP iQ500

Test: Siemens Ks36vai4p Iq500
Mit einer Energieeffizienzklasse von A++ gehört der Siemens KS36VAXEP iQ500 zu den sparsamsten Kühlschränken und bietet eins der besten Ausstattungspakete.

Mit den Haushaltsgeräten von Siemens und Bosch liegt man nur selten falsch, was wir in unserem Test bestätigen können und wir sie deshalb kaufen würden. Der Siemens KS36VAXEP iQ500 kommt zwar von Siemens, wurde aber zusammen mit Bosch konzipiert. Optisch macht der Kühlschrank mit der schwarzen Oberfläche aus Edelstahl auch etwas her. Mit der langen Griffstange lässt sich die Side einfach öffnen. Dabei kann man frei entscheiden, auf welcher Side die Stange angebracht wird, sodass man die Tür nach rechts oder links öffnen kann.

Der Innenraum bzw. Kühlbereich wird von drei LEDs erleuchtet. Dabei sind sie so gesetzt, dass sie den Innenraum ausleuchten, dabei jedoch nicht blenden. Für eine noch bessere Übersicht lassen sich die Glasböden zudem aus dem Kühlschrank ziehen. Damit diese nicht vornüber kippen, ist dies aber nur zur Hälfte möglich. Das untere Gemüse- und Obstfach ist durch zwei Vollauszüge gesichert, sodass es komplett herausgezogen werden kann. So sind die gewünschten Lebensmittel schnell gefunden, die Tür bleibt somit nicht lange offen stehen, was wiederum Energie spart.

Kalte Luft fällt nach unten. Aus diesem Grund befindet sich die Kühlfläche meist oberhalb, was für eine Luftzirkulation sorgt. Öffnet man allerdings die Side, »fällt« die kältere Luft heraus, während sich oben die wärmere Raumluft sammelt. Um dies zu verhindern und die wärmere Luft zügig abzukühlen, verfügen viele Kühlschränke – auch dieses Siemens-Modell – im Inneren über eine Lüftung, welche die Luft bewegt und zügig wieder für eine einheitliche Temperatur sorgt. Unten ist jedoch eine HyperFresh-Plus-Schublade vorhanden, die mit 0 Grad deutlich kühler ist, wodurch sie Obst, Fisch und Fleisch länger halten. Es ist quasi ein sehr kalten Gemüsefach. Zusätzlich lässt sich mit der Funktion HyperFresh die Luftfeuchtigkeit einstellen und an den Inhalt anpassen.

Befüllt man den Kühlschrank, steht die Kühlschranktür häufig längere Zeit offen und die neu eingeräumten Lebensmittel haben zudem eine höhere Temperatur als optimal ist. Dank dauerhafter Temperaturkontrolle und Lüfter wird die Temperatur im Kühlschrank zügig wieder angeglichen. Die Lebensmittel sind jedoch im Inneren immer noch wärmer, sodass dieser Prozess etwas dauert. Hier hilft die »SuperCooling«-Funktion des Siemens-Modells: Mit dieser Funktion kann man für eine bestimmte Zeitspanne die Temperatur senken, sodass die warmen Lebensmittel schneller heruntergekühlt werden können.

Zudem vergleicht der Kühlschrank die Außen- und Innentemperatur und passt das Kühlverhalten an mögliche Veränderungen an. So werden schon im Vorfeld Temperaturveränderungen vermieden.

Der KS36VAXEP iQ500 stellt ein hervorragendes Gesamtpaket inklusive gehobener Ausstattung bereit. Der Kühlschrank hat ein Fassungsvermögen von 346 Litern und ist somit auch für größere Familien geeignet, da er einen großen Nutzinhalt bietet. Trotzdem bleibt er sparsam. Zudem ist der Kühlschrank leise und er reagiert auf Temperaturschwankungen bevor sie auftreten. Die verschiedenen Temperaturzonen sowie das HyperFresh-Fach sorgen dafür, dass die Lebensmittel stets bei der idealen Temperatur gelagert werden und so länger frisch bleiben.

Langlebig: Liebherr K 3130

Langlebig

Liebherr K 3130

Test: Liebherr K 3130
Kühlschränke von Liebherr stehen seit vielen Jahren für einen hohen Qualitätsstandard. Auch der Liebherr K 3130 bleibt dem Motto treu und liefert dazu sehr gute Verbrauchswerte.

Der K 3130 von Liebherr bietet nicht so viele Funktionen, dafür aber eine sehr gute Qualität.

Die Marke Liebherr ist seit mehr als sechs Jahrzehnten auf Kühlgeräte spezialisiert und beliefert vor allem professionelle Kunden der Gastronomie und im Handel. Die Ausfallsicherheit und Qualität spiegelt sich ebenfalls in den Kühlschränken für den Privatgebrauch wider. Wer einen Liebherr-Kühlschrank kauft, erhält einen Kühlschrank mit einem hochwertigem Kompressor und Gemüseschubladen aus Kunststoff, die auch ein schwungvolles Einladen von Gemüse gut überstehen.

Diese Qualität hat natürlich auch ihren Preis: Der Liebherr-Kühlschrank ist zwar ein wenig günstiger als der Kühlschrank von Siemens, doch ist er als teurer zu betrachten. Das Betriebsgeräusch und die Verbrauchswerte sind identisch, jedoch muss man bei diesem Kühlschrank auf viele Komfortfunktionen verzichten. Vorhanden sind eine Lüftung, die bei einem so großen Kühlschrank auch nötig ist, und die Funktion Super-Cooling, mit der die Temperatur für höchstens 12 Stunden auf 2 Grad gesenkt werden kann.

Zudem verfügt der Kühlschrank über eine elektronische Temperaturauswahl inklusive digitaler Anzeige. Hiermit endet aber die Liste an Komfortfunktionen, und auch äußerlich machen andere Kühlschränke mehr her.

Liebherr setzt auf Qualität statt Design und technische Spielereien und denkt eher praktisch und professionell. Im K 3130 findet man daher einen qualitativ sehr hochwertigen Kühlschrank, der sicher jahrelang seinen Job verrichten wird.

Günstig: Gorenje R6192FX

Günstig

Gorenje R6192FX

Test: Gorenje R6192fx
So sparsam und leise wie unsere Empfehlung, top ausgestattet und dennoch nur halb so teuer. Das ist der R6192FX von Gorenje.

Das Gegenteil zum Liebherr-Modell ist der R6192FX von Gorenje: Dieser Kühlschrank ist größer und günstiger und zudem randvoll mit technischen Feinheiten. Die Langzeiterfahrungen fallen dafür bei Gorenje nicht so gut aus wie mit Liebherr, doch es gibt hier auch Ausnahmen.

Die Edelstahl-Side verfügt über eine Anti-Fingerprint-Beschichtung. Grundlegend sollte aber der Türgriff genutzt werden. Er fällt aber nicht ganz so groß aus wie bei dem Kühlschrank von Siemens und ist zudem nicht aus Edelstahl.

Bei der Innenausstattung muss man dagegen keine Abstriche machen: Diese bietet eine 2 Grad kalte Fresh-Zone sowie eine 0-Grad-kalte Crisp-Zone. Für eine bessere Übersicht lassen sich die Glasböden zur Hälfte ausziehen, die Innenlüftung sorgt zudem für eine einheitliche Temperaturverteilung.

Auch die Funktion IonAir ist interessant, mit der Bakterien und Keime zerstört werden sollen. Diese Möglichkeit ist vor allem aus Luftreinigern bekannt: Hier werden mithilfe von elektrischen Spannungen Ionen produziert, die die Keime binden. Die Zellhülle der Keime wird durch zusätzlich produziertes Ozon zerstört und die Keime so abgetötet. Diese Desinfektion ist nicht bemerkbar: Der ganze Vorgang ist physikalisch und er hat keinerlei Einfluss auf den Menschen und die im Kühlschrank gelagerten Lebensmittel.

Der Gorenje R6192FX überzeugt in erster Linie mit seinem Preis. Doch daneben hat er auch einiges zu bieten: Er hat einen sparsamen Verbrauch, eine gute Laufruhe und glänzt zusätzlich mit verschiedenen Temperaturzonen, der Funktion IonAir und einer Edelstahltür.

Was gibt es sonst noch?

Bauknecht KR 19G3

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Test: Bauknecht Kr 19g3

Der KR 19G3 vom Hersteller Bauknecht erreicht als einziger Kühlschrank für die Küche im Vergleich die Energieeffizienz A+++. Daneben ist der Kühlschrank auch das leiseste Gerät. Die Unterschiede zu den Empfehlungen unserer Standkühlschränke belaufen sich hier aber nur auf 1 bis 2 Dezibel. Beim Verbrauch des Standkühlschranks für die Küche sieht es dagegen schon anders aus: Der Standkühlschrank von Gorenje mit etwa gleicher Größe benötigt trotz Energieeffizienz A++ jährlich rund 40 kWh mehr, was je Monat etwa ein Euro mehr ist. Die Ausstattung des Bauknecht-Modells kann sich auch sehen lassen: Von Luftzirkulation über digitaler Temperatureinstellung bis zu Urlaubssparfunktion ist alles vorhanden.

Bomann VS 7316

Der Standkühlschrank Bomann VS 7316 bietet technisch alles Notwendige, wie verstellbare Glas-Einleger, eine LED-Innenbeleuchtung und eine Abtauautomatik. Der Kühlschrank hat die Energieeffizienz A++ und ist mit einem Betriebsgeräusch von 40 Dezibel noch relativ leise. Mehr darf man von diesem Kühlschrank nicht erwarten, das ist aber für diese Preisklasse völlig in Ordnung.

Medion MD 13854

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Test: Medion Md 13854

Ebenfalls zu den günstigen Kühlschränken für die Küche gehört der Medion MD 13854, er bietet aber keine herausragende Ausstattung unter den Standkühlschränken . Der Kühlschrank hat gute Verbrauchswerte und ist zudem durch das Abnehmen der Arbeitsplatte unterbaufähig. Dafür macht der Medion vom Design etwas her: Die silberne Oberfläche wirkt wie gebürsteter Edelstahl. Die Griffe sind eingelassen und stehen somit nicht hervor und können nicht abbrechen.

Amica EKS 16171

Der einzige Kühlschrank im Vergleich mit Eisfach ist der Amica EKS 16171. Dadurch beträgt der Nutzinhalt nur 98 Liter an Fassungsvermögen, was eventuell noch für Hotelzimmer oder einen Ein-Person-Haushalt ausreichend ist. Ist man aber mit diesem Platzangebot zufrieden und möchte nur kleine Sachen einfrieren, macht man mit diesem Einbaukühlschrank nichts falsch. In Sachen Energieeffizienz sollte man aber schon genau überlegen, ob das kleine Eisfach (bis -18 Grad) wirklich notwendig ist. Der Kühlschrank erreicht zwar die Energieeffizienzklasse A++, doch werden bei dieser Klasse mit einem Eisfach andere Werte verwendet als bei Modellen ohne Eisfach. So benötigt der Bauknecht KR 19G3 nur halb so viel Energie, ist aber rund dreimal so groß. Verglichen mit anderen günstigen Kühlschränken ohne Eisfach ist der Verbrauch des EKS 16171 jedoch nur unmerklich höher.

Wissenswertes über Kühlschränke

Kühlschränke sind je nach ihrer Größe und ob sie mit einem Gefrierfach kombiniert sind in verschiedenen Bauformen erhältlich. Gefrierkombinationen wurden in diesem Vergleich nicht bedacht, hierfür ist ein eigener Vergleich zu Gefrierkombinationen verfügbar. Dieser Vergleich beschränkt sich auf Vollraum-Kühlschränke. Diese Modelle sind auch teilweise mit einem integriertem Gefrierfach ausgestattet, welches jedoch nur in den seltensten Fällen der Leistungsfähigkeit eines solchen Gefrierfachs entspricht – gefrieren kann man Wasser schon, aber für Lebensmittel sind diese Fächer eher nicht geeignet. Diese Fächer sind dann auch nicht mit drei, zwei oder einem Stern gekennzeichnet. Solche Eisfächer sind vielmehr für Eiswürfel (bezieht man diese nicht über einen Eiswürfelspender) und selbstgemachtes gefrorenes Eis gedacht, also alles, was gefrieren soll, aber nicht für eine lange Lagerung von Lebensmitteln und unterscheiden sich also von Gefrierfächern für herkömmliche Lebensmittel.

Auch in Sachen Energieeffizienz schneiden diese Modelle nicht ganz so gut ab: Im Kühlschrank herrschen Temperaturen zwischen 5 und 8 Grad, in einem Gefrierfach sind es deutlich unter 0 Grad, sodass alles gut gefriert. Wenn diese beiden Komponenten nicht voneinander separiert sind, arbeiten sie nicht effektiv. Eine Gefrierkombination ist dann die schlauere Alternative zu einem integrierten Gefrierfach im Kühlschrank, dem Eis gefällt es in Ersteren besser.

Einbaukühlschrank

Diese Kühlschränke werden vollständig in die Küchenzeile integriert: Sie haben keine Arbeitsplatte in der Küche, die selten besonders hübsche Tür wird mit einer Schranktür verdeckt. So ist von außen nicht ersichtlich, dass es sich bei diesen Modellen um einen Kühlschrank handelt. Das sieht optisch gut aus, hat aber auch Nachteile.

Der Kühlschrank entzieht die Wärme aus dem Innenraum und gibt sie meist auf seiner Rückseite wieder ab. Je leichter er die Wärme abgeben kann, desto effektiver kann der Kühlschrank arbeiten. Somit haben Einbaukühlschränke hier einen großen Nachteil verglichen mit freistehenden Modellen.

Bei Einbaukühlschränken ist die Auswahl stark eingeschränkt: Das liegt zu einen an der fest vorgegebenen Größe, zum anderen sind Einbaugeräte zumeist auch teurer. Das hat seinen Grund darin, dass die Verkaufszahlen dieser Modelle deutlich niedriger sind und die Hersteller trotzdem kostendeckend produzieren müssen.

Einbaugeräte werden meist mitsamt der Küche erworben und dereinst gegen einen identischen Kühlschrank ausgetauscht.

Unterbaufähige Kühlschränke

Diese Kühlschränke für die Küche haben eine Höhe zwischen 85 und 90 Zentimetern. Sie besitzen entweder keine oder eine entfernbare Arbeitsplatte. Dadurch lassen sich diese Modelle unter die Arbeitsplatte der Küche einbauen und sie fügen sich so in die Küchenzeile ein.

Bei der Höhe ist Vorsicht geboten, man sollte sich das jeweilige Modell genau ansehen. Manche unterbaufähigen Kühlschränke passen mitsamt ihrer Abdeckung vollständig unter die Arbeitsplatte, bei anderen Modelle muss man die Abdeckung abnehmen. Zudem gibt es auch freistehende Modelle, die zwar nicht als unterbaufähig ausgewiesen sind, bei denen jedoch die Abdeckung abgenommen und sie unter die Küchenarbeitsplatte eingebaut werden können.

Freistehende Kühlschränke

Freistehende Kühlschränke sind oftmals größere Modelle. Es sind aber auch kleine Kühlschränke verfügbar, die sich neben der Küchenzeile einreihen. Ist bei diesen Modellen für die Küche die Arbeitsplatte abnehmbar, sind diese »freistehend/unterbaufähig.

In Sachen Größe gibt es keine Grenzen: Side-By-Side-Modelle können über zwei Türen oder ein Eisfach verfügen, oder eine sogenannte French-Door besitzen: Hier gibt es eine geteilte und eine durchgehende Tür. Diese Kühlschränke werden im Vergleich »Der beste Side-by-Side-Kühlschrank« näher beleuchtet. Side-by-Side-Kühlschränke verdienen nämlich durchaus mehr Aufmerksamkeit.

Wie funktioniert ein Kühlschrank?

Dem Innenraum des Kühlschranks wird die Wärme entzogen, damit die Lebensmittel frisch bleiben und diese Wärme wird hinter dem Kühlschrank wieder abgegeben. Für diese Funktionsweise gibt es drei unterschiedliche Arbeitsweisen.

Kühlschränke mit Kompressor

Der Kompressorkühlschrank ist die geläufigste Version: Hier gibt es ein Kältemittel im Leitungssystem, das schon bei Temperaturen unter 0 siedet und dann verdampft. Die hierfür nötige Energie wird als Wärme aus dem Kühlraum entzogen. Das Kältemittel ist nun gasförmig und wird dann im Kompressor unter Druck gesetzt, wodurch der Siedepunkt erhöht wird. Das Kältemittel verflüssigt sich dadurch und gibt auf der Rückseite des Kühlschranks die zuvor aufgenommene Wärme ab. Ehe die Leitung erneut in den Innenraum gelangt, wird in der Drossel der Druck auf 1 bar abgesenkt, das Kältemittel fängt erneut an zu sieden und erneut zu verdampfen.

Diese Kühlung ist sehr effektiv und zudem preiswert zu produzieren. Sie ist aber abhängig vom Strom, der Kompressor gibt zudem brummende Geräusche von sich.

Kühlschränke mit Thermoelektrik

Vereinfacht ausgedrückt entstehen hier Temperaturdifferenzen und Strom durchfließt zwei unterschiedliche Stoffe. Dieser Vorgang wird Peltier-Effekt genannt. Die kalte Seite wird im Kühlschrank zum Kühlen verwendet, die wärmere Seite gibt dann die Wärme außerhalb ab.

Die Methode ist nicht wirklich effektiv, sie nimmt nur sehr wenig Platz ein und arbeitet leise.

Absorberkühlschrank

Die Arbeitsweise ähnelt hier der von Kompressorkühlschränken: Hier wird auch mit Verflüssigung und Verdunstung gearbeitet. Das geschieht hier aber statt durch Druckerzeugung durch das Zuführen von Wärme sowie durch das Trennen und erneutem Verbinden von Wasser und Ammoniak. Die Wärme wird elektrisch oder mit der Abwärme eines Motors oder mit Gas erzeugt.

Auch diese Modelle arbeiten nicht besonders effektiv, aber sie sind über Fremdwärme betrieben stromunabhängig und können so zum Beispiel in Wohnmobilen eingesetzt werden. Zudem sind die Kühlschränke lautlos und aufgrund fehlender beweglicher Teile kommt es auch nicht zu Verschleiß, wodurch diese Modelle gerne als Mini-Bars in Hotels genutzt werden.

Tipps zum Kühlschrank-Kauf

Wichtig ist zunächst einmal die Größe: Man rechnet mit einem Grundbedarf zwischen rund 120 und 150 Liter für einen Single- oder Zwei-Personen-Haushalt. Etwa 60 Liter Nutzinhalt an Fassungsvermögen sind für jede zusätzliche Person notwendig. Eine vierköpfige Familie benötigt somit ein Modell mit etwa 240 bis 270 Liter Fassungsvermögen und Nutzinhalt. Das ist mit einem unterbaufähigen Kühlschrank nicht zu schaffen.

Ein weiterer Faktor ist die Energieeffizienz, wobei freistehende und große Kühlschränke vorteilhafter sind: Sie sind in der Lage, die Wärme besser abzugeben und ihr Verbrauch erhöht sich nicht automatisch prozentual mit ihrer Größe.

Spezielle Funktionen sind bei Kühlschränken nicht sonderlich viele vorhanden. Eine Beleuchtung und eine automatische Abtaufunktion sollten geboten sein. Denn das erspart einem ein regelmäßiges Ausräumen und den zusätzlichen Energiebedarf der mit dem erneuten Abkühlen einhergeht. Zudem sind Alarmkennzeichnungen bei einer zu hohen Temperatur im Kühlraum oder offener Tür sinnvoll. Gerade bei sehr großen Kühlschränken ist ein Umluftsystem sinnvoll, um nach einem Öffnen des Kühlschranks wieder eine möglichst einheitliche Kälteverteilung zu erreichen.

Die Fächer sollten der Hygiene zuliebe stets aus Glas sein, da sich diese besser reinigen lassen als Gitter aus Metall. Zudem sollte die Gemüseschublade, die eine etwas kältere Frischezone schafft, nicht fehlen. Nach dem Abtauen kann der Kühlschrank dann einfach geputzt werden. Auch wenn Eis an der Rückseite gefrieren sollte, kann das Gerät nach dem Abtauen einfach gereinigt werden.

Peter Bourenane, Kundendiensttechniker bei der Miesen & Cie. GmbH, rät sich nicht allzu sehr auf eine Marke fixieren sollte. Hersteller wie Samsung, Telefunken und Co., die eher für ihre Multimedia-Produkte bekannt sind sollte man eher meiden. Ansonsten kann man nicht allzu viel falsch machen. Zwar bietet Liebherr die meiste Erfahrung, sowie die höchste Qualität und Siemens/Bosch ein tolles Preis-Leistung-Verhältnis, letztendlich besitzt jedoch ein Kühlschrank nicht allzu viel Technik. So haben auch preiswerte Produkte wie beispielsweise von Bauknecht und Medion ihre Daseinsberechtigung. Schlussendlich ist die Qualität wichtiger als der Preis und man muss selbst entscheiden, was man zu investieren bereit ist.

Was sind Klimaklassen?

Die technischen Daten geben Klimaklassen mit den Kennzeichnungen T, ST, SN und N an. Worüber geben sie genau Auskunft?

Der Kühlschrank soll seinen Innenraum kühlen, sowie die aufgenommene Wärme außerhalb wieder abgeben. Je wärmer das Umfeld ist, desto schwerer ist das. Das kann dem Land, der Klimaregion oder dem Aufstellungsort geschuldet sein. Hierfür stehen die Kürzel, die angeben, bei welchen Umgebungstemperaturen der Kühlschrank genutzt werden sollte:

Klimaklasse Bedeutung Umgebungstemperatur
SN
subnormal
+10 Grad – +32 Grad
N
normal
+16 Grad – +32 Grad
ST
subtropisch
+16 Grad – +38 Grad
T
tropisch
+16 Grad – +43 Grad

Das EU-Label zur Energieeffizienzklasse ändert sich

Da sich die Technik stetig verbessert, kann es sein, dass ein Modell das vor einigen Jahren eine gute Energieeffizienz hatte, mittlerweile als Stromfresser gilt – über die Jahre macht die Technik Fortschritte. Deshalb erweiterte man die Energieeffizienzklassen um A+++, A++ und A+. Im März 2021 wird dies angepasst und neu sortiert. Zudem kann man mit dem neuen EU-Label dank eines QR-Codes leicht zusätzliche Informationen zum Modell abrufen.

Die Betriebslautstärke war auch auf dem bisherigen Label zu finden, neu ist nun die Einstufung in verschiedene Geräuschemissionsklassen, wodurch der Vergleich mehrerer Modelle erleichtert wird.

Tipps zum Energiesparen

  1. Im Innenraum des Kühlschranks ist es sehr viel kühler als in der Umgebung, öffnet man die Tür, findet so ein Wärmeaustausch statt. Dieser sollte möglichst gering gehalten und die Tür daher zügig geschlossen werden.
  2. Die entzogene Wärme des Innenraums muss nach außen wieder abgegeben werden. Je kühler das Umfeld ist, desto leichter ist das. Daher sollte der Kühlschrank nie neben der Heizung, dem Herd oder an Orten mit direkter Sonneneinstrahlung stehen.
  3. Wärmere Luft steigt auf, kalte Luft sackt nach unten. Daher sind die Kühlflächen im Gerät stets oberhalb, sodass die Luft zirkuliert. Um diesen Vorgang nicht zu erschweren, darf das Gerät aber nicht zu voll geladen werden.
  4. Den Kühlschrank in der kalten Jahreszeit auf 8, in den Sommermonaten auf 6 Grad stellen. Sind die Lebensmittel im Sommer ein wenig kälter, verlieren diese durch das Öffnen der Kühlschranktür nicht so schnell ihre Frische und Temperatur.

So haben wir verglichen

Für diesen Vergleich wurden die Preise und Daten von vielen verschiedenen aktuellen Kühlschränken miteinander verglichen, außerdem haben wir Fachleute befragt.

Überraschend ist, dass größere Modelle nur einen unwesentlich höheren Energiebedarf haben als kleine Modelle und besonders kleine Kühlschränke können sogar zu richtigen Stromfressern werden, betrachtet man das Verhältnis von Energieverbrauch bzw. Stromverbrauch und Volumen.

Außerdem können vor allem große Modelle einiger Marken mit speziellen Funktionen wie digitaler Temperatureinstellung, Lüfterfunktion und unterschiedlichen Temperaturzonen aufwarten. Bei kleineren Modellen finden sich diese Eigenschaften meist nicht. Daher sind große Kühlschränke definitiv empfehlenswerter: Sie bieten Komfort und haben kaum einen höheren Stromverbrauch als kleinere Modelle.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Innenraum: Glatte Flächen sind dem Abtauen einfacher zu reinigen, auf Einlege-Gitter sollte man generell verzichten.

Die Materialwahl dient nicht nur der Optik: Edelstahl-Türen sehen super aus und sie bieten zudem eine robuste Oberfläche. Ist sie mit einer Anti-Fingerprint-Beschichtung ausgestattet, reagiert die Oberfläche auf Berührungen auch nicht so sensibel.

Der beste Kühlschrank hat also eine beschichtete Edelstahl-Tür, verstellbare Glasböden, unterschiedliche Temperaturzonen und hat auch für eine vierköpfige Familie ein ausreichendes Fassungsvolumen. Wird dazu noch eine Energieeffizienz von mindestens A++ erreicht und stimmt die Qualität, darf man auch guten Gewissens etwas mehr Geld investieren.

Auch der Kühlschrank-Fachmann Bourenane rät zu einem größeren Gerät. Sie verbrauchen nur marginal mehr, bieten jedoch meist die bessere Ausstattung und vor allem auch genügend Platzreserven.

Wie viel Geld muss man für einen neuen Kühlschrank ausgeben?

Es gibt zwar extrem günstige Kühlschränke, diese können wir aber nicht empfehlen. Mindestens 400 bis 500 Euro sollte man für einen Kühlschrank ausgeben. Jedoch kosten die besten Kühlschränke um die 800 Euro, weshalb man mit diesem Preis rechnen muss.

Was für Dimensionen besitzen Einbaukühlrschränke?

Die Höhe von Kühlschränken kann durchaus variieren, bei der Breite und Tiefe sind sie sich aber einig. 55 Zentimeter betragen Breite und Tiefe in den allermeisten Fällen, nur wenige Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Wie viel Energie braucht ein Kühlschrank?

Natürlich hängt das unter anderem von der Energieeffizienz und der eingestellten Temperatur ab, aber die Geräte in unserem Vergleich fressen zwischen 75 und 143 Kilowattstunden Strom.

Was hat es mit Schlepptür?

Bei der Schlepptür handelt es sich um eine Montagevariante einer Möbeltür an der Kühlschranktür, bei der über Scharniere die Türen verbunden werden. Ihr Pendant ist die sogenannte Festtürmontage, bei der die Möbeltür direkt an der Kühlschranktür angebracht wird.

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