Test: Sous Vide Garer

Sous-Vide-Garer im Test : Schonende Zubereitung

Update 22.07.2022

Wer Fleisch oder Gemüse zubereiten und dabei möglichst wenige Vitamine verlieren möchte, kann zuhause einen Sous-Vide-Topf oder einen Sous-Vide-Stick verwenden. So trocknet nichts beim Kochen aus und auch Mineralstoffe bleiben erhalten. Wir haben 28 Sous-Vide-Garer getestet.

Update 22. Juli 2022

Wir werden den Testbericht in den nächsten Tagen aktualisieren.

4. März 2022

Wir haben zwei weitere Sous-Vide-Töpfe und drei weitere Sous-Vide-Sticks getestet. Eine neue Empfehlung bei den Sous-Vide-Sticks ist der KitchenBoss G320.

9. Juni 2021

Wir haben vier weitere Sous-Vide-Sticks und drei -Töpfe getestet. Bei den Sticks haben wir mit dem KitchenBoss KG310 eine neue Empfehlung.

Der Russell Hobbs 25630-56 ist ein Multitalent und deshalb eine neue Empfehlung bei den Sous-Vide-Töpfen.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Sous Vide kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt »unter Vakuum«. Die Lebensmitteln werden in Vakuumbeuteln in das Gerät bzw. in einen Topf mit Stick gegeben und dann bei unter 100 Grad gegart. Das Ganze geht relativ langsam, daher ist es aber auch eine schonende Art der Zubereitung.

Neben Sous-Vide-Töpfen gibt es auch Sticks, die ähnlich wie Tauchsieder funktionieren und das Wasser umwälzen. Wer Sous-Vide-gegartes Essen einmal ausprobiert hat, wird den Unterschied zum konventionellen Kochen zu schätzen wissen.

Sous-Vide-Sticks im Test

Sous-Vide-Sticks funktionieren mit Zeit- und Temperatursteuerung, außerdem verfügen sie über eine eingebaute Zirkulation. Dabei sorgt ein Propeller oder ein Schaufelrad dafür, dass das Wasser im Topf gleichmäßig erwärmt wird. Angegeben wird diese Leistung als Pumpenleistung und sagt aus, wie viel Wasser (in Litern) pro Minute bewegt wird.

Wieso sollte man nun einen Stick kaufen, wenn man auch einfach einen kompletten Dampfgarer benutzen könnte? Vor allem, weil Sticks deutlich günstiger sind, sie heizen genauso schnell wie Tanks, nehmen viel weniger Platz weg und passen in bereits vorhandene Töpfe oder was auch immer man passendes in der Küche stehen hat.

Nur Vorteile haben sie aber dann doch nicht. Zum Beispiel passen die Deckel nicht mehr auf die Töpfe und es kann sein, dass dadurch mehr Energie verloren geht als bei Sous-Vide-Töpfen, schließlich muss mehr geheizt werden. Bei langer Garzeit (die kann bis zu 24 Stunden dauern, je nach Zutaten) kann hier einiges an Energie verschwendet werden. Wenn es blöd läuft, sinkt auch der Wasserstand zu stark und der Stick schaltet sich aus, daher sollte man immer mal wieder ein Auge in den Topf werfen.

Dafür haben sich die Hersteller aber etwas einfallen lassen, so kann man Alufolie oder zukaufbare Isolationskugeln verwenden, um den Energieverlust niedrig zu halten.

Was bei allen Geräten mit dauerndem Wasserkontakt passieren kann: sie verkalken. Hier vor allem Heizelement und Temperatursensor. Zum Reinigen kann aber die Abdeckung entfernt werden.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
HochwertigIntuitive BedienungIntuitive BedienungSchnell und platzsparendMit Rezepten
Test: Kitchenboss Kg310sdeTest Sous Vide Garer: Unold 58915 Stick TimeTest Sous Vide Garer: Klarstein QuickstickTest Sous Vide Garer: Severin SV 2450Test  Schonende Zubereitung: KitchenBoss G320
Modell KitchenBoss KG310SDE Unold 58915 Stick Time Klarstein Quickstick Severin SV 2450 KitchenBoss G320
Pro
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Auch für flache Töpfe
  • Geniale Fixier­klemme
  • 40-90 Grad mit geringsten Temperatur­abweichung von 0,5 Grad
  • Schnelles Erwärmen in 29 Minuten
  • Einfache Bedienung
  • Zeiteinstellung mit Dreh­rad
  • Ausführliche Anleitung
  • Schnelles Erwärmen in 30 Minuten
  • Einfache Bedienung
  • Zeiteinstellung mit Dreh­rad
  • Schnelles Erwärmen in 21 Minuten
  • Kompaktes Design für flache Töpfe
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Sehr einfache Bedienung
  • Abnehmbarer Knöpfe
  • Auch für flache Töpfe
  • Farbdisplay
  • 25 vorinstallierte Rezepte
  • Kommt mit Vakuumbeuteln in zwei Größen
Contra
  • 1,6 Watt Standby-Verbrauch
  • Geringe Temperatur­abweichung 1 bis 2 Grad
  • Spartanische Anleitung
  • Geringe Temperatur­abweichung 0 bis 3 Grad
  • Beim Aufheizen bis 10 Grad Abweichung
  • Beim Soll 2 Grad Abweichung
  • Hochpreisig
  • Sehr langsames Erwärmen in 41 Minuten
  • Temperaturabweichung bis 2 Grad
Bester Preis
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Hochwertig: KitchenBoss KG310

Hochwertig

KitchenBoss KG310SDE

Test: Kitchenboss Kg310sde
Der hochwertige Stick hat eine sehr gute Fixierung am Topf und ein erstklassiges Bedienfeld.

Der KG310 von KitchenBoss ist vergleichsweise groß und deckt Temperaturen zwischen 40 und 90 Grad ab. So ist von Sous-Vide-Gemüse bis zu Joghurt alles möglich. Das Wasser wird durch den kleinen, metallenen Propeller unter der Heizwendel zirkuliert, sodass es überall die gleiche Temperatur hat.

Mit etwa 1,2 Kilo ist der Sous-Vide-Garer nicht gerade leicht. Das Oberteil ist aus lackiertem Kunststoff gefertigt, die zum Bediener geneigte, schwarze, abwischbare Touch-Fläche ist sehr gut zu bedienen. Die Eingabe hat eine schnelle Reaktionszeit, die Restlaufzeit wird über eine Countdown-Anzeige an der Seite mit LED-Lichtpunkten signalisiert. Dadurch lässt sich auch vom Weiten absehen, ob das Wasser Temperatur hat. Zum Starten des Sous-Vide-Garens muss nur die Zieltemperatur und die Laufzeit eingestellt und auf Start gedrückt werden. Eine WiFi-Schnittstelle für eine App ist nicht vorhanden.

Die Fixierung beinhaltet eine Rundhaltung für den Sous-Vide-Stick sowie eine Schraubklemme. So kann der Stick auch an niedrigen Töpfen ab einer Höhe von sieben Zentimetern genutzt werden. Wenn die Klemme erstmal fixiert ist, kann man den Stick einfach herausziehen, ohne an der Klemmschraube drehen zu müssen. Über diese kann der Stick aber auch fest verankert werden.

Der KG310 hat mit 0,5 Grad die geringste Temperaturabweichung im Topf. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, macht der Sous-Vide-Stick darauf mit einem Piepton aufmerksam und geht dann direkt in die Garzeit über. Ab dem Zeitpunkt läuft die gewählte Zeit ab, währenddessen wird die Wunschtemperatur gehalten. Außerhalb des Wasserbads erhitzt sich der Stick nicht, da ein Kontrollsensor erfasst, ob Wasser vorhanden ist. Der Sensor schaltet zudem den Sous-Vide-Stick ab, wenn der Mindestwasserstand erreicht ist.

Der KitchenBoss KG310 ist leicht zu bedienen und hat eine großartige Verarbeitung. Zudem ist er mit einem robusten Propeller ausgestattet, der für Wasserzirkulation sorgt. Der Clou ist die Fixierung, die am Rand verbleibt, während der Stick schnell und einfach entfernt werden kann.

Intuitive Bedienung: Unold 58915 Stick Time und Klarstein Quickstick

Zwei Geräte, die (fast) baugleich sind: Klarstein und Unold. Weil die Funktionen und Bauweise so gut wie identisch sind, betrachten wir die beiden Sous-Vide-Garer hier als ein einzelnes Produkt und gehen nur auf die wenigen Unterschiede wie etwa den Preis ein. In der Qualität unterscheiden sich die Sticks nicht voneinander.

Intuitive Bedienung

Unold 58915 Stick Time

Test Sous Vide Garer: Unold 58915 Stick Time
Der robuste Unold-Stick heizt schnell auf und bietet dank seines hochwertigen Touch-Display und des Drehrad eine einfache Bedienung.
Intuitive Bedienung

Klarstein Quickstick

Test Sous Vide Garer: Klarstein Quickstick
Der robuste Klarstein Quickstick bringt das Wasser schnell auf Temperatur lässt sich komfortabel bedienen.

Beide Sous-Vide-Sticks sind schnell beim Aufheizen und auch die simple Bedienung gefällt uns. Zwischen 25 und 30 Minuten brauchen die Sticks, bis das Wasser unsere Wunschtemperatur erreicht hat. Ebenfalls gut schneidet der Kunststoffpropeller ab, der wirkt, als sei er lange haltbar. Ganz ohne Werkzeug kann die Verdeckung der Heizelemente abgenommen werden, um das Gerät von Kalk oder Schmutz zu befreien, die Reinigung ist somit auch einfach.

Die Sous-Vide-Garer verfügen über gut ablesbare, hochauflösende Displays, die die verbleibende Garzeit sowie die aktuelle und die gewünschte Temperatur anzeigen. Wie bei den meisten Sous-Vide-Sticks deutet ein Piepen an, dass das Wasser heiß genug ist, dann geht es nahtlos weiter mit dem Garen.

Für die Bedienung gibt es Touch-Tasten und ein Drehrad, mit dem man die Zeit und Temperatur einstellt, das geht angenehm schnell. Die maximale Temperatur ist hier 95 Grad, mehr kann nicht eingestellt werden. Die maximale Abweichung beim Messen der Temperatur waren vier Grad, das Ergebnis überzeugt uns. Auch eine maximale Garzeit von knapp 60 Stunden sollte für die meisten ausreichend sein.

Der einzige Unterschied zwischen den beiden Sous-Vide-Garern ist das Zubehör, genauer gesagt das Rezeptbuch und die Anleitung. Klarstein bietet hier sehr wenig, Unold punktet hier mit umfangreicher, mehrsprachiger Anleitung und Ideen für Rezepte.

Schnell und platzsparend: Severin SV 2450

Der Severin SV 2450 ist ein Sous-Vide-Stick, der sogar in die Küchenschublade passt. Außerdem überzeugt er uns mit einfacher Bedienung und ist beim Aufheizen des Wassers der schnellste im Test. Die Cliphalterung ist hier recht niedrig, damit kann man ihn auch für Töpfe ab 15 Zentimeter verwenden. Für uns klare Vorteile gegenüber der Konkurrenz und eine Empfehlung.

Schnell und platzsparend

Severin SV 2450

Test Sous Vide Garer: Severin SV 2450
Der kleinste Stick im Test ist besonders gut für niedrige Töpfe geeignet.

von 13 Lesern gekauft

Stahlblech und Aluminium wirken hochwertig, nur zwei Teile – Clip und obere Kappe – bestehen aus Kunststoff. Der Sous-Vide-Garer ist vergleichsweise schwer, das spricht für uns aber nur für die hochwertigen Materialien.

Für welche Topfgröße man den Stick verwendet, bleibt jedem selbst überlassen, mindestens sollte er 15 Zentimeter hoch sein und das Wasser muss immer bis zur Markierung für den minimalen Wasserstand des Sous-Vide-Sticks reichen, sonst schaltet das Gerät ab oder gar nicht erst ein. Eine sinnvolle Sicherheitsvorkehrung.

Severin SV 2450 - einfaches Bedienfeld
Severin SV 2450.

Gerade mal 21 Minuten hat der Severin-Stick gebraucht, um das Wasser auf 85 Grad zu erhitzen. damit ist er der schnellste im Test. Ein Acryl-Propeller verteilt das durch die Heizspirale erwärmte Wasser im Topf – und das sogar angenehm leise.

Die Differenz zwischen angezeigter und tatsächlicher Wassertemperatur war beim Aufheizen allerdings mit bis zu 10 Grad recht groß. Sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, sind es nur noch 2 Grad Unterschied, das ist in Ordnung.

Die mehrsprachige Anleitung ist recht knapp, ebenso die Gartabelle. Diese hätte deutlich umfangreicher ausfallen können, Abhilfe für dieses Problem schaffen zur Not aber Tabellen aus dem Netz. Die Garzeit einzelner Lebensmittel sollte schließlich berücksichtigt werden.

Ein wirkliches Menü gibt es hier nicht, auf dem Display wird entweder die Garzeit oder die Wassertemperatur angezeigt. Um zwischen beiden Anzeigen zu wechseln, drückt man das Zahnrad, das für die Einstellungen vorgesehen ist. Daneben gibt es noch einen Knopf zum Ein- und Ausschalten. Die Garzeit kann mit Plus- und Minustasten eingestellt und auch nachträglich geändert werden. Einstellen kann man bis zu 100 Stunden Garzeit.

Wenn die Aufwärmphase beendet ist, piept das Gerät und fängt sofort mit der Garzeit an. Praktisch. Einziger Nachteil ist der Acrylpropeller, hier hätten wir uns etwas hochwertigeres und langlebigeres wie Metall gewünscht.

Der Severin-Stick kann nicht nur praktisch verstaut werden, wenn er gerade nicht gebraucht wird, auch seine Leistung und die Bedienfreundlichkeit können sich sehen lassen. Die Verarbeitung hat uns ebenfalls überzeugt und er hat das Wasser am schnellsten aufgeheizt. Für uns eine klare Empfehlung.

Mit Rezepten: KitchenBoss G320

Mit Rezepten

KitchenBoss G320

Test  Schonende Zubereitung: KitchenBoss G320
Der KitchenBoss Sous-Vide-Garer G320 lässt sich sehr leicht und intuitiv bedienen, kommt in top Qualität und allerhand praktischem Zubehör.

Zwar muss man für den G320 von KitchenBoss etwas mehr investieren, der Sous-Vide-Stick ist jedoch jeden Cent wert. Das Material ist stabil und dennoch leicht. Der Stick besteht aus Edelstahl und solidem Kunststoff und ist standardmäßig mit einem Aufbewahrungsbeutel ausgestattet. Im Lieferumfang sind zudem noch zwei Größen an Vakuum-Beuteln inbegriffen. Der Aufbau des Bedienfelds inklusive Farb-Display ist intuitiv. Auf dem LC-Display wird das Menü angezeigt. Über dieses lassen sich auch die 25 eingepflegten Gerichte kinderleicht abrufen.

Die Menü-Navigation funktioniert mittels eines kleinen Rädchens am Bedienfeld. Hier hat der Hersteller wirklich mitgedacht: Das Rad ist magnetisch, wodurch es zur Reinigung problemlos abgenommen werden kann.Der KitchenBoss G320 eignet sich für Töpfe ab einen Höhe von etwa sieben Zentimeter. Mit seinen 1100 Watt hat er zudem ordentlich Power. Nicht zuletzt deshalb verwunderte uns die mit 41 Minuten mehr als lange Aufwärmzeit. Bei den Messungen mit unserem Profi-Thermometer wich die Temperatur um etwa zwei Grad ab, was nicht wenig ist. Das ist allerdings auch der einzige Kritikpunkt.

In der Anwendung machte der Sous-Vide-Stick von KitchenBoss einfach Spaß. Dank der unkomplizierten Bedienung kann man sofort loslegen. Einfach auf On/Off drücken, mit dem Rädchen die Wunschtemperatur einstellen und schon geht es los. Mit der einstellbaren Befestigungs-Spange kann der Sous-Vide-Stick ganz einfach am Topf festgeschraubt werden. Handling und Optik erinnern dabei an eine Schraubzwinge. Die Heizspirale und der Propeller bestehen aus Edelstahl, was für Langlebigkeit spricht. Mit einem nicht zu aufdringlichen Schnurren erhitzte der Stick in unserem Test das Wasser problemlos auf die gewählte Soll-Temperatur.

Er schafft in der Theorie Temperaturen bis zu 90 Grad; die höchste einstellbare Kochzeit ist 99 Stunden und 59 Minuten. Außerdem hat er einen 24-Stunden-Timer sowie eine Überhitzungs- und Abschaltautomatik.

Der KitchenBoss G320 ist durchweg empfehlenswert. Vor allem wer es gerne gemütlich und sicher hat, ist mit diesem Sous-Vide-Stab gut beraten. Der smarte Sous-Vide-Garer hat allerdings auch seinen Preis – der G320 ist mit der teuerste Stick im Test.

Was gibt es sonst noch?

Der Sous-Vide-Garer Quickstick Smart von Klarstein lässt sich per App auch von Weitem steuern. Ob dies sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden. Dafür bietet die App aber auch Sous-Vide-Rezepte. Das Gehäuse mitsamt Metallpropeller ist hochwertig und das Design mit 977 Gramm leicht. Die Temperaturabdeckung geht von 20 bis 95 Grad. Der Stick wird mit einer separaten Klemme am Topfrand fixiert und durch eine runde Öse geschoben. So ist der Stick für alle Topfhöhen geeignet und lässt sich jederzeit schnell entnehmen.

Das kompakte Sous-Vide-Stick Steba SV 60 eignet sich für niedrige sowie hohe Töpfe ab 10 Zentimetern. Verzichtet hat Steba auf ein breiteres Bedienfeld, daher lässt sich der Stick auch in schmaleren Schubladen verstauen. Dadurch sind aber auch die Anzeige und die Tasten vergleichsweise klein. Sie lassen sich aber trotzdem schnell bedienen. Es stehen vier voreingestellte Programme zu Verfügung. Die Temperaturabweichung fällt mit einem Grad gering aus. Das Gehäuse wiegt nur 760 Gramm, ist hochwertig und verfügt über einen robusten Metallpropeller. Leider hält die Bügelklemme den Sous-Vide-Stick nicht richtig straff, sodass er bei Erschütterungen zur Seite kippen kann.

Nicht gerade der hübscheste Sous-Vide-Garer, aber dafür mit solider Leistung: Das ist der Wancle Immersion Zirkulator. Die Verarbeitung finden wir in Ordnung, herausragend ist sie nicht. Dafür hat der Sous-Vide-Garer einen Propeller aus Metall und auch die Bedienung per Touch und Drehrad ist einfach und übersichtlich. Bis zu 100 Stunden kann man hier einstellen und das bei geringer Differenz zwischen angezeigter und tatsächlicher Temperatur – maximal 3 Grad. Einziger Kritikpunkt neben der unschönen Optik: die lange Aufwärmzeit von 39 Minuten.

Ein gummiertes Gehäuse bekommt man beim Caso SV300 – und damit sicher ein langlebiges Modell. Die Bedienung fanden wir allerdings unnötig kompliziert. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, so muss man dies bestätigen, erst dann beginnt die Garzeit. Mitgeliefert wird eine ausführliche Anleitung, das Design kann sich sehen lassen und Bedienfeld sowie das Drehrad an der Seite machen einen soliden Eindruck. Einzig das Rad lässt sich etwas schwer drehen. Zum Aufheizen braucht der Caso ganze 43 Minuten, das können andere Sticks deutlich schneller.

Syntrox Germany 16 in 1, Caso SV900, Steba SV 2, Klarstein Jacuzzi, Profi Cook SV-1112, Klarstein Tastemaker, Severin SV 2447

Sous-Vide-Töpfe im Test

Der Deckel der Sous-Vide-Töpfe spart gegenüber den Sticks einiges an Energie, dafür sind die Töpfe allerdings auch deutlich teurer und nehmen mehr Platz ein. Einfach in der Schublade verstauen kann man sie nicht. Die günstigen Sous-Vide-Töpfe haben nur eine Heizplatte und die Zirkulationspumpe fehlt, dadurch wird das warme Wasser nicht so gleichmäßig verteilt und die Temperatur kann variieren. Sticks sind hier klar im Vorteil.

Wer etwas mehr Geld ausgeben kann und möchte, bekommt aber auch Töpfe mit einer Zirkulationspumpe. Für uns sind das die einzig empfehlenswerten Sous-Vide-Töpfe, schließlich spielt die richtige Temperatur beim Garen eine wichtige Rolle.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Der HochwertigeGeringe Temperatur­abweichungMultitalent
Test Sous Vide Garer: Caso SV900Test Sous Vide Garer: Steba SV 2Test: Russell Hobbs 3in1 Multi Purpose Cooker
Modell Caso SV900 Steba SV 2 Russell Hobbs 25630-56
Pro
  • Erreicht Wunsch­temperatur am schnellsten
  • Einfache Bedienung ohne Schnick­schnack
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Geringste Temperatur­abweichung
  • Wasser­ablauf­schlauch
  • Erreicht schnell Wunsch­temperatur
  • Einfache Bedienung ohne Schnick­schnack
  • Geringste Temperatur­abweichung
  • Auch Braten & Nieder­temperatur-Kochen
  • Hochwertiges Gehäuse & Stein­gut­wanne
  • Deckel dicht + fixierbar
  • Einstech-Temperatur­fühler
  • Temperatur­abweichung gering: 0,2-0,5 °C
Contra
  • Bieg­same Gar­halterung
  • Hoher Preis
  • Lautstärke (Pumpe)
  • Nur akzeptable Gehäuse­qualität
  • Lautstärke (Pumpe)
  • Sehr langsame Aufheiz­zeit
Bester Preis
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Der Hochwertige: Caso SV900

Der Hochwertige

Caso SV900

Test Sous Vide Garer: Caso SV900
Das hochwertiges Gehäuse, die kurzen Aufheizzeiten und die hervorragende Bedienbarkeit machen den SV900 zu unserem Favoriten.

Unser Sous-Vide-Topf mit der hochwertigsten Verarbeitung ist der Caso SV900. Die meisten Sous-Vide-Töpfe bestehen aus Aluminium und Kunststoff, so auch dieser Topf, allerdings ist er äußerst robust verarbeitet und punktet mit ordentlichen Spaltmaßen. Auch das Touchfeld zum Bedienen ist gut verarbeitet und damit deutlich angenehmer als die Standard-Knöpfe der Konkurrenten. Ein weiterer Vorteil: Sein Display lässt sich leicht abwischen, kein Staub oder Dreck kann hier hängenbleiben. Der Sous-Vide-Garer überzeugt uns mit der Verarbeitung und wirkt langlebig.

Während man bei allen anderen Sous-Vide-Garern die Wanne per Hand in die Spüle heben und entleeren muss – oder den gesamten Topf, falls die Wanne fest verbaut ist – gibt es hier einen Schlauch mit Absperrhahn, über den das Wasser bequem abgelassen werden kann. Das dauert zwar etwas, lohnt sich für uns aber dennoch gegenüber dem umständlichen Ausleeren voller Wannen.

Caso SV900 - mit diesem Schlauch lassen Sie das Wasser aus dem Gerät heraus, das dauert aber ziemlich lange
Caso SV900: hier kann das Wasser abgelassen werden.

Neben der guten Verarbeitung ist der Sous-Vide-Topf von Caso auch der schnellste im Test. Er schafft es, das 11 Grad kalte Wasser in 29 Minuten auf 85 Grad aufzuheizen. Einzig die Sous-Vide-Sticks können da mithalten. Eine Zirkulationspumpe sorgt für diesen Geschwindigkeitsrekord, innerhalb der Pumpe wird das Wasser aufgeheizt. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Sous-Vide-Töpfen, die nur über eine Heizplatte verfügen. Dort dauert das Erhitzen des Wassers dementsprechend länger, mehr als 100 Minuten kann man schonmal warten.

Die Differenz zwischen der Temperaturanzeige auf dem Display und der tatsächlich gemessenen liegt beim Caso Sous-Vide-Topf während des Aufheizens zwischen ein und fünf Grad, bei der Zieltemperatur ist es nur ein Grad Unterschied. Das überzeugt uns.

Caso SV900 - unten sehen Sie den Ablauf für die Zirkulation
Caso SV900: Ablauf.

Wer auf Rezeptideen hofft, sucht diese im Handbuch vergeblich, dafür ist es umfangreich und mehrsprachig. Das Menü ist simpel gestaltet, neben eine Knopf zum Ein- und Ausschalten kann der Topf auch gestoppt werden. Die Temperatur oder Uhrzeit kann per Display bequem geändert werden. Akustisch weist ein Piepen darauf hin, dass die Zieltemperatur erreicht ist und fortan gehalten wird.

Der große Nachteil des Caso ist die Lautstärke der Pumpe. So schön sie das Wasser aufheizt und verteilt, ihr Geräusch ist andauernd wahrnehmbar, auch nach dem Aufheizen. Vom Zubehör – Korb und Gargut-Halterung – sind wir ebenfalls nicht begeistert, die Qualität überzeugt uns nicht.

Geringe Temperaturabweichung: Steba SV 2

Geringe Temperatur­abweichung

Steba SV 2

Test Sous Vide Garer: Steba SV 2
Schnelles Aufheizen, einfache Bedienbarkeit und geringe Temperaturabweichung zwichnen den Steba SV 2 aus.

Der Steba SV 2 glänzt zwar nicht mit der besten Verarbeitung, hat dafür aber ein praktisches Feature, denn er bietet z. B. für Stromausfälle eine Memory-Funktion, das ist vor allem bei langen Garvorgängen sehr praktisch.

Die Optik und das Material sind weniger hochwertig als beim Caso, der Steba kommt mit einem Chassis aus Kunststoff und sieh etwas weniger elegant aus. Mit 45 Minuten Aufheizzeit für fünf Liter liegt er im unteren Mittelfeld. Auch dieser Sous-Vide-Topf verfügt über eine Pumpe, die permanent zu hören ist.

Steba SV 2: Wassertemperatur und angezeigte Temperatur weichen höchstens 3° voneinander ab
Steba SV 2: nur minimale Abweichungen bei der gemessenen Temperatur.

Mit zwei bis drei Grad Differenz zwischen angezeigter und gemessener Temperatur kann sich dieses Ergebnis sehen lassen. Ein Signalton weist darauf hin, dass das Wasser fertig aufgeheizt ist und der Sous-Vide-Garer startet dann automatisch mit dem Garen in der vorgegebenen Zeit. Die Gartemperatur wich um drei Grad von der eingestellten ab, das ist aber ein tolerierbarer Unterschied.

Auch hier zirkuliert das Wasser dank Pumpe gleichmäßig, die Lebensmittel sollten aber besser in der dafür vorgesehenen Garguthalterung liegen, ansonsten kann es passieren, dass sie von der Pumpe angesaugt werden und somit diese Öffnung verdecken.

Falls einmal der Strom ausfällt, hat der Sous-Vide-Garer eine Memory-Funktion und setzt den Garprozess einfach an der Stelle fort, wo er unterbrochen wurde. Ist der Wasserstand zu niedrig, ohne dass man es bemerkt, so läuft der Steba-Topf nicht einfach weiter. Ist nicht genug Wasser im Topf, geht der Sous-Vide-Garer auch gar nicht erst an. Diese Sicherheitsmaßnahme finden wir sehr sinnvoll.

Die Bedienung ist simpel, nur das Touch-Display könnte etwas hochwertiger sein, ebenso die Materialien. Hier bekommt man aber einen soliden Sous-Vide-Topf mit praktischen Funktionen.

Multitalent: Russell Hobbs 25630-56

Multitalent

Russell Hobbs 25630-56

Test: Russell Hobbs 3in1 Multi Purpose Cooker
Braten, Kochen und Sous Vide mit einem schicken Steinguttopf, der direkt auf den Tisch kann.

Mit einer Leistung von lediglich 350 Watt und einem Einsatz aus Steingut ist der Russell Hobbs 25630-56 der langsamste Sous-Vide-Topf im Test. Für drei Liter Kaltwasser benötigt er ganze 107 Minuten. Nimmt man stattdessen heißes oder warmes Wasser, geht es deutlich schneller. Der hochwertige Sous-Vide-Topf kocht in einem 6,5-Liter-fassenden, soliden Steinguttopf und besitzt zum Langsam-Garden oder für Sous Vide eine Kabel-Temperatursonde.

Der Sous-Vide-Garer hat keinen fest eingebauten Sensor, unter der Steingutwanne wäre eine Messung viel zu ungenau. Als Temperatursonde dient stattdessen ein verkabeltes Einstech-Stäbchen. Dieses misst beim Sous-Vide-Garen die Wassertemperatur sowie beim Langsam-Garen die Kerntemperatur des Schweinebratens. Dabei gibt es nur eine geringe Abweichung von 0,2 bis 0,5 Grad.

Im Praxistest wurden mittig im Bräter 77 bis 92 Grad gemessen, am Rand 65 bis 100 Grad. Durch die hohe Temperatur am Rand backt hier das Gargut am ehesten an. Das hat bei 100 Grad aber keine negativen Auswirkungen und lässt sich am glasierten Steingut einfach entfernen. Zudem kann man im Steingut mit jedem metallenen Küchenwerkzeug und jedem Reinigungstool arbeiten – anders als bei Wannen aus Alu. Der herausnehmbare Topf fasst zwar nur 6,5 Liter, dafür lässt sich in ihm Essen direkt kochen und man kann ihn auch als Bräter auf den Tisch stellen.

Der Deckel besitzt an unterschiedlichen Stellen Löcher, durch die die Sonde bis zum Wasser oder Gargut heranreicht. Außerdem kann er über zwei Klammern an der Seite fixiert werden. So lässt sich der Sous-Vide-Garer auch gefüllt gut transportieren und der Deckel ist sehr dicht. Das Gehäuse ist hochwertiger als bei anderen preiswerten Sous-Vide-Garern. Die Tasten sind hinter einer abwischbaren Oberfläche mit einer stabilen Struktur.

Der Russell Hobbs 25630-56 ist eine Empfehlung für alle, die neben einem Sous-Vide-Garer auch einen mobilen Bräter haben möchten, der mit geringer Energie Reis quellen lässt oder Fleisch gart.

Was gibt es sonst noch?

Ein preiswerter Sous-Vide-Garer für Einsteiger ist der Profi Cook SV-1112: Die Verarbeitung ist in manchen Bereichen minderwertig, das LCD ist hinter einer eindrückbaren Folie. Zum Wasseraufheizen braucht der Sous-Vide-Topf nur 74 Minuten, jedoch sind hier die Temperaturunterschiede zwischen LCD- und Wassertemperatur mit 14 bis 16 Grad sehr hoch. Positiv ist die ausführliche Gebrauchsanleitung inklusive Rezeptideen und Garzeittabelle. Der Profi Cook setzt nach einem kurzen Stromausfall den Garvorgang fort, die Temperaturzeit lässt sich einfach nachjustieren.

Der Sous-Vide-Garer von Unimat stellt noch elf weitere Programme zur Wahl: Er kann scharf anbraten, kochen und mit niedriger Temperatur Joghurt zubereiten. Mit seinen 1.500 Watt heizt der Sous-Vide-Garer drei Liter kaltes Wasser in nur 15 Minuten. Eine Temperaturanzeige gibt es nicht, sodass man warten muss, bis sich der Sous-Vide-Garer beim Erreichen der Wunschtemperatur meldet. Die Alu-Wanne wackelt aufgrund des auf einer Spiralfeder sitzenden Temperatursensors. Auch das Bedienfeld wirkt minderwertig: Die Tasten haben einen abwischbaren Kunststoffüberzug und geben ein lautes, billiges Klick-Geräusch von sich. Durch die Deckelhalterung tropft das Wasser in den Sous-Vide-Topf, der Deckel hat eine Dichtungslippe. Zudem werden zwei Garguthalterungen mitgeliefert.

Ähnlich unbefriedigende Ergebnisse liefert der Severin SV 2447, er braucht zwar mit 127 Minuten weniger Zeit zum Aufheizen als der Klarstein, dafür sind es nach 127 Minuten auch nur 77 Grad anstatt der eingestellten 85. Für uns ist der Topf damit aus dem Rennen. Auch hier kann die eingestellte Garzeit nicht verändert werden, zudem ist man gezwungen, eine Zeit einzustellen.

Wissenswertes über Sous-Vide-Garen

Sous-Vide-Garen bzw. Niedrig-Temperatur-Garen bedeutet, dass Vitamine, Nährstoffe und Aromen erhalten bleiben. Das funktioniert, weil die Lebensmittel dabei nicht gekocht, sondern nur gegart werden und das sehr langsam bei 40 bis 85 Grad.

Aufgrund der Denaturierung von Eiweiß dürfen Fleisch oder Fisch nur bei 65 Grad gegart werden. Gemüse dagegen braucht mit 80 bis 85 Grad deutlich höhere Temperaturen.

Damit das Sous-Vide-Garen funktioniert, muss das Gargut vakuumiert sein. Dafür benötigt man ein Vakuumiergerät und natürlich Tüten.

Damit die Lebensmittel nach dem Garen auch den richtigen Geschmack haben, werden sie zusammen mit Gewürzen oder Marinade gegart. Wichtig beim Garen ist, dass das Gargut auch Kontakt mit dem Wasser hat.

Bei Sous Vide kommt alles in die Tüte
Alles muss in die Tüte.

Somit klingt das Sous-Vide-Garen vor allem nach großem Zeit- und Kostenaufwand. Warum sollte es sich für den Heimgebrauch also dennoch lohnen? Vor allem, weil man beim Sous-Vide-Garen eigentlich nicht viel falsch machen kann. Wenn das Essen zu lange im Topf bleibt, kann nichts passieren, es wird dadurch nicht matschig.

Auch haben Sous-Vide-Garer den Vorteil, dass sie die Gartemperatur anzeigen, ein Backofen macht das normalerweise nicht – zumindest nicht aufs Grad genau, hierfür braucht man ein spezielles Thermometer. Bei Fleisch wie Hähnchenschenkeln kann es daher schwierig werden, die richtige Temperatur im Ofen zu finden. Im Topf dagegen gart man Geflügel einfach bei 63 bis 65 Grad.

Vorsichtig sollte man dennoch sein, denn Salmonellen werden erst ab einer Temperatur von 70 Grad abgetötet, die über 10 Minuten gehalten werden muss. Dafür kann man das Fleisch aber auch einfach vor dem Sous-Vide-Garen anbraten und bekommt damit gleich noch leckere Röstaromen und eine ansprechende Optik.

Auch die Fleischdicke ist entscheidend. Für einen Zentimeter Dicke braucht man 20 Minuten Garzeit, bei vier Zentimetern wären es dann 90 Minuten. Hilfreich sind hierfür Gartabellen, sie zeigen die Garzeit für alle Zutaten an, so kann nichts schiefgehen.

Sous-Vide-Topf oder Sous-Vide-Stick?

Topf oder Stick? Das ist die wohl entscheidende Frage beim Sous-Vide-Garen. Während Töpfe Heizkessel sind, die über eine Zeit- und Temperatursteuerung verfügen, hängt man den Stick einfach in einen vorhandenen Topf. Mit dabei bei den Sous-Vide-Töpfen ist normalerweise ein Deckel, Körbe bzw. Garguthalter und das Fassungsvolumen beträgt fünf bis sieben Liter. Die Halterungen sind wichtig, damit das Wasser gleichmäßig um das Gargut fließen kann und alles gleichmäßig gegart wird.

Vor allem, wenn keine Zirkulationspumpe verbaut ist, ist das von Vorteil. Die meisten Sous-Vide-Garer in unserem Test arbeiten nur mit Heizplatten, die unter dem Tank verbaut sind, dieses System empfinden wir als wenig empfehlenswert.

Caso SV900 - schnell beim aufheizen und hochwertig gebaut
Caso SV900: hochwertig.

Durch den vorhandenen Deckel – bei Sous-Vide-Sticks lässt sich der Topf nicht mehr dicht schließen – geht kaum Energie verloren, vor allem bei langen Garprozessen ist das ein enormer Vorteil. Auch die Aufheizzeit ist dadurch kürzer.

Aber Sous-Vide-Töpfe nehmen auch viel mehr Platz weg als Sous-Vide-Sticks, die teilweise sogar in die Schublade passen. Außerdem haben sie eine feste Kapazität, wer mehr gleichzeitig garen will, braucht einen zweiten Topf oder muss warten. Sous-Vide-Sticks dagegen können bis zu 20 Liter Wasser heizen, auch wenn das in der Praxis wahrscheinlich nicht gut funktionieren würde, die Zirkulation dürfte schwierig werden. Dennoch sind hinsichtlich der Flexibilität Sous-Vide-Sticks klar im Vorteil.

Sous-Vide-Töpfe können zudem außen sehr heiß werden, vor allem am Deckel. Leider heizen sich aber teils auch Griffe und Kanten auf bis zu 90 Grad auf, anfassen sollte man dann lieber nichts mehr.

So haben wir getestet

Bei insgesamt 28 Sous-Vide-Garern – Sticks und Töpfe – geht einiges an Platz in der Küche verloren. Daher haben wir zunächst getestet, wie gut und schnell die Sous-Vide-Garer das Wasser aufheizen und danach mit unseren Favoriten einige Wochen weitergetestet. Gegart wurde dabei sowohl Fleisch bzw. Fisch (ca. 65 Grad) als auch Gemüse (über 80 Grad).

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Die Sous-Vide-Garer aus der ersten Testrunde.

Um zunächst zu ermitteln, wie gut das Wasser aufgewärmt wird, haben wir die Sous-Vide-Garer mit 11 Grad kaltem Wasser getestet, das Sticks und Töpfe auf 85 Grad aufheizen mussten. Dabei haben wir die Temperatur gemessen und mit der angezeigten verglichen. Die Differenz betrug dabei bis zu 15 Grad, vor allem bei den Sous-Vide-Töpfen. Sous-Vide-Sticks dagegen erreichen die angezeigte Temperatur ziemlich exakt.

Sticks haben beim Aufheizen definitiv die Nase vorn, da sie eine eingebaute Zirkulation haben – einen Propeller aus Metall, Kunststoff oder Acryl. Damit wird die Wärme des »Tauchsieders« (denn so ähnlich funktionieren die Sticks) gleichmäßig im Topf verteilt. Nur zwei der empfohlenen Töpfe konnten da mithalten.

Severin SV 2447 - schafft es nicht, die Temperatur über 80° zu bringen, keine Empfehlung!
Severin SV 2447: hier haben wir die 80 Grad nicht erreicht.

Unser Aufwärmtest war allerdings eine Extremsituation, denn normalerweise füllt man einfach warmes Leitungswasser in den Sous-Vide-Topf, dann geht es auch schneller mit dem Aufheizen.

Neben der Zeit war für uns auch die Bedienfreundlichkeit entscheidend. Kann die Garzeit oder Temperatur nachträglich geändert werden? Nicht bei allen Sous-Vide-Garern ist das möglich.

Der dritte Punkt war die Verarbeitung und das Material, Spaltmaße, wie stabil das Ganze ist und natürlich auch das Zubehör.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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