Test: Kontaktgrill Praxis

Kontaktgrills im Test : Grillen in der Küche

Update 22.07.2022

Zum Grillen ist man nicht zwangsläufig auf schönes Wetter und einen großen Grill im Garten angewiesen, denn mit einem kleinen Kontaktgrill lassen sich auch in der Küche allerlei Leckereien zubereiten – egal ob Fleisch, Toast oder Gemüse. Wir haben 16 Kontaktgrills getestet.

Update 22. Juli 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

27. Januar 2022

Wir haben fünf weitere Grills getestet. Der De’Longhi MultiGrill und der Severin KG 2392 sind neue Empfehlungen.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Wer auch im Winter nicht auf sein frisch gegrilltes Steak verzichten möchte, sollte über die Anschaffung eines Kontaktgrills nachdenken. Ein solcher Kontaktgrill nimmt in der Küche nicht viel Platz weg, brät ohne viel Fett und liefert dank seiner Rillen trotzdem das bekannte Grillrostmuster.

Und das Beste: Mit einem Kontaktgrill ist man nicht nur in puncto Fleisch versorgt, sondern kann sich auch Gemüse, Sandwiches, Grillkäse und einiges mehr zubereiten.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Selbständige Berechnung der GarzeitSchnell und flexibelBedienung per TimerRiesige GrillflächeFür Schnäppchenjäger
Test  Kompaktes Grillvergnügen: Tefal OptiGrill+ GC712DTest  Kompaktes Grillvergnügen: De'Longhi MultiGrill CGH1030DTest  Kompaktes Grillvergnügen: Caso DG 2000Test  Kompaktes Grillvergnügen: Steba PG 4.4Test Grillen am Tisch: Severin KG 2392Grillen am Tisch Test: Tefal Optigrill 707Test Grillen am Tisch: Tefal OptiGrill Elite GC750DTest Grillen am Tisch: Tefal OptiGrill XL GC722DTest Grillen am Tisch: Aigostar Hitte 30HFATest Grillen am Tisch: Tefal Inicio GC241DTest Grillen am Tisch: Princess 112536Grillen am Tisch Test: Bosch Tfb4402vTest Grillen am Tisch: TZS First Austria FA-5344-2Test Grillen am Tisch: George Foreman 25030-56
Modell Tefal OptiGrill+ GC712D De'Longhi MultiGrill CGH1030D Caso DG 2000 Steba PG 4.4 Severin KG 2392 Tefal OptiGrill Deluxe GC707 Tefal OptiGrill Elite GC750D Tefal OptiGrill XL GC722D Aigostar Hitte 30HFA Tefal Inicio GC241D Princess 112536 Bosch TFB4402V TZS First Austria FA-5344-2 George Foreman 25030-56
Pro
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Solide und schwer
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Schnelles Aufheizen
  • Oben/Unten separat nutzbar
  • Ofen-Aufstellung in Stufen
  • Tisch-Grill-Option
  • Große Fläche
  • Erstklassig solide
  • Schwerer Deckel
  • Timer mit Abschaltung und Restzeit
  • Gerät äußerlich sehr warm, aber kein Verbrennen
  • Fetttank integriert (Schublade)
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • XL-Grillfläche: 851 cm²
  • Dicke Platten für konstante Temperaturen
  • Einfache Reinigung durch niedrige Rillen
  • Schieberegler für Temperatur
  • Höhenfixierung verhindert Zerdrücken von weichem Bratgut
  • Ofen-Aufbau mit mechanisch sichtbarer Höhenfixierung
  • Echter Off-Schalter: 0,0 Watt
  • Flache Platten - Spülmaschine
  • Solider, wertiger Korpus & Gelenke
  • Große Auffangschale
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Frozen + 6 Programme
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Garstufe mit akustischem Signal
  • Frozen + 12 Programme (Grillstreifen intensiv)
  • Fett läuft schnell ab, deutliche Neigung, Haltepunkte
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Bis 288 Grad
  • Große Fläche, 800 statt 600 cm²
  • Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet
  • Fett läuft schnell ab
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Backschale optional
  • Schnell-Anleitung + Erklärkarte
  • Temperatur am Drehknopf
  • Ideal für kleine Mengen, Single-Haushalte
  • Ausreichend Solide
  • Tropfwanne hinten
  • Schnelles Aufheizen: 2:30 min
  • Ober- Unterhitze Aufstellung
  • Flache Platten, einfaches Spülen
  • On/Off 0,0 Watt
  • Tischgrill-Option
  • 4 Plattenvarianten inklusive
  • Einfache Reinigung durch entnehmbare Platten
  • Off-Schalter: 0,0 Watt
  • Bis 240 Grad (Messung)
  • 180-Grad-Tischgrill
  • Reinigung: Platten abnehmbar
  • Platten identisch, oben/unten tauschbar
  • Drehkknopf-Thermostat: schwer und ungenau
  • XXL Fläche: 6 Toast-Scheiben
  • Reinigung: Platten entnehmbar
  • Drehkknopf-Thermostat
  • Solide Konstruktion, Arme aus Metall
  • Ausreichend solide und kompakt
  • Kippständer für besseren Fettablauf
Contra
  • Temperatur nur bis 230 Grad
  • Schwerer Deckel, weiches wird zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Drehwahl-Tasten nicht so wertig wie der Look
  • Verschmutzung der vorn unten liegenden Bedienelemente
  • Reinigung des Geräte-Bodys
  • Lange Aufheizzeit
  • Keine Grillstreifen
  • Seiten werden sehr heiß, kein Verschieben möglich
  • Lange Aufheizzeiten bis 8 Minuten
  • Nur bis 245 Grad
  • Punktuell minderwertige Grate
  • "Temperatur erreicht" nur visuell
  • Hoher Preis
  • Schwerer Deckel, weiches zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Hoher Preis
  • Temperatur nur bis 230 Grad (Messung)
  • Schwerer Deckel, weiches wird zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Ein stückweit wackelige Chassis-Konstruktion
  • Keine Aufstellung als Ofen
  • Schwerer Deckel, weiches wird zerdrückt
  • Deckel tropft nach hinten
  • Langsames Aufheizen, 8 Minuten bis 288 Grad Max.
  • Off: 0,36 Watt
  • Max 200 Grad
  • Reinigung umständlich
  • Schlechte Anleitung
  • Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches
  • Umständliche Reinigung aufgrund fixierter Platten
  • Platten ohne Gefälle, Fett läuft nicht ab, Deckel tropft nach hinten
  • Temperatur nur bis 190-200 Grad (Messung)
  • Material und Verarbeitung
  • Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches
  • Fummelige, instabile Ofen-Aufstellung
  • Verschleiß Kunststofgelenk
  • Winzige Fettwanne
  • Verarbeitung, Material: Kunststoff­gelenk
  • Platten ohne Gefälle, Fett läuft nicht ab
  • Verunreinigte Armatur, Reinigung Gerätefront
  • Temperatur nur bis 180-190 Grad (Messung)
  • Thermostatleuchte irregulär, korrespondiert nicht mit tatsächlichen Temperaturen
  • Deckel tropft nach hinten, verunreinigte Armatur, Reinigung Gerätefront
  • Schlechte Anleitung
  • Nur max 180 Grad, oben max 170 (Messung)
  • Bratgut wird nicht kross genug/kaum Grillstreifen
  • Umständliche Reinigung aufgrund fixierter Platten
  • Wird seitlich sehr heiß
Bester Preis
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Selbständige Berechnung der Garzeit: Tefal OptiGrill+ GC712D

Der Tefal OptiGrill+ GC712D ist ein ausgezeichneter Kontaktgrill für die meisten Vorhaben. Er ist nicht so teuer wie die anderen OptiGrills von Tefal, berechnet aber ebenfalls anhand der Dicke und der Art des Grillgutes die Garzeit. Farblich verfolgen wir den Garzustand und akustische Piepser melden Veränderungen bzw. Fertigstellung. Es handelt sich um einen bezahlbaren und dennoch cleveren Grill, der in Verbindung mit dem optiionalen Zubehör das Potential hat, viele Aufgaben des Backofens zu übernehmen.

Selbständige Berechnung der Garzeit

Tefal OptiGrill+ GC712D

Test  Kompaktes Grillvergnügen: Tefal OptiGrill+ GC712D
Der OptiGrill berechnet automatisch die exakte Garzeit, gibt akustische Meldungen und hat eine visuelle, farbliche Anzeige.

Bereits 2014 stellte Tefal den ersten OptiGrill vor und revolutionierte damit den elektronischen Grill. Erstmals konnte jedermann ohne Erfahrung und Herumprobieren Fleisch und Fisch auf den Punkt genau rösten.

Auch der OptiGrill+ GC712D erfüllt diese Grundfunktion bestens. Die Garzeit wird nach Typ und Dicke berechnet und stufenweise auf dem Farb-Display angezeigt: Rosa bis Orange für Roh bis Medium – Rot für Durchgegart. Nach erledigter Arbeit meldet das Gerät akustisch die Fertigstellung und wechselt in den Warmhaltemodus. Da kann gar nichts schiefgehen.

Starke Neigung der Grillplatten

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern weisen die Grillplatten der OptiGrills eine sehr starke Neigung auf. Flüssigkeit und Fett fließen sehr schnell ab. Dadurch kocht das Gargut so gut wie gar nicht, sondern es röstet. Deutliche Grillstreifen und eine schöne Färbung an Fisch und Fleisch sind die Folge.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Deutliches Gefälle, Noppen verhindern das Rutschen des Grillgutes.

Das Gerät ist 4,8 Kilogramm schwer, standsicher und solide. Die Gelenke aus Metall sitzen fest und halten den schweren Deckel straff in Position. Der Deckel kann aber nicht auf einer bestimmten Höhe fixiert werden.

Einfache Reinigung

Die Grillplatten des OptiGrills können einfach entnommen werden, ein Taster links am Gerät löst die Arretierung. Die Heizwendel befinden sich hinter den Platten. Sie bestehen aus beschichtetem Aluminium und sind ziemlich leicht.

Die Fugen der Grillplatten sind die tiefsten aller Testgeräte, deshalb ist das manuelle Auswischen von Fett und Resten recht mühsam. Durch die Beschichtung klebt allerdings nichts an.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148
Herausnehmbare Platten.

Die Platten können in der Spülmaschine gereinigt werden, wir empfehlen dennoch die schonende Handreinigung. Zudem sollte danach immer wieder etwas Öl oder Fett aufgetragen werden. Bei leichter Verschmutzung müssen Sie die Platten auch nicht mit Wasser spülen, sie mit Küchenkrepp abzuwischen genügt. Leider tropft von der oberen Platte Fett hinter den Grill, wenn man ihn aufklappt. Das Gerät selbst wird dank der Bedienelemente am Griff und der ausladenden Grillplatte nicht sehr schmutzig.

Praktischer Test

Die dünnen Aluminiumplatten heizen sich binnen drei bis vier Minuten auf, sofern kein Grillgut aufliegt. Ihre Fähigkeit, Wärme zu speichern, ist gering, weshalb kaltes Grillgut die Platten deutlich abkühlt. Voll bestückt mit vier großen Steaks braucht der OptiGrill+ ziemlich lange zum Aufheizen. Das ist aber bei fast allen Geräten so.

Die Bedienung ist simpel: Wenn Sie programmgesteuert vorgehen, wählen Sie nach dem Einschalten zuerst den Typ Ihres Gargutes aus, zum Beispiel Burger-Pattys. Mit »OK« bestätigen Sie die Eingabe, warten bis das Vorheizen abgeschlossen ist, anschließend können Sie das Grillgut einlegen und erneut bestätigen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148
Die Färbung meldet den Ist-Zustand.

An der Farbe erkennen Sie jetzt, wie sich der Garzustand von roh über medium bis durchgegart verändert. Wer Medium-Rare bevorzugt, entnimmt die entsprechenden Stücke einfach vorzeitig. Der OptiGrill+ macht weiter bis zur Stufe Rot und stellt dann auf Warmhalten. Die Taste »Temp-Control« ist für die manuelle Bedienung zuständig, bei der Sie die Zeit und die Temperatur selbst festlegen. Da das Gerät keinen Timer hat, müssen Sie das selbst übernehmen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrill+gc7148
Saftiges Fleisch – und außen schön kross.

Fleisch und Fisch erhielten immer eine schöne Färbung und deutliche Grillstreifen. Wenn wir gleichmäßig dicke Stücke auflegten, stimmte der Garzustand immer.

Die Anleitung ist visuell sehr gut aufgemacht und befindet sich auf einer stabilen Faltkarte. Dazu kommt ein kleines Rezeptbuch für Standards wie Steak oder Sandwiches.

Spannendes Zubehör

Optional können Sie für den OptiGrill+ eine Waffelplatte oder eine Backform (1,6 Liter) erwerben. Mit letzterer können Sie dann auch ein Spiegelei oder eine Bratwurst auf ebener Fläche braten.

Beachten sollte man das optionale Zubehör, denn damit wird der OptiGrill so richtig vielseitig. Hier wäre einmal die 1,6 Liter fassende Backschale zu nennen. Damit zaubert man Aufläufe aus dem Grill, löst aber auch das Bratwurstproblem: In der flachen Schale braten sie wie in einer Pfanne und werden ohne Grillstreifen rundherum kross. Mit der Backform sollte aber auch ein Pflaumenkuchen gelingen. Dazu kommen die Waffelplatten – das gibt herrliche belgische Waffeln.

Spannend ist das alles, weil der OptiGrill den Herd somit bei vielen Aufgaben ersetzen kann und dabei viel weniger Energie benötigt. Leider lässt sich Tefal das Zubehör fürstlich bezahlen – zu den aufgerufenen Preisen kann man sich auch locker ein separates Waffeleisen kaufen.

Nachteile?

Wir haben einmal gemessen, wie heiß die Grillplatten maximal werden, natürlich ohne Grillgut. 230 Grad Celsius waren es dann, oben wie unten. Das reicht für fast alle Anwendungsfälle, ist jedoch deutlich entfernt von der Herstellerangabe von 275 Grad.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrillelite
Der dicke Burger leidet unter dem schweren Deckel etwas.

Der schwere Deckel hat viele Vor-, aber auch Nachteile. Für die Grillstreifen und den flächigen Kontakt mit der Platte ist der Druck von oben gut. Sandwiches oder Burger-Brötchen werden aber ganz schön plattgedrückt, gerade wenn man sie doppelt belegt. Obendrein tropft der geöffnete Deckel leider nach hinten auf die Arbeitsfläche. Der OptiGrill+ GC712D ist zudem in der Größe limitiert – wenn Sie Gäste bekommen und für sechs bis acht Personen gleichzeitig grillen möchten, wird es eng, denn dafür ist die Fläche zu klein und die Speicherleistung der Platten bzw. die Heizleistung zu gering. Als Abhilfe käme der OptiGrill+ XL GC722D in Frage. Das Modell hat das gleiche Bedienfeld wie der OptiGrill+ GC7148, die Grillfläche ist mit zirka 800 statt 600 Quadratzentimeter aber großzügiger bemessen.

Schnell und flexibel: DeLonghi MultiGrill CGH1030D

Der DeLonghi MultiGrill hat uns mit seiner Vielseitigkeit, seiner Leistung und seiner fast Profi-Verarbeitung überzeugt. Das Modell kann nicht nur als Tischgrill und Ober-Unterhitze-Ofen benutzt werden, die Platten können und müssen separat gesteuert werden. Jede besitzt ihr eigenes Thermostat, beide erscheinen einzeln auf dem Status-Display. Das erlaubt viele Spielvarianten beim Einsatz, etwa wenn Gäste absagen und nur zwei Personen beim Barbecue dabei sind.

Schnell und flexibel

De'Longhi MultiGrill CGH1030D

Test  Kompaktes Grillvergnügen: De'Longhi MultiGrill CGH1030D
De'Longhi punktet mit separat einstellbarer Hitze, schnellem Aufwärmen und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten.

Der DeLonghi MultiGrill CGH1030D ist das bislang heißeste Modell in unserem Test. 304 Grad (oben & unten) erreichte bislang noch kein Konkurrent, und das binnen 5:15 Minuten. Die Heizplatten sind technisch wohl gut gelöst, denn die Nennleistung ist mit 2.000 Watt auch nicht höher als bei der Konkurrenz.

De'Longhi MultiGrill: zwei Thermostate, separat für unten und oben; hier in fixierter Ofen-Position (mehrstufig)
De’Longhi MultiGrill: zwei Thermostate, separat für unten und oben – hier in fixierter Ofenposition (mehrstufig).

Sie wählen mit den Dreh-Thermostaten jeweils eine konkrete Temperatur für die obere und untere Heizplatte. Ein Ton und das Display zeigen an, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist (Ready). Mit dem Timer kann für das gesamte Gerät eine Laufzeit bestimmt werden, so können Sie sie die Abschaltung nicht vergessen oder aber Sie stellen eine Warmhaltezeit ein und reduzieren auf eine niedrige Temperatur.

Ein Extra ist die Versiegelungstaste »Sear«, jeweils für oben und unten separat. Bei einer niedrigeren Temperatur von beispielsweise 260 Grad heizt sie die Platten für kurze Zeit aufs Maximum auf (300 Grad), fürs »scharfe Anbraten« von Fleisch etc. Damit entfällt das manuelle Reduzieren der Temperatur zum Durchbraten.

Die Ofenaufstellung in Stufen ist clever am rechten Gelenk mit einer Ratsche gelöst. Beim Aufklappen fällt der Deckel in verschiedene Einrastpositionen. So zerdrückt der schwere Deckel die Burger-Brötchen nicht.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrills Update102021 Delonghi Multigrill Cgh1030d
De’Longhi MultiGrill: Aufheizen bis 300 Grad – da kann beim scharfen Anbraten nichts schief gehen.

DeLonghi bietet den Grill optional im Set mit drei Plattenvarianten an, also Standard + flach für Raclette und mit Waffelmusterung. Die Verarbeitung ist unterm Strich sogar besser als beim Tefal OptiGrill, hierzu zählen wir die Stabilität, den schweren Deckel und das Gewicht des Gerätes. Der schwere Deckel sorgt für einen guten Druck aufs Gargut – sofern gewünscht.

Bauartbedingt hat der DeLonghi einen Nachteil: Die vorn unten liegenden Bedienelemente inklusive Display werden immer wieder schnell verschmutzen. Die Dreh-Thermostate sind leider nicht so wertig, wie sie aussehen: Sie bestehen aus verchromten Kunststoff.

Mit 792 cm² Fläche ist der DeLonghi MultiGrill genauso groß wie der OptiGrill XL GC722D von Tefal. Er ist aber besser gebaut, vielseitiger und schneller als jener. Wir empfehlen den DeLonghi MultiGrill allen, die auf Vielseitigkeit setzen und die selbst wissen, welche Temperatur zu welchem Gargut passt.

Bedienung per Timer: Caso DG 2000

Sie kennen sich aus und brauchen den Schnickschnack mit Programmen und computerberechneten Garzeiten nicht? Dann käme der Caso DG 2000 in Frage. Er hat ein Thermostat mit Digitalanzeige und einen Timer mit Abschaltung.

Bedienung per Timer

Caso DG 2000

Test  Kompaktes Grillvergnügen: Caso DG 2000
Temperatur und Garzeit kann man hier selbst bestimmen. Das Gerät ist robust und mit Timer und abnehmbaren Platten ausgestattet.

Sie wählen auf fünf Grad genau eine Temperatur und stellen wahlweise eine Zeit ein. Dann heizt das Gerät auf und Sie legen bei Erreichen der Temperatur Ihr Grillgut auf. Ein aktiver Timer zählt rückwärts, Sie sehen also die Restzeit. Nach dessen Ablaufen schaltet er die Heizung ab. Wenn Sie Speisen warmhalten möchten, müssen sie eine niedrige Temperatur am Thermostat einstellen. Mit dem Caso DG 2000 haben Sie also die Kontrolle über alles. Wir haben nachgemessen: Die eingestellten Temperaturen stimmen auf fünf Grad genau mit den tatsächlichen Temperaturen an den Platten überein.

Das robuste und optisch moderne Caso-Gerät hat abnehmbare Platten sowie eine Auffangschublade, die ganz im Gerät verschwindet. Die untere Platte hat eine deutliche Neigung und einige Noppen, die das Grillgut vom Abrutschen zurückhalten. Fett und Flüssigkeit fließen nur ab, wenn zu viel davon auf der Fläche steht – ein großer Unterschied zu den OptiGrill-Modellen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Caso2835bg2000
Für alle, die selbst Herr über Temperatur und Zeit sein wollen.

Oben wie unten schafft der Caso 240 Grad – und das gleichmäßig. Das mag an den in die Platten integrierten Heizwendeln liegen, dadurch ist zudem ein zügiges Aufheizen möglich. Äußerlich wird der Caso DG 2000 sehr warm, aber nicht heiß genug für Verbrennungen. So kann man den Caso auch in Betrieb hin- und herschieben, wenn es nötig sein sollte. Bei der Anleitung hat sich der Hersteller Mühe gegeben, sie enthält auch einige Rezepte.

Nachteilig ist die stetige Verschmutzung des Geräte-Bodys, weil die Platten nicht bis an den äußeren Rand gehen. Rechts, links und oben verbleiben immer Flüssigkeit oder Fettspritzer. Das gilt auch für das LCD mit den Tasten, auch dieses verschmutzt mit seinen umlaufenden Fugen.

Besonders unschön ist das am mittig sitzenden Scharnier, denn hier sind Fugen und Ritzen, die man schlecht reinigen kann. Hinzu kommt die Flüssigkeit, die bei offenem Deckel auf den Scharnierbereich läuft.

Riesige Grillfläche: Steba PG 4.4

Wenn immer wieder mal Gäste vorbeikommen, ist der Steba PG 4.4 mit XL-Fläche die richtige Wahl. Mit seinen 851 Quadratzentimetern hat er sogar noch mehr Platz als die XL-Version des Tefal OptiGrill+.

Riesige Grillfläche

Steba PG 4.4

Nun muss der Steba mit seinen 2.000 Watt nicht nur eine größere Fläche aufheizen, die Platten sind auch noch dicker und schwerer als die der anderen Geräte im Test. Sieben Minuten dauert die Aufwärmphase auf 220 Grad. Die gemessene Maximaltemperatur liegt bei 250 Grad. Dann geht es aber zur Sache, denn die dicken Platten speichern mehr Wärme und machen auch beim Auflegen von zehn Bratwürsten nicht schlapp.

Bratwürste sind ein Thema, denn die gelingen auf den niedrigen, keilförmigen Stegen der Platten ziemlich gut. Auf der anderen Seite sind Grillstreifen keine Stärke des Steba, das Grillgut liegt einfach viel zu flächig auf.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Die obere Platte kann in dieser Höhe fixiert werden.

Die niedrigen Rillen sind einfach zu reinigen. Mit dem Küchenkrepp einmal drüberzugehen genügt meistens. Der Steba hat auch keine geneigten Platten, Flüssigkeit fließt also nicht von allein ab. Der Hersteller liefert kein Tropfgefäß mit, Sie können aber eine flache Schüssel Ihrer Wahl unter die Tropfkanten an den äußeren Ecken platzieren. Der Steba PG 4.4 kann als Tischgrill auf 180 Grad aufgeklappt werden, dann reicht der Platz sogar für 20 Bratwürste.

Eine Seltenheit ist der Schieberegler am Thermostat. Hier wählen sie eine Stufe eins bis fünf, hinter der sich bestimmte Temperaturbereiche verbergen. In der Anleitung steht, welche Stufe zu welchen Lebensmitteln passt. Schade, eine Temperaturskala wäre eindeutiger gewesen.

Selten ist auch die Höhenfixierung des Deckels. Er kann also auf einer Höhe festgemacht werden, wodurch er flaches Bratgut nicht berührt. So kann man z. B. Burger-Brötchen von der Schnittseite rösten, ohne sie durch den schweren Deckel zu zerdrücken.

Nicht zu vergessen sind überdies das lange Netzkabel, die solide Bauweise und die gute Anleitung mit Rezepten.

Ein kleiner, aber technisch bedingter Nachteil: Äußerlich wird der Steba im Betrieb sehr heiß, die Seiten können zum Verschieben nicht mit bloßen Händen berührt werden.

Für Schnäppchenjäger: Severin KG 2392

Schnelles Aufheizen ist nicht die Stärke des Severin KG 2392, doch auf Grund zahlreicher Pluspunkte zum günstigen Preis haben wir ihm verziehen. Er beherrscht Ofenaufstellung und Tischgrill, und zwar mit einer gut durchdachten, langlebigen Mechanik. Ein Abstandhalter am rechten Arm stützt sich dabei auf einen kleine Treppe – das ist so einfach wie genial.

Für Schnäppchenjäger

Severin KG 2392

Damit das Fett vom frei schwingenden, oberen Grill beim Öffnen nicht auf den Tisch dahinter tropft, bedarf es etwas Übung: Durch schwungvolles Öffnen rastet der obere Grill am Gelenk ein, dann tropft das Fett genau hinter das Gerät in die große Auffangwanne. Hierbei wird leider der dünne, schwarze Abstandhalter immer wieder verschmutzt. Der Abstandhalter verhindert ein Zusammenschlagen der beiden Grillplatten.

Severin KG 2392: einfach und solide - auf den Treppchen stellt sich die Ofen-Höhe ein.
Severin KG 2392: Einfach und solide – auf den Treppchen stellt sich die Ofenhöhe ein.

Der Hersteller hat sich für eine flache Heizplatte aus Keramik entschieden, sie liegt flächig unter den Grillplatten. Leider braucht diese deutlich länger als die offenen oder in der Platte integrierten Heizelemente, was zu einer achtminütigen Aufheizphase führt. Die Konkurrenz liegt bei 3,5 bis 5 Minuten. Zudem ist die erreichte maximale Hitze mit 245 Grad nur moderat. Der Einzige Vorteil der Keramikelemente: Kaltes Grillgut kühlt die Plattenoberfläche weniger stark ab, einfach weil mehr aufgeheizte Masse vorhanden ist.

Die Bedienung könnte simpler nicht sein: Am Schiebe-Thermostat grob eine Temperatur wählen (ohne zu wissen, welche es exakt ist) und während des Aufheizens leuchtet die Statusleuchte grün. Zu den Pluspunkten zählen wir den echten Off-Schalter: Nutzt man ihn nicht, verbraucht der Grill 0,0 Watt.

Die solide Konstruktion aus Aluminium und Guss mit den dicken Gelenken und dem hohen Eigengewicht des Gerätes gefällt grundsätzlich. Die Preisklasse wird nur am Temperaturschieber sichtbar, hier gibt es unschöne Grate.

Die große Auffangschale des Severin KG 2392 befindet sich komplett unter dem Gerät und wird bequem nach vorn herausgezogen. Ein kleiner Nachteil: »Gartemperatur erreicht« wird nur visuell angezeigt, nicht akustisch.

Was gibt es sonst noch?

Tefal OptiGrill Deluxe GC707

Auch der OptiGrill Deluxe GC707 ist im Wesentlichen baugleich mit dem OptiGrill+ GC712D, arbeitet aber bei der Temperaturwahl bzw. Anzeige des Garzustandes mit einer beschrifteten Skala. Die sechs Programme sind dieselben wie beim OptiGrill+, es kommt aber die Frozen-Funktion hinzu (Auftauen). Es handelt sich also um einen OptiGrill+ mit einer schlichteren Bedien-Kommunikation. Einen positiven Unterschied gibt es aber doch: Der OptiGrill Deluxe erreicht bei unserer Messung tatsächlich die vom Hersteller versprochenen 270 Grad. Ob das aber den hohen Preis rechtfertigt, das bezweifeln wir.

Tefal OptiGrill Elite GC750D

Der OptiGrill Elite GC750D ist im Wesentlichen baugleich mit dem OptiGrill+ GC712D. Auch hier wird die Garzeit nach Typ und Dicke berechnet. Zur Elite wird das Modell durch sechs weitere Programme (also zwölf in Summe) und die Funktion Grillstreifen intensiv sowie Auftauen. Letzteres nutzen wir, wenn wir bspw. gefrorene Burger-Pattys einlegen. Das Gerät berechnet dann anhand der Dicke eine vorgesetzte Auftauzeit bei niedrigerer Temperatur. Der große Unterschied sind die Touch-Tasten und das kleine Farb-LCD, das Anweisungen gibt (z. B. Grillgut einlegen) und den Garzustand anzeigt. Die gesamte Bedienfläche ist abwischbar. Bei unserer Messung schaffte der Elite maximal 230 Grad Celsius, deutlich weniger als die Herstellerangabe von 270 Grad.

Der OptiGrill Elite teilt die Stärken und Schwächen des OptiGrill+, hat aber einige Zusatzfunktionen. Die sind aber den hohen Aufpreis in unseren Augen nicht wert.

Tefal OptiGrill XL GC722D

Der Tefal OptiGrill XL GC722D ist das Schwergewicht unter den OptiGrills, er steigert die Nutzfläche von 600 cm² auf 800 cm². Sie können also 4-6 Personen verköstigen. Die müssen aber Zeit mitbringen, denn der OptiGrill XL ist mit 2.000 Watt untermotorisiert, was zu langen Aufheizzeiten von acht Minuten führt. So lange braucht der Grill, um beide Platten auf das Maximum von 288 Grad zu bringen.

OptiGrill-typisch wird die Garzeit nach Typ (z. B. Burger) und Dicke berechnet. Die erreichte Garstufe wird optisch mit Farben und mit akustischem Signal angezeigt. Durch die deutliche Neigung läuft Fett sehr schnell ab, für manches Gargut vielleicht etwas zu schnell.

Das Gerät ist schwer und wuchtig aufgebaut – über die Stabilität täuscht das aber: Der schwere Deckel schwingt in der Höhe etwas, das Nonplusultra an Stabilität ist der hochbeinige OptiGrill XL nicht.

Eine optionale Backschale kündet von Vielseitigkeit, die ist aber mangels Tischgrill- und Ofen-Option nicht gegeben. So zerdrückt der schwere Deckel das weiche Burger-Brötchen, die Oberseite kann einfach nicht auf einer Höhe fixiert werden. Der Tefal sollte nach dem Betrieb vom Netz getrennt werden, ansonsten genehmigt er sich stets 0,36 Watt.

Aigostar Hitte 30HFA

Wenn Sie Ihr Sandwich sowieso meist allein toasten, ist der kleine und günstige Aigostar Hitte 30HFA eine gute Wahl. Er ist mit 200 Grad ausreichend heiß, scharfes Anbraten mit deutlichen Grillstreifen ist aber nicht seine Stärke. Dafür können Sie Gemüse auch mit niedrigeren Temperaturen schonend garen, ein Drehwahl-Thermostat macht es möglich.

Der Aigostar Hitte 30HFA richtet sich an den Single-Haushalt, der nicht viel Geld ausgeben möchte. Die Fläche ist klein, mit drei Würsten oder zwei Steaks ist er voll belegt. Durch die geringe Leistung von 1.500 Watt kühlt die Platte stark ab, wenn mehre Stücken kaltes Fleisch aufgelegt werden. Das kocht dann nur, anstatt zu rösten. Deshalb: Ein Steak oder zwei maximal zwei kleine auflegen. Doppel-Sandwiches sind nicht die Stärke, die Öffnung ist kleiner als bei anderen Modellen. Burger oder hohe Sandwiches werden stark zerdrückt.

Der Grill arbeitet bei niedrigen und mittleren Temperaturen bis 175 Grad ideal, das reicht gerade so für Fleisch oder ein bis zwei Burger-Pattys. Deren Färbung mit Grillstreifen geht in Ordnung. Maximal erreicht der Aigostar Hitte 200 Grad – aber nur punktuell und nicht gleichmäßig oben und unten. Die Temperatur kann am Drehknopf verstellt werden, für Gemüse reichen 130 bis 140 Grad. Die Verarbeitung ist ausreichend solide. Die Wertigkeit eines Premium-Kontaktgrills darf man aber nicht erwarten.

Die Reinigung der am Gerät fixierten Platten ist umständlich, weil man das ganze Gerät über die Spüle hieven muss. Machbar ist das aber, der Aigostar ist kompakt und leicht. Die Tropfwanne befindet sich hinten, ein möglicher Vorteil. Die Anleitung macht nicht viel her, sie ist knapp und schlecht übersetzt.

Tefal Inicio GC241D

Der Tefal Inicio GC241D ist der Einsteiger des Herstellers: Die Platten sind fixiert, haben keine Neigung (Fett läuft nicht ab) und heizen sich sehr schnell auf (2:30 Minuten). Bei der Messung schafft der Grill nur 190 bis 200 Grad, das reicht für dezente Grillstreifen, mehr aber nicht. Weil Flüssigkeit nicht zügig abläuft und die Rillen nicht so tief sind wie beim OptiGrill, wird Fleisch oftmals mehr gekocht als gegrillt. Auch Verarbeitung und Material sind nicht so gut wie beim OptiGrill, und der tropfende Deckel bekleckert die Arbeitsfläche. Die Öffnung zu klein für Doppel-Sandwiches, solche werden stark gequetscht.

Princess 112536

Der Princess 112536 wagt viel und kann auch viel – aber die Materialqualität überzeugt ganz und gar nicht. Der Hersteller legt vier Plattenvarianten in den Karton, damit wird die Princess zum Sandwich-Maker, zum Raclette oder zum Waffelbäcker. Das Gelenk erlaubt eine fixierte Ober-Unterhitze-Aufstellung sowie das vollständige Aufklappen zum Tischgrill. Leider besteht die Mechanik komplett aus Kunststoff, bedient sich fummelig und hält die obere Heizplatte nicht sicher.

Nach diesem vermasselten Start können auch die Pluspunkte nichts mehr herausholen: Die maximalen 260 Grad sind moderat zügig erreicht (6 Minuten), es gibt einen echten Off-Schalter (0,0 Watt) und die entnehmbaren Platten sind einfach zu reinigen.

Bosch TFB4402V

Der Bosch TFB4402V wird sehr heiß (bis 240 Grad, Messung), kann als 180-Grad-Tischgrill verwendet werden und die Reinigung ist dank abnehmbarer Platten einfach. Die Grillplatten sind identisch, sie könnten als getauscht werden, wenn die untere irgendwann zu stark zerkratzt sein sollte. Die Platten haben kein Gefälle, Fett läuft nicht ab. Dafür kann der Deckel zum Braten mit Ober- und Unterhitze fixiert werden.

Soweit nur Vorteile, warum gibt es keine Empfehlung? Die Verarbeitung des Kunststoffgelenks erscheint uns nicht stabil. Das Front-Dreh-Thermostat lässt sich schwer bewegen, arbeitet ungenau und es verschmutzt ständig durch Fett. Ein fettiges Dreh-Thermostat, das sich schwer bewegen lässt, bereitet keine Freude.

TZS First Austria FA-5344-2

TZS First Austria FA-5344-2 glänzt mit einer XXL-Fläche (750 Quadratzentimeter) auf der sechs Toast-Scheiben Platz finden. Noch mehr Platz gibt es nach dem Aufklappen zum Tischgrill über ein Gelenk aus stabilem Metall. Gelungen ist die hinten andockende Tropfwanne, so läuft auch im Tischgrillmodus überschüssige Flüssigkeit dorthin ab. Die Platten sind entnehmbar und es gibt ein Drehknopf-Thermostat. Leider ist die Reinigung dann doch nicht so einfach, die Gerätefront verschmutzt ständig. Bei der Messung entpuppt sich das Modell trotz 2.000 Watt als 190-Grad-Schwächling. Das reicht in der Theorie für Fleisch gerade noch aus, doch praktisch bricht die Temperatur ein, wenn wir die XXL-Fläche mit acht Steaks belegen. Von Grillstreifen kann da keine Rede mehr sein, dann ist nur noch Kochen angesagt.

Missfallen hat uns auch die irreguläre Thermostat-Leuchte, sie korrespondiert nicht mit den tatsächlichen Temperaturen.

George Foreman 25030-56

Der kompakte George Foreman 25030-56 ist zwar ganz hübsch und ausreichend solide, doch seine Leistung ist zu schwach für die Aufgabe. Er schafft maximal 180 Grad, aber nur unten. Oben sind es nur 170 Grad. Bratgut wird nicht kross genug und hat kaum Grillstreifen. Die Reinigung mit den fixierten Platten ist umständlich. Immerhin: Der George Foreman hat einen Kippständer für den besseren Fettablauf, der auf Wunsch hochgeklappt wird.

Wissenswertes über Kontaktgrills

Kontaktgrills sind für fettarmes Braten optimiert und besitzen Platten mit mehr oder minder stark ausgeprägten Rillen, die für das Grillrostmuster auf Steak oder Bratwurst sorgen. Überschüssiges Fett läuft typischerweise in eine Auffangschale vorn oder hinten am Gerät.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Am regelbaren Thermostat stellen Sie die Temperatur ein.

Durch die kompakte Bauform und die im Vergleich zum Backofen geringe Leistung (1.000 bis 2.200 Watt) ist die Zubereitung gegrillter Speisen sparsamer als im Ofen und schneller als in der Pfanne.

Die Grills arbeiten mit Temperaturen bis zu 300 Grad, bei den besseren Geräten kann die Temperatur mittels Thermostat eingestellt werden. Im Test schafften einige Modelle gerade mal 180 bis 190 Grad, andere 240 bis 290 Grad.

Für deutliche Grillstreifen und scharfes Anbraten sind die hohen Temperaturen nötig, 260 Grad sollten es dafür schon sein. Um den Käse auf einem Sandwich schmelzen zu lassen, genügen auch 190 Grad.

Was Kontaktgrills nicht so richtig können, ist Bratwurst: Die Kontaktfläche zwischen Grillgut und Grillplatte ist sehr klein, denn eine Bratwurst schmiegt sich im Gegensatz zum Steak nicht an die Grillplattenrippen an. Allerdings sorgen die gewichtigen Deckel für einen hohen Druck auf die Bratwurst. Dadurch wird sie leicht verformt, was die Kontaktfläche vergrößert und das Grillergebnis verbessert.

Kontaktgrills ersetzen Sandwich-Toaster oder Waffeleisen, speziell wenn die Grillplatten durch entsprechende Bleche, wie z. B. Waffelbleche, ersetzt werden können. Das ist aber nicht bei jedem Hersteller möglich.

Manche Modelle können als Tisch-Grill benutzt werden.
Manche Modelle können als Tischgrill benutzt werden.

Einige Modelle können zu 180 Grad aufgeklappt werden, so entsteht ein Tischgrill für sechs bis acht Personen. In diesem Fall gibt es nur Unterhitze.

Die Platten bestehen typischerweise aus Aluminium, sind daher recht leicht und heizen schnell auf. Der Nachteil: Sie speichern wenig Wärme, und kaltes Grillgut lässt die Platten stark abkühlen, was die Zubereitungszeit erhöht bzw. scharfes Anbraten verhindert. Es gibt aber auch Modelle mit dicken Platten.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Ab in die Spülmaschine? Das ist komfortabel, aber für die Beschichtung der Platten nicht optimal.

Eine beschichtete Platte ist genauso empfindlich wie eine beschichtete Pfanne. Kratzen Sie deshalb nicht mit metallischen Gegenständen darauf herum, benutzen Sie keinen Stahlschwamm und verzichten Sie, wenn möglich, auf die Spülmaschine. Die scharfen Zusätze können die Oberfläche angreifen.

Nach jeder Art der Reinigung sollten Sie die Platten mit Öl oder Fett einreiben, so muss das Material beim nächsten Einsatz nicht trocken aufheizen. Bei kleinen Verschmutzungen können Sie die Platten einfach mit Küchenkrepp abwischen.

Fettwannen, vorn oder hinten eingeschoben, fangen das ablaufende Fett auf. Doch nicht bei jedem Kontaktgrill läuft überschüssiges Fett ab. Die Neigung der Grillfläche ist unterschiedlich stark ausgeprägt und manchmal gar nicht vorhanden – letzteres betrifft vor allem Tischgrills, die um 180 Grad aufgeklappt werden. Je nach Ihrem Anspruch an fettarmes Grillen sollten Sie auf dieses Merkmal achten.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Boschtfb4402v
Platten ohne Neigung: Fett und Flüssigkeit laufen langsam oder gar nicht ab.

Der markanteste Unterschied zwischen den Geräten sind abnehmbare Grillplatten. Einstiegsmodelle haben häufig fixierte Platten, die fest am Gehäuse montiert sind. Zum Reinigen müssen Sie das ganze Gerät aufgeklappt über die Spüle heben – lästig!

Abnehmbare Platten sind mechanisch verankert und werden bequem in der Spülmaschine oder per Hand gereinigt. Die Heizwendel befindet sich unter der Alu-Platte. Einige wenige Geräte haben in die Platte integrierte Heizelemente. Diese heizen schneller auf, und die Wunschtemperatur kann ziemlich exakt an einem Thermostat eingestellt werden.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Caso2835bg2000
Die Grillplatten haben die Heizwendel integriert.

Kontaktgrills werden häufig im Schrank verstaut. Daher sind Modelle praktisch, die aufrecht stehend geparkt werden können. Bei solchen Geräten werden Ober- und Unterseite durch einen Clip oder ähnliches verriegelt.

Wenn Sie häufig Gäste oder eine große Familie haben, sollte ein Kontaktgrill mit großer Fläche her. Sechs Toast-Scheiben sollten mindestens Platz haben. Bei einem großen Gerät sollte zudem die Leistung in Watt höher sein, das gleiche gilt für die Maximaltemperatur. Ideal sind dicke Grillplatten, die viel Wärme speichern.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Stebapg44
Die meisten Kontaktgrills werden im Betrieb auch äußerlich ziemlich heiß, ein Verschieben ist dann kaum noch möglich.

Die meisten Modelle sind mit einem Netzschalter ausgerüstet. Eine Leuchte zeigt dann den Betrieb an. Sehr günstige Grills verzichten manchmal auf den Schalter und heizen sich auf, sobald der Stecker sitzt.

Die Grills werden im Betrieb sehr heiß, auch äußerlich – außer am Griff. Sie müssen immer erst abkühlen, bevor man an die Reinigung geht oder das Gerät wegstellt.

So haben wir getestet

Insgesamt haben wir 16 Kontaktgrills getestet, 14 davon sind noch verfügbar.

Kleine Kontaktgrills gibt es schon ab 25 Euro, sie werden manchmal auch Sandwich-Maker genannt. Hier haben wir Marken wie Aigostar oder George Foreman unter die Lupe genommen.

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Praxis
Wir haben jede Menge Fleisch gegrillt – und das über mehrere Wochen.

Wir haben den Test im heimischen Umfeld gemacht. Da gab es geröstete Sandwiches, Burger-Pattys, Rostbratwürste, Steaks (Medium Rare) sowie Grillkäse und Gemüse. Der Test zog sich über mehrere Wochen, in denen wir uns umfangreiche Notizen zu jedem Gerät gemacht haben.

Wir mussten nicht überprüfen, ob ein Grill eine Bratwurst gar bekommt oder ob der Käse im Toast auch wirklich schmilzt. Das schafft jeder Kontaktgrill.

Wofür wir uns aber interessiert haben: Wie ist die Verarbeitung? Sind die Gelenke stabil? Welche Materialien werden verwendet? Gibt es vielleicht ein regelbares Thermostat und wie bedient es sich?

Kontaktgrill Test: Kontaktgrill Tefaloptigrillelite
Stimmt die Zeit- und Temperaturwahl des Gerätes? Fleisch in verschiedenen Garzuständen, von Well Done bis Medium Rare.

Wir haben beurteilt, wie gut die Platten und die Gehäuse gereinigt werden können und wie gut die Auffangwanne für das Fett funktioniert. Auch die Neigung der Platten war ausschlaggebend, weil damit die überschüssige Flüssigkeit gut oder weniger gut abläuft. Natürlich werden manche Geräte insgesamt schmutziger als andere – auch darauf haben wir geachtet.

Natürlich ist auch die Bedienung ein wichtiger Faktor. Gibt es eine Statusleuchte? Wird die Temperatur angezeigt? Wir haben zudem die Herstellerangaben der Höchsttemperaturen überprüft.

Am Ende zählt das Ergebnis: Wie ist die Färbung des Grillgutes? Hat es schöne dunkle Grillstreifen? Zerdrückt ein schwerer Deckel das Sandwich? Passt ein doppeltes Sandwich bzw. ein Burger in das Gerät?

Was ist ein Kontaktgrill?

Kontaktgrills sind kompakte Grills für die Anwendung in der Küche. Ihre Vorteile: Sie nehmen nicht viel Platz weg, braten vergleichsweise fettarm und benötigen nicht so viel Energie.

Wie warm muss ein Kontaktgrill werden?

Manche Kontaktgrills erreichen gerade mal 200 Grad, leistungsstarke Geräte kommen an die 300 Grad. Will man scharf Anbraten oder hübsche Grillstreifen, so braucht man etwa 260 Grad. Um nur Käse auf dem Sandwich zu schmelzen, reichen rund 190 Grad.

Darf man Grillplatten in der Spülmaschine reinigen?

Theoretisch geht das, allerdings können scharfe Zusätze der Spülmaschinentabs die Beschichtung der Grillplatten angreifen. Wir raten daher davon ab.

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