Test: Smartphone

Mittelklasse-Smartphones im Test : Solide Technik trotz Kompromissen

Update 11.07.2022

Smartphones der Mittelklasse müssen sich nicht mehr vor den teuren großen Brüdern verstecken. Sie kommen mit hochauflösenden Displays, tollen Kameras und leistungsstarken Akkus. Im Gegensatz zu den Premium-Modellen sprengen sie dabei nicht das Budget.

Update 11. Juli 2022

Wir haben drei neue Smartphones getestet, von denen das Gigaset GS5 sich als nachhaltige Alternativ behaupten konnte. Wegen Preisverschiebungen ist das Samsung Galaxy A52 eine neue günstige Empfehlung.

27. Januar 2022

Wir haben zwei weitere Smartphones getestet. Neu zu empfehlen ist das Vivo V21 5G.

23. August 2021

Wir haben vier weitere Smartphones getestet. Das Fairphone 3+ löst als eines der nachhaltigsten Smartphones das Oppo Reno2 Z in unseren Empfehlungen ab.

6. Mai 2021

Wir haben weitere Smartphones getestet. Das Moto G100 von Motorola ist eine neue Empfehlung.

Da LG die Smartphone-Produktion eingestellt hat, ist das G8S ThinQ nicht mehr erhältlich.

23. Februar 2021

Wir haben weitere Mittelklasse-Smartphones getestet. Das OnePlus Nord N10 ist eine neue Empfehlung.

10. September 2020

Nach dem Test einiger neuer Smartphones haben wir zwei neue Empfehlungen mit im Programm: Das LG G8S ThinQ und das Huawei P40 Lite 5G.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Die rasanten Fortschritte in der technischen Ausstattung für Smartphones machen es möglich, dass sehr gute Technik mittlerweile auch günstig zu haben ist. Für rund 300 Euro kriegt man bereits einiges an Qualität. Nicht nur die Kameras können überzeugen, sondern auch die hochauflösenden Displays und guten Designs. Den Geräten sieht man den geringen Preis nämlich überhaupt nicht an.

In dieser Preisklasse sind dennoch der ein oder andere Kompromiss nötig: So wird häufig ein größerer Akku verbaut, der das Gerät ein wenig dicker macht. Dafür bringt er aber auch eine bessere Akkuleistung mit sich, als bei so manchem Smartphone der Premium-Klasse. Die meisten Geräte lassen sich über USB-C auch sehr schnell wieder aufladen.

Außerdem können häufig zwei SIM-Karten genutzt oder zusätzlicher Speicher über eine SD-Karte hinzugefügt werden. Mehr Speicherplatz ist vor allem für diejenigen ein Kaufkriterium, die ihre Kamera intensiv nutzen. Mittlerweile schießen die Mittelklasse-Smartphones sehr gute Fotos, sogar in der Dunkelheit oder mit Unschärfe im Hintergrund, dem sogenannten Bokeh.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Lange Laufzeit und tolle FotosGoogle-AlternativeFür die UmweltMit Notruf-FunktionRobust und smart
Test  Solide Technik trotz Kompromissen: Vivo V21 5GTest: Huawei P40 Lite 5gTest: Gigaset Gs5Test: Samsung Galaxy A52Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Modell Vivo V21 5G Huawei P40 Lite 5G Gigaset GS5 Samsung Galaxy A52 Doogee S90
Pro
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Headset gehört zum Liefer­umfang
  • Hervorragendes Display
  • Gute Fotos
  • Sehr gutes Energie­management mit langer Laufzeit und sehr kurzer Ladezeit
  • Sehr gutes Display
  • Gute Fotoabteilung
  • Qi ladefähig
  • Akku wechselbar
  • Sehr gutes Display mit hoher Bild­wiederhol­rate
  • Lange Akkulaufzeit
  • Notruf-Funktion
  • Sehr gutes Display
  • Hardcase und Zusatz-Akku im Lieferumfang
Contra
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Ohne Google PlayStore
  • Etwas knappe Akku-Ausdauer
  • Knappe Leistung
  • Rückseite teilweise kratzanfällig
Bester Preis
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Lange Laufzeit und tolle Fotos: Vivo V21 5G

Lange Laufzeit und tolle Fotos

Vivo V21 5G

Test  Solide Technik trotz Kompromissen: Vivo V21 5G
Das Vivo V21 5G bringt alles mit, was man von einem hochwertigen Smartphone erwartet, nur beim Preis hält man sich vornehm zurück.

Sehr schlank kommt das Vivo V21 5G daher. Auch die fein satinierte Rückseite, die das Smartphone in dezenten blauen bis violetten Farbtönen schimmern lässt, fällt positiv auf. Kurz: Es sieht wesentlich teurer aus, als es in Wahrheit ist. Auch die Haptik liegt über dem, was der Preis vermuten lässt. Aber das ist noch nicht alles: Im Lieferumfang ist außerdem ein Headset inbegriffen, das verdächtige Ähnlichkeit mit Apple’s beliebten AirPods hat. Die inneren Werte des V21 konnten uns ebenfalls überzeugen.

Besonders erwähnenswert ist das leistungsfähige OLED-Display, das nicht nur eine gute Auflösung mit natürlicher Farbwiedergabe sondern auch tolle Schwarzwerte liefert. Auch die Blickwinkelstabilität ist sehr hoch. Die zu Beginn bereits erwähnte satinierte Rückseite sorgt dafür, dass das gerade einmal 7,4 Millimeter schmale Vivo V21 besonders gut in der Hand liegt. So lässt sich das Smartphone auch problemlos einhändig bedienen. Bei Bedarf liegt aber auch ein schützendes Silikon-Case bei.

Um eine einzigartige User-Experience zu bieten, hat Vivo das Android-11-Betriebssystem noch mit ihrem eigenen Funtouch OS geupdated. Das sieht man unter anderem im Design der Icons, aber auch bei der Funktionsweise und Nutzung der Apps.

Das beiliegende Headset kann übrigens nur mit dem ebenfalls mitgelieferten Adapter, mit dem das Headset an den USB-C-Ausgang angesteckt werden kann, genutzt werden. Eine eigene Audiobuchse gibt es nicht. Dafür lässt sich der Adapter mit jedem Headset nutzen.

Für angemessene Leistung sorgt der neue Mediatek-Chipsatz zusammen mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Und obendrein ist das Smartphone noch energieeffizient. Bei unserem Test hielt das V21 27 Stunden mit einer Akkuladung durch. Angesichts dessen ist auch zu verschmerzen, dass der beigelegte Ladeklotz nicht allzu groß ausfällt. Das im Lieferumfang enthaltene Netzteil ist kompakt, schafft es aber dennoch, das Smartphone binnen einer Stunde komplett aufzuladen.

Bei der 40-Megapixel-Frontkamera setzt Vivo unter anderem auf Extras wie optische Bildstabilisation und eine LED-Beleuchtung, mit der Selfies auch in dunklen Umgebungen gelingen.

Solide Technik trotz Kompromissen Test: Vivo V21 Screenshot 1822x819
Zusätzlich zur Portrait-Funktion bietet die Foto-App eine Blendenfunktion. Diese ermöglicht ebenfalls das Verschieben der Schärfeebene.

Die drei Kameras auf der Rückseite sind auf unterschiedliche Brennweiten ausgelegt. Die Hauptkamera hat ganze 64 Megapixel und ein Weitwinkelobjektiv. Die zweite Kamera ist mit 8 Megapixeln und einem Ultraweitwinkelobjektiv ausgestattet. Die dritte Kamera ist für Makro-Fotografie zuständig und kommt mit zwei Megapixeln aus.

In Kombination mit den Bildbearbeitungs-Möglichkeiten sind selbst bei schwierigen Lichtsituationen sehr gute Bilder herauszuholen. Das konnte das V21 in unserem Test unter Beweis stellen.

Unsere Lowlight-Nachtaufnahmen des Ruhr-Museums sowie die Aufnahme bei extremem Gegenlicht schafft das V21 hervorragend. Bei den Bildern des Museums führt unserer Meinung nach der Nachtmodus zum optimalen Ergebnis.

Beim Fotografieren unter Studiobedingungen haben die Lowlight-Aufnahmen eventuell ein bisschen zu hohe Farbsättigung. Abgesehen davon ist das Resultat frei von erkennbarem Rauschen und weist zudem eine große Detailtreue auf.

Zusätzlich zum eigentlichen Portraitmodus bietet das V21 von Vivo noch eine Auswahl unterschiedlicher Blendenmodi. Mit diesen lässt sich die Tiefenschärfe stufenlos einstellen. Der beliebte Bokeh-Effekt ist somit nicht nur im Portrait-Modus verfügbar.

Das Vivo V21 5G überzeugt auf ganzer Linie. Die Qualität der Fotos ist hervorragend; selbst die Hard- und Software der Frontkamera ist sehr gut. Trotz einem durchschnittlich großen Akku hat das Smartphone eine beachtliche Laufzeit und beim Lieferumfang bleiben auch so gut wie keine Wünsche offen. Beim Preis müssen sie trotzdem nicht allzu tief in die Tasche greifen.

Einziger Nachteil der Vivo-Smartphones ist, dass auf die IP-Zertifizierung von Wasser- und Staubschutz verzichtet wurde. Dabei sollte das in Anbetracht des fehlenden Kopfhöreranschlusses nicht schwer sein.

Google-Alternative: Huawei P40 Lite 5G

Google-Alternative

Huawei P40 Lite 5G

Test: Huawei P40 Lite 5g
Huawei hat sich beim P40 Lite 5G von den Google-Diensten verabschiedet und bietet erstmals eine eigene App-Plattform an.

Das Huawei P40 Lite 5G kommt ohne Google-Dienste aus und somit auch ohne Play Store. Als Alternative bietet Huawei eine eigene AppGalerie, die zwar noch über ein überschaubares Angebot verfügt, die wichtigsten Anwendungen sind aber vorhanden. Komplett ohne Googles Betriebssystem funktioniert das Gerät von Huawei zwar nicht, es wird aber wohl zwangsläufig irgendwann Ersatz für das Android-System geben.

Die winzige Selfie-Kamera und der schmale Rand resultieren in einem sehr großen, fast vollständig nutzbaren Display. Und der hat auch noch eine hervorragende Qualität!

Durch den hauseigenen Kirin 820 Chip und sechs Gigabyte Arbeitsspeicher ist eine solide Leistung garantiert. Das Betriebssystem ist das aktuelle Android 10, das mit Huaweis EMUI 10.1.1 kombiniert wird. Der Akku mit 4.000 mAh erreichte in unserem Test 23 Stunden Laufzeit. Aufgeladen ist das P40 Lite binnen einer Stunde.

Beim P40 Lite 5G sind vier Kameras auf der Rückseite zu finden: Ein Weitwinkel mit 64 Megapixeln, ein Ultraweitwinkel, ein Macro- und ein Tiefensensor, letztere mit je zwei Megapixeln Auflösung. Deren gutes Zusammenspiel mit der Bildverarbeitung zeigt sich bei schweren Lichtverhältnissen: Bei Gegenlicht, sehr hellem oder dunklem Licht fangen die Kameras die Umgebung gut ein. Nachtaufnahmen schafft das P40 Lite 5G ohne Probleme, nur die Leuchtschrift ist ohne den Nacht-Modus nicht lesbar.

Im Studio und bei einfacheren Lichtbedingungen gab es dann auch keine großen Überraschungen. Erstaunlicherweise patzte die Kamera ausgerechnet bei ausreichendem Licht – hier erzeugte das künstliche Nachschärfen deutliche Doppelkonturen. Lowlight-Aufnahmen funktionierten auch im Studio einwandfrei. Der Nacht-Modus sorgte für einen optimalen Weißabgleich mit wenig Rauschen und vielen Details.

Das Huawei P40 Lite 5G ist nicht nur eine Alternative zu Google, sondern hat viel mehr zu bieten. Und fehlen ein paar Apps in der Gallery, können sie über Umwege im Browser heruntergeladen werden.

Für die Umwelt: Gigaset GS5

Für die Umwelt

Gigaset GS5

Test: Gigaset Gs5
Dem GS5 merkt man an, dass Gigaset zusehends auf Nachhaltigkeit setzt. Es ist trotzdem leistungsfähig und recht günstig.

Nachhaltigkeit wird bei Gigaset ernst genommen, was man zum Beispiel daran sieht, dass das Zusammenbauen von Smartphones und DECT-Telefonen vollständig in Deutschland vonstatten geht. Das Gigaset GS5 fügt sich in diese Betriebsphilosophie ein, wodurch die Nachhaltigkeit um ein ganzes Stück erhöht wird.

Gigasets Verpackungen enthalten schon seit einiger Zeit so wenig Plastik wie nur nötig, hauptsächlich werden Pappe und Papier verwendet. Wie auch Samsung und Apple verzichtet auch Gigaset auf ein Netzteil im Lieferumfang. Wer trotz der Flut von Netzteilen heutzutage noch eines braucht, kann zum Gigaset eines dazu bestellen. Abhängig von der Kapazität des Ladegeräts dauert der Ladevorgang selbst eine bis zwei Stunden.

Wer möchte, kann das GS5 aber auch kabellos laden. Hier wurde auf den gängigen Qi-Standard gesetzt. Der Akku des Gigaset-Smartphones lässt sich ganz einfach auswechseln, denn die Rückseite kann ganz einfach abgenommen werden.

Der abnehmbare Deckel auf der Rückseite bietet sogar Platz für einen Fingerabdruck-Senor, ein NFC-Feld sowie eine Qi-Ladefläche. Durch das Öffnen der Rückseite gelangt man nicht nur an den Akku, sondern auch zu den SIM-Karten-Slots und der microSD-Karte.

Im Gegensatz zum Fairphone 3+ kann man beim Gigaset Reparaturen nicht selbst vornehmen. Dafür bleibt das Gigaset in einem tieferen Preissegment, denn das Fairphone ist merklich teurer. Das Gigaset lässt sich bei kleineren Problemen auch ohne professionellen Service reparieren. Sollte ein Service nötig werden, wird das Gigaset sowieso nur nach Deutschland geschickt, aber bis eine Reparatur nötig ist, geht es eine Weile.

Das Gigaset GS5 besitzt zwei Rückkameras. Die Hauptkamera kommt mit einem mächtigen 48-Megapixel-Sensor und einem Weitwinkelobjektiv daher. Die Zweitkamera besitzt dafür ein Ultraweitwinkel-Objektiv mit acht Megapixeln und eignet sich vor allem für Makro-Aufnahmen.

Unter natürlichen Lichtverhältnissen ergibt sich eine natürliche Farbdarstellung und eine mittelmäßige Kantenschärfung. Bei schlechteren Lichtverhältnissen tritt immer noch eine normale Farbdarstellung zutage und die Bilder behalten ihre Farbsättigung, was sehr gut ist.

 Solide Technik trotz Kompromissen Test: Gigaset Gs5 Portrait 1822x1363
Der Portrait-Modus kann graduell eingestellt werden, bei unserem Test gab es keine sichtbaren Unterschiede.

Das Gigaset verfügt zudem über einen Portrait-Modus, in dem eine gezielte Unschärfe des Hintergrundes erzwungen wird, um das Portrait hervorzuheben. Das Ergebnis ist äußerst natürlich und theoretisch ließe sich die Stärke der Unschärfe einstellen, bei unserem Testgerät schlich sich hier aber ein Bug ein, denn das Bearbeiten der Einstellungen resultierte in keinerlei Veränderung des Portrait-Effekts.

Zusammenfassend ist das Gigaset GS5 ein normales Mittelklasse-Smartphone, welches aber gerade im Thema Nachhaltigkeit punktet. Das GS5 dürfte einen länger begleiten als es Smartphones sonst tun, und Reparaturen können direkt in Deutschland bearbeitet werden. Dafür greift man nicht einmal tiefer in die Tasche, was klar für das GS5 spricht.

Mit Notruf-Funktion: Samsung Galaxy A52

Mit Notruf-Funktion

Samsung Galaxy A52

Test: Samsung Galaxy A52
Das Samsung Galaxy A52 ist für den Preis sehr gut ausgestattet, es ist sowohl mit als auch ohne 5G erhältlich

Besonders für ein Mittelklasse-Smartphone glänzt das Galaxy A52 mit seiner hervorragenden Verarbeitung. Auch die Leistung, der Bildschirm und der Speicherplatz glänzen, wobei der Speicherplatz über eine microSD erweitert werden kann. Das hübsche Gerät ist mit der IP67-Zertifizierung hervorragend gegen kurze Tauchgänge geschützt, was man in dieser Preisklasse nicht erwarten kann.

Das A52 gibt es wahlweise mit 5G, dann kostet das Smartphone aber ungefähr 80 Euro mehr. Die Bildrate kann man auf Wunsch von 60 auf 90 Bilder pro Sekunde erhöhen. Natürlich geht das mit mehr Stromverbrauch einher, dafür scrollt man flüssiger und kann in Online-Spielen den ein oder anderen Vorteil auf seine Seite ziehen.

Entscheidet man sich für die hohe Bildrate, reicht der Akku für 20 Stunden beim Abspielen von Videos. Lädt man das Galaxy A52 komplett auf, braucht es dafür 1,5 Stunden mit dem mitgelieferten Netzteil.

Das Galaxy A52 verfügt auch über eine Alarmfunktion, bei der ein Alarm abgesendet wird, sobald man drei oder viermal schnell hintereinander auf die Funktionstaste drückt. Darauf wird automatisch der Notruf, optional sogar der Standort, eine Sprachnachricht oder ein Foto an voreingestellte Kontakt gesendet. Der Notruf ist nicht nur für Senioren geeignet, denn auch jüngere Leute können beispielsweise beim Wandern, Feiern oder Skateboarden in Gefahrensituationen kommen.

Ganz der Preisklasse entsprechend schießt das Galaxy A52 gute Fotos, solange das Licht mitspielt. Wird es dunkel, werden die Fotos von einem Rauschen begleitet – hier hätte man eine deutlich höhere Qualität erreichen können. Es gibt demnach ein paar Schwachstellen beim Samsung Galaxy A52, die durch den tiefen Preis wiederum verkraftbar sind.

Robust und smart: Doogee S90

Robust und smart

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Für all diejenigen, bei denen es im Alltag etwas ruppiger und wilder zugeht, ist das Doogee S90 eine gute Lösung. Aber auch in Sachen Technik ist das Rugged-Smartphone bestens ausgestattet und ist weit mehr als nur ein gut geschütztes Baustellen-Handy. Das Smartphone ist mit der Schutzklasse IP68 versehen, was bedeutet, dass weder Wasser noch Staubpartikel dem Gerät etwas anhaben können.

Der sechs Gigabyte RAM Prozessor arbeitet mit Android 8.1 sauber und lässt das Gerät flüssig laufen. Der Speicher beträgt 128 Gigabyte und kann über den Hybrid-Slot mit einer SD-Karte sogar noch verdoppelt werden, sofern man nur eine SIM-Karte nutzt. Das Display löst in HD auf, hat allerdings nur eine Pixeldichte von 403ppi. Das Doogee S90 kommt mit zwei Hauptkameras, die mit 16 beziehungsweise 8 Megapixel solide arbeiten, jedoch bei schlechten und dunklen Lichtverhältnissen nicht mit der Konkurrenz mithalten können.

Das Gerät wird mit einigem Zubehör in einer HardCase-Tasche geliefert. Ein Teil davon ist ein Adapter für die USB-C Ladebuchse und ein zusätzlicher Akku, der einfach hinten auf das Handy geschoben und mit Magneten fixiert wird. Darüber hinaus können weitere Zusatzmodule erworben werden, wie eine Night-Vision-Kamera, ein Walkie-Talkie oder ein Modul, welches das Handy in eine Spielkonsole mit Joystick verwandelt.

Auch wenn das Doogee S90 einen sehr robusten Eindruck hinterlässt, hat sich die Aluminium-Rückseite bei unserem Foto-Shooting im Freien bereits Kratzer im Lack eingefangen und das beim Ablegen auf einem Stein. Manch einen stört das vielleicht, anderseits unterstützen die Kratzer auch den Outdoor-Charakter.

Im virtuellen Tool-Bag befinden sich Helferlein für die Baustelle zuhause in Form von vorinstallierten Apps. Dazu gehören unter anderem eine Wasserwaage und Winkel- oder Lotmesser. Insgesamt gelingt es dem Doogee S90 mit den Smartphones seiner Preisklasse noch mitzuhalten und zusätzlich einen unzerstörbaren Eindruck zu hinterlassen, sofern man kleinere Kratzer bei dem Outdoor-Look akzeptieren kann.

Was gibt es sonst noch?

Mit dem Motorola Moto G100 haben Sie ihren PC wortwörtlich immer zur Hand, denn das Smartphone kann mit einem Monitor verbunden und so als Desktop-PC-Alternative genutzt werden. Den entsprechenden Dock sowie das benötigte Adapterkabel bekommen Sie beim Kauf mitgeliefert. Maus und Tastatur werden via Bluetooth verbunden. Der interne Speicher fällt mit 128 Gigabyte definitiv nicht zu klein aus und lässt sich mit dem Hybrid-Kartenslot auf bis zu ein Terabyte erweitern. Selbst moderne Computer haben meistens nicht mehr.

Der verbaute Snapdragon-870-Prozessor sorgt zusammen mit den 8 Gigabyte RAM dafür, dass das Moto G100 sowohl im PC- als auch im Smartphone-Modus flüssig läuft. So viel Leistung sorgt natürlich für einen hohen Stromverbrauch. Dennoch kommt man mit einer Akkuladung 20 Stunden aus. Das Wiederaufladen dauert zwei Stunden. Auch beim Fotografieren macht das Motorola-Smartphone mit seinen zwei Front- und drei Rückkameras eine gute Figur. Vor allem der HDR-Modus hat uns begeistert, denn er produziert sehr dynamische Aufnahmen. Zwar müssen Sie für so viel Leistung durchaus tief in die Tasche greifen, dafür bekommen Sie mit dem Moto G100 eben Smartphone und PC in einem.

Das Motorola One Vision hat sich in Sachen Frontkamera ein bisschen bei der Konkurrenz umgesehen und die kreisrunde Kamera, wie man es vom Samsung Galaxy S10 kennt, links oben ins Full-Size-Display gesetzt. Das sieht ganz gut aus und lässt nicht vermuten, dass man dieses Modell schon ab 250 Euro bekommt. Das HD-Display hat eine Punktdichte von 432 ppi, was sich in der Auflösung bemerkbar macht.

Unseren Akkutest schließt das One Vision mit 16 Stunden überdurchschnittlich gut ab und das bei schmalem Design. Auch im Bereich Speicher kann es Punkte sammeln, da über einen Hybrid-Slot zu den 128 Gigabyte per SD-Karte noch mehr Speicher hinzugefügt werden kann, solange man nur eine SIM-Karte nutzt.

Sowohl die Frontkamera mit 25 Megapixeln, als auch die Rückkameras mit 48 und 5 Megapixeln leisten hervorragende Arbeit. Gegenlicht stellt die Kamera vor keinerlei Probleme, die Farben werden realistisch wiedergegeben. Bei Low-Light schärft sie allerdings ein bisschen nach, was sich mit dem HDR-Modus verhindern lässt. Dabei werden wiederum die Details nicht so genau aufgenommen, nichtsdestotrotz liefert sie eine mehr als zufriedenstellende Kameraleistung ab. Das Motorola One Vision kommt im eleganten und modernen Glas-Design, ist sehr schmal und wirklich günstig zu haben.

Das Google Pixel 4a ist der Nachfolger des Pixel 3a. Es hat ein kleines Display und eine Akkulaufzeit von 18 Stunden. Auf der Rückseite ist zwar nur eine Kamera verbaut, aber die kann sich durch ihre sehr gute Fotoleistung sehen lassen. Nur auf eine Brennweite mit gleichbleibender Auflösung muss verzichtet werden.

Das Gerät gibt es nur in schwarz und auch nur mit den verbauten 128 Gigabyte – eine Dual-SIM oder eine microSD-Karte lassen sich nicht einsetzen. Google geht wohl davon aus, dass Nutzer ihre Daten in die Google Cloud hochladen. Das Betriebssystem ist selbstredend das aktuelle Android 10 und trotz nicht ganz aktuellem Chipsatz läuft das System, unterstützt von sechs Gigabyte RAM, flüssig. Nur bei einigen Spielen kann es zu Rucklern kommen.

Beim OnePlus Nord muss man sich vor dem Kauf zwischen einer Speicherkapazität von 128 oder 256 Gigabyte und einem jeweiligen Arbeitsspeicher von 8 oder 12 RAM entscheiden. Nachrüsten lässt sich dieser nämlich nicht. Nur eine weitere SIM-Karte findet in dem Slot Platz. Die Kameraleistung ist bei dem Nord-Modell durchwachsen: Nacht- und Gegenlichtaufnahmen schafft es gut, bei Standardlicht ist das Ergebnis weniger zufriedenstellend. Dennoch ist das Gerät sehr leistungsstark, hat einen schnellen Chipsatz und einen ausdauernden Akku. Auch das AMOLED-Display mit 400 ppi und einer Bildwechselfrequenz von 60 bis 90 Bildern finden wir sehr gut.

Poco ist eine Untermarke von Xiaomi und den Mi-Smartphones und geht mit dem Poco F2 Pro auf den Markt. Die hohe Leistung ist seine Kernkompetenz und auch die Akkulaufzeit von 30 Stunden kann begeistern. Die vier Kameras des Geräts produzieren bei wenig Licht leider deutliches Rauschen und bei normalem Licht werden die Bilder eher überbelichtet. Die Selfie-Kamera wird ausgefahren. Gelegenheitszocker und Leistungsfetischisten werden Spaß an dem Smartphone haben, allerdings ist die Speicherausstattung etwas sparsam und auch nicht aufzustocken.

So haben wir getestet

Die Rechenleistung der Smartphones haben wir mit Benchmark-Messsystemen von Antutu und CF-Bench überprüft. Anhand eines Videos in Full-HD-Auflösung, das im Loop wiederholt wurde, haben wir getestet, wie lange der Akku hält. Dabei wurde die Helligkeit auf 50% gestellt und das WLAN war eingeschaltet.

Am aufwendigsten wurden die Kameras geprüft, da diese mittlerweile als ein sehr entscheidendes Kriterium von Käufern gesehen werden. Dazu haben wir bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen fotografiert. Zuerst wurden in einem Studio optimale Lichtverhältnisse geschaffen, dann wurden die Performances auch unter schwieriger zu bewältigende Bedingungen, wie Dunkelheit und Lowlight, geprüft. Darüber hinaus haben wir die Kameras auch in anspruchsvollen, natürlichen Lichtsituationen ausprobiert, beispielsweise indem wir gegen die Sonne fotografiert haben.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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