Nie wieder trockene Raumluft Test: Aufmacher Luftbefeuchter

Luftbefeuchter im Test : Nie wieder trockene Raumluft

Update 27.01.2022

Trockene Raumluft kann vor allem im Winter schnell zum Problem werden, Luftbefeuchter schaffen da Abhilfe und manche Geräte sind sogar recht hübsch und werten den Raum optisch auf. Wir haben insgesamt 37 Produkte ausprobiert.

Update 27. Januar 2022

Wir haben sieben zusätzliche Luftbefeuchter unter die Lupe genommen. Der Levoit VeSync Classic 300S und der Amazon Basics ‎AMZHMDSMEU-4.0W haben es in unsere Empfehlungen geschafft.

25. Februar 2021

Wir haben sechs weitere Luftbefeuchter getestet. Der Venta Comfort Plus LW45 ist eine neue Empfehlung.

4. September 2020

Wir hatten acht neue Luftbefeuchter im Test. Eine neue Empfehlung ist der Levoit LV600HH.

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Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Bei Luftbefeuchtern gibt es preislich kaum Grenzen, ob man nun 30 oder 400 Euro ausgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Aber merkt man den Unterschied auch? Zustande kommen die Unterschiede vor allem durch die Befeuchtungstechnik, denn hier gibt es drei Möglichkeiten.

Dabei gibt es das Verdunstungsprinzip, Zerstäubung per Ultraschall oder das Wasser wird verdampft. Auf die Vor- und Nachteile davon gehen wir später ein. Getestet haben wir Geräte mit verschiedenen Befeuchtungsprinzipen, einige davon können wir definitiv empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gutes Preis-Leistungs-VerhältnisSparsamGute BefeuchtungsleistungAbgerundetes GesamtpaketGünstiger Zerstäuber
Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814Test: Venta Lw45 ComfortplusTest  Luftbefeuchter: Beurer LB 55Test: Levoit Classic 300sNie wieder trockene Raumluft Test: Amazon Basics Amzhmdsmeu 4.0w 1 E1634029584157
Modell Philips HU4814 Venta Comfort Plus LW45 Beurer LB 55 Levoit VeSync Classic 300S Amazon Basics ‎AMZHMDSMEU-4.0W
Pro
  • Einfache Reinigung
  • Viele Einstellungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Dezentes Design
  • Luftwäsche
  • Gute Ausstattung
  • Kein Filterwechsel nötig
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Einfache Reinigung
  • Guter Preis
  • Dezentes Design
  • Ansprechendes Design
  • App-Steuerung
  • Fairer Preis
  • Von oben füllbarer Tank
  • Günstig
  • Einfache Bedienung
  • Gut zu reinigen
  • Entnehmbarer Wassertank
Contra
  • Filter müssen nachgekauft werden
  • Teuer
  • Sehr groß
  • Wassertank bzw. -wanne nicht entnehmbar
  • Display nicht abschaltbar
  • Auf höchster Stufe sehr laut
  • Etwas laut
  • Hohe Stromkosten
  • Sehr ungenaues Hygrostat
  • Relativ laut
  • Relativ geringe Befeuchtungsleistung
Bester Preis
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Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Philips HU 4814

Mit dem Philips HU 4814. bekommt man einen guten Luftbefeuchter zum angemessenen Preis, mit dem Verdunster wird der Raum gleichmäßig befeuchtet, außerdem gibt es für die automatische Feuchtigkeitsregelung ein Hygrometer.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Philips HU4814

Luftbefeuchter Test: Philips Hu 4814
Er befeuchtet die Luft nicht am besten, ist aber eindeutiger Preis-Leistungs-Sieger und damit unser Favorit. Zudem verfügt er über ein umfangreiches Ausstattungspaket und ist einfach zu reinigen.

Mit dabei ist zudem ein Timer, auch die Reinigung des Luftbefeuchters geht sehr einfach. Elegant ist er zudem. Die technischen Angaben sagen aus, dass damit Räume mit bis zu 44 Quadratmetern Grundfläche befeuchtet werden können.

Wie er funktioniert

Die hochtrabend »Nano Cloud-Technologie« genannte Funktion ist einfach nur die Verdunstung. Das Ganze funktioniert mit einem Kern, der wabenartig aufgebaut ist, es handelt sich um einen Kunststoffzylinder, der durchlöchert ist. Dieser steht im Wasser und saugt sich voll. Die poröse Filterstruktur bietet viel Oberfläche, darüber verdunstet das Wasser und wird mittels Ventilator im Raum verteilt.

Die Anleitung sagt aus, dass der Filter wöchentlich einmal eine Stunde ins klare Wasser soll, dadurch wird er gereinigt. Der Ventilator zieht Staub an, der kann dann im Filter hängenbleiben, durch diese Verunreinigung ist die wöchentliche Reinigung definitiv nötig. Das geht aber recht leicht.

Für 10 Euro gibt es einen Ersatzfilter zu kaufen, die Anleitung rät, den Filter einmal jährlich oder öfter auszutauschen, vom Hersteller wird sogar alle drei Monate empfohlen. Das hängt aber auch davon ab, wie abgenutzt der Filter schon ist, ist das Material noch intakt, muss man sicherlich nicht wechseln.

Der Behälter ist dank größtenteils glatter Flächen einfach zu reinigen, Nischen gibt es kaum und man kann das Gerät auch sehr leicht zusammen- und auseinanderbauen.

Die Möbel oder der Boden bleiben während der Verdunstung trocken, somit eignet sich das Gerät auch fürs Büro.

Was wir persönlich toll finden: man kann all unsere Testgeräte auch noch tragen, wenn schon Wasser eingefüllt ist, somit muss man für verschiedene Räume nicht unbedingt zusätzliche Geräte kaufen.

Die Handhabung

Das Nachfüllen gelingt ebenfalls schnell. Der Deckel ist auch der Ventilator, den kann man abnehmen, wenn man nachfüllen möchte. Zum Auffüllen kann man dann beispielsweise eine Gießkanne nehmen. Alles um den Luftbefeuchter bleibt trocken, der Behälter selbst ist eher klein gehalten, daher muss man je nachdem welchen Befeuchtungsgrad man wählt, öfter nachfüllen.

Wenn der Wasserpegel nicht mehr hoch genug ist, schaltet der Luftbefeuchter ab, auf dem Display erscheint dann eine rote Warnleuchte. Seitlich gibt es ein Fenster, durch das man den Wasserstand aber auch immer im Blick hat.

Die Bedienung klappt größtenteils intuitiv, den Befeuchtungsgrad kann man dreistufig einstellen, mit der ersten Stufe funktioniert eine leise Befeuchtung.

Nicht so gut gefallen hat uns ein Surren mit niedriger Frequenz, manche könnte das stören. Bei Automatik, wenn der Luftbefeuchtungsgrad begrenzt ist, schaltet sich der Philips auch öfter ein und aus.

Für den Einsatz im Schlafzimmer empfehlen wir dieses Gerät daher eher nicht, das Problem teilt er sich aber mit dem Großteil seiner Konkurrenten.

Ausstattung

Nicht oft anzutreffen bei Luftbefeuchtern sind Timer, automatische Feuchtigkeitsregelung und ein Hygrometer, der integriert ist. Man kann wählen, welche Feuchtigkeitswerte nicht mehr überschritten werden sollen. So stellt man als Zielwert 60, 50 oder 40 Prozent der relativen Luftfeuchtigkeit ein. Im Test hat der Hygrometer gut und genau genug funktioniert. Allerdings ist der integrierte Hygrometer nie so genau wie einer, der in einigem Abstand zum Gerät steht, wir empfehlen daher einen zweiten zur Kontrolle. Beim Luftbefeuchter ist die Luftfeuchtigkeit schließlich höher als weiter entfernt.

Praxisgerecht sind die drei verschiedenen Leistungsstufen, die höchste davon sollte man anfangs verwenden, denn dann wird die Feuchtigkeit zunächst nur an die Einrichtung abgegeben.

Mit dem integrierten Timer kann man Strom und Wasser sparen, hierbei kann man einstellen, ob die Befeuchtung nach acht, vier oder einer Stunde enden soll.

Wie gut befeuchtet er?

Die Befeuchtungsleistung teilt sich der Philips HU 4814 mit weiteren Verdunstern, sie ist mittelmäßig. Konkret bedeutet das, dass man mit diesem Luftbefeuchter im Winter wohl keine relative Luftfeuchtigkeit von über 55 Prozent erreicht, dieser Wert ist aber auch ziemlich hoch. Praxisgerechter sind eher 50 Prozent oder weniger, dafür eignet sich das Gerät definitiv.

Die Raumgröße, die angegeben ist, ist eher weniger ein verlässlicher Wert, hierfür empfehlen wir Geräte, die leistungsstärker sind.

Sparsam: Venta Comfort Plus LW45

Sparsam

Venta Comfort Plus LW45

Test: Venta Lw45 Comfortplus
Bietet eine gute Verdunstungsleistung, ist einfach zu reinigen und die Folgekosten sind gering.

Eigentlich ist der Venta Comfort Plus LW45 in erster Linie ein Luftwäscher: Er ist ungewöhnlich groß und schwer und auch das Betriebsgeräusch ist lauter als bei anderen Modellen. Im Inneren des Geräts drehen sich die für Venta typischen 3D-Plattenstapel. Das Modell ist ausgereift, jedoch auch ziemlich preisintensiv. An der Technik lässt sich der hohe Preis nicht festmachen, diese ist äußerst simpel: Der Comfort Plus besteht im Grunde aus einem Ventilator sowie einer Walze mit vielen Plastik-Scheiben.

Im Vergleich zum Vorgänger hat Venta dem »Comfort Plus«-Modell einige Upgrades gegönnt: Am auffälligsten ist hier das Display an der Oberseite, das die Raumfeuchtigkeit anzeigt. Diese wird über ein Hygrostat und ein Hygrometer gemessen. Zudem hat der Luftwäscher nun einen Automatikmodus.

Im Inneren des Modells befindet sich anstelle eines Filters der sogenannte »Plattenstapel«. Hierbei handelt es sich um eine Walze aus Kunststoff mit vielen dünnen Scheiben aus Plastik, die sich durch die Wasserwanne dreht, diese dabei kontinuierlich mit Wasser benetzt und Schmutzpartikel aus der Luft in das Wasser befördert. Somit wird kein Filter benötigt, der regelmäßig ausgetauscht werden muss. Auf lange Sicht spart das Geld.

Doch auch der Comfort Plus braucht etwas Pflege: Diese beschränkt sich allerdings nur auf das gelegentliche Säubern der Wasserwanne und des Plattenstapels. Die Reinigung geht leicht von der Hand, da alles gut erreichbar ist und einem nichts den Zugang zu entlegenen Ecken versperrt. Bei Bedarf kann man den oberen Teil auch auseinanderklappen.

Dem Aufbau ist es geschuldet, dass es hier keinen separaten Wassertank gibt, der sich zum Befüllen entnehmen lässt. Das ist nicht gerade angenehm, denn aufgrund seiner Größe passt das Modell nicht unter den Wasserhahn und mit einem Füllvolumen von zehn Litern wäre es auch zu schwer, um es sicher durch die Wohnung zu transportieren. Hier hilft nur die Gießkanne.

Das neu hinzugefügte Touch-Display reagiert schnell und sieht gut aus, allerdings bietet es lediglich die zu erwartende Einstellungspalette: An- und Austaste, Sleep und drei Gebläsestufen. Im Sleep-Modus kann man die Anzeigenhelligkeit zwar dimmen, diese aber nicht vollkommen abschalten. Zusätzlich wird die aktuelle Luftfeuchtigkeit angezeigt. Hierüber lässt sich zudem die gewünschte Ziel-Luftfeuchtigkeit wählen. Dann arbeitet das Gerät im Automatik-Modus und schaltet sich selbstständig aus, wenn die Ziel-Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Wird sie unterschritten, bringt es wieder an.

Das Gerät arbeitet gemächlicher als ein Zerstäuber, da die Befeuchtungsleistung auf Verdunstung basiert. Der Stromverbrauch bleibt dafür mit rund sieben Watt angenehm niedrig. Dafür nimmt der Venta Comfort Plus LW45 auch viel Platz ein, immerhin ist er der größte Luftbefeuchter im Testfeld. Zudem lag die Betriebslautstärke in der höchsten Stufe bei etwa 51 Dezibel und somit höher als bei allen anderen Testmodellen. Das Geräusch ist auch auf Stufe zwei noch ziemlich präsent, lediglich auf Stufe eins hat man Ruhe.

Trotzdem ist der Venta Comfort Plus LW45 ein Premium-Modell. Wenn man bereit ist, den hohen Anschaffungspreis in Kauf zu nehmen, erhält man einen hochwertigen und durchdachten Luftwäscher, der durch die sehr geringen Folgekosten lange Spaß macht.

Gute Befeuchtungsleistung: Beurer LB 55

Gute Befeuchtungsleistung

Beurer LB 55

Test  Luftbefeuchter: Beurer LB 55
Der Beurer bietet eine hohe Befeuchtungsleistung – allerdings ist sein Energieverbrauch recht hoch.

Der Beurer LB 55 ist nicht so teuer und verdampft ebenfalls. Dieses Prinzip braucht aber mehr Strom, denn das Wasser muss erstmal erhitzt werden. Nutzt man das Gerät nur ab und zu, so eignet er sich definitiv, denn er bringt sehr viel Feuchtigkeit.

Abhängig von der ausgewählten Stufe gibt der Luftbefeuchter 400 oder 200 Milliliter an Wasserdampf in der Stunde ab, das entspricht 9,6 bzw. 4,8 Litern am Tag. Viel ist das schon, dafür braucht das Gerät auf höchster Stufe aber auch 365 Watt an Strom. Unsere anderen Empfehlungen kommen da nur auf 10 Watt trotz höchster Stufe.

Will man diesen Luftbefeuchter also dauernd nutzen, das heißt durchgehend auf höchster Stufe, kommt man auf Stromkosten von 70 Euro pro Monat. Allerdings wären das dann auch 10 Liter Wasser am Tag, das in der Luft verteilt wird und das wäre, selbst wenn der Raum 50 Quadratmeter hätte, zu viel. Die schwächere Stufe kommt immer noch auf 185 Watt, also 35 Euro für einen Monat Dauerbetrieb. Realistischer wäre ein Betrieb mit halber Zeitmenge auf niedrigster Stufe, auch dann hat man aber noch Stromkosten von 17,50 Euro im Monat. Da Lohnt sich der günstigere Anschaffungspreis auch nicht lange.

Verdampfer neigen allgemein zum Kalk-Ansetzen, denn mit ihnen wird das Wasser erhitzt. Hat man ohnehin regional bedingt recht kalkhaltiges Wasser, kann das schnell ein Problem werden. Mit dabei sind daher 15 Kalkpads, die alleine reichen aber nicht, reinigen muss man dennoch regelmäßig bei Bedarf.

An der Betriebslautstärke haben wir nichts auszusetzen, das leise Köcheln nimmt man nur in der höchsten Stufe manchmal wahr, den Ventilator, der verbaut ist, hätten wir uns aber leiser gewünscht.

Dank seiner Größe hat der Luftbefeuchter einen Sechs-Liter-Tank, nachfüllen muss man also nicht so oft. Die Bedienung wie auch das Aufbauen gehen leicht und wir finden die Optik neutral. Bis maximal 50 Quadratmeter können damit befeuchtet werden, ein Display fehlt aber, sodass man die Luftfeuchtigkeit nicht genau nachlesen kann.

Wir bekommen mit dem Beurer einen günstigen Luftbefeuchter, der zwar eine sehr gute Befeuchtungsleistung hat, dafür aber auch einiges an Stromkosten verursacht. Will man das Gerät im Dauerbetrieb nutzen, empfehlen wir eher andere.

Abgerundetes Gesamtpaket: Levoit VeSync Classic 300S

Abgerundetes Gesamtpaket

Levoit VeSync Classic 300S

Test: Levoit Classic 300s
Wer einen soliden und leisen Zerstäuber möchte, wird bei Levoit fündig. Nur auf das integrierte Hygrostat sollte man sich nicht verlassen.

Der Levoit VeSync Classic 300S verfügt über einen Tank von sechs Litern Fassungsvermögen, der sich dank seiner Öffnung auf der oberen Seite leicht auffüllen lässt, ohne ihn wegtragen zu müssen. Zu diesem Zweck lässt sich der Deckel entfernen, was das Putzen des Tanks um einiges erleichtert. Nur ein einzelner Stutzen behindert die Reinigung, weil er zusammen mit der Griffausbuchtung eine schwer zugängliche Nische bildet. Unter dem Strich ist der Tank aber trotzdem herausragend einfach erreichbar – vor allem bei Zerstäubern ein riesiger Vorteil.

Auf der Vorderseite befindet sich ein helles und ausreichend großes Display, links und rechts davon sind vier Tasten mit Piktogrammen angebracht, dank denen man ihre Funktion eindeutig ablesen kann. Das Display wird deaktiviert, wenn der Nachtmodus eingeschaltet wird. Die Innenbeleuchtung vom Luftbefeuchter lässt sich zudem in mehreren Helligkeitsstufen einstellen oder auch ganz abschalten.

Nicht nur am Gerät selbst, sondern auch mittels App lassen sich die Einstellungen ändern. Mit der App »VeSync« lässt sich der Luftbefeuchter gut steuern. Obwohl man zusätzlich die Leistung über die drei einstellbaren Stärken am Gerät selbst hinaus auswählen kann und Timer und Zeitpläne setzen kann, sind sonst nur die Funktionen verfügbar, die eh schon im Gerät integriert sind. Möchte man aber den Sprachassistenten für den Levoit einsetzen, ist die App notwendig.

Geht es um die Leistung, positioniert sich der VeSync Classic 300S im Durchschnitt, aber das ist kein Grund den Luftbefeuchter deswegen abzuschreiben. In puncto Lautstärke überzeugt der Levoit – unsere Messungen lagen, abhängig von der Stufe, zwischen 33 und 35 Dezibel. Dabei ist auch der Stromverbrauch von der Stufe abhängig, und der ist mit 15 bis 24 Watt im Betriebsmodus und 1,1 Watt beim Standbymodus normal für Kaltnebelzerstäuber wie den Levoit. Neben all diesen Pluspunkten bleibt ein einziges Problem übrig, nämlich das Hygrometer. Die Abweichungen zu unseren Messergebnissen betrugen maximal zehn Prozent. Gerade der Betrieb im Automatikmodus hängt stark von der registrierten Luftfeuchtigkeit ab, weshalb die Ungenauigkeit der Sensoren nicht zu vernachlässigen ist. Für alle praktischen Belange sind also nur programmierte Routinen, sollte man sich für fortgeschrittene Funktionen begeistern, und der Betrieb auf manuell eingestellten Stufen interessant.

Zwar findet man beim Levoit VeSync Classic 300S keine bahnbrechenden Innovationen, er erfüllt aber alle Erwartungen – solange einem die genaue Messung der Luftfeuchtigkeit nicht so wichtig ist. Gerade für diejenigen, die sich speziell für Luftbefeuchter mit Zerstäubern interessieren, ist der Levoit eine gute Wahl.

Günstiger Zerstäuber: Amazon Basics Luftbefeuchter

Günstiger Zerstäuber

Amazon Basics ‎AMZHMDSMEU-4.0W

Nie wieder trockene Raumluft Test: Amazon Basics Amzhmdsmeu 4.0w 1 E1634029584157
Wer nicht viele Zusatzfunktionen braucht, kann mit dem Amazon Basics gutes Geld sparen. Leise ist das Gerät allerdings nicht.

Der Amazon Basic besticht in erster Linie aufgrund seines Preises, denn er bietet die wichtigsten Funktionen, ohne dabei ein Loch ins Portemonnaie zu reißen. Er ist weder herausragend leistungsstark noch überaus leise, aber eine Handvoll Zusatzfunktionen hat er trotzdem auf Lager.

Der Basic ist sowohl als schwarzes als auch als weißes Modell verfügbar, und man kann zwischen Tankgrössen von anderthalb, zwei und vier Litern auswählen. Wir haben das Modell mit dem Fassungsvermögen von vier Litern getestet, welches den eleganten Namen AMZHMDSMEU-4.0W trägt und zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird, obwohl der Luftbefeuchter nicht mehr den Kleinmodellen zuzuordnen ist. Obgleich des tiefen Preises gibt es einige Zusatzfunktionen, die durchaus hervorzuheben sind.

Zum einen bietet der Basic die Möglichkeit, ätherische Öle in ein Fach zu geben, woraufhin der Duft im ganzen Raum verteilt wird, und er verfügt über eine Lampe in Blau bei genug Wasser und in Rot, sollte das Wasser ausgehen. Die Tatsache, dass sich dieses Licht ausschalten lässt und am Gerät kein Display angebracht ist, würde den Amazon eigentlich für das Schlafzimmer prädestinieren. Eigentlich. Doch der zu hohe Geräuschpegel zerstört diese Idee. Zwar verwendet Amazon die Beschreibung »geräuscharmer Betrieb«, das kann nach unserem Ermessen so nicht unterstrichen werden. Wegen des Betriebsgeräusches und gluckerndem Nachlaufen von Wasser lässt es sich wohl nicht angenehm neben dem Basic träumen.

Der Luftbefeuchter wird von Amazon zwar als »Smart-Gerät« vermarktet, damit ist aber nicht gemeint, dass man das Gerät mit dem Netzwerk verbinden kann. Stattdessen bezeichnet der Ausdruck die Fähigkeit des Basics, seine Einstellungen mithilfe von Sensoren selbständig anzupassen. Im Endeffekt handelt es sich um einen Hygrostat, aber das klingt halt nicht so spektakulär. Die gewünschte Luftfeuchtigkeit lässt sich leider nicht verändern.

Ganz analog ist die Situation mit dem integrierten Timer zu betrachten, denn auch dieser wird seinem Namen nicht ganz gerecht – abgesehen vom automatischen Modus lassen sich noch zwei weitere Betriebsweisen auswählen, nämlich 12 und 24 Stunden. Diese Modi geben an, in welcher Zeit die ganzen vier Liter im Tank zerstäubt werden. Im Endeffekt verstecken sich hinter den Einstellungen für den Timer verschiedene Leistungsstufen, die 12-Stunden-Einstellung gibt das Wasser nämlich mit doppelter Geschwindigkeit an die Luft ab wie sein 24-Stunden-Mitspieler. Erst nach Ablauf dieser Zeiten wird der Luftbefeuchter abgeschaltet.

Verschiedene Nutzer haben verschiedene Ansprüche, weshalb der Amazon Basic gewissen Nutzern sicher nicht genug bietet. Anderen wiederum ist dank der simplen Bedienung mit Sicherheit geholfen, denn überfordern wird einen der Basic nicht. Gerade einmal zwei Tasten befinden sich am Gerät, die eine ist der Power-Button und nach weiterer Betätigung auch zuständig für den Betriebsmodus, mit dem anderen Knopf kann man das Nachtlicht an- und ausschalten. Bedienkomfort ist auch beim Wassertank vorzufinden, der sich abheben und dank Griffausbuchtung problemlos tragen lässt. Im Innenbereich weist der Tank keinerlei Engstellen auf, weshalb man ihn ganz einfach putzen kann. Einen kleinen Mangel weist leider die Austrittsdüse für den Dampf auf, denn drehen lässt sie sich nur widerspenstig in die gewünschte Richtung. Hinzu kommt, dass man sie nur schwer zu fassen kriegt, was ihr Verstellen noch schwieriger gestaltet.

Der Amazon Basic funktioniert zuverlässig, aber nicht sehr schnell, was je nach Leistungsbedarf berücksichtigt werden muss. Folglich verbraucht er aber mit maximal 15 Watt nicht allzu viel Strom. Alles in allem verzichtet der Basic auf alle unnötigen Ausstattungen, was den Preis entsprechend niedrig hält. Wer sensibel im Bezug auf Geräusche reagiert, sollte aber lieber einen anderen Luftbefeuchter in Betracht ziehen.

Was gibt es sonst noch?

Der Luftbefeuchter Philips AC 2729 ist schwer und groß, dafür hat er aber Rollen, sodass man ihn leicht bewegen kann. Nicht so gut finden wir den Tank mit drei Litern, das ist recht klein und dadurch muss öfter nachgefüllt werden. Hier wird mit Verdunstung gearbeitet und außerdem reinigt er die Luft. Zudem hat er WLAN, sodass man ihn auch mit einer App steuern kann, in der ist aber Werbung enthalten. Mit dem Router kann man ihn verbinden, aber nur mit einer Frequenz von 2,4 Gigahertz, bei 5 Gigahertz muss zuvor umgestellt werden. Per App gibt es einiges an Einstellungen, etwa einen Modus für Allergiker oder für Babys, auch ein 2-in-1-Modus ist dabei. Das bedeutet, dass die Luft gereinigt wird, während sie befeuchtet wird. Für Allergiker also eine gute Sache. Bis zu 65 Quadratmeter schafft das Gerät beim Reinigen und Befeuchten, für kleine Räume finden wir ihn aber zu groß und zu teuer.

Ein weiteres Verdunstungsgerät im Testfeld ist der Venta LW 25: Dieser Luftwäscher arbeitet nach dem selben Prinzip wie der Nachfolger Comfort Plus LW 45. Bei diesem Modell ist die Ausstattung nicht ganz so üppig und die Anzeige ist nicht dimmbar, sodass sich das Gerät eher nicht fürs Schlafzimmer eignet. Auch eine Wasserstandsanzeige ist nicht vorhanden. Reicht der Wasserstand nicht mehr aus, bemerkt man dies per Autostopp. Ebenfalls nicht vorhanden sind Hygrometer und Timer.

Einen Ultraschallzerstäuber findet man im Medisana Luftbefeuchter UHW, er ist recht schnell, war bei der Luftbefeuchtung sogar das schnellste Testgerät und wir bekamen 60 Prozent beim Feuchtigkeitswert. Die Feuchtigkeit bleibt aber nicht in der Luft, sondern setzt sich irgendwann ab auf Möbeln oder Boden, das führt zu Kalkablagerungen oder schlimmstenfalls Beschädigungen der Möbel. Will man nur gelegentlich befeuchten, bekommt man hier ein günstiges Gerät, auf Dauer empfehlen wir es aber nicht. Da würden wir eher zu Verdunstern greifen.

Auch der Klarstein Monaco ist ein Ultraschallzerstäuber, die Verarbeitung ist gut und er lässt sich leicht bedienen, wahlweise auch per Fernbedienung. Es gibt zudem einen Filter gegen Keime und Pilze. Er kann manuell oder mit Timer betrieben werden, ist der abgelaufen, schaltet das Gerät ab. Feste Zeiten dafür kann man aber nicht wählen. Bei der Automatik kann man die Luftfeuchtigkeit einstellen, die man erreichen möchte, ist die dann vorhanden, geht das Gerät aus und wieder an, sollte der Wert wieder sinken. Das wäre prinzipiell toll, wäre der Sensor nicht im Luftbefeuchter selbst verbaut, denn so misst er natürlich höhere Werte als im restlichen Raum wären. Die Feuchtigkeit, die das Gerät anzeigt, ist daher schnell bei 90 Prozent, mit dem Hygrometer gemessen lag die Luftfeuchtigkeit des Raumes aber nur bei 42, die Automatik funktioniert damit nicht so wie man sich das wünscht.

Wissenswertes über Luftfeuchtigkeit und Luftbefeuchter

Die Luftfeuchtigkeit ist abhängig von der Temperatur, je nachdem wie hoch die ist, kann die Luft mehr oder weniger Wasser aufnehmen. Geht man von 20 Quadratmetern aus, werden bei 20 Grad Celsius 830 Milliliter aufgenommen, bei null Grad wären es nur 230 Milliliter und 110 bei minus 10 Grad.

Das bedeutet, dass im Winter beim Lüften wasserärmere Luft hereingeholt wird. Die Luft wird dann noch erwärmt wegen der Heizung, das erhöht die maximale Aufnahmefähigkeit, soll heißen die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Wird also kalte Luft mit 100 Prozent Luftfeuchtigkeit aufgeheizt, etwa auf 20 Grad, hat man nur noch 27 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Das Phänomen ist als »trockene Heizungsluft« bekannt.

Diese Luft nun will Feuchtigkeit aufnehmen und die Haut trocknet dadurch aus oder wird eventuell gereizt, das Infektionsrisiko steigt somit. Deshalb sollten Wohnräume befeuchtet werden.

Zunächst werden dabei Gegenstände wie Möbel oder der Boden Feuchtigkeit aufnehmen, danach kann auch im Raum die Luftfeuchtigkeit steigen. Wir empfehlen, das Gerät zunächst bis zu zwei Tage auf höchster Stufe laufen zu lassen.

Die ideale Luftfeuchtigkeit

Vom Umweltbundesamt werden 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit empfohlen für Wohnräume. Dr.-Ing. Heinz-Jörn Moriske , Leiter des Bundesumweltamts gibt als Untergrenze 30 Prozent an. Das ist noch angenehm, wenn es keinen reizenden Staub gibt, das Problem hat man bei nur 30 Prozent aber schnell. Bei mehr als 60 Prozent kann sich Schimmel bilden.

Von Seiten der Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde werden 20 Grad bei der Raumtemperatur und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent empfohlen. Zwischen 40 und 60 Prozent sind gut für die Lungenfunktion.

Eine Luftfeuchtigkeit von 30 Prozent oder geringer ist gesundheitlich nicht bedenklich, aber möglicherweise unangenehm. Im Schlafzimmer sollte es trockener und kühler sein als in anderen Räumen und jüngere Menschen sind unempfindlicher, was trockene Luft betrifft.

Laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent ideal. Grenzwerte gibt es aber nicht.

Welche Befeuchtungstechnik?

Insgesamt stehen drei Methoden zur Luftbefeuchtung zur Auswahl.

Nie wieder trockene Raumluft Test: Luftbefeuchter Gruppenfoto
Die Luftbefeuchter im Überblick.

Zerstäuben

Zerstäuben kann man Wasser grundsätzlich mit einem Sprüher, wie man ihn für Pflanzen kennt auch, damit befeuchtet man aber neben der Luft auch alles andere.

Ultraschallzerstäuber funktionieren so ähnlich, hier sorgen hochfrequente Schwingungen dafür, dass Wassertröpfchen entstehen, die dann rausgeblasen werden und sich verteilen. Über dem Luftbefeuchter bildet sich mit der Zeit ein heller Nebel, den man sehen kann und der sich auflöst, sodass alles, was in der Nähe steht, feucht wird.

Nutzt man Wasser mit hohem Kalkgehalt, so kann sich der Kalkfilm auch auf den Möbeln bilden. Andere Methoden sind außerdem hygienischer, denn hier werden potentielle Keime aus dem Wasser mit verteilt und eingeatmet, bei anderen Geräten kommen diese Keime gar nicht erst in die Luft.

Wir empfehlen diese Variante daher nicht, wenngleich die Geräte ab 30 Euro recht günstig sind.

Verdampfen

Beim Erwärmen verdampft Wasser, auf der Heizung dauert es länger als mit dem Kochtopf oder Wasserkocher, denn die Temperatur spielt eine Rolle dabei.

Dank natürlicher Luftzirkulation wird die Feuchtigkeit dann verteilt, wie viel Luftfeuchtigkeit der Raum hat, erfährt man mit einem Hygrometer.

Wir haben mit zwei Schüsseln auf 15 Quadratmetern getestet im Winter, die relative Luftfeuchtigkeit, die wir so bekamen, waren bei 21 Grad 35 Prozent, diese Methode reicht also nicht unbedingt aus.

Besser funktionieren da Luftbefeuchter als Verdampfer, die bekommt man recht günstig. Allerdings macht das kochende Wasser häufig Geräusche und sie verbrauchen einiges an Strom, wir finden sie dennoch besser als Zerstäuber.

Verdunsten

Hängt man nasse Wäsche auf zum Trocknen, verdunstet die Feuchtigkeit, denn die Luft ist trockener und nimmt die Feuchtigkeit so auf.

Laut HNO-Arzt Jörg Lindemann würde also das Aufhängen von Wäsche, sofern es regelmäßig passiert, schon für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, Baden, Kochen oder Duschen tragen auch dazu bei.

Geräte, die genau das machen, gibt es aber auch, hier gibt es ebenfalls Kontakt zwischen Raumluft und feuchter Oberfläche. Die Geräte sollen aber kompakt, die Oberfläche dabei groß sein. Dafür eignet sich entweder etwas Schwamm-ähnliches oder Walzen mit dünnen Platten.

Dank eingebautem Ventilator erhöht sich die Luftzirkulation noch. Einen Nachteil gibt es aber, denn diese Geräte sind oft teuer. Verstehen können wir das nicht wirklich, da die Technik recht einfach ist.

Luftwäsche

Außerdem gibt es noch Luftbefeuchter, die die Luft auch reinigen können. So sollen feinere Feststoffe, Pollen oder Staub aufgenommen werden, für Allergiker ist das gut.

Unsere Bewertung hat diese zusätzliche Funktion aber nicht beeinflusst, dennoch kann dieses Feature für einige durchaus sinnvoll sein.

Luftbefeuchter und Bakterien

Heinz-Jörn Möriske vom Umweltbundesamt sagt aus, dass nur bei stehenden Gewässern Keime entstehen können, vor allem, wenn das Wasser durch Staub schmutzig und erwärmt ist. Diese stehenden Gewässer gebe es auch bei Geräten in kleinen Nischen, wo sich das Wasser sammeln und eine Oberfläche bilden kann, die geschlossen ist. Filmartige, dünne Feuchtigkeitsflächen seien auch betroffen. Gefahrlos dagegen seien einzelne Tropfen.

Die Verkeimung beginne im Sommer nach 14 Tagen, im Winter dauere es länger. Da Wasser im Luftbefeuchter viel schneller verbraucht wird, können laut dem Fachmann keine Keime entstehen.

Einhalten sollte man den Reinigungszyklus, der empfohlen wird dennoch, das hilft vor allem gegen Verkalkung und ebenso gegen Keime. Der Fachmann findet Zusätze oder Filtertechniken gegen Keimbildung überflüssig bis gefährlich.

Denn Feuchtigkeit könne in den Filtern bleiben, das fördere eher die Keimbildung und der Nutzen von Zusätzen sei ungewiss. Womöglich belasten diese Zusätze die Luft gar mit Chemikalien.

Wir haben nachgefragt bei den Herstellern und als Antwort erhalten, dass Zusätze empfohlen werden, aber keine Notwendigkeit darstellen. Die zusätzlichen Kosten kann man sich also sparen, solange man auf Hygiene achtet.

So haben wir getestet

Getestet haben wir in Wohnräumen mit Möbeln und Parkett, einer der Räume hatte 16, der andere 40 Quadratmeter Grundfläche. Getestet haben wir im Winter, wobei die Raumtemperatur 20 Grad betrug, die relative Luftfeuchtigkeit lag bei etwa 34 Prozent. Nachgeprüft haben wir während dem Test mit dem Hygrometer.

Test Luftbefeuchter - Alle Testgeräte
Unsere erste Testrunde enthielt Geräte von Honeywell, Beurer, Taotronics, Philips, Venta und Medisana.

Geachtet haben wir dabei auf Reinigung, Hygienebedingungen, Befeuchtungsleistung, Ausstattung und Handhabung. Auch Preis und die damit zusammenhängende Leistung haben wir uns angesehen. Zum Zeitpunkt des Tests lag die Preisspanne bei 30 bis 200 Euro.

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