Test: Eisenpfanne Update122020 Alle

Eisenpfannen im Test : Lebenslanger Bratspaß

Update 31.01.2022

Eisenpfannen ohne Beschichtung eignen sich perfekt für das Braten auf hoher Temperatur, wie das Anbraten und Schmoren von Fleisch. Die Pfannen unterscheiden sich hinsichtlich des Materials oder auch anhand der Stiellänge. Wir haben 12 Modelle getestet.

Update 31. Januar 2022

Von den sechs weiteren von uns getesteten Eisenpfannen können wir vier empfehlen. Die angenehm leichte Lacor 63624 TRI 24, die günstige GSW 860505 Gastro Traditionell, die Kockums 28-cm-Bratpfanne mit ihrem praktischen Gießrand und die De Buyer Carbone Plus Lyonnaise, die ein überdurchschnittliches Brat-Erlebnis liefert.

Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Durch das Braten entsteht mit der Zeit in der Eisenpfanne eine Schicht, die ähnlich wirkt wie eine Antihaftbeschichtung. Das hat aber auch den Nachteil, dass die Pfannen nicht in der Spülmaschine, sondern nur von Hand gereinigt werden können. Im Vergleich zu Gusseisenpfannen rosten Eisenpfannen schneller, sodass man sie nicht nass zum Trocknen abstellen, sondern immer gut abtrocknen sollte. Anschließend reibt man das Modell am besten noch mit ein wenig Öl ein.

Je öfter man die Pfanne nutzt, desto weniger muss sie gepflegt werden und desto besser wird sie. Eisenpfannen sind nicht so schwer wie Gusseisenpfannen, aber schwerer als Pfannen aus Edelstahl oder Aluminium. Wie gusseiserne Pfannen haben Eisenpfannen eine gute Wärmeleitfähigkeit.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Schwer und solideAlltagstauglichGut und günstigMit GießrandAusgezeichnetes Brat-Erlebnis
Test: Gräwe Bratpfanne Geriffelt 7028 HTest: Lacor 63628Test: Gsw 860505 GastrotraditionellTest: Kockums BratpfanneTest: De Buyer 5110.28 Carbone Plus Lyonnaise
Modell Gräwe Bratpfanne geriffelt 7028 H Lacor 63624 FRYING PAN TRI 24 GSW 860505 GastroTraditionell Kockums Bratpfanne 28 De Buyer 5110.28 Carbone Plus Lyonnaise
Pro
  • Schwere, solide Qualität
  • Stahlblech mit Grillstreifen-Relief
  • Beiblatt zum Einbrennen
  • Schnelles Erhitzen
  • Griff im oberen Drittel nicht heiß
  • Robust aber leicht
  • Moderates Gewicht 28er: 1,58 kg
  • Deutliche Griffmulde mit Öse
  • Kaum Fettgraben
  • Glatt, Fleisch rutscht gut
  • Sehr Robust
  • Griffmulde mit Öse
  • Kein Fettgraben
  • Sehr gute Anleitung
  • Langer Stiel, immer anfassbar
  • Sehr Robust
  • Gieß-Rand (Selten!)
  • Griff-Mulde mit Öse
  • Griff-Schutz anbei
  • Sehr Robust
  • Kühler weil langer Griff
  • Griff Mulde und Öse
  • Glatte Oberfläche, leichtes schaben
Contra
  • Hohes Gewicht
  • Ei brennt an, Frikadellen kleben stark (Mehl)
  • Deutlicher Fettgraben
  • Hohes Gewicht
  • Hohes Gewicht
  • Fettgraben moderat
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Schwer und solide: Gräwe Bratpfanne geriffelt 7028 H

Schwer und solide

Gräwe Bratpfanne geriffelt 7028 H

Test: Gräwe Bratpfanne Geriffelt 7028 H
Schwer und unverwüstlich. Die Pfanne ist schnell beim Erhitzen und sie hat einen langen, schnell abkühlenden Haken-Griff.

Die Eisenpfanne von Gräwe besteht aus solidem, schwerem Stahlblech mit einer urigen Grillstreifen-Struktur. Sie wird schnell heiß, der Stiel bleibt aber im obersten Drittel relativ kühl, sodass man die Pfanne auch ohne Handschuhe verschieben kann.

In ihrer Optik unterscheidet sich das Modell von einer traditionellen Eisenpfanne mit breiter Krempe anhand von zwei Dingen: Der Rand ist zwischen 7 und 11 Millimeter höher und gewölbt. Dadurch sieht die Eisenpfanne nicht so altbacken aus, da die Rundung der gewohnten Küchenpfannen-Optik entspricht. Auch in der Praxis hat diese Ausformung eine Bedeutung: Mit Schabern oder groben Löffeln kann man so Kleinteiliges entnehmen, ohne dass etwas über den Rand fällt.

Die Eisenpfanne hat ein Volumen von 2,15 Litern und wiegt 1,69 Kilo. Damit ist sie schwerer als ähnlich große Modelle im Testfeld, was zum einen an der Stahlsorte liegen könnte, vor allem aber an dem höheren Rand. Die Eisenpfanne von Gräwe ist solide und schwer, dafür braucht es aber im Handgelenk auch genügend Kraft, um sie zu heben. Die Schweißnaht, die den 26 Zentimeter langen Stiel an den Pfannenrand befestigt, muss dass komplette Gewicht halten. Bei diesem Modell ist sie intakt und hat keine Lufteinschlüsse, die dazu führen könnten, dass der Stiel abbricht.

Die markante Musterung sorgt nicht nur für eine schöne Optik, sondern erfüllt zudem einen anderen Zweck: Die Stanzung hat echte Vertiefungen, sodass hier immer etwas Fettigkeit zurückbleibt. Die Gräwe sollte zudem nach der Reinigung immer mit ein wenig Öl eingerieben werden. Weitere Instruktionen zur Pflege und zum Einbrennen finden sich in dem beigelegten Faltzettel.

Auf Induktion ist die Eisenpfanne sehr reaktionsschnell und sie erreicht innerhalb von Minuten Temperaturen von 130 bis zu 160 Grad. Zum normalen Braten reicht eine Temperatur zwischen 140 und 170 Grad, mit 200 Grad kann man dann scharf anbraten. Bei höheren Temperaturen könnte allerdings die Pfanne beschädigt werden.

Alltagstauglich: Lacor 63624 TRI 24

Alltagstauglich

Lacor 63624 FRYING PAN TRI 24

Test: Lacor 63628
Robust, Hübsch, ergonomisch, meist wenig klebend auf glatter Oberfläche: Die Lacor überzeugt zu 100 Prozent!

Die Pfanne von Lacor sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist zudem auch nicht übermäßig schwer und hat dank des hohen Rands ein großes Fassungsvermögen. Für unseren Test haben wir die 24-Zentimeter-Ausführung genutzt.

Mit ihren 1,33 Kilogramm Gewicht liegt die Pfanne angenehm in der Hand. Die Griffigkeit wird noch durch die Daumen-Mulde des Bandstahl-Griffes verstärkt. Das dieser glatt lackiert ist mindert diese jedoch wieder etwas. Der Korpus der Pfanne ist sowohl von innen als auch von außen gebürstet, was zu einer konzentrischen Maserung führt, die durchaus hübsch anzusehen ist. Verfärbungen sorgen jedoch schnell dafür, dass davon nicht lange etwas zu sehen ist.

Eisenpfanne Test: Img
Auf der ebenen, glatten Oberfläche brennen die bemehlten Frikadellen kaum an.

Das Ei klebt beim Braten schnell fest, entsprechend wird viel Öl benötigt. Bei den Frikadellen besteht dieses Problem nicht. Schön ist auch, dass der Fettgraben nicht allzu stark ausgeprägt ist. Auch wenn die Pfanne heiß ist, zieht sich das Öl nicht unbedingt aus der Pfannenmitte zurück. Die Oberfläche ist rutschig, sodass man das Fleisch auch durch schütteln verschieben kann. Das ist längst nicht bei allen Pfannen der Fall, auch Modelle mit stumpfen Oberflächen gibt es.

In Sachen Qualität kann man bei Lacor nicht meckern. Trotz der dünneren Wandung wirkt die Pfanne weder biegsam noch zerbrechlich. Der Griff ist mit stabilen Nieten fixiert. Das größere 28er-Modell ist mit seinen 1,58 Kilo Gewicht wesentlich leichter als andere 28er-Pfannen.

Die Lacor 63624 TRI 24 ist für alle zu empfehlen, die eine stabile und gleichzeitig leichte Eisenpfanne suchen.

Gut und günstig: GSW 860505 GastroTraditionell

Gut und günstig

GSW 860505 GastroTraditionell

Test: Gsw 860505 Gastrotraditionell
Selten, kein Fettgraben sondern gleichmäßig verteilte Fettigkeit. Robust und langlebig.

Die Eisenpfanne GSW 860505 zeigt sich sowohl günstig als auch praxisnah. Ihre hervorstechenden Merkmale sind eine glatte Oberfläche und eine beim Erhitzen komplett plane Bratfläche. Dadurch entsteht kein fettfreier Bereich in der Pfannenmitte. Das heißt jedoch nicht, dass deshalb nichts anbrennt: Besonders Spiegelei klebt schnell und auch die Frikadellen lassen einen nicht unbeträchtlichen Klebe-Film zurück, die man regelmäßig mit einem Schaber entfernen muss. Da das Brat-Ergebnis hier jedoch maßgeblich von der Nutzungsdauer und der mit der Zeit aufgebauten Patina abhängt, muss das Ergebnis nicht allzu stark gewichtet werden. Auch hier gilt: Je öfter die Pfanne genutzt wird, umso besser ist ihr Antihaft-Effekt.

Eisenpfanne Test: Eisenpfannen Update122021 Gsw
Robust, günstig und mit einem angenehm planen Pfannenboden.

Mit ihren 2,06 Kilo ist die GSW ein echtes Schwergewicht. Was die Qualität betrifft muss sie sich mit ihrem genieteten Bandstahl-Griff und dem soliden Korpus nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Optisches Feintuning wurde bei der GSW-Pfanne nicht betrieben. So hat der einfach lackierte Stiel sichtbare Staubeinschlüsse und die Korpus-Außenseite ist nicht poliert. Dafür kann man die Pfanne dank des langen Griffs immer problemlos verschieben. Wie fast alle Pfannen von GSW hat auch diese einen so gut wie waagerechten Stiel. Dadurch passt sie selbst in eine flache Schublade oder kann platzsparend an die Wand gehängt werden.

Schön ist auch die ausführliche Anleitung zum Einbrennen und der Pflege auf dem Pfannen-Inlet. Die GSW ist für alle empfehlenswert, die das komplette Eisenpfannen-Erlebnis wollen, aber ein geringes Budget haben.

Mit Gießrand: Kockums 28 cm

Mit Gießrand

Kockums Bratpfanne 28

Test: Kockums Bratpfanne
Die Einzige mit Gießrand! Weniger Kleckerei beim Umfüllen. Schwer und solide mit Ergo-Griff.

Das Design der Bratpfanne von Kockums ist mit der Krempe und dem auf deren Höhe abgehenden Stiel optisch etwas eigenwillig. Der Fokus liegt hier ganz auf der Praxistauglichkeit, denn bei der Krempe handelt es sich um eine sehr ausgeprägte Tropfkante. Sie verhindert ein Kleckern wenn man Speisen umfüllt.

Wir haben sowohl die 24- als auch die 28-Zentimeter-Variante der Kockums-Pfanne getestet. Für den praktischen Einsatz im Alltag ist unserer Meinung nach die kleinere Pfanne besser; hier haben genau zwei Spiegeleier Platz. Die dunkle Optik überdauert nicht lange: außen wird sie schnell abgeschabt und -gekratzt, der Innenseite setzt das Reinigen und Braten zu.

Während unseres Tests nutzten wir die Pfanne wochenlang im Haushalt. Positiv ist uns dabei vor allem der Bandstahlgriff aufgefallen. Dank seiner Länge ist er stets kühl genug, dass man ihn problemlos anfassen kann. Zwar ist er zu heiß, um die Pfanne komplett zu heben, aber hier kommt der mitgelieferte Handschutz zum Einsatz. Auch die Mulde für den Daumen am Griff macht das Hantieren mit der Kockums einfacher. Eine Öse ermöglicht das Aufhängen der Pfanne.

Eisenpfanne Test: Eisenpfannen Update122021 Kockums Bratpfanne
Die breite Gießkante verhindert, dass man beim Umfüllen kleckert.

Bei Langlebigkeit und Festigkeit zeigt die Kockums-Pfanne keine Schwäche. Sie ist dickwandig, schwer und hat stabile Nieten.

Beim Nutzen störte der Fettgraben immer dann, wenn wir mit wenig Öl auskommen wollten. Versuchten wir dies, brannte unser Spiegelei sehr schnell an, da sich das Öl an den Rand zurückzieht und einen trockenen Bereich in der Mitte zurücklässt. Zwar haben alle Pfannen diese Wölbung, bei einigen verschwindet sie jedoch beim Erhitzen.

Wer eine schwere, robuste Pfanne mit einem unbestreitbaren Vorteil (Gießkante sucht, dem können wir die Bratpfannen-Serie von Kockums ans Herz legen.

Ausgezeichnetes Brat-Erlebnis: DeBuyer Carbone Plus Lyonnaise

Ausgezeichnetes Brat-Erlebnis

De Buyer 5110.28 Carbone Plus Lyonnaise

Test: De Buyer 5110.28 Carbone Plus Lyonnaise
Mit der glatten Oberfläche haben Sie leichtes Spiel beim Schaben, der lange Griff bleibt am oberen Ende kühl.

Bei der De Buyer Carbone Plus Lyonnaise handelt es sich um eine schwere Pfanne mit poliertem Korpus und lackiertem, genieteten Bandstahl-Griff. Die Lackierung des Griffes hat eine Hammerschlag-Optik und ist somit angenehm griffig und nicht glatt. Das obere Ende des langen Griffes bleibt stets kühl oder zumindest nur moderat warm, sodass sich die Pfanne wenigstens verschieben lässt.

Die Lyonnaise von De Buyer ist mit ihren 2,1 Kilogramm definitiv kein Leichtgewicht. Sind dann auch noch Speisen in der Pfanne braucht man zum Anheben schon beide Hände. Die Daumenmulde unterstützt sowohl beim beid- als auch einhändigen Gebrauch und unterstützt beim Führen und Kippen der Pfanne. Eine Tropfkante gibt es nicht.

Eisenpfanne Test: Eisenpfannen Update122021 Debuyer Carboneplus
Egal ob ein- oder beidhändig: Die Daumenmulde ist eine ideale Unterstützung beim Führen der Pfanne.

Positiv sind uns beim Braten der kleine Fettgraben und die ebene Oberfläche aufgefallen. So bleibt das Öl unter dem Bratgut anstatt sich am Rand zu sammeln. Selbst Frikadellen, die immer schnell anbrennen, lassen sich in der Lyonnaise-Pfanne einfach abschaben. Kurzgesagt: Die De Buyer liefert ein überdurchschnittliches Brat-Erlebnis.

Ebenfalls aufgefallen ist uns, dass die Verfärbung nach dem Einbrennen und mehrmaliger Nutzung mit unterschiedlichem Bratgut sehr gleichmäßig ist. Die Eisenpfanne kommt ohne Beschichtung aus (kein Edelstahl). Folglich sollte man Gargut nicht in der Pfanne stehen lassen, sonst kommt es zu Korrosion und unter Umständen auch zu negativen geschmacklichen Veränderungen.

Suchen Sie eine strapazierfähige Pfanne für den Alltagsgebrauch, ist die De Buyer Carbone Plus Lyonnaise empfehlenswert.

Was gibt es sonst noch?

Eine weitere geschmiedete Eisenpfanne ist die De Buyer 5610.20 Mineral B: eine rostfreie, massive Pfanne aus Edelstahl-Blech. In den ersten Einsätzen läuft sie deutlich an und wird dunkler. Der kurze Stiel wird zwar schnell heiß, es lässt sich aber einfacher mit ihm hantieren. Diese Pfanne ist in 20, 24 und 28 Zentimetern erhältlich. Dabei sind Aufbau und Verarbeitung bei allen Varianten gleich.

Mit ihrem breiten, lackierten Bandstahl-Griff ist die DeBuyer 5610.24 Mineral B der Gegenentwurf zur altbewährten Hakenstiel-Pfanne. Die Mineral B ist solide und 1,36 Kilo schwer. Eine Schicht Bienenwachs, die vor dem Einbrennen abgewaschen werden muss, schützt den Korpus vor Korrosion. Vorsicht ist beim Einbrennen im Ofen geboten. Zwar ist die Pfanne laut Hersteller für die Nutzung im Backofen geeignet, Amazon-Nutzer berichten jedoch davon, dass die Grifflackierung bei einer Temperatur von 250 Grad butterweich wird. Auch wird der Griff auf ganzer Länge heiß und kann somit nur mit Handschutz angefasst werden.

Die GSW 860567 GastroTraditionell ist günstig und dennoch von guter Qualität. Sie hat einen langen Hakenstiel und ein Gewicht von 1,5 Kilo. Die Resultate beim Braten sind sehr gut. Zwar macht der lange Stiel das Verstauen etwas schwieriger, dafür ist das Hantieren mit und Tragen der Pfanne dank ihm umso leichter. Nicht zuletzt wegen der Griffmulde für den Daumen. Das Grillstreifen-Muster ist zwar ausgeprägt aber nicht tief genug, um sich wirklich am Fleisch abzuzeichnen. Die einzige Schwachstelle ist die Schweißnaht. Hier gibt es einen Lufteinschluss, wodurch die Anbindung beeinträchtigt ist. Bei hoher Belastung könnte dadurch der Stiel abbrechen. Vor dem Kauf sollte die Schweißnaht auf diesen Mangel geprüft werden. Ist er nicht vorhanden, steht einem Kauf nichts im Wege.

Die Rösle ist eine unverwüstliche 28-Zentimeter-Eisenpfanne mit Hakenstiel und Grillstreifen-Look. Diese sind eher für die Optik, da sie für eine deutliche Musterung auf dem Fleisch nicht genügend Tiefe haben. Dafür sammelt sich in ihnen ein wenig Fett, sodass die Eisenpfanne geschützt und immer einsatzbereit ist. Der Pfannenboden hat hier eine ausgeprägtere Hohlwölbung als bei anderen Pfannen. Erhitzt sollte die Wölbung eigentlich kaum noch zu sehen sein, doch hier sammelt sich dadurch im Randbereich Fett, mittig brennen die Speisen so teilweise an, sofern man nicht mithilft.

Wissenswertes über Eisenpfannen

Anders als beschichtete Pfannen halten Eisenpfannen bei richtiger Pflege ein Leben lang. Man kann sie auf jeder Herdplatte und sogar auf einem Lagerfeuer verwenden. Eisenpfannen sind aus Stahlblech oder auch Edelstahl, der Griff besteht aus durch Stanzen geformten Bandstahl, der genietet oder angeschweißt wird. Geschmiedete Pfannen aus Edelstahl sind rostfrei, alle anderen Modelle sind es nicht und brauchen daher eine gewisse Pflege.

Nach Benutzung sollten die Pfannen lediglich mit einem Küchentuch ausgewischt werden, sodass stets ein Fettfilm verbleibt. Muss die Pfanne aufgrund angebackener Rückstände gespült werden, sollte dies von Hand und niemals in der Spülmaschine erledigt werden. Zudem sollte man die Bratfläche nur so intensiv und lange wie unbedingt nötig bearbeiten. Nach dem Trocknen sollte etwas Öl verrieben werden, sodass nichts rostet.

Hinweis: Eisenpfannen sollten nicht zum Aufbewahren oder Marinieren genutzt werden, da das die Rostbildung fördert.

Hohlwölbung

Die Pfannen haben keinen planen Boden, sondern einen mit Hohlwölbung. Das liegt in der Ausdehnung des Metalls bei Wärme begründet: Die Wölbung bietet dem Metall mehr Spielraum, um sich nach unten auszudehnen. Zudem würde ein planer Pfannenboden auf dem Induktions- oder Cerankochfeld kippeln, da während des Erhitzens eine Beule entstehen würde.

Die Wölbung wird sichtbar, wenn Öl in die kalte Eisenpfanne gefüllt wird und es sich im Randbereich sammelt. Auf dem Herd wird die Pfanne selten so stark erhitzt wird, wie vom Material her möglich wäre, verschwindet die Wölbung nie vollständig. Bei kleinen Eisenpfannen ist der Ölgraben-Effekt nicht so deutlich wie bei großen Modellen.

Vergleich zu anderen Pfannenarten

Es gibt Eisenpfannen in zwei unterschiedlichen Varianten: Mit Rohstahl geschmiedet oder Gusseisen. Beides hat ähnliche Vor- und Nachteile. Gusseisen besitzt einen höheren Kohlenstoffgehalt und lässt sich in Formen gießen. Der Werkstoff ist spröde, daher muss er eine höhere Materialstärke haben. Deshalb sind diese Pfannen dann auch deutlich schwerer als Eisenpfannen. Dafür verteilt sich die Hitze durch die Masse aber auch gleichmäßiger als bei dünneren geschmiedeten Pfannen.

Geschmiedete Pfannen sind nicht sonderlich pflegeleicht, da Stahlblech schneller rostet als Guss. Dieser Test legt das Augenmerk auf schmiedeeisernen Pfannen, den Test der Gusseisenpfannen finden Sie hier.

Leichte Edelstahl- oder Aluminium-Pfannen mit Teflon-Beschichtung sind populär, da sie nicht rosten und man hier mit wenig oder sogar ohne Fett braten kann.

Anders sieht es bei Pfannen aus Eisen oder Gusseisen aus: Diese Modelle brauchen immer einen dünnen Ölfilm, damit sie nicht rosten. Damit dieser Ölfilm und die Einbrenn-Patina nicht zerstört werden, dürfen die Pfannen nicht in den Geschirrspüler und selbst bei der Handwäsche sollte man Spülmittel nur sehr sparsam verwenden. Die Pfannen zerkratzen ziemlich schnell und die Beschichtung löst sich nach wenigen Jahren auf. Nachteilig bei Eisenpfannen ist das hohe Gewicht: 28-Zentimeter-Modelle wiegen zwischen 1,5 und 1,7 Kilo. Eine Pfanne der gleichen Größe aus Alu wiegt gerade einmal 750 Gramm. Übliche Alu-Guss-Pfannen liegen bei rund 1,4 Kilo.

Einbrennen

Vor dem ersten Gebrauch müssen Eisenpfannen eingebrannt werden. Hier verdampft eine dünne Fett- oder Ölschicht und lässt eine Patina zurück, die die Poren des Metalls verschließt und so kleine Unebenheiten ausgleicht. Dieser Prozess lässt sich wiederholen, zum Beispiel wenn die Pfanne aus Versehen im Geschirrspüler gelandet ist.

Das Einbrennen kann sowohl auf dem Herd als auch im Backofen erfolgen. Dabei geht es mit dem Herd einfacher: Hierfür wird ein hoch erhitzbares Öl zwei bis drei Millimeter hoch eingefüllt, dann auf 230 Grad geheizt und gewartet, bis das Öl raucht. Profis empfehlen auch Kartoffeln mit viel Öl und übermäßiger Hitze zu braten, wobei die Kartoffeln auch schwarz werden dürfen.

Mit der Zeit wird die Eisenpfanne immer besser: Brennt zunächst das Spiegelei noch an, wird das beim sechsten Mal bestimmt nicht mehr passieren.

Pflege

Eisenpfannen dürfen nicht in die Spülmaschine, bei der Reinigung von Hand darf kein Scheuerpulver verwendet werden. Starke Verkrustungen lässt man am besten zunächst einweichen und kratzt sie dann mit warmem Wasser und einem Schaber ab.

Normalerweise reibt man die Eisenpfanne nur mit Küchenkrepp aus. Man kann sie jedoch auch mit einer Bürste unter Wasser und wenig Spülmittel reinigen.

Ist der Ölfilm verschwunden oder man kann schon Flugrost sehen, sollte man die Stellen mit Öl einreiben und den Rost entfernen.

Eisenpfannen erhitzen viel schneller als Alu-Pfannen, somit braucht man bei einem Induktionsherd auch eine niedrigere Kochstufe. Grund hierfür ist das massive Eisen im Pfannenboden. Übermäßiges Erhitzen kann dazu führen, dass das Metall ausglüht, was wiederum zu unschönen Verfärbungen und einem Verlust an Härte führt.

Hakenstiel versus breiter Griff

Geschmiedete Pfannen besitzen einen geschmiedeten Henkel oder Stiel. Der wird schnell heiß, sodass man Topflappen oder Handschuhe verwenden sollte.

Doch auch hier gibt es Unterschiede: Lange Hakenstiele bleiben im oberen Drittel lange kühl, sodass man so die Pfanne zumindest auf dem Herd bewegen kann. Nur zum Heben braucht man auch hier einen Handschutz.

So haben wir getestet

Die meisten der 12 Eisenpfannen hatten eine Größe von 28 Zentimetern, es waren aber auch 20 und 24 Zentimeter große Modelle dabei. Diese Pfannen eignen sich gut für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt oder für einen Campingausflug mit Lagerfeuer: Zwei Nackensteaks oder zwei Spiegeleier passen hinein. In die 28-Zentimeter-Pfannen passen vier Steaks oder Spiegeleier, sodass sie sich für eine Familie gut eignen. In Sachen Qualität gibt es zwischen den großen und kleinen Modellen keinen Unterschied, hier entscheidet der individuelle Geschmack und Anspruch, welche Größe besser passt. Zum anderen gibt es Gewichtsunterschiede: 28 Zentimeter wiegen zwischen 1,5 und 1,7 Kilo, 20 Zentimeter rund 1 Kilogramm.

Die Eisenpfannen wurden im Alltag getestet: Es wurden Spiegeleier gemacht, Fleisch scharf angebraten sowie medium und well done gebraten und Pfannengerichte mit Geschnetzeltem gekocht. Bei unbeschichteten Pfannen meint der Laie oft, dass viel Fett dazugegeben werden muss, sodass nichts anbrennt. Im Test wurden daher auf eingebrannten und öfters benutzten Pfannen Nackensteaks ohne Öl bei hohen Temperaturen scharf angebraten. Das war bei beinahe allen Modellen kein Problem, da das Fettgehalt des Fleisches für genügend »Schmierung« sorgte.

Vor dem Test wurden alle Eisenpfannen auf dem Herd mit Öl und Kartoffeln eingebrannt. Dabei wurde ein Induktionsherd genutzt. Verglichen mit beschichteten Aluminium-Pfannen gleicher Größe haben die Eisenpfannen Fleisch zügiger und auf niedrigerer Kochstufe gebraten. Die Nachmessungen ergaben, dass die Eisenpfanne bereits bei Stufe 6 von 14 150 Grad erreichte. Das Modell aus Aluminium brauchte für 160 Grad Stufe 10.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.