Test: Ipad

Tablets im Test : Handliche Multimedia-Meister

Update 19.07.2022

Tablets sind mehr als nur größere Smartphones. Die höhere Bildschirmdiagonale kommt nicht nur dem Filmgenuss zuhause und unterwegs zugute, sie ist auch grundlegend für einige Sonderfunktionen, die man auf Mobiltelefonen so nicht findet. Dank zusätzlicher Eingabegeräte werden Tablets schnell zum Laptop-Ersatz oder zur Leinwand für digitale Zeichnungen.

Update 19. Juli 2022

Unter den vier neu getesteten Tablets befinden sich gleich zwei frische Empfehlungen: das iPad Air (2022) unter den Apple-Geräten und das Samsung Galaxy Tab S8 unter den Android-Tablets.

15. Dezember 2021

Wir haben weitere Tablets getestet. Das iPad Pro 12.9 (2021), das iPad Mini (2021) und das klassische iPad (2021) sind neue Empfehlungen.

11. Dezember 2020

Nun haben wir auch das iPad Air (2020) getestet – und wir können es ohne Vorbehalte empfehlen.

8. Oktober 2020

Apple stellte das iPad Air aus der vierten und das iPad aus der achten Generation vor. Wir haben das iPad (2020) bereits getestet und es ist definitiv eine Empfehlung geworden.

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Boris Hofferbert
schreibt als freier Redakteur unter anderem für digitalPhoto, Tech.de und PC Welt und betreibt das Hilfe-Portal Tutonaut. Er testet am liebsten Tablets, eBook-Reader und Fernseher.

Das Tablet-Angebot ist, wenn man es mit dem Markt für Smartphones vergleicht, nicht allzu groß. Eine Handvoll Hersteller konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Käufer. Die Geräte unterscheiden sich dabei nicht nur bei der Ausstattung und Konzept, sondern auch preislich gibt es große Unterschiede. Wir haben 20 verschiedene Tablets getestet, wovon 20 noch im Handel verfügbar sind, und sagen Ihnen, welche wir für empfehlenswert halten.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
M1-Kraftprotz Android-AlternativePerformance-MonsterKompakt und kräftigPreiswert
Test: Apple Ipad Air (2022)Test  Handliche Multimedia-Meister: Samsung Galaxy Tab S8Test: Apple Ipad Pro 12.9 (2021)Test: Apple Ipad Mini 6Test: Apple Ipad (2021)
Modell Apple iPad Air (2022) Samsung Galaxy Tab S8 Apple iPad Pro 12.9 (2021) Apple iPad Mini 6 Apple iPad (2021)
Pro
  • Tolles Display
  • Viele Tablet-Apps
  • Rasend schneller M1-Prozessor
  • Center-Stage-Kamera
  • Gutes Zubehör
  • Gutes Display und flotte Hardware
  • 120 Hertz-Display
  • S-Pen inklusive
  • Für Android-Verhältnisse lange Updates
  • DeX-Modus
  • Erweiterbarer Speicher
  • Hervorragendes Display
  • Gigantische Rechen­leistung
  • Optional mit 5G-Funk
  • Perfekte Verarbeitung
  • Kompakt und leicht
  • Sehr gute Leistung
  • Lange Laufzeit
  • Unterstützt Apple Pencil 2
  • Optional mit 5G-Funk
  • Hohe Alltagsleistung
  • Gutes Display
  • Lange Laufzeit
Contra
  • Farbfehler bei stärkeren Druck aufs Display
  • Akkulaufzeit nicht ganz auf Top-Niveau
  • Nicht alle Android-Apps Tablet-optimiert
  • Viel Bloatware an Bord
  • Sehr hoher Preis
  • Kaum Apps, die die Leistung nutzen
  • Probleme mit "Jelly Scrolling" im Hochkant-Modus
  • Recht teuer
  • Biederes Design
  • Kein USB-C
  • Teures Speicher-Upgrade
Bester Preis
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M1-Kraftprotz: Apple iPad Air (2022)

M1-Kraftprotz

Apple iPad Air (2022)

Test: Apple Ipad Air (2022)
Dank M1-Chip ist das ohnehin schon sehr gute iPad Air ein echter Kracher geworden, dessen Leistung für Jahre reichen dürfte.

Rein äußerlich hat sich beim Sprung von der vierten zur fünften Generation der iPad Airs nicht viel getan – man folgt immer noch dem Vorbild des iPad Pros. Das iPad Air ist mit 460 Gramm überraschend leicht und dabei mit 10,9 Zoll überhaupt nicht klein. Der Bildschirm prunkt mit 2.360 auf 1.640 Pixeln im 4:3-Seitenverhältnis sowie DCI-P3-Farbraum und True Tone mit hervorragendem Farbspiel.

Der Bildschirm liefert zwar in Sachen Helligkeit und Kontrast gute Ergebnisse, obwohl man mit 60 Hertz nicht die Flüssigkeit des iPad Pros erwarten darf. Der Klang der Lautsprecher überzeugt auf voller Länge und bricht auch bei hoher Lautstärke nicht auseinander, jedoch kommt das iPad Pro hier ein ganzes Stück besser weg.

Das iPad Air besitzt dasselbe Gehäuse-Design wie der Vorgänger, weshalb sich dasselbe Zubehör auch für das neue iPad verwenden lässt. Gerade das Magic Keyboard verwandelt das iPad Air förmlich in ein Notebook samt Trackpad, hat dafür aber seinen Preis. Auch praktisch ist der Apple Pencil 2, der sich magnetisch ans Gehäuse anschmiegt und automatisch auflädt.

Zum Aufladen und zur Datenübertragung dient ein USB-C-Anschluss, der nun zehn Gigabyte in der Sekunde schafft. Noch schneller wäre ein Thunderbolt-Anschluss, der nur beim iPad Pro verbaut wird. Nun ist neben LTE auch 5G als Funkmodul verfügbar.

Äußerlich hat sich wenig verändert, aber das Innenleben des iPad Airs wurde ganz schön aufgemischt. Dank dem neuen M1-Prozessor hat das iPad einen wahren Kraftschub erfahren. Auch die Frontkamera wurde aufgemotzt und brilliert nun mit der Center-Stage-Funktion, welche die Kamera direkt auf Leute fokussiert. Face-ID gibt es, wie so manch andere Funktion, nur beim iPad Pro, und wird darum beim Air vermisst. Der Fingerabdrucksensor im Ein-Aus-Schalter funktioniert aber tadellos.

Ein klares Plus stellt der App-Store dar, dank dem Apps und Spiele immer genau auf das iPad Air zugeschnitten sind. Dank der Rechenleistung werden sogar aufwändige Spiele flüssig dargestellt. Im Alltag merkt man die Zusatzleistung im Vergleich zum Vorgänger meistens nicht, da bereits Letzterer viel Power hatte. Bei aufwändigen Schnittprojekten in 4K merkt man die Zusatzleistung aber definitiv.

Viel mehr macht sich der erweiterte Arbeitsspeicher im Alltag bemerkbar, denn beim Wechseln zwischen Apps ist das neue iPad flotter und zuverlässiger, vor allem im Vergleich zum ersten iPad, das nur drei Gigabyte RAM vorzuweisen hatte. Klar, im ersten Moment klingt die Hardware zu kraftvoll für gängige Einsatzbereiche des iPad Airs, aber in Zukunft wird Apple vermehrt Anwendungen auf den M1-Prozessor ausrichten. Somit ist das neue Modell besser für die Zukunft gewappnet als die Vorgänger.

Zu bemängeln sind vor allem kleine Farbfehler, der bereits bei relativ geringem Druck auf den Bildschirm oder die Rückseite auftritt. Apple lässt Käufer auch mit dem Preis zweifeln, denn die günstigere 64-Gigabyte-Version hat einfach zu wenig Speicher, die 256-Gigabyte-Version ist aber fast so teuer wie das günstigste iPad Pro, welches 128 Gigabyte hat. Dafür bietet das Pro mit 120-Hertz-Display und FaceID interessante Updates – ein wahre Zwickmühle, die nicht nötig gewesen wäre.

Android-Alternative: Samsung Galaxy Tab S8

Android-Alternative

Samsung Galaxy Tab S8

Das iPad vom Tablet-Thron zu stürzen ist ein Wagnis, aber Samsung macht dem König mit dem Galaxy Tab S8 ernsthafte Konkurrenz. Zwar hat es »nur« einen Snapdragon-8-Prozessor der ersten Generation und kommt damit nicht ganz an den Apple M1-Prozessor heran, aber bei der normalen Nutzung macht sich das praktisch nicht bemerkbar.

Mit Spielen wie Genshin Impact und Fortnite werde selbst anspruchsvolle Anwendungen flüssig verarbeitet und die 120-Hertz-Bildrate brav eingehalten. Mit einem LCD-Bildschirm wird OLED den mächtigeren Galaxy Tab S8+ und Tab S8 Ultra Tablets vorenthalten, aber der Bildschirm mit elf Zoll kann sich dank guter Farbdarstellung durchaus sehen lassen.

Die Lautsprecher sind hochwertig verarbeitet und machen Filme sowie Videos zum Genuss. Die 500 Gramm des Tab S8 liegen gut in der Hand und machen die hohe Qualität des Tablets bemerkbar.

Wie so oft hat Samsung die Android-Oberfläche gemäß OneUI fleißig modifiziert, sodass sich viele Apps angenehm auch nebeneinander nutzen lassen, wie man es von Desktops kennt. Der DeX-Modus wird per Knopfdruck aktiviert. Danach kann das Samsung-Tablet mit Tastatur und Maus praktisch wie ein Notebook verwenden. Leider machen nicht alle Android-Anwendungen die Umstellung auf die Desktop-Anzeige möglich.

Alles in allem lässt das Galaxy Tab S8 sehr viele persönliche Einstellungen zu, wodurch das Interface aber überladen wirken kann. Es stört leider, dass Samsung zusätzlich zu Google ein weiteres Konto bei sich selbst verlangt, damit man auf alle Funktionen des Tablets zugreifen kann. Die Bedienung wird aufwendiger und OneUI kommt vom Benutzerkomfort her nicht ganz an Apples Tablets heran.

Als Hoffnungsschimmer präsentiert sich allerdings Samsungs Versprechen, das S8 noch fünf Jahre mit Sicherheitsupdates auf dem neusten Stand zu halten. So muss man nicht befürchten, dass das Tablet bald nicht mehr aktuell gehalten wird, was für mehr Vertrauen in die Investition sorgt.

Alles richtig gemacht hat Samsung mit dem S-Pen. Dieser lässt sich nicht nur tadellos greifen, sondern harmoniert dank der 120-Hertz-Bildrate super mit dem S8. Einziger Makel ist die Ladeposition am Tablet, da der Stift nicht immer an den idealen Ort rutscht. Neben Kleinigkeiten wie diesen zeigt Samsung aber von Seiten der Hardware keine Schwächen, weswegen es unter den Android-Tablets durchwegs zu empfehlen ist.

Performance-Monster: Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Performance-Monster

Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Was die technische Ausstattung angeht, gibt es derzeit wohl kaum etwas besseres als das iPad Pro 12.9. Grund hierfür ist der M1-Chip, der hier verbaut ist und der ebenso in Apples Mac-Palette zum Einsatz kommt.

Was sofort auffällt, ist aber nicht der potente Chip, sondern das hervorragende Display, das durch die verbauten Mini-LEDs sehr hell ist, aber gleichzeitig hervorragende Kontrast- und Farbdarstellungen liefert. Die Vorteile des Displays zeigen sich deshalb vor allem bei der Wiedergabe von HDR-Videos.

Auch bei den Benchmarktests lässt das iPad die Muskeln spielen. Mitbewerbern lässt es in puncto Performance nicht den Hauch einer Chance. Der mit acht Gigabyte recht großzügig dimensionierte Arbeitsspeicher schlägt in die gleiche Kerbe und ist der perfekten Performance ebenfalls zuträglich. Ruckler und Verzögerungen beim Starten von Apps gibt es damit praktisch nicht mehr. Dank Thunderbolt-3-Anschluss und optionalem 5G-Modul ist das iPad Pro auch bei Datentransfers schnell unterwegs.

Die auf der Rückseite verbaute Kamera des iPhone macht ihre Sache gut. Für Augmented-Reality-Apps ist zusätzlich ein LiDAR-Sensor verbaut. Das alles macht das iPad Pro 12.9 zum derzeit leistungsfähigsten Tablet auf dem Markt. Das führt uns aber gleich zum größten Nachteil des Premium-Tablets: Aktuell gibt es einfach keine App, die die Hardware wirklich ausreizen kann.

Insofern kann man die Anschaffung des iPad Pro 12.9 lediglich als Investition betrachten, denn man kann davon ausgehen, dass die Software immer anspruchsvoller wird.

Kompakt und kräftig: Apple iPad Mini (2021)

Das iPad in der Mini-Version (2021) vereint viel Leistung in einem verhältnismäßig kleinen Format. Weil sich Apple auch von dem seit 2013 unverändert gebliebenen Design in der nun sechsten Generation verabschiedet hat, haben wir es hier mit einer komplett runderneuerten Version zu tun.

Kompakt und kräftig

Apple iPad Mini 6

Haptisch gibt es hier keinen Grund zu meckern, das Tablet im Mini-Format und kantigem Design fühlt sich wertig an und macht einen ausgesprochen soliden Eindruck. Geladen wird das kleine iPad über den USB-C-Anschluss, der sich an der Unterseite des Tablets befindet. Ein Stück weit darüber befindet sich der Power-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor. In gewohnter Apple-Manier hat der im Test stets zuverlässig und schnell funktioniert.

Gegenüber der Vorgängergeneration ist der Touchscreen des iPad Mini ein klein wenig angewachsen und misst nun 8,3 Zoll in der Diagonalen, was sich im Alltag, beispielsweise beim Surfen im Internet, deutlich bemerkbar macht. Gut gefallen hat uns auch die hohe Qualität des Bildschirms selbst. Technologien wie Mini-LED oder 120 Hertz sucht man hier war vergeblich, das Ergebnis kann sich aber trotzdem sehen lassen, Farben werden gut dargestellt und auch die Helligkeit lässt sich auf ein hohes Niveau schrauben.

Weil Apple dem iPad Mini den A14-Chip spendiert hat, wie man ihn auch im neuen iPhone 13 findet, ist die Performance des Tablets über alle Zweifel erhaben. Besonders deutlich wird der Unterschied, wenn man das neue iPad mit seinem Vorgänger vergleicht, in dem noch ein A12 schlummert.

Kritik gibt es für das sogenannte »Jelly Scrolling«. Hält man das iPad beim Scrollen durch Texte hochkant, kann es bei zu schneller Ausführung dazu kommen, dass nicht überall auf dem Display die Inhalte zur selben Zeit aktualisiert werden. Das kann durchaus störend sein. Ebenso Kritik gibt es für den Preis. Auch hier hat Apple nämlich aufgerüstet und so gibt es die günstigste Version des Tablets nun für sportliche 549 Euro. Dafür bekommt man aber auch ein kompaktes Tablet, das enorm leistungsfähig ist.

Preiswert: Apple iPad (2021)

Beim klassischen iPad hat sich nicht viel getan – und das ist gut so, denn damit ist es nach wie vor das iPad mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Preiswert

Apple iPad (2021)

Ein paar Neuerungen haben es aber dann doch in die neue iPad-Generation geschafft. So verfügt das kleinste Modell nun über einen 64 Gigabyte großen Speicher und auch beim Prozessor hat sich Apple nicht lumpen lassen und dem Tablet den neuen A13 spendiert. Wie man es von Apple kennt, ist die Speicher-Politik eine kostspielige Angelegenheit, 170 Euro werden für eine Verdopplung des Speichers fällig.

Und auch sonst haben die Kalifornier ihr Tablet größtenteils unverändert gelassen, was auch am Zubehör deutlich wird, mit dem man das Tablet kombinieren kann. Denn weder das Smart Keyboard Cover noch der mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Apple Pencil sind State of the Art, was die verbaute Technik angeht. Aber: Beide funktionieren hervorragend und kosten deutlich weniger als ihre neueren Pendants.

Auch beim Display hat sich nicht viel getan. Der 10,2-Zöller überzeugt mit akkurater Farbwiedergabe und ausgezeichneter Helligkeit. Im Vergleich zu deutlich teureren Modellen vermisst man hier lediglich die Laminierung zwischen Rand und Bildinhalt. Der Home-Button, der zugleich auch Fingerabdrucksensor ist, hat im Test problemlos funktioniert. Das alles macht das iPad 2021 zu einer gelungenen Empfehlung für den schmalen Geldbeutel.

Was gibt es sonst noch?

Die 2020er-Version des iPad Air kommt gegenüber seinem Vorgänger deutlich überarbeitet daher und bietet nun einige Funktionen, die man sonst nur aus der Pro-Serie kennt – selbst das Äußere erinnert an die Pro-Modelle. Im Inneren dagegen befindet sich nun der neue, leistungsstärkere A14-Chipsatz, außerdem bekam das Zubehör ein Upgrade: Sowohl der Apple Pencil 2 als auch Magic Keyboard werden jetzt unterstützt. Natürlich kann das iPad Air aus dem Jahre 2020 der neuen 2022-Version nicht das Wasser reichen, wer das 2020-Modell aber für einen niedrigeren Preis findet, wird mit dem iPad (2020) nicht enttäuscht.

Das Galaxy Tab S7 ist trotz einiger Software-Mängel ein hervorragendes Tablet. Die Kombination des guten Displays, der tollen Verarbeitung, dem DeX-Modus sowie dem S-Pen machen das S7 zu einem Top-Gerät. Und wenn nun Samsung noch sein Versprechen hält, die Tablets längerfristig mit Updates für Android zu versorgen, lohnt sich der Kauf allemal. Das Galaxy Tab S8 protzt natürlich mit noch mehr Power, vor allem als günstigere Option darf man aber ohne Bedenken zum S7 greifen.

Das Surface Go 2 ist eine neue Variante des Einsteiger-Tablets von Microsoft. Äußerlich ist es nur ein klein wenig gewachsen, aber gerade in den höherpreisigen Versionen ist es auch deutlich leistungsstärker. Wie schon beim Vorgänger ist Windows 10 Home (S-Modus) auf dem Gerät installiert. Damit können nur Apps im Microsoft Store gesucht werden. Die Apps funktionieren zwar gut über Touch, allerdings wird beim Navigieren im Windows-Explorer doch eher eine Maus nötig.

Das iPad Pro (2020) ist mit einem schnellen A12Z-Prozessor und 6 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet sowie einem internen Speicher von 128 Gigabyte – und damit auch mehr Platz für neue iPadOS-Versionen. Dank des verbaten LiDAR-Sensor können auch Apps mit Augmented Reality genutzt werden, auch wenn es davon bisher nicht viele gibt. Wie bei allen aktuelle iPhones läuft auch hier die Gesichtserkennung zuverlässig.

Die Light-Variante der Galaxy-Topgeräte ist zwar mit dem Tab S6 lite etwas abgespeckt, dafür aber günstiger. Sowohl beim Gehäuse als auch beim Display merkt man kaum Unterschiede. Dafür gibt es keinen Fingerabdrucksensor, außerdem zeigt das Gerät immer wieder kleine Ruckler und Verzögerungen. Dafür ist der S-Pen gleich mit dabei. Als Arbeitsgerät ist es wahrscheinlich eher ungeeignet, dennoch ist es eine grundsolide Alternative zu Apple.

Das iPad Mini nutzt einen nur 7,9 Zoll großen Bildschirm und ist somit in Sachen Diagonale nicht allzu viel größer als aktuelle Smartphones. Der verbaute A12-Prozessor ist schön leistungsstark und gewährleistet eine zügige Bedienung ohne Hänger und Verzögerungen, das Display ist hochwertig, und das Tablet unterstützt den Eingabestift Apple Pencil 1. Auf den Pencil 2, das Smart Keyboard und auch auf FaceID müssen geneigte Käufer hingegen verzichten. Für alle, die ein möglichst kleines Tablet suchen, ist das iPad Mini in jedem Fall einen Blick wert.

Beim Pro X der Surface-Reihe kommen keine Intel-Prozessoren zum Einsatz, sondern CPUs, die auf der ARM-Basis laufen. Der SQ1 genannte Prozessor lehrt der Konkurrenz aus dem Hause Intel zwar nicht das Fürchten, für ein flüssiges Arbeiten mit dem Tablet reicht es aber allemal.

Wissenswertes über Tablets

Vielen wird es schon bei unseren Empfehlungen aufgefallen sein: Der Tablet-Markt wird maßgeblich von Apple dominiert. Obwohl Android mit großem Abstand unangefochtener Marktführer bei Smartphone-Betriebssystemen ist, wollte sich der Erfolg bei Tablets nie richtig einstellen, und mittlerweile haben sich die meisten Hersteller aus dem Sektor zurückgezogen – der Nachschub an neuen Androids mit mehr als sieben Zoll Bildschirmdiagonale hält sich dementsprechend in engen Grenzen.

Ganz anders sieht es bei Apple aus, die neben dem normalen iPad auch noch die Varianten Pro, Air und Mini anbieten und davon regelmäßig Updates veröffentlichen. Interessanterweise gilt einer der häufigsten genannten Kritikpunkten, der Apple-Produkten sonst entgegengebracht wird, nämlich der hohe Kaufpreis, bei Tablets nicht – hochwertige Androids sind oft sogar teurer als die Apple-Alternativen.

Ein weiteres Problem bei Android-Tablets ergibt sich aus nicht angepasster Software. Zwar sind die Apps aus dem Google Play Store grundsätzlich lauffähig, hinterlassen aber durch die größere Darstellung und die fehlende, aber eigentlich notwendige Anpassung der Bedienung oft eine durchwachsene Nutzbarkeit.

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