Test: Kontaktgrill Praxis

Kontaktgrills im Test : Kompaktes Grillvergnügen

Update 27.01.2022

Mit einem Kontaktgrill kann man das ganze Jahr über drinnen Steaks, Würste und Burger braten. Sie sind zudem platzsparend, benötigen wenig Energie und wenig Fett. Auch Sandwiches lassen sich mit ihnen zubereiten. Wir haben 16 Kontaktgrills getestet.

Update 27. Januar 2022

Wir haben fünf weitere Grills getestet. Der De’Longhi MultiGrill und der Severin KG 2392 sind neue Empfehlungen.

Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Kontaktgrills sind für das Braten mit wenig Fett gedacht. Sie besitzen Grillplatten mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Rillen. Diese sorgen auch für das Grillrost-Muster auf Bratwurst oder Steak. Die Grills haben eine kompakte Bauform und verbrauchen wenig Energie. So ist die Zubereitung gegrillter Speisen mit ihnen sparsamer als im Ofen und schneller als in der Pfanne. Mit entsprechendem Zubehör können die Kontaktgrills auch Sandwich-Toaster und Waffeleisen ersetzen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Berechnet Garzeit automatischVielseitig einsetzbarRobust und mit TimerFür größere MahlzeitenPreistipp
Test  Kompaktes Grillvergnügen: Tefal OptiGrill+ GC712DTest  Kompaktes Grillvergnügen: De'Longhi MultiGrill CGH1030DTest  Kompaktes Grillvergnügen: Caso DG 2000Test  Kompaktes Grillvergnügen: Steba PG 4.4Test  Kompaktes Grillvergnügen: Severin KG 2392
Modell Tefal OptiGrill+ GC712D De'Longhi MultiGrill CGH1030D Caso DG 2000 Steba PG 4.4 Severin KG 2392
Pro
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Solide und schwer
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Schnelles Aufheizen
  • Oben/Unten separat nutzbar
  • Ofen-Aufstellung in Stufen
  • Tisch-Grill-Option
  • Große Fläche
  • Erstklassig solide
  • Schwerer Deckel
  • Timer mit Abschaltung und Restzeit
  • Gerät äußerlich sehr warm, aber kein Verbrennen
  • Fetttank integriert (Schublade)
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • XL-Grillfläche: 851 cm²
  • Dicke Platten für konstante Temperaturen
  • Einfache Reinigung durch niedrige Rillen
  • Schieberegler für Temperatur
  • Höhenfixierung verhindert Zerdrücken von weichem Bratgut
  • Ofen-Aufbau mit mechanisch sichtbarer Höhenfixierung
  • Echter Off-Schalter: 0,0 Watt
  • Flache Platten - Spülmaschine
  • Solider, wertiger Korpus & Gelenke
  • Große Auffangschale
Contra
  • Temperatur nur bis 230 Grad
  • Schwerer Deckel, weiches wird zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Drehwahl-Tasten nicht so wertig wie der Look
  • Verschmutzung der vorn unten liegenden Bedienelemente
  • Reinigung des Geräte-Bodys
  • Lange Aufheizzeit
  • Keine Grillstreifen
  • Seiten werden sehr heiß, kein Verschieben möglich
  • Lange Aufheizzeiten bis 8 Minuten
  • Nur bis 245 Grad
  • Punktuell minderwertige Grate
  • "Temperatur erreicht" nur visuell
Bester Preis
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Berechnet Garzeit automatisch: Tefal OptiGrill+ GC712D

Berechnet Garzeit automatisch

Tefal OptiGrill+ GC712D

Test  Kompaktes Grillvergnügen: Tefal OptiGrill+ GC712D
Der OptiGrill berechnet automatisch die exakte Garzeit, gibt akustische Meldungen und hat eine visuelle, farbliche Anzeige.

Der Tefal OptiGrill+ GC712D ist günstiger als die anderen Modelle von Tefal. Der Kontaktgrill berechnet mithilfe der Dicke sowie der Art des Grillguts die optimale Garzeit. Der Garzustand wird stufenweise auf einem Farb-Display am Gerät angezeigt und ein akustischer Piepser meldet Veränderungen bzw. die Fertigstellung. Danach wechselt das Gerät automatisch in den Warmehalte-Modus.

Der Grill wiegt 4,8 Kilo und ist damit solide und standfest. Die festsitzenden Metallgelenke halten den Deckel stramm in Position. Dieser lässt sich nicht auf eine bestimmte Höhe fixieren. Die Grillplatten sind stark geneigt. Somit fließen Fett und Flüssigkeiten schnell ab und das Gargut wird nicht gekocht, sondern geröstet. Dadurch bekommen Fleisch und Fisch auch eine schöne Färbung und deutliche Grillstreifen.

Die Grillplatten können leicht entnommen werden, hinter den Platten befinden sich die Heizwendel. Die Platten aus beschichtetem Alu sind sehr leicht. Die Rillen sind recht tief, daher ist das händische Auswischen von Resten und Fett recht mühsam. Aufgrund der Beschichtung klebt aber nichts an. Die Grillplatten können zwar in die Spülmaschine, sie sollten aber trotzdem besser per Hand gereinigt werden. Für leichte Verschmutzungen reicht auch etwas Küchenpapier. Wenn man den Kontaktgrill aufklappt, tropft Fett von der oberen Grillplatte hinter das Gerät. Aufgrund der am Griff befindlichen Bedienelemente, sowie der ausladenden Grillplatten wird das Gerät selbst nicht besonders schmutzig.

Die Grillplatten brauchen drei bis vier Minuten zum Aufheizen. Sie können Wärme nicht so gut speichern, sodass sie durch kaltes Grillgut merklich abkühlen. Nach Einschalten des Geräts wählt man zunächst den Typ des Garguts aus und bestätigt die Eingabe mit »OK«. Ist das Aufheizen abgeschlossen, kann das Grillgut eingelegt und erneut bestätigt werden. Das Farbdisplay zeigt dann den Verlauf des Garzustands an. Bevorzugt man Medium Rare, entnimmt man das Grillgut einfach vorzeitig. Hat der Kontaktgrill die höchste Stufe erreicht, schaltet er in den Warmhalte-Modus. Über den Befehl »Temp-Control« lassen sich auch Zeit und Temperatur manuell festlegen. Die Gebrauchsanleitung ist gut gemacht, außerdem gibt es ein paar Rezepte für Steaks und Sandwiches.

Zusätzlich bietet der OptiGrill+ ein optionales Zubehör, mit dem er viele Aufgaben des Backofens übernehmen kann. In der 1,6-Liter-großen Backschale können Bratwürste oder Spiegeleier gebraten werden. Außerdem kann man mit ihr Aufläufe zubereiten oder Kuchen backen. Ein weiteres Zubehör ist die Waffelplatte, mit der man mit dem Kontaktgrill auch belgische Waffeln herstellen kann. Das Zubehör kostet allerdings auch ordentliches Geld. Etwas teurer ist auch die smarte Ausführung des Grills mit Steuerung per App. So kann man bei dem GC730D OptiGrill+ Smart via Bluetooth-Verbindung den Garverlauf verfolgen und weitere Rezepte erhalten.

Die Grillplatten werden 230 Grad heiß und nicht wie vom Hersteller angegeben 275 Grad. Burger-Brötchen und Sandwiches werden vom Deckel ganz schön platt gedrückt, geöffnet tropft er ein wenig auf den Tisch. Des Weiteren ist die Größe des OptiGrill+ GC712D limitiert: Wenn man gleichzeitig sechs bis acht Portionen grillen möchte, reicht der Platz nicht mehr aus.

Vielseitig einsetzbar: De’Longhi MultiGrill CGH1030D

Vielseitig einsetzbar

De'Longhi MultiGrill CGH1030D

Test  Kompaktes Grillvergnügen: De'Longhi MultiGrill CGH1030D
De'Longhi punktet mit separat einstellbarer Hitze, schnellem Aufwärmen und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten.

Der MultiGrill von De’Longhi überzeugt mit seiner Leistung, seiner beinahe Profi-Verarbeitung und seiner Vielseitigkeit. Er kann als Ober-Unterhitze-Ofen und Tischgrill genutzt werden, die beiden Platten müssen getrennt bedient werden. Jede Platte hat ein eigenes Thermostat und sie werden einzeln auf dem Status-Display angezeigt. So kann man den Kontaktgrill vielseitig einsetzen.

Mit 304 Grad ist der De’Longhi das heißeste Modell im Test, diese Temperatur erreicht er in rund 5 Minuten. Das muss wohl an technisch gut gelösten Heizplatten liegen, denn mit 2.000 Watt ist die Nennleistung nicht höher als bei den Konkurrenzmodellen.

De'Longhi MultiGrill: zwei Thermostate, separat für unten und oben; hier in fixierter Ofen-Position (mehrstufig)
Der De’Longhi hat für jede Platte ein Thermostat, sie werden separat auf dem Display angezeigt.

Über die beiden Dreh-Thermostate wird jeweils die Temperatur für die untere und obere Heizplatte eingestellt. Ist die Betriebstemperatur erreicht, geben das Display und ein Ton darüber Auskunft. Über den Timer kann man eine Laufzeit bestimmen, sodass man die Abschaltung nicht vergisst. Es kann auch eine Warmhaltezeit eingestellt werden, wodurch auf eine niedrigere Temperatur reduziert wird.

Zusätzlich gibt es die »Sear«-Versiegelungstaste für unten und oben separat. Bei niedrigen Temperaturen von beispielsweise 260 Grad heizt sie die Platten kurz auf das Maximum von 300 Grad für das scharfe Anbraten von etwa Fleisch. Dadurch entfällt das manuellen Reduzieren der Temperatur zum Durchbraten.

Die Ofenaufstellung lässt sich über eine Ratsche am rechten Gelenk in Stufen einstellen: Der Deckel fällt beim Aufklappen in unterschiedliche Einrastpositionen, sodass er die Burger-Brötchen nicht zerdrückt.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrills Update102021 Delonghi Multigrill Cgh1030d
Beim Aufheizen bis zu 300 Grad ist scharfes Anbraten kein Problem.

Den MultiGrill gibt es optional im Set mit drei Plattenvarianten: Standard, mit Waffelmusterung und flach für Raclette. Die Verarbeitung ist insgesamt sogar etwas besser als beim OptiGrill von Tefal. Die Konstruktion des DeLonghi-Modells hat aber auch einen Nachteil: Die Bedienelemente und das Display auf der Vorderseite werden immer wieder schnell verschmutzen. Die Dreh-Thermostate sind aus verchromten Kunststoff und daher nicht ganz so wertig.

Mit 792 cm² hat der MultiGrill die gleiche Fläche wie das Tefal-Modell, er ist dabei jedoch besser gebaut, schneller und vielseitiger.

Robust und mit Timer: Caso DG 2000

Robust und mit Timer

Caso DG 2000

Test  Kompaktes Grillvergnügen: Caso DG 2000
Temperatur und Garzeit kann man hier selbst bestimmen. Das Gerät ist robust und mit Timer und abnehmbaren Platten ausgestattet.

Der DG 2000 von Caso ist robust und besitzt einen Timer sowie ein Thermostat mit digitaler Anzeige. Die Garzeit und Temperatur kann man individuell festlegen. Nach Ende des Vorheizens legt man das Grillgut auf. Der Timer läuft rückwärts und zeigt so die verbleibende Garzeit an. Nach Ablauf wird die Heizung abgeschaltet. Zum Warmhalten muss man also selbst am Thermostat eine geringe Temperatur einstellen. Die ausgewählten Temperaturen und die tatsächlichen Temperaturen der Platten stimmen exakt überein.

Am Caso DG 2000 befinden sich abnehmbare Platten und eine Auffangschublade. Die untere Grillplatte ist deutlich geneigt und hat einige Noppen. Dadurch rutscht das Grillgut nicht herunter. Flüssigkeit und Fett fließen nur dann ab, wenn es davon zu viel auf der Grillfläche gibt. Die Heizwendel sind in die Platten integriert, was ein schnelles Aufheizen ermöglicht. Die Höchsttemperatur ist oben und unten 240 Grad. Von außen wird der Kontaktgrill aber nicht zu heiß, sodass man ihn auch im Betrieb verschieben kann. Die gut gemachte Anleitung enthält zudem Rezepte.

Der Geräte-Body ist leider stetig verschmutzt, weil die Grillplatten nicht bis zum äußeren Rand reichen. Daher bleiben daneben immer Fettspritzer oder Flüssigkeit. Auch das LDC mit seinen Tasten und umlaufenden Fugen verschmutzt schnell. Die Ritzen und Fugen am Scharnier in der Mitte lassen sich auch schlecht reinigen. Bei geöffnetem Deckel tropft Flüssigkeit auf den Bereich des Scharniers.

Für größere Mahlzeiten: Steba PG 4.4

Für größere Mahlzeiten

Steba PG 4.4

Der PG 4.4 von Steba hat eine XL-Grillfläche von 851 Quadratzentimetern und kann so viele Portionen gleichzeitig zubereiten. Die Platten sind nicht nur größer, sondern auch schwerer und dicker. So dauert das Vorheizen auf 220 Grad ganze sieben Minuten. Die Maximaltemperatur beträgt 250 Grad. Bratwürste gelingen dem Kontaktgrill besonders gut, auf 180 Grad aufgeklappt reicht der Platz für 20 Stück. Grillstreifen sind dagegen keine Stärke, da das Grillgut zu flächig aufliegt.

Die Rillen sind niedrig und daher leicht zu reinigen. Dabei genügt es meist, die Platten einfach mit einem Stück Küchenpapier abzuwischen. Die Grillplatten sind nicht geneigt, sodass Flüssigkeit nicht abfließen kann. Es wird auch kein Tropfgefäß mitgeliefert, man kann aber eine kleine Schüssel unter den Fettablauf stellen. Das Netzkabel ist lang, die Bauweise des Kontaktgrills solide und die gute Anleitung liefert auch Rezepte.

Am Thermostat wählt man über einen Schieberegler die verschiedenen Garstufen, die bestimmte Temperaturbereiche umfassen. Die Anleitung gibt Auskunft darüber, welche Stufe für welches Lebensmittel geeignet ist. Eine Temperaturskala wäre bequemer und eindeutiger. Der obere Deckel lässt sich auf eine bestimmte Höhe fixieren, sodass er das Grillgut nicht zu sehr zerquetscht. Der Steba PG 4.4 wird im Betrieb äußerlich sehr heiß, sodass man ihn nicht ohne Weiteres verschieben kann.

Preistipp: Severin KG 2392

Preistipp

Severin KG 2392

Schnell aufheizen kann der KG 2392 von Severin zwar nicht, doch er hat ein Reihe anderer Pluspunkte und einen günstigen Preis zu bieten. Tischgrill und Ofenaufstellung ist mit ihm möglich dank einer langlebigen und durchdachten Mechanik: An der rechten Seite stützt sich ein Abstandhalter auf eine kleine Treppe.

Es bedarf ein wenig Übung, damit beim Öffnen das Fett nicht vom oberen, frei schwingenden Grill auf die Arbeitsplatte tropft. Hier hilft schwungvolles Öffnen, dann rastet der Grill am Gelenk ein und das Fett tropft hinter das Gerät in die große Auffangwanne. Dabei wird allerdings der schwarze, dünne Abstandhalter, der ein Zusammenschlagen der Grillplatten verhindert, immer wieder verschmutzt.

Severin KG 2392: einfach und solide - auf den Treppchen stellt sich die Ofen-Höhe ein.
Über das Treppchen wird die Höhe eingestellt.

Die flache Keramik-Heizplatte liegt flächig unter den Grillplatten. Im Vergleich zu in der Platte verbauten oder offenen Heizelementen braucht sie deutlich länger zum aufheizen, nämlich ganze acht Minuten. Bei der Konkurrenz sind es gerade mal dreieinhalb bis fünf Minuten. Darüber hinaus erreicht der Severin ein Hitze von höchstens 245 Grad. Die Keramikelemente haben nur einen Vorteil: Da mehr aufgeheizte Fläche vorhanden ist, kühlt kaltes Grillgut die Plattenoberfläche nicht so stark ab.

Die Bedienung ist sehr einfach: Über das Schiebe-Thermostat wird eine grobe Temperatur eingestellt, während der Aufheizphase leuchtet die Statusleuchte grün. Positiv: Der Kontaktgrill verfügt über einen richtigen Off-Schalter, sodass er bei Nichtbenutzung keinen Strom verbraucht.

Der Severin hat eine solide Konstruktion aus Guss und Aluminium, dicke Gelenke und ein hohes Eigengewicht. Der günstige Preis spiegelt sich nur im Temperaturschieber wider, dort sind unschöne Grate zu sehen.

Die Auffangwanne befindet sich vollständig unter dem Severin KG 2392 und wird bequem nach vorn herausgezogen. Nachteilig ist, dass das Erreichen der Gartemperatur nur visuell und nicht auch zusätzlich akustisch angezeigt wird.

Was gibt es sonst noch?

Der Tefal OptiGrill Elite GC750D ist im Grunde gleich gebaut wie der OptiGrill+ GC712D. Auch dieser Kontaktgrill berechnet die Garzeit anhand der Dicke und des Typs des Garguts. Insgesamt bietet das Gerät zwölf Programme sowie den Modus »Grillstreifen intensiv« und »Auftauen« zum Beispiel bei gefrorenen Burger-Pattys. Bedient wird der Grill über Touch-Tasten, ein Farb-LCD gibt Anweisungen und zeigt den Garzustand an. Die Maximaltemperatur liegt bei 230 Grad. Ob die Zusatzfunktionen den Aufpreis wert sind, ist Geschmackssache.

Mit der Nutzfläche von 800 cm² des Tefal OptiGrill XL GC722D kann man vier bis sechs Personen bekochen. Mit einer Leistung von 2.000 Watt ist der Tefal allerdings auch untermotorisiert, sodass die Aufheizzeit um beide Platten auf die Höchsttemperatur von 288 Grad zu heizen ganze acht Minuten beträgt. Die Garzeit wird nach Typ und Dicke des Garguts berechnet. Die erreichte Garstufe wird mit einem akustischen Signal und Farben angezeigt. Das Fett läuft aufgrund der deutlichen Neigung sehr schnell ab, für manches Gargut vielleicht ein wenig zu schnell.

Der Aufbau des Geräts ist wuchtig und schwer, allerdings schwingt der Deckel etwas in der Höhe. In Sachen Stabilität könnte das hochbeinige Modell besser sein. Die optionale Backschale scheint für Vielseitigkeit zu sorgen, doch mangels Ofen- und Tischgrill-Option ist die nicht gegeben. Der Deckel zerdrückt die weichen Burger-Brötchen und die Oberseite lässt sich nicht auf einer Höhe fixieren. Nach der Benutzung sollte man den Tefal vom Netz trennen, da er sonst 0,36 Watt verbraucht.

Der Aigostar Hitte 30HFA ist vor allem für Singles geeignet, die nicht allzu viel Geld investieren möchten. Die Grillfläche ist mit zwei Steaks oder drei Würstchen schon voll belegt. Die Leistung des Kontaktgrills beträgt 1.500 Watt, dadurch kühlen die Grillplatten schnell ab, wenn kaltes Grillgut aufgelegt wird. Doppel-Sandwiches oder -Burger werden stark gequetscht, da die Öffnung des Grills relativ klein ist.

Der Aigostar ist kompakt und leicht und arbeitet vor allem bei niedrigen, sowie mittleren Temperaturen bis zu 175 Grad ideal. Die Färbung und die Grillstreifen sind ordentlich. Auf der Rückseite befindet sich die Fettwanne. Die Temperatur lässt sich an einem Drehknopf verstellen. Die Platten sind am insgesamt solide verarbeiteten Grill fixiert, dadurch wird die Reinigung etwas umständlich. Die knappe Anleitung ist zudem schlecht übersetzt.

Der Inicio GC241D ist das Einsteigermodell von Tefal. Die fixierten Platten sind nicht geneigt und heizen ziemlich schnell auf. Die Maximaltemperatur von 190 bis 200 Grad reicht gerade mal für zarte Grillstreifen. Da die Fugen niedrig sind und die Flüssigkeit nicht schnell abläuft, wird das Fleisch eher gekocht als geröstet. Material und Verarbeitung hinken dem OptiGrill+ hinterher, der Deckel tropft auf die Arbeitsfläche und die Öffnung ist nicht groß genug für Doppel-Sandwiches.

Der Bosch TFB4402V schafft bis zu 240 Grad, hat abnehmbare Grillplatten und ist somit leicht zu reinigen. Die Platten sind nicht geneigt, sodass das Fett nicht abläuft. Der Deckel kann zum Braten fixiert werden. Das Kunststoffgelenk scheint nicht sehr stabil verarbeitet und das Drehthermostat ist schwer zu bewegen, verschmutzt häufig durch Fett und arbeitet ungenau.

Wissenswertes über Kontaktgrills

Kontaktgrills arbeiten mit wenig Fett und wenig Energie. Sie erreichen Temperaturen von bis zu 270 Grad, bei besseren Modellen kann die Temperatur über ein Thermostat eingestellt werden. Hohe Temperaturen sind vor allem für scharfes Anbraten und deutliche Grillstreifen nötig. Einige Modelle können zu 180 Grad aufgeklappt und so als Tischgrill genutzt werden.

Die Grillplatten sind meist aus Aluminium, somit recht leicht und heizen dementsprechend schnell auf. Sie speichern meist aber auch wenig Wärme, sodass sie durch kaltes Grillgut stark abkühlen. Das erhöht die Zubereitungszeit und verhindert scharfes Anbraten. Die beschichteten Platten sind ebenso empfindlich wie eine beschichtete Pfanne. So sollte man auf ihnen keine metallischen Gegenstände verwenden, keinen Stahlschwamm benutzen und sie auch nicht in der Spülmaschine reinigen. Kleine Verschmutzungen können mit einem Stück Küchenpapier entfernt werden. Die Beschichtung hält länger, wenn die Platte nach jeder Reinigung mit Fett oder Öl eingerieben wird.

Es gibt sowohl fixierte, als auch abnehmbare Grillplatten. Vor allem bei Einstiegsmodellen sind die Platten häufig fixiert, sodass zur Reinigung das ganze Gerät aufgeklappt über die Spüle gehoben werden muss. Abnehmbare Platten sind mechanisch verankert und lassen sich in der Spülmaschine oder von Hand säubern. Die Heizwendel befindet sich meist hinter den Platten oder sind in ihnen integriert.

Fettwannen werden entweder vorne oder hinten in das Gerät geschoben und fangen überschüssiges Fett und Flüssigkeit auf. Bei Kontaktgrills mit geneigten Grillplatten läuft das Fett besser ab. Vor allem bei Tischgrills ist die Neigung nicht stark ausgeprägt, sodass das Fett nicht ablaufen kann. Je nach dem wie viel Wert man auf fettarmes Grillen legt, sollte man darauf achten.

Möchte man häufig viele Portionen grillen, sollte man sich einen Kontaktgrill mit großer Grillfläche anschaffen. Hier sollten mindestens sechs Toast-Scheiben Platz finden. Bei einem großen Gerät sollten zudem Leistung und Maximaltemperatur höher sein. Idealerweise haben große Kontaktgrills auch dicke Grillplatten, die viel Wärme speichern können.

Kontaktgrills werden im Betrieb – auch äußerlich – sehr heiß. Ein Verschieben ist dann nicht mehr mit bloßen Händen möglich. Man sollte das Gerät auch immer erst ganz abkühlen lassen, bevor man es reinigt oder wegstellt.

So haben wir getestet

Die Kontaktgrills wurden im heimischen Umfeld getestet. Über mehrere Wochen wurden mit ihnen Sandwiches, Steaks, Burger-Pattys, Rostbratwürste, Gemüse und Grillkäse zubereitet. Entscheidende Kriterien waren dabei die Verarbeitung, Stabilität und Materialien, sowie die Bedienung. Außerdem wurden die Verschmutzung und anschließende Reinigung beurteilt. Schlussendlich war auch das Ergebnis ausschlaggebend: Die Färbung und Grillstreifen wurden berücksichtigt und auch die Frage, wie viel und welches Grillgut in den Kontaktgrill passt.

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