Test: Bilderrahmen Aufmacher

Digitale Bilderrahmen im Test : Nicht nur Deko

Update 26.07.2022

Digitale Bilderrahmen erfreuen sich größter Beliebtheit und sind ein originelles Geschenk. Sie eignen sich auch als Deko-Element und Informationsanzeige im gewerblichen Einsatz. Wir haben 24 digitale Bilderrahmen genauer unter die Lupe genommen und können vor allem ein Gerät empfehlen.

Update 26. Juli 2022

Wir haben den Testbericht überprüft. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

4. März 2022

Wir haben weitere digitale Bilderrahmen getestet. Neue Empfehlungen sind der Podoor P80 und der digitale Bilderrahmen von Familink.

6. Oktober 2020

Wir haben neue digitale Bilderrahmen getestet und zwei neue Empfehlungen: Der Nixplay X08H und der W10F aus gleichem Hause.

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Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Digitale Bilderrahmen sind eine einfache Möglichkeit, Schnappschüsse und Erinnerungsfotos vom Smartphone oder der Digitalkamera an die Wand zu bringen. Die Geräte imitieren herkömmliche Bilderrahmen, doch anstelle eines fixen Motivs, können Sie frei entscheiden, welche Bilder zur welcher Zeit gezeigt werden.

Mit der integrierten Diashow-Funktion ersetzen sie ganze Fotoalben. Dadurch eignen sie sich als Geschenk etwa für die Eltern oder Großeltern. SD-Karte einlegen, die Lieblingsfotos darauf speichern und schon hat man ein persönliches Geschenk. Zudem haben manche Geräte auch eine integrierte Media-Player-Funktion für Musik und Videos.

Doch Vorsicht: Der Markt ist leider voll von schlecht verarbeiteter Billigware, die über veraltete Software und mangelhafte Anzeigequalität verfügen.

Wenn Sie vorhaben, einen digitalen Bilderrahmen zu verschenken, sollten Sie auch darauf achten, ein Produkt mit einfacher Bedienung auszuwählen. Viele Geräte haben keine gute Menüführung und oftmals sind die Einstellungen in Englisch oder in schlechtem Deutsch verfasst.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Mit WLANMit AppLuxusgerät
Test: Podor Digitaler BilderrahmenTest  Nicht nur Deko: Nixplay W10FTest: Familink Digitaler Bilderrahmen
Modell Podoor P80 Nixplay W10F Familink Digitaler Bilderrahmen
Pro
  • Gelungene App
  • Gute Touchscreen-Bedienung
  • Gute Bildqualität
  • WLAN
  • Ständer in Stromkabel integriert
  • Winkel individuell einstellbar
  • Fernbedienung magnetisch auf der Rückseite fixierbar
  • Aufhängbar, Montage-Material liegt bei
  • Gute App
  • Gute Bildqualität
  • Auch Hochformat möglich
  • Hoher Kontrastumfang
  • Mit SIM-Karte
  • WLAN
Contra
  • Nur max. 32 GB Speicherkarten nutzbar
  • Kein SD-Kartenslot
  • Kein USB-Anschluss
  • Teuer
  • Kein SD-Kartenslot
  • Kein USB-Anschluss
  • Teuer
Bester Preis
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Mit WLAN: Podoor P80

Mit WLAN

Podoor P80

Test: Podor Digitaler Bilderrahmen
Kommt einem klassischen Bilderrahmen recht nahe, kann aber zudem mit einer sehr guten Panel aufwarten.

Der digitale Bilderrahmen P80 von Podoor sieht aus wie ein gewöhnlicher Fotorahmen. Unter dieser klassischen Hülle verbirgt sich jedoch eine Menge Technik, durch die das Bilder-Anschauen angenehmer wird. Deshalb ist der Podoor-Bilderrahmen für uns eine ausgezeichnete Wahl.

Die clevere Konstruktion des Standfußes hat uns gut gefallen: Rückseitig befindet sich rechts unten ein Steckplatz für den Standfuß. Je nachdem, wie man den Standfuß einsteckt, kann der Rahmen im Quer- oder Hochformat genutzt werden. Die gummierte Unterseite des Fußes sorgt dabei stets für einen enorm stabilen Stand.

Ebenfalls auf der Rückseite finden sich ein Micro-USB- sowie ein MicroSD-Anschluss. Das eingebaute WLAN-Modul macht es zudem möglich, Schnappschüsse direkt drahtlos an den Bilderrahmen zu senden. So erscheinen beispielsweise die neusten Urlaubs-Schnappschüsse direkt auf dem Bilderrahmen auf Omas Vitrine – auf Wunsch inklusive einer kurzen Nachricht. Das funktioniert mit der zugehörigen Frameo-App, die zuverlässig, schnell und einfach funktioniert. Kommt ein neues Bild an, signalisiert der Podoor-Bilderrahmen das mit einem angenehm dezenten Ton.

An der Bildqualität bzw. der Auflösung lässt sich nicht viel aussetzen. Das Display stellt Bilder scharf und kontrastreich dar. Selbst bei starkem Blickwinkel büßen sie nur wenig Qualität ein. Lediglich in Sachen Farben könnte der Fotorahmen von Podoor etwas mehr vertragen.

Auf hohem Niveau ist auch der verbaute Touchscreen. Dessen kurze Reaktionszeit und das gut strukturierte Menü macht das Bedienen des Bilderrahmens kinderleicht. Leider ist der MicroSD-Slot auf Speicherkarten mit maximal 32 Gigabyte beschränkt.

Wer nach einem schlichten digitalen Bilderrahmen mit klassischem Design sucht, kann beim Podoor P80 vorbehaltlos zugreifen.

Mit App: Nixplay W10F

Mit App

Nixplay W10F

Test  Nicht nur Deko: Nixplay W10F
Der Nixplay W10F wird ausschließlich per App mit Bildern gefüttert. Das ist Geschmackssache – ansonsten handelt es sich hier um ein echtes Premiumgerät.

Seine Fotos spielt man beim Nixplay W10F mit einer kostenlosen App auf das Gerät. Daher hat er auch keinen Slot für USB oder SD-Karten.

Er macht auch sonst einen hochwertigen Gesamteindruck, die Kabel sind mit Stoff verstärkt und das Netzkabel fungiert gleichzeitig als Ständer des Rahmens. Dennoch kann der Winkel individuell angepasst werden und die Konstruktion ist sehr stabil. Möchte man den Fotorahmen mit dem im Lieferumfang enthaltenen Montageset aufhängen, kann man die Ständer-Einheit auch einfach entfernen.

Die qualitätsvolle Fernbedienung wird an der Rückseite des Rahmens magnetisch fixiert – sie ist so nicht im Weg und geht nicht verloren.

Der digitale Bilderrahmen ist 10,1 Zoll groß. Das Kabel ist lang, breit und wertig – so wirkt es aufgeräumt und ist ansprechend schlicht. Das Netzkabel kann außerdem in einem biegbaren Ständer verstaut werden, der dann gleichzeitig auch den Rahmen hält.

Der Bildschirm besitzt mit 1280 x 800 Pixeln eine recht gute Auflösung und ist matt-glänzend (die Zwischenstufe gibt es wirklich). Man wird mit einem kurzen Einführungsvideo begrüßt und kann das Gerät dann mit dem WLAN verbinden. Dann nur noch die Nixplay-App installieren und los geht’s.

In der einfachen und modernen App können Alben und Playlists erstellt und Fotos direkt vom Smartphone auf den digitalen Fotorahmen übertragen werden. Auch Helligkeit und Lautstärke können in der App eingestellt werden. Sogar die Uhrzeit kann eingeblendet oder automatische Zeiten zum An- und Ausschalten des Geräts festgelegt werden.

Der W10F von Nixplay ist modern und perfekt für Menschen geeignet, die viel und gerne Zeit an ihrem Smartphone verbringen. Den Großeltern kann man Bilder von zuhause aus auf den Rahmen laden – wenn das nicht faszinierend ist!

Luxusgerät
Test: Familink Digitaler Bilderrahmen
Der große Bilderrahmen in Holzoptik macht auf Omas Vitrine eine gute Figur.

Der Bilderrahmen von Familink wirkt sehr hochwertig und ist ein echter Blickfang – nicht zuletzt dank des Zehn-Zoll-Displays. Er gehört zu den wenigen digitalen Bilderrahmen, mit dem sich Bilder per SIM-Karte empfangen lassen. Das spiegelt sich allerdings auch im Preis wieder.

Während die Konkurrenz auf der Rückseite eine Reihe an Anschlüssen hat, findet man beim Familink dort nur zwei herausklappbare Dreiecke, die als Standfuß dienen. Hochkant aufstellen lässt sich der Familink-Bilderrahmen nicht. Die makellose Verarbeitung hingegen ist über alle Zweifel erhaben.

Bedienen lässt sich der Bilderrahmen über den berührungsempfindlichen Bildschirm. In unserem Test funktionierte das flott und zuverlässig. Da es keine Anschlüsse für USB oder SD-Karten gibt, ist man auf drahtlose Übertragungsoptionen angewiesen, um Bilder auf den integrierten Elf-Gigabyte-Speicher übertragen. Genauer: WLAN.

Das Verbinden mit dem Drahtlosnetzwerk klappte im Test problemlos. Ist das erledigt, kann man sich auf der Hersteller-Webseite anmelden und den auf dem Bilderrahmen angezeigten Code eingeben. Nun kann der Bilderrahmen mit den gewünschten Schnappschüssen gefüttert werden. Das funktioniert erstaunlich unkompliziert. Die App bietet eine große Auswahl an Extras und ist dennoch übersichtlich gestaltet.

So lassen sich Bilder zum Beispiel für einen späteren Zeitpunkt aufheben. Sie werden dann auf den Fotorahmen übertragen, wenn dieser seit über drei Tagen kein neues Bildmaterial erhalten hat. Die Bilder lassen sich optional auch mit einer Nachricht versehen.

Theoretisch lassen sich Bilder mit der eingebauten SIM-Karte auch ohne WLAN auf den Bilderrahmen übertragen. Um diesen Service zu nutzen, werden monatlich 3,99 Euro fällig – ein durchaus sportlicher Preis. Zielgruppe dieser Funktion sind vermutlich Seniorenhaushalte ohne WLAN, die somit auf die SIM-Karte angewiesen sind, um Bilder zu empfangen.

Komplett scharf gibt der Familink die Bilder zwar nicht wieder, dafür sind die Farben warm, satt und kräftig. Besonders positiv fanden wir die hohe Blickwinkelstabilität. Selbst wenn man in einem sehr spitzen Winkel auf den Bilderrahmen schaut, ist das Bild gut zu erkennen.

Alles in allem ist das Modell von Familink ein gelungener digitaler Bilderrahmen, der für ältere Nutzer optimiert ist.

Was gibt es sonst noch?

Der Nixplay W10 G kann im Prinzip das Gleiche, das auch der W10F zu tun vermag – nur zu einem viel höheren Preis. Zwar ist das Design in Spiegeloptik, das könnte aber eine bessere Verarbeitung haben und ist für Fingerabdrücke sehr anfällig. Da hilft auch das kleine Putztuch nicht viel, das anbei liegt. Zudem hat der Rahmen eine bessere Bildqualität von 2048 x 1536 Pixeln.

Der Nixplay X08H hat eine tolle Verarbeitung und einen stabilen Stand. Tonqualität und Auflösung sind gut, die Fernbedienung ist schnell und das Menü schön. Der Rahmen kann durch einen Ständer quer oder hoch gestellt werden, lässt sich alternativ aber auch entfernen, sodass der Rahmen mit dem beiliegenden Montage-Set an die Wand gehängt werden kann. Versteckt sind ein Bewegungsmelder, der auch deaktiviert werden kann, und für die Fernbedienung eine Infrarotstelle. Die Fernbedienung ist angenehm zu nutzen und kann dank einem Magneten an der Rückseite des Rahmens verstaut werden. Der Nixplay X08H ist insgesamt ein super digitaler Fotorahmen, nicht zu teuer und in allen Punkten zuverlässig.

Auf dem Papier ist der Hama Slim Steel ein sehr gutes Gerät und macht auch optisch einiges her. Das Gehäuse ist aus Metall, extrem flach und sieht sehr schick aus. Ebenfalls schön ist die Farbwiedergabe. Wieso wir es dann nicht weiterempfehlen? Der Grund dafür ist die grauenhafte und unzumutbare Software. In unserem Test funktionierten einige SD-Karten zunächst nicht und dann aber wieder doch. Sogar eine Hama SD-Karte bereitete uns willkürlich Probleme. Der tolle Eindruck, den wir nach dem Auspacken und Einschalten hatten, ist gleich verflogen. Als dann die Bedienung sehr langsam und die Bildeffekte ruckelig waren, ist uns jeglicher Spaß vergangen. Schade!

Der digitale Bilderrahmen von Tenswall kommt wie der SSA Bilderrahmen mit einem stabilen Ständer und einer Aufhängevorrichtung. Die Auflösung ist gut und die Oberfläche des 10-Zoll-Displays ist matt außerdem funktioniert die Bedienung gut. Unsere Kritikpunkte sind jedoch die nicht flüssigen Übergänge bei der Diashow und die altmodischen Übergänge. Videos werden zudem mit einer schlechten Tonqualität abgespielt. Das Gerät könnte eventuell interessant sein, falls Sie nur Standbilder anzeigen möchten.

Brauns DigiFrame 1890 ist hauptsächlich eins: überteuert. Mit seinen 18,5 Zoll ist er sehr groß und bietet eine recht gute Auflösung. Die Software ist jedoch äußerst veraltet. Moderne, mit exFAT formatierte, SD-Karten werden nicht erkannt, nur das ältere FAT32-Format (MS-DOS) funktionieren bei dem Gerät. Bei dem stolzen Preis sollte man zumindest flüssige Diashow-Effekte erwarten können, doch auch hier werden wir während unserem Test schwer enttäuscht. Außerdem fragt man sich, ob man bei dem Preis nicht gleich zu einem passenden Monitor greifen und etwa einen kompakten Mediaplayer anschließen sollte.

Zu guter Letzt haben wir den Amazon-Bestseller Intenso Photobase getestet und wurden sehr enttäuscht: Das Gehäuse wirkt nicht wertig, der Rahmen ist sehr dick, die Bildqualität zu niedrig. Der Photobase ist schon lange auf dem Markt und die Hardware einfach nicht mehr zeitgemäß. Selbst mit seinen altmodischen Diashow-Effekten hat es zu kämpfen und kann diese nicht flüssig darstellen. Dass er bisher so ein Verkaufsschlager war, können wir uns nur durch den geringen Preis erklären und der Tatsache, dass der Fotorahmen bereits seit 2010 im Handel ist.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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