Nie wieder trockene Raumluft Test: Aufmacher Luftbefeuchter

Luftbefeuchter im Test : Nie wieder trockene Raumluft

Update 10.01.2023

Trockene Raumluft kann vor allem im Winter schnell zum Problem werden, Luftbefeuchter schaffen da Abhilfe und manche Geräte sind sogar recht hübsch und werten den Raum optisch auf. Wir haben insgesamt 44 Produkte ausprobiert.

Update 10. Januar 2023

Wir haben sieben weitere Luftbefeuchter getestet und drei neue Empfehlungen am Start: den Boneco S250, den Levoit LV600S und den Venta Ah510 Original Connect.

27. Januar 2022

Wir haben sieben zusätzliche Luftbefeuchter unter die Lupe genommen. Der Levoit VeSync Classic 300S hat es in unsere Empfehlungen geschafft.

25. Februar 2021

Wir haben sechs weitere Luftbefeuchter getestet. Der Venta Comfort Plus LW45 ist eine neue Empfehlung.

4. September 2020

Wir hatten acht neue Luftbefeuchter im Test. Eine neue Empfehlung ist der Levoit LV600HH.

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Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Bei Luftbefeuchtern gibt es preislich kaum Grenzen, ob man nun 30 oder 400 Euro ausgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Aber merkt man den Unterschied auch? Zustande kommen die Unterschiede vor allem durch die Befeuchtungstechnik, denn hier gibt es drei Möglichkeiten: Verdunster, Verdampfer und Zerstäuber per Ultraschall. Auf die jeweiligen Vor- und Nachteile gehen wir im später folgenden Ratgeber ein. Getestet haben wir Luftbefeuchter mit allen drei Befeuchtungsprinzipien, einige davon können wir definitiv empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gute Preis-LeistungSparsamInklusive LuftwäscheGuter VerdampferZerstäuber mit Warm- und Kaltnebel
Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814Test: Venta Lw45 ComfortplusTest: Venta Ah510Test: Boneco S250Nie wieder trockene Raumluft Test: Levoit Lv600s 360x360Test: Meaco Deluxe 202Test: Boneco H300 HybridTest: Levoit Classic 300sTest  Nie wieder trockene Raumluft: Philips HU4803Test  Luftbefeuchter: Philips AC2729/10Test  Luftbefeuchter: Beurer LB 55Test  Nie wieder trockene Raumluft: Philips HU4813Test Luftbefeuchter: Venta LW 25Test Luftbefeuchter: Beurer LW 220Test  Nie wieder trockene Raumluft: Boneco U100Test: Xiaomi Mi Smart Antibacterial HumidifierTest: Beurer Lb 88Test: Elechomes Sh8820Test: Thopoid Humi003Test: Beurer Lb 45Test: Stadler Form Oskar Little O 101Test: Stadler Form Oskar O 020Test  Luftbefeuchter: Beurer LB 37Test Luftbefeuchter: Medisana UHWTest  Nie wieder trockene Raumluft: Paris Rhône ‎PE-AH017Test  Nie wieder trockene Raumluft: Conopu OZJ21S07Test: Carlo Milano Lbf 450
Modell Philips HU4814 Venta Comfort Plus LW45 Venta AH510 Original Connect Boneco S250 Levoit LV600S Meaco Deluxe 202 Boneco H300 Hybrid Levoit VeSync Classic 300S Philips HU4803 Philips AC2729 Beurer LB 55 Philips HU4813 Venta Original LW25 Beurer LW 220 Boneco U100 Xiaomi Mi Smart Antibacterial Humidifier Beurer LB 88 Elechomes SH8820 Thopoid Humi003 Beurer LB 45 Stadler Form Oskar Little O-101 Stadler Form Oskar O-020 Beurer LB 37 Medisana UHW Paris Rhône ‎PE-AH017 Conopu OZJ21S07 Carlo Milano LBF-450
Pro
  • Einfache Reinigung
  • Viele Einstellungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Dezentes Design
  • Luftwäsche
  • Gute Ausstattung
  • Kein Filterwechsel nötig
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Einfache Reinigung
  • Luftwäsche
  • Gute Ausstattung
  • Kein Filterwechsel nötig
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Einfache Reinigung
  • Schnelle, starke Befeuchtung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Einfache Reinigung
  • Hohe Befeuchtungsleistung
  • Warm- und Kaltnebel
  • Gute Verarbeitung
  • Abnehmbarer Tank
  • Optionale Begleit-App
  • Gute Befeuchtungs­leistung
  • Optionale Luft­reinigung
  • Gute Ausstattung
  • Entnehmbarer Wasser­tank
  • Gleichmäßige Befeuchtungs­leistung
  • Luftwäsche & optionale Luftreinigung
  • Gute Ausstattung
  • Solide App
  • Entnehmbare Wasser­wanne
  • Ansprechendes Design
  • App-Steuerung
  • Fairer Preis
  • Von oben füllbarer Tank
  • Einfache Reinigung
  • Viele Einstellungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Dezentes Design
  • Mit App
  • Luftwäsche
  • Viele Einstellungs­möglichkeiten und Funktionen
  • Guter Preis
  • Dezentes Design
  • Einfache Reinigung
  • Viele Einstellungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Dezentes Design
  • Luftwäsche
  • Kein Filter nötig
  • Spülmaschinenfest
  • Luftwäsche
  • Kein Filter nötig
  • Interessantes Konzept
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Kompakt
  • Gut verstaubar
  • App-Steuerung
  • Guter Funktionsumfang
  • Solide Befeuchtungsleistung
  • Fairer Preis
  • Sehr hohe Befeuchtungsleistung
  • Ansprechendes Design
  • Kalt- und Warmnebel
  • Tank muss zum Befüllen umgedreht werden
  • Gute Leistung
  • Einfache Bedienung
  • Kalt- und Warmnebel
  • Entnehmbarer Wassertank
  • Günstig
  • Klein
  • Einfache Handhabung
  • Leicht zu reinigen
  • Betrieb per USB
  • Kompakt
  • Einfache Bedienung
  • Guter Preis
  • Hübsches Design
  • Platzsparend
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Hübsches Design
  • Hygrostat und Auto-Off bei leerem Tank
  • Dezentes Design
  • Befeuchtet schnell
  • Günstig
  • Hohe Befeuchtungsleistung
  • Guter Funktionsumfang
  • Display im Nachtmodus abstellbar
  • Günstig
  • Schönes Design
  • Kompakte Maße
  • Abnehmbarer Wasser­tank
  • Kalt- und Warmnebel
Contra
  • Filter müssen nachgekauft werden
  • Teuer
  • Sehr groß
  • Wassertank bzw. -wanne nicht entnehmbar
  • Display nicht abschaltbar
  • Auf höchster Stufe sehr laut
  • Teuer
  • Display nicht abschaltbar
  • Auf höchster Stufe sehr laut
  • Hoher Stromverbrauch
  • Hörbar (köchelt)
  • Hoher Stromverbrauch bei Warmnebel
  • Etwas unkomfortable Bedienung
  • Wasseraustritt bei unachtsamer Hand­habung leicht möglich
  • Teuer
  • Teure Ersatzfilter
  • Nur wenige Bedien­möglichkeiten am Gerät
  • Sehr ungenaues Hygrostat
  • Wenig Flächen­befeuchtung
  • Filter müssen nach­gekauft werden
  • Sehr teuer
  • Groß und schwer
  • Kleiner Tank
  • Etwas laut
  • Hohe Stromkosten
  • Eingebautes Hygrometer schwankt stark
  • Filter müssen nachgekauft werden
  • Geringe Ausstattung
  • Sehr teuer
  • Teuer
  • Relativ schwache Befeuchtung
  • Hörbar (gluckert)
  • Netzteil statt USB
  • Flasche notwendig
  • Auslassdüse lässt sich nicht drehen
  • Etwas fummliger Tankdeckel
  • Langweiliges Design
  • Schwer zu reinigen
  • Hoher Stromverbrauch bei Warmnebel
  • Sehr hoher Strom­verbrauch bei Warm­nebel
  • Laute, störende, nicht abschaltbare Tasten­töne
  • Schwierige Reinigung
  • Kein Netzteil im Lieferumfang
  • Überschaubare Befeuchtungsleistung
  • Geringer Funktions­umfang
  • Beleuchtung nicht dimm- oder abschaltbar
  • Mäßige Befeuchtungs­leistung
  • Relativ laut
  • Relativ teuer
  • Teure Wechselfilter
  • Abgespeckter Funktions­umfang
  • Mäßige Befeuchtungs­leistung
  • Relativ laut
  • Relativ teuer
  • Teure Wechselfilter
  • Wenig Flächen­befeuchtung
  • Hoher Standby-Verbrauch
  • Surrendes Betriebsgeräusch
  • Ungenaues Hygrometer
  • Leistungsstufe springt nach Moduswechsel immer wieder zurück
  • Oberseite mit Tank leicht vom Fuß zu trennen
  • Schlechte Materialqualität
  • Mäßig gute Reinigung
  • Störende Tastentöne
  • Mangelhafte Verarbeitung (defekter Filter ab Werk)
  • Relativ hoher Strom­verbrauch
  • Surrt hörbar und gluckert, störend
  • Nässt den Boden um sich herum ein
Bester Preis

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Gute Preis-Leistung: Philips HU 4814

Mit dem Philips HU 4814 bekommt man einen guten Luftbefeuchter zum angemessenen Preis. Mit dem Verdunster wird der Raum gleichmäßig befeuchtet, außerdem gibt es für die automatische Feuchtigkeitsregelung ein Hygrometer.

Gute Preis-Leistung

Philips HU4814

Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814
Er befeuchtet die Luft nicht am besten, ist aber eindeutiger Preis-Leistungs-Sieger und damit unser Favorit. Zudem verfügt er über ein umfangreiches Ausstattungspaket und ist einfach zu reinigen.

Wie er funktioniert

Die hochtrabend »Nano Cloud-Technologie« genannte Funktion ist einfach nur die Verdunstung. Das Ganze funktioniert mit einem Kern, der wabenartig aufgebaut ist, es handelt sich um einen Kunststoffzylinder, der durchlöchert ist. Dieser steht im Wasser und saugt sich voll. Die poröse Filterstruktur bietet viel Oberfläche, darüber verdunstet das Wasser und wird mittels Ventilator im Raum verteilt.

Die Anleitung sagt aus, dass der Filter wöchentlich einmal eine Stunde ins klare Wasser soll, dadurch wird er gereinigt. Der Ventilator zieht Staub an, der kann dann im Filter hängenbleiben, durch diese Verunreinigung ist die wöchentliche Reinigung definitiv nötig. Das geht aber recht leicht.

Für 10 Euro gibt es einen Ersatzfilter zu kaufen, die Anleitung rät, den Filter einmal jährlich oder öfter auszutauschen, vom Hersteller wird sogar alle drei Monate empfohlen. Das hängt aber auch davon ab, wie abgenutzt der Filter schon ist, ist das Material noch intakt, muss man sicherlich nicht wechseln.

Der Behälter ist dank größtenteils glatter Flächen einfach zu reinigen, Nischen gibt es kaum und man kann den Luftbefeuchter auch sehr leicht zusammen- und auseinanderbauen.

Die Möbel oder der Boden bleiben während der Verdunstung trocken, somit eignet sich der Luftbefeuchter auch fürs Büro.

Handhabung

Das Nachfüllen gelingt ebenfalls schnell. Der Deckel ist auch der Ventilator, den kann man abnehmen, wenn man nachfüllen möchte. Zum Auffüllen kann man dann beispielsweise eine Gießkanne nehmen. Alles um den Luftbefeuchter bleibt trocken, der Behälter selbst ist eher klein gehalten, daher muss man je nachdem welchen Befeuchtungsgrad man wählt, öfter nachfüllen.

Wenn der Wasserpegel nicht mehr hoch genug ist, schaltet der Luftbefeuchter ab, auf dem Display erscheint dann eine rote Warnleuchte. Seitlich gibt es ein Fenster, durch das man den Wasserstand aber auch immer im Blick hat.

Die Bedienung klappt größtenteils intuitiv, den Befeuchtungsgrad kann man dreistufig einstellen, mit der ersten Stufe funktioniert eine leise Befeuchtung.

Nicht so gut gefallen hat uns ein Surren mit niedriger Frequenz, manche könnte das stören. Bei Automatik, wenn der Luftbefeuchtungsgrad begrenzt ist, schaltet sich der Philips auch öfter ein und aus.

Für den Einsatz im Schlafzimmer empfehlen wir diesen Luftbefeuchter daher eher nicht, das Problem teilt er sich aber mit dem Großteil seiner Konkurrenten.

Ausstattung

Nicht oft anzutreffen bei Luftbefeuchtern sind Timer, automatische Feuchtigkeitsregelung und ein Hygrometer, der integriert ist. Man kann wählen, welche Feuchtigkeitswerte nicht mehr überschritten werden sollen. So stellt man als Zielwert 60, 50 oder 40 Prozent der relativen Luftfeuchtigkeit ein. Im Test hat der Hygrometer gut und genau genug funktioniert. Allerdings ist der integrierte Hygrometer nie so genau wie einer, der in einigem Abstand zum Luftbefeuchter steht, wir empfehlen daher einen zweiten zur Kontrolle. Direkt beim Luftbefeuchter ist die Luftfeuchtigkeit schließlich höher als weiter entfernt.

Praxisgerecht sind die drei verschiedenen Leistungsstufen, die höchste davon sollte man anfangs verwenden, denn dann wird die Feuchtigkeit zunächst nur an die Einrichtung abgegeben.

Mit dem integrierten Timer kann man Strom und Wasser sparen, hierbei kann man einstellen, ob die Befeuchtung nach acht, vier oder einer Stunde enden soll.

Wie gut befeuchtet er?

Die Befeuchtungsleistung teilt sich der Philips HU 4814 mit weiteren Verdunstern, sie ist mittelmäßig. Konkret bedeutet das, dass man mit diesem Luftbefeuchter im Winter wohl keine relative Luftfeuchtigkeit von über 55 Prozent erreicht, dieser Wert ist aber auch ziemlich hoch. Praxisgerechter sind eher 50 Prozent oder weniger, dafür eignet sich der Luftbefeuchter definitiv.

Die Raumgröße, die angegeben ist, ist eher weniger ein verlässlicher Wert. Hierfür empfehlen wir Luftbefeuchter, die leistungsstärker sind.

Sparsam: Venta Comfort Plus LW45

Sparsam

Venta Comfort Plus LW45

Test: Venta Lw45 Comfortplus
Bietet eine gute Verdunstungsleistung, ist einfach zu reinigen und die Folgekosten sind gering.

Eigentlich ist der Venta Comfort Plus LW45 in erster Linie ein Luftwäscher: Er ist ungewöhnlich groß und schwer und auch das Betriebsgeräusch ist lauter als bei anderen Modellen. Im Inneren des Luftbefeuchters drehen sich die für Venta typischen 3D-Plattenstapel. Das Modell ist ausgereift, jedoch auch ziemlich preisintensiv. An der Technik lässt sich der hohe Preis nicht festmachen, diese ist äußerst simpel: Der Comfort Plus besteht im Grunde aus einem Ventilator sowie einer Walze mit vielen Plastik-Scheiben.

Im Vergleich zum Vorgänger hat Venta dem »Comfort Plus«-Modell einige Upgrades gegönnt: Am auffälligsten ist hier das Display an der Oberseite, das die Raumfeuchtigkeit anzeigt. Diese wird über ein Hygrostat und ein Hygrometer gemessen. Zudem hat der Luftwäscher nun einen Automatikmodus.

Im Inneren des Modells befindet sich anstelle eines Filters der sogenannte »Plattenstapel«. Hierbei handelt es sich um eine Walze aus Kunststoff mit vielen dünnen Scheiben aus Plastik, die sich durch die Wasserwanne dreht, diese dabei kontinuierlich mit Wasser benetzt und Schmutzpartikel aus der Raumluft in das Wasser befördert. Somit wird kein Filter benötigt, der regelmäßig ausgetauscht werden muss. Auf lange Sicht spart das Geld.

Doch auch der Comfort Plus braucht etwas Pflege: Diese beschränkt sich allerdings nur auf das gelegentliche Säubern der Wasserwanne und des Plattenstapels. Die Reinigung geht leicht von der Hand, da alles gut erreichbar ist und einem nichts den Zugang zu entlegenen Ecken versperrt. Bei Bedarf kann man den oberen Teil auch auseinanderklappen.

Dem Aufbau ist es geschuldet, dass es hier keinen separaten Wassertank gibt, der sich zum Befüllen entnehmen lässt. Das ist nicht gerade angenehm, denn aufgrund seiner Größe passt das Modell nicht unter den Wasserhahn und mit einem Füllvolumen von zehn Litern wäre es auch zu schwer, um es sicher durch die Wohnung zu transportieren. Hier hilft nur die Gießkanne.

Das neu hinzugefügte Touch-Display reagiert schnell und sieht gut aus, allerdings bietet es lediglich die zu erwartende Einstellungspalette: An- und Austaste, Sleep und drei Gebläsestufen. Im Sleep-Modus kann man die Anzeigenhelligkeit zwar dimmen, diese aber nicht vollkommen abschalten. Zusätzlich wird die aktuelle Luftfeuchtigkeit angezeigt. Hierüber lässt sich zudem die gewünschte Ziel-Luftfeuchtigkeit wählen. Dann arbeitet der Luftbefeuchter im Automatik-Modus und schaltet sich selbstständig aus, wenn die Ziel-Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Wird sie unterschritten, bringt es wieder an.

Der Luftbefeuchter arbeitet gemächlicher als ein Zerstäuber, da die Befeuchtungsleistung auf Verdunstung basiert. Der Stromverbrauch bleibt dafür mit rund sieben Watt angenehm niedrig. Dafür nimmt der Venta Comfort Plus LW45 auch viel Platz ein, immerhin ist er der größte Luftbefeuchter im Test. Zudem lag die Betriebslautstärke in der höchsten Stufe bei etwa 51 Dezibel und somit höher als bei allen anderen Geräten im Test. Das Geräusch ist auch auf Stufe zwei noch ziemlich präsent, lediglich auf Stufe eins hat man Ruhe.

Trotzdem ist der Venta Comfort Plus LW45 ein Premium-Modell. Wenn man bereit ist, den hohen Anschaffungspreis in Kauf zu nehmen, erhält man einen hochwertigen und durchdachten Luftwäscher, der durch die sehr geringen Folgekosten lange Spaß macht.

Inklusive Luftwäsche: Venta AH510 Original Connect

Inklusive Luftwäsche

Venta AH510 Original Connect

Test: Venta Ah510
Befeuchtet die Luft per Verdunstung und hilft dank Luftwäsche Pollenallergikern.

Der Venta AH510 ist ein Verdunster, das heißt, dass man keine Kabel benötigt, die Luft nicht zu stark befeuchtet wird und der Stromverbrauch auch angemessen ist. Eine Luftwäsche gegen Pollen und Hausstaub ist bei diesem Modell ebenso dabei. Für Allergiker ist der Luftbefeuchter also bestens geeignet.

Das Bedienungspanel ist baugleich mit dem des Venta Comfort Plus LW45. Ein einstellbares Hygrostat ist auch in diesem Gerät eingebaut: Es misst die Luftfeuchtigkeit im Raum und passt diese daraufhin an. Darüber hinaus kann man den Luftbefeuchter nicht nur manuell, sondern auch per App steuern und er hat eine angenehm kompakte Größe.

Derzeit bietet die App allerdings nur Spielraum für ein paar Einstellungen. Die Funktionen des Bedienpanels sind auch in der App verfügbar, es lassen sich verschiedene Räume mit automatisch empfohlenen Zielwerten anlegen und es sind fünf Presets vorhanden: Turbo, Relax, Sommer, Nacht und Auto Protect. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in der Lüftergeschwindigkeit und dessen Lautstärke. Sonderfunktionen gibt es keine. Die Software ist demnach also eher ein nettes Zusatzangebot, das weiter ausbaufähig ist. Ob sie allerdings erweitert wird oder nicht, lässt sich bisher nicht sagen.

Da der AH510 von Venta nicht der allerleiseste Lüfter ist, bieten sich die Modi mit geringerer Lüftergeschwindigkeit auf alle Fälle an. Bei Höchstleistung haben wir bei einem Abstand von einem Meter circa 50 Dezibel gemessen – für die kleine Größe ist das ganz schön Laut. Völlig leise ist der Luftbefeuchter zwar nie, allerdings ist er in den geringeren Stufen nicht ganz so lautstark. Im Wohnzimmer oder auch im Gang sollte das nicht stören, im Schlafzimmer ist der Ah510 allerdings nicht gut aufgehoben. Tagsüber ist das Geräusch in den Wohnräumen gut auszuhalten, da es nicht aufdringlich ist.

Die Reinigung des Venta-Luftbefeuchters ist angenehm einfach. Man kann das Gerät zügig in seine Einzelteile zerlegen und die Wasserwanne auswischen und abspülen. Störende Winkel, Kanten oder Rillen gibt es darin keine. Der Tank lässt sich zwar nicht herausnehmen, das ist aber in Ordnung. Da der Luftbefeuchter nicht so groß ist, passt er super unter den Wasserhahn.

Für die Befeuchtung eines kleinen Raums ist der AH510 Original Connect eine gute Empfehlung. Er ist hochwertig verarbeitet, einfach zu bedienen und erfüllt seinen Zweck.

Guter Verdampfer: Boneco S250

Guter Verdampfer

Boneco S250

Test: Boneco S250
Der Verdampfer ist tadellos verarbeitet, einfach zu reinigen, befeuchtet die Luft stark und arbeitet hygienisch, verbraucht aber auch viel Strom.

Der S250 von Boneco ist unsere Verdampfer-Empfehlung. Er befeuchtet die Luft hygienisch und schnell. benötigt allerdings viel Strom und ist auch nicht der leiseste. Deshalb sollte man ihn nur immer Mal wieder kurzzeitig nutzen.

Die Verarbeitungsqualität des S250 ist sehr gut. Geliefert wird er in einem Stoffbeutel und die Kunststoffoberflächen sehen sowohl optisch gut aus und sind auch haptisch angenehm. Zudem klappert nichts, alles sitzt fest dort, wo es hingehört. Das Kabel ist mit einem Kaltgerätestecker anstatt mit dem Korpus des Befeuchters selbst verbunden. Das erleichtert den Transport. Man muss das Gerät jedoch nur selten transportieren, da man den Tank entnehmen kann. Die Hersteller haben gut mitgedacht.

Zudem kann man den Auslassstutzen auch herausnehmen. Die Reinigung ist somit deutlich leichter als bei den meisten anderen Luftbefeuchtern. Man hat hier nämlich genügen Freiraum, um die Wanne innen gründlich zu putzen.

Man muss sich beim Boneco S250 keine Sorgen um Hygiene machen, da der Verdampfer keine Keime in die Luft bläst. Die Stromrechnung ist jedoch dementsprechend höher als bei Verdunster-Modellen. Der Luftbefeuchter benötigt circa 280 Watt bei maximaler Leistung. Ein Ultraschall-Luftbefeuchter mit der gleichen Leistung benötigt in etwa nur ein Zehntel an Strom. Die Leistung des Bonecos ist jedoch sehr gut. Sobald das Wasser aufgewärmt ist, gibt das Gerät Gas. Im Dauereinsatz ist die Schimmelgefahr deshalb hoch.

Bedient wird der Luftbefeuchter mit einem schwarzen Touch-Panel an der Vorderseite. Die Zielfeuchtigkeit des eingebauten Hygrostats sowie ein Timer mit maximal neun Stunden lassen sich einstellen. Zusätzlich gibt es anstelle des Hygrostats auch zwei Befeuchtungsstärken. Das Display sowie die Tastentöne lassen sich leider nicht komplett abschalten. Die Töne sind jedoch nicht so laut, wie man es von anderen Modellen gewohnt ist. Der Luftbefeuchter hat zudem eine Lautstärke von circa 40 Dezibel, er könnte also leiser sein. Die meisten Verdampfer sind allerdings aufgrund ihrer Technik etwas lauter.

Die Kalkablagerung ist ebenso ein Problem. Der Hersteller liefert insgesamt drei Kalkpads mit, diese fangen den Großteil des Kalks auf. Ein weiteres Pad kostet in etwa einen Euro, das bedeutet, dass man laufend Kosten für die Entkalkung hat – auch wenn diese überschaubar sind. Der Stromverbrauch liegt bei 0,5 Watt im Standby-Modus und ist somit niedrig.

Wir empfehlen den S250 allen, die nach einem Luftbefeuchter mit Verdampfer-Technik suchen.

Zerstäuber mit Warm- und Kaltnebel: Levoit LV600S

Zerstäuber mit Warm- und Kaltnebel

Levoit LV600S

Nie wieder trockene Raumluft Test: Levoit Lv600s 360x360
Vielseitiger Ultraschall-Zerstäuber mit Kalt- und Warmnebel, Begleit-App und starker Befeuchtungsleistung.

Es gibt zum Thema Zerstäubertechnik zwar einige Kritikpunkte, jedoch können wir den LV600S von Levoit allen empfehlen, die nach einem Ultraschall-Luftbefeuchter suchen. Seine Verarbeitungsqualität und seine Befeuchtungsleistung sind sehr gut und er funktioniert sowohl mit Warm- als auch mit Kaltnebel. Zusätzlich kann man ihn auch per App bedienen und wir konnten keine nennenswerten Mängel feststellen.

Wir hatten den großen Bruder des LV600S, nämlich den LV600HH, bereits im Test. Die Modelle unterscheiden sich in ihrem Design, ihrer Größe, ihrem Bedienfeld und Wassertank nicht. Der Warmnebel ist beim 600S noch ein wenig stärker und die entfernbare Platte ein bisschen größer. Das Bedienfeld ist ebenso mit Touch-Tasten ausgestattet, jedoch ist das LED-Display anders angeordnet und insgesamt besser lesbar. Im Nachtmodus schaltet sich das Display vollständig aus und stört somit auch im Schlafzimmer nicht.

Das »S« im Produktnamen steht für die zusätzliche Smart-Funktion. Der Luftbefeuchter lässt sich also beliebig per VeSync-App bedienen. Zudem kann man ein Luftfeuchtigkeitsprotokoll einsehen, das über den Tag hinweg zeitlich dokumentiert wird. Beim Testen hatten wir mit der App keine Probleme, sie ist definitiv gut und für alle etwas, die auf externe Bedienung per App Wert legen.

Das Hygrometer des LV600S funktioniert richtig gut. Die Abweichungen zu unserem Referenzmodell betrugen nur circa. ein bis maximal zwei Prozent.

Die Befeuchtungsleistung des Zerstäubers ist sehr gut, sogar einer der besten im Test. Der Stromverbrauch im Maximalbetrieb beträgt 22,7 Watt und ist somit im Normalbereich. Sobald man den Warmnebel anschaltet, springt der Zählstand in den dreistelligen Bereich, das ist allerdings auch normal. Bei maximaler Nebel- und Wärmestufe liegt der Stromverbrauch bei wuchtigen 264 Watt und ist damit mit einem Verdampfer zu vergleichen.

Der Luftbefeuchter ist hörbar, jedoch nicht laut. Wir konnten circa 38 Dezibel messen. Das Geräusch ist auch nicht störend, es pfeift nichts.

Die Reinigung ist einfach, da man den Deckel abnehmen kann. Man muss im Tank selbst zwar einige kleine Winkel putzen, diese sind aber gut zu erreichen. Das Nachfüllen ist ebenso angenehm einfach, da man den Tank komplett herausnehmen kann.

Der Levoit LV600S ist insgesamt ein solider Zerstäuber, der in unserem Test in allen Kategorien gut abgeschnitten hat.

Was gibt es sonst noch?

Beurer LB 55

Der Beurer LB 55 ist nicht so teuer und arbeitet mit Verdampfer. Das Prinzip der Verdampfung braucht aber mehr Strom, denn das Wasser muss erstmal erhitzt werden. Nutzt man den Luftbefeuchter nur ab und zu, so eignet er sich definitiv, denn er bringt sehr viel Feuchtigkeit. Abhängig von der ausgewählten Stufe gibt der Luftbefeuchter 400 oder 200 Milliliter an Wasserdampf in der Stunde ab, das entspricht 9,6 bzw. 4,8 Litern am Tag. Viel ist das schon, dafür braucht der Luftbefeuchter auf höchster Stufe aber auch 365 Watt an Strom.

Will man diesen Luftbefeuchter also dauernd nutzen, das heißt durchgehend auf höchster Stufe, kommt man auf Stromkosten von 70 Euro pro Monat. Allerdings wären das dann auch 10 Liter Wasser am Tag, das in der Luft verteilt wird und das wäre, selbst wenn der Raum 50 Quadratmeter hätte, zu viel. Die schwächere Stufe kommt immer noch auf 185 Watt, also 35 Euro für einen Monat Dauerbetrieb. Realistischer wäre ein Betrieb mit halber Zeitmenge auf niedrigster Stufe, auch dann hat man aber noch Stromkosten von 17,50 Euro im Monat. Da lohnt sich der günstigere Anschaffungspreis auch nicht lange.

Dank seiner Größe hat der Luftbefeuchter einen Sechs-Liter-Tank, nachfüllen muss man also nicht so oft. Die Bedienung wie auch das Aufbauen gehen leicht und wir finden die Optik neutral. Bis maximal 50 Quadratmeter können damit befeuchtet werden, ein Display fehlt aber, sodass man die Luftfeuchtigkeit nicht genau nachlesen kann.

Levoit VeSync Classic 300S

Der Levoit VeSync Classic 300S ist ein Zerstäuber mit Ultraschall. Er verfügt über einen Tank von sechs Litern Fassungsvermögen, der sich dank seiner Öffnung auf der oberen Seite leicht auffüllen lässt, ohne ihn wegtragen zu müssen. Zu diesem Zweck lässt sich der Deckel entfernen, was das Putzen des Tanks um einiges erleichtert. Nur ein einzelner Stutzen behindert die Reinigung, weil er zusammen mit der Griffausbuchtung eine schwer zugängliche Nische bildet. Unter dem Strich ist der Tank aber trotzdem herausragend einfach erreichbar – vor allem bei Zerstäubern ein riesiger Vorteil.

Auf der Vorderseite befindet sich ein helles und ausreichend großes Display, links und rechts davon sind vier Tasten mit Piktogrammen angebracht, dank denen man ihre Funktion eindeutig ablesen kann. Das Display wird deaktiviert, wenn der Nachtmodus eingeschaltet wird. Die Innenbeleuchtung vom Luftbefeuchter lässt sich zudem in mehreren Helligkeitsstufen einstellen oder auch ganz abschalten.

Geht es um die Leistung, positioniert sich der VeSync Classic 300S im Durchschnitt, aber das ist kein Grund den Luftbefeuchter deswegen abzuschreiben. In puncto Lautstärke überzeugt der Levoit – unsere Messungen lagen, abhängig von der Stufe, zwischen 33 und 35 Dezibel. Dabei ist auch der Stromverbrauch von der Stufe abhängig, und der ist mit 15 bis 24 Watt im Betriebsmodus und 1,1 Watt beim Standbymodus normal für Kaltnebelzerstäuber wie den Levoit. Neben all diesen Pluspunkten bleibt ein einziges Problem übrig, nämlich das Hygrometer. Die Abweichungen zu unseren Messergebnissen betrugen maximal zehn Prozent.

Philips AC2729

Der Luftbefeuchter Philips AC 2729 ist schwer und groß, dafür hat er aber Rollen, sodass man ihn leicht bewegen kann. Nicht so gut finden wir den Tank mit drei Litern, das ist recht klein und dadurch muss öfter nachgefüllt werden. Hier wird mit Verdunstung gearbeitet und außerdem reinigt er die Luft. Zudem hat er WLAN, sodass man ihn auch mit einer App steuern kann, in der ist aber Werbung enthalten. Mit dem Router kann man ihn verbinden, aber nur mit einer Frequenz von 2,4 Gigahertz, bei 5 Gigahertz muss zuvor umgestellt werden. Per App gibt es einiges an Einstellungen, etwa einen Modus für Allergiker oder für Babys, auch ein 2-in-1-Modus ist dabei. Das bedeutet, dass die Raumluft gereinigt wird, während sie befeuchtet wird. Für Allergiker also eine gute Sache. Bis zu 65 Quadratmeter schafft der Luftbefeuchter beim Reinigen und Befeuchten, für kleine Räume finden wir ihn aber zu groß und zu teuer.

Venta Original LW25

Ein weiterer Verdunster im Test ist der Venta LW 25: Dieser Luftwäscher arbeitet nach dem selben Prinzip wie der Nachfolger Comfort Plus LW 45. Bei diesem Modell ist die Ausstattung nicht ganz so üppig und die Anzeige ist nicht dimmbar, sodass sich der Luftbefeuchter eher nicht fürs Schlafzimmer eignet. Auch eine Wasserstandsanzeige ist nicht vorhanden. Reicht der Wasserstand nicht mehr aus, bemerkt man dies per Autostopp. Ebenfalls nicht vorhanden sind Hygrometer und Timer.

Medisana UHW

Einen Ultraschallzerstäuber findet man im Medisana Luftbefeuchter UHW. Er ist recht schnell, war bei der Luftbefeuchtung sogar das schnellste Gerät im Test und wir bekamen 60 Prozent beim Feuchtigkeitswert. Die Feuchtigkeit bleibt aber nicht in der Luft, sondern setzt sich irgendwann ab auf Möbeln oder Boden, das führt zu Kalkablagerungen oder schlimmstenfalls Beschädigungen der Möbel. Will man nur gelegentlich befeuchten, bekommt man hier einen günstigen Luftbefeuchter, auf Dauer empfehlen wir ihn aber nicht. Da würden wir eher zu Verdunstern greifen.

Klarstein Monaco

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Test  Luftbefeuchter: Klarstein Monaco

Auch der Klarstein Monaco zerstäubt per Ultraschall, die Verarbeitung ist gut und er lässt sich leicht bedienen, wahlweise auch per Fernbedienung. Es gibt zudem einen Filter gegen Keime und Pilze. Er kann manuell oder mit Timer betrieben werden. Ist der abgelaufen, schaltet das Gerät ab. Feste Zeiten dafür kann man aber nicht wählen. Bei der Automatik kann man die Luftfeuchtigkeit einstellen, die man erreichen möchte. Ist die dann vorhanden, geht das Gerät aus und wieder an, sollte der Wert wieder sinken. Das wäre prinzipiell toll, wäre der Sensor nicht im Luftbefeuchter selbst verbaut, denn so misst er natürlich höhere Werte als im restlichen Raum wären. Die Feuchtigkeit, die der Luftbefeuchter anzeigt, ist daher schnell bei 90 Prozent, mit dem Hygrometer gemessen lag die Luftfeuchtigkeit des Raumes aber nur bei 42, die Automatik funktioniert damit nicht so wie man sich das wünscht.

Wissenswertes über Luftfeuchtigkeit und Luftbefeuchter

Die Luftfeuchtigkeit ist abhängig von der Temperatur, je nachdem wie hoch die ist, kann die Luft mehr oder weniger Wasser aufnehmen. Geht man von 20 Quadratmetern aus, werden bei 20 Grad Celsius 830 Milliliter aufgenommen, bei null Grad wären es nur 230 Milliliter und 110 bei minus 10 Grad.

Das bedeutet, dass im Winter beim Lüften wasserärmere Luft hereingeholt wird. Die Raumluft wird dann noch erwärmt wegen der Heizung, das erhöht die maximale Aufnahmefähigkeit, soll heißen die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Wird also kalte Luft mit 100 Prozent Luftfeuchtigkeit aufgeheizt, etwa auf 20 Grad, hat man nur noch 27 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Das Phänomen ist als »trockene Heizungsluft« bekannt.

Diese Luft nun will Feuchtigkeit aufnehmen und die Haut trocknet dadurch aus oder wird eventuell gereizt, das Infektionsrisiko steigt somit. Deshalb sollten Wohnräume befeuchtet werden.

Zunächst werden dabei Gegenstände wie Möbel oder der Boden Feuchtigkeit aufnehmen, danach kann auch im Raum die Luftfeuchtigkeit steigen. Wir empfehlen, das Gerät zunächst bis zu zwei Tage auf höchster Stufe laufen zu lassen.

Die ideale Luftfeuchtigkeit

Vom Umweltbundesamt werden 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit empfohlen für Wohnräume. Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske , Leiter des Bundesumweltamts gibt als Untergrenze 30 Prozent an. Das ist noch angenehm, wenn es keinen reizenden Staub gibt, das Problem hat man bei nur 30 Prozent aber schnell. Bei mehr als 60 Prozent kann sich Schimmel bilden.

Von Seiten der Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde werden 20 Grad bei der Raumtemperatur und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent empfohlen. Zwischen 40 und 60 Prozent sind gut für die Lungenfunktion.

Eine Luftfeuchtigkeit von 30 Prozent oder geringer ist gesundheitlich nicht bedenklich, aber möglicherweise unangenehm. Im Schlafzimmer sollte es trockener und kühler sein als in anderen Räumen und jüngere Menschen sind unempfindlicher, was trockene Raumluft betrifft.

Laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent ideal. Grenzwerte gibt es aber nicht.

Welche Befeuchtungstechnik?

Insgesamt stehen drei Methoden zur Luftbefeuchtung zur Auswahl.

Nie wieder trockene Raumluft Test: Luftbefeuchter Gruppenfoto
Die Luftbefeuchter im Überblick.

Zerstäuben per Ultraschall

Zerstäuben kann man Wasser grundsätzlich mit einem Sprüher, wie man ihn für Pflanzen kennt auch. Damit befeuchtet man aber neben der Luft auch alles andere.

Ultraschallzerstäuber funktionieren so ähnlich, hier sorgen hochfrequente Schwingungen dafür, dass Wassertröpfchen entstehen, die dann rausgeblasen werden und sich verteilen. Über dem Luftbefeuchter bildet sich mit der Zeit ein heller Nebel, den man sehen kann und der sich auflöst, sodass alles, was in der Nähe steht, feucht wird.

Ein weiteres Problem: Nutzt man Wasser mit hohem Kalkgehalt, so kann sich der Kalkfilm auch auf den Möbeln bilden. Andere Methoden sind außerdem hygienischer, denn hier werden potentielle Keime aus dem Wasser mit verteilt und eingeatmet. Bei anderen Luftbefeuchtern kommen diese Keime gar nicht erst in die Luft.

Wir empfehlen diese Variante daher nicht, wenngleich diese Luftbefeuchter ab 30 Euro recht günstig sind.

Verdampfen

Beim Erwärmen verdampft Wasser. Auf der Heizung dauert es länger als mit dem Kochtopf oder Wasserkocher, denn die Temperatur spielt eine Rolle dabei.

Dank natürlicher Luftzirkulation wird die Feuchtigkeit dann verteilt. Wie viel Luftfeuchtigkeit der Raum hat, erfährt man mit einem Hygrometer.

Wir haben zunächst mit zwei Schüsseln auf 15 Quadratmetern im Winter getestet. Die relative Luftfeuchtigkeit, die wir so bekamen, war bei 21 Grad 35 Prozent – diese Methode reicht also nicht unbedingt aus.

Besser funktionieren da Luftbefeuchter als Verdampfer, die bekommt man recht günstig. Allerdings macht das kochende Wasser häufig Geräusche und sie verbrauchen einiges an Strom. Wir finden Verdampfer dennoch besser als Zerstäuber.

Verdunsten

Hängt man nasse Wäsche auf zum Trocknen, verdunstet die Feuchtigkeit, denn die Luft ist trockener und nimmt die Feuchtigkeit so auf.

Laut HNO-Arzt Jörg Lindemann würde also das Aufhängen von Wäsche, sofern es regelmäßig passiert, schon für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, Baden, Kochen oder Duschen tragen auch dazu bei.

Luftbefeuchter, die genau das machen, gibt es aber auch, hier gibt es ebenfalls Kontakt zwischen Raumluft und feuchter Oberfläche. Die Luftbefeuchter sollen aber kompakt, die Oberfläche dabei groß sein. Dafür eignet sich entweder etwas Schwamm-ähnliches oder Walzen mit dünnen Platten.

Dank eingebautem Ventilator erhöht sich die Luftzirkulation noch. Einen Nachteil gibt es aber, denn diese Luftbefeuchter sind oft teuer. Verstehen können wir das nicht wirklich, da die Technik recht einfach ist.

Luftwäsche

Außerdem gibt es noch Luftbefeuchter, die die Luft auch reinigen können. So sollen feinere Feststoffe, Pollen oder Staub aufgenommen werden, für Allergiker ist das gut.

Unsere Bewertung hat diese zusätzliche Funktion aber nicht beeinflusst, dennoch kann dieses Feature für einige durchaus sinnvoll sein.

Luftbefeuchter und Bakterien

Heinz-Jörn Möriske vom Umweltbundesamt sagt aus, dass nur bei stehenden Gewässern Keime entstehen können, vor allem, wenn das Wasser durch Staub schmutzig und erwärmt ist. Diese stehenden Gewässer gäbe es auch bei Luftbefeuchtern in kleinen Nischen, wo sich das Wasser sammeln und eine Oberfläche bilden kann, die geschlossen ist. Filmartige, dünne Feuchtigkeitsflächen seien auch betroffen. Gefahrlos dagegen seien einzelne Tropfen.

Die Verkeimung beginne im Sommer nach 14 Tagen, im Winter dauere es länger. Da Wasser im Luftbefeuchter viel schneller verbraucht wird, können laut dem Fachmann keine Keime entstehen.

Einhalten sollte man den Reinigungszyklus, der empfohlen wird dennoch, das hilft vor allem gegen Verkalkung und ebenso gegen Keime. Der Fachmann findet Zusätze oder Filtertechniken gegen Keimbildung überflüssig bis gefährlich.

Denn Feuchtigkeit könne in den Filtern bleiben, das fördere eher die Keimbildung und der Nutzen von Zusätzen sei ungewiss. Womöglich belasten diese Zusätze die Luft gar mit Chemikalien.

Wir haben nachgefragt bei den Herstellern und als Antwort erhalten, dass Zusätze empfohlen werden, aber keine Notwendigkeit darstellen. Die zusätzlichen Kosten kann man sich also sparen, solange man auf Hygiene achtet.

So haben wir getestet

Getestet haben wir in Wohnräumen mit Möbeln und Parkett, einer der Räume hatte 16, der andere 40 Quadratmeter Grundfläche. Der Test fand im Winter statt, wobei die Raumtemperatur 20 Grad betrug, die relative Luftfeuchtigkeit lag bei etwa 34 Prozent. Nachgeprüft haben wir während dem Test mit dem Hygrometer.

Test Luftbefeuchter - Alle Testgeräte
Unsere erste Testrunde enthielt Luftbefeuchter von Honeywell, Beurer, Taotronics, Philips, Venta und Medisana.

Geachtet haben wir dabei auf Reinigung, Hygienebedingungen, Befeuchtungsleistung, Ausstattung und Handhabung. Auch Preis und die damit zusammenhängende Leistung haben wir uns angesehen. Zum Zeitpunkt des Tests lag die Preisspanne bei 30 bis 200 Euro.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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