Test: Drahtloseladegeräte

Drahtlose Ladegeräte im Test : Kabellose Power

Update 09.02.2022

Drahtlose Ladegeräte kommen zunehmend in Mode, da immer mehr Smartphones induktives Laden anbieten. Für den Alltag ist das eine kleine aber feine Erleichterung, da man sein Handy nur noch auf ein Pad legen oder auf einen Ladeständer stellen muss und schon geht das Aufladen los. Schluss mit Kabelsalat und kaputten Steckern!

Update 9. Februar 2022

Wir haben weitere Ladegeräte getestet. Das Green Cell Air Juice und das Apple MagSafe Ladegerät sind empfehlenswert.

25. März 2021

Wir haben 17 weitere drahtlose Ladegeräte getestet. Neue Empfehlungen sind das Evershop TB TS09-11, das schnelle ESR HaloLock und die MagSafe-Lader AlCase E0760 und Kdely F190-38. Die Qi-Ladegeräte Anker PowerWave 10 Station, Te-Rich V10 und Anker PowerWave AK-A2521011 sind nicht mehr unter den Empfehlungen.

7. Oktober 2020

Nach dem Test einiger neuer drahtloser Ladegeräte haben wir zwei neue Empfehlungen: Das Lotta Power Wireless Charging Pad und die Anker PowerWave 10 Station.

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Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

In vielen Bereichen sind kabellose Funktionen bereits Standard: WLAN, Bluetooth, LTE – warum also nicht auch beim Laden? Wir haben 50 Qi-Ladegeräte, wie man sie ebenfalls nennt, getestet. Dabei gab es unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf die Ladegeschwindigkeit und den Stromverbrauch. Auch in Sachen Verarbeitung und Handhabung gibt es Unterschiede. Zum Beispiel ist es für den einen wichtig, die Ladelampe immer im Blick zu haben – der nächste möchte kein fest verlötetes USB-Kabel haben oder man besteht auf Fast Charging. So vielfältig wie die Ansprüche sind, so verschieden sind auch die angebotenen Modelle der Qi-Ladegeräte.

Das drahtlose Laden ist definitiv die Zukunft: Das leiten auch schon große Möbelhäuser ein, die ihre Nachttische mit induktiven Ladestationen ausstatten oder Aussparungen für Ladepads einbauen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Messwert-WunderModern & elegantBesonders schnellSolideMagnetischFürs iPhone
Test: 61evg8f 0gl. Ac Sl1000Test: Evershop Tb Ts09 11Test: 637456419075642350Test  Kabellose Power: Green Cell Air JuiceTest: Kdely F190 3bTest: Apple Magsafe
Modell Lotta Power Wireless Charging Pad Evershop TB TS09-11 ESR HaloLock Green Cell Air Juice Kdely F190-3B Apple MagSafe
Pro
  • Schönes Design
  • Super Messwerte
  • Niedriger Verbrauch im Standby
  • Niedriger Standby-Verbrauch
  • Sehr gute Ladewerte
  • Flach
  • Große Fläche
  • Stoffüberzug
  • Hochwertig
  • Flach
  • Schöne LED-Anzeige
  • Niedriger Standby-Verbrauch
  • Super Ladewerte
  • Magnetisch
  • Enorm wertige Haptik
  • Flachbandkabel
  • Gummierte Umrandung
  • Kaum Leistungsverlust, trotz Bumper
  • Geringer Standby-Verbrauch
  • Kann auch als Ständer genutzt werden
  • Guter Ladewert
  • Magnetisch
  • Geringer Standby-Verbrauch
  • Guter Ladewert
  • Magnetisch
Contra
  • USB-A-Stecker schwierig ein- und aussteckbar
  • Höherer Standby-Verbrauch
  • Nur mittelmäßige Ladeleistung beim iPhone
  • Andock-Fläche nicht material­schonend
  • Teuer
Bester Preis

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Messwert-Wunder: Lotta Power Wireless Charging Pad

Messwert-Wunder

Lotta Power Wireless Charging Pad

Test: 61evg8f 0gl. Ac Sl1000
Das Lotta Power lädt schnell und hat einen geringen Standby-Verbrauch. Es ist in drei Stoff-Varianten und zwei Marmor-Designs erhältlich.

Unerwartet, aber doch sehr erfreulich: Das marmorierte Ladegerät von Lotta Power überraschte mit hervorragenden Ladewerten sowie geringem Standby-Verbrauch. Mit im Paket sind außerdem ein USB-C-Anschluss sowie ein hochwertiges Kabel mit Stoffummantelung. Das Lade-Pad ist ebenfalls mit Stoffüberzug erhältlich.

Lotta Power gehört zum Hersteller Xlayer, der ein richtiges Power-Gerät produziert hat. Wir haben 11,5 Watt beim iPhone sowie 9,3 Watt beim Android-Smartphone gemessen – damit erreicht das Pad von Lotta Power die höchsten Ladewerte in diesem Test. Enorm gering ist mit 0,03 auch der Verbrauch im Standby-Modus.

Der Rand sowie die Unterseite sind aus Aluminium, unten findet sich zudem eine Gummierung, damit das Gerät nicht wegrutscht. Die Lotta Power hat 8,5 Zentimeter Durchmesser und einen Zentimeter Höhe – Smartphones haben also genügend Platz. Das Kabel hat eine Länge von 120 Zentimetern. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Anschlusses ist ein LED-Licht, das den Ladestatus anzeigt. Eine andere Stelle wäre vielleicht sinnvoller gewesen, da Smartphones das Licht leicht verdecken. Während dem Laden pulsiert das weiße Licht, bei vollem Akku leuchtet es durchgängig.

Zugegebenermaßen hatten wir etwas Vorurteile gegenüber der Lotta Power, da die Oberfläche nicht besonders hochwertig wirkte und das Marmor-Design doch Geschmackssache ist. Das Pad gibt es aber auch in Stoff-Versionen und die Messwerte sprechen für sich.

Modern & elegant: Evershop TB TS09-11

Modern & elegant

Evershop TB TS09-11

Test: Evershop Tb Ts09 11
Das Ladepad von Evershop hat eine elegante Stoffoberfläche und ist extrem flach, was ebenfalls sehr modern wirkt. Die Ladewerte sind außerdem top.

Das Evershop TB TS09-11 überzeugt mit seinem Gesamtpaket: Das Ladegerät ist sehr flach und leicht. Der Stoffüberzug schont die Rückseite des Smartphones. Zudem verfügt das Modell über ein USB-C-Kabel, das in das Ladegerät gesteckt wird, zudem gibt es einen USB-A-Stecker. So kann man das Handy auch am PC aufladen.

Im Test wurden beim iPhone X 11,2 Watt und beim LG G7 9,7 Watt gemessen. Beides sind hervorragende Werte, vor allem da der Hersteller hier 10 Watt als Leistung angibt. Im Standby-Modus verbraucht das Evershop lediglich 0,1 Watt.

Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten, dafür kostet das Ladegerät auch nicht viel. Das TB TS09-11 ist in Braun und Schwarz erhältlich.

Besonders schnell: ESR HaloLock

Besonders schnell

ESR HaloLock

Test: 637456419075642350
Das ESR ist nicht nur hervorragend verarbeitet, es lädt unsere beiden Testhandys auch noch am schnellsten von allen!

Das ESR HaloLock macht direkt beim Auspacken einen guten Eindruck: Das Ladegerät ist besonders flach und wiegt in die Hand genommen angenehm schwer. Das Modell ist komplett aus Metall gearbeitet. Ein Netzteil befindet sich nicht im Zubehör, dafür ein USB-C-Kabel mit zusätzlichem USB-A-Stecker. So kann man das Smartphone auch am Laptop oder PC laden.

Das ESR bietet extrem gute Ladewerte: iPhone X und LG G7 wurden im Test jeweils mit mehr als 12 Watt geladen, obwohl nur 10 Watt als Leistung angegeben sind. Dafür ist aber auch der Standby-Verbrauch mit 0,7 Watt höher. Ist das Handy aufgelegt, leuchtet der LED-Ring grün auf, als Signal, dass das Laden begonnen hat. Nach ein paar Sekunden erlischt das Licht wieder.

Das Pad bietet zudem die Magnetfunktion, die mit dem iPhone 12 genutzt werden kann. Da das Pad allerdings sehr groß ist, liegt das Smartphone nicht sonderlich gut in der Hand. Dafür verrutscht es nicht so leicht und das Handy lässt sich aufgrund des Gewichts des Pads ohne Probleme lösen. Angeblich soll man lediglich die iPhone-12-Modelle aufladen können, allerdings wurden im Test beide Handys zufriedenstellend aufgeladen. Immerhin laden die Magnetlader genau wie andere Modelle mi Qi-Standard.

Tatsächlich wurden beim iPhone 12 Plus nur 6,5 Watt gemessen. Auf der anderen Seite ist dieses Ladegerät das einzige im Test, das das iPhone 12 Plus auch mit PopSocket mit derselben Leistung lädt.

Neben dem hohen Standby-Verbrauch gibt es beim ESR HaloLock noch einen weiteren kleinen Kritikpunkt: Der USB-A-Stecker ist etwas schwergängig beim Aus- und Einstecken. Trotzdem ist das Ladegerät empfehlenswert, besonders für alle, die schnell laden möchten.

Solide: Green Cell Air Juice

Solide

Green Cell Air Juice

Test  Kabellose Power: Green Cell Air Juice
Hochwertige Materialien und eine solide Ladeleistung machen das Green-Cell-Ladepad zu einer Empfehlung.

Zugegeben, das Air Juice aus dem Hause Green Cell ist mit seinen 160 Gramm alles andere als ein Leichtgewicht. Erfreulicherweise profitiert von diesem Zusatzgewicht auch die Qualität, die bei diesem Qi-Ladegerät über alle Zweifel erhaben ist.

Viele Bauteile des Ladepads sind aus Metall gefertigt, am Rand ziert es eine Gummi-Umrandung, die das zum Laden abgelegte Smartphone davor bewahrt von der Ladefläche zu gleiten. Nicht weniger clever ist die Idee, das flache Qi-Ladegerät mit einem besonders flachen Kabel auszustatten. Das sorgt für eine aufgeräumte Optik.

An unserem Android-Smartphone haben wir eine Ladeleistung von 10,9 Watt gemessen, was, gemessen an der Herstellerangabe von 15 Watt ein guter Wert ist. Nicht ganz so rosig sieht es hingegen für Besitzer eines iPhones aus, hier waren bei unseren Messungen lediglich 7,8 Watt drin. Für die allermeisten Ladesituationen im Alltag dürften aber auch die 7,8 Watt locker reichen.

Wer sein Smartphone mit einer besonders dicken Hülle oder einem PopSocket ausgestattet hat, dem wird besonders gut gefallen, dass das Qi-Ladegerät von Green Cell Distanzen von sechs Millimetern ohne größere Probleme überwinden kann. Der PopSocket, mit dem die Rückseite vieler Smartphones aufgerüstet ist, muss also zum drahtlosen Laden nicht extra abmontiert werden. Gemeinsam mit den soliden Ladewerten und der  gelungenen Materialauswahl macht das das Air Juice von Green Cell zu einer Empfehlung.

Magnetisch: Kdely F190-3B

Magnetisch

Kdely F190-3B

Test: Kdely F190 3b
Das magnetische Ladepad von Kdely lädt das iPhone 12 nicht nur schnell, sondern kann gleichzeitig als Stütze beim Videoschauen dienen.

Keine Preise gefunden.

Das Kdely F190-3B ist ein magnetisches Ladegerät. Es ist in Weiß und Schwarz erhältlich und verfügt über einen Ständer, sodass das Smartphone quer aufgestellt werden kann. Das ist zum einen praktisch für längere Videoanrufe oder um Videos zu gucken, ohne dass das Handy festgehalten werden muss.

Das iPhone 12 wird mit ordentlichen 9,6 Watt geladen und der Verbrauch von 0,1 Watt im Standby-Modus ist sehr gering. Der Hersteller gibt als Leistung 15 Watt an. Der metallische Ständer wird rückseitig magnetisch am Ladegerät gehalten. Ein Netzteil liegt nicht bei, das USB-C-Kabel besitzt einen USB-A-Stecker für das Laden an Laptop oder PC. Dieser lässt sich mit einer kleinen Haltelasche auch einfacher herausziehen.

Leider besteht die Auflagefläche aus hartem, glatten Kunststoff. Das wirkt nicht sonderlich materialschonend. Dafür ist aber auch der Preis des F190-3B erfreulich gering.

Fürs iPhone: Apple MagSafe Ladegerät

Fürs iPhone

Apple MagSafe

Test: Apple Magsafe
Das Original MagSafe-Ladegerät gehört zwar nicht zu den günstigsten Vertretern seiner Zunft, macht aber einen hervorragenden Job.

Das MagSafe Ladegerät von Apple liefert das, was man von den Kaliforniern erwartet: hervorragende Verarbeitung, schnörkelloses Design und tadellose Technik. Weil das MagSafe Ladegerät magnetisch ist, kann es einfach an der Rückseite des Smartphones befestigt werden.

Die Verarbeitung des MagSafe Ladegeräts ist hervorragend, das wird schon beim ersten Anfassen deutlich. Gut gefallen hat uns auch, dass das mittlerweile oft kopierte original MagSafe Ladegerät deutlich kompakter daherkommt, als die Konkurrenz. Das hervorzuheben mag kleinlich wirken, ist es aber nicht. Schließlich hat MagSafe den großen Vorteil, dass das Smartphone währenddessen es lädt, benutzt werden kann – und wenn man es in der Hand hält, wird der Unterschied zur klobigen Konkurrenz besonders deutlich.

Abseits davon kann das Ladegerät aus dem Hause Apple auch bei der Ladegeschwindigkeit punkten: 9,2 Watt haben wir beim Test mit dem iPhone 12 gemessen. Ein guter Wert. Auch der Verbrauch im Standby-Betrieb fällt mit 0,26 Watt angenehm gering aus.

Was gibt es sonst noch?

Der Lavastone von Einova ist klobig und teuer. Wem das Design gefällt und wer darüber hinaus dazu bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen (zugegeben, noch ein wenig tiefer und der Taschenboden ist erreicht), der muss bei der Ladegeschwindigkeit einen weiteren Kompromiss eingehen, denn 7,1 Watt, beziehungsweise 6,4 Watt (iPhone), sind wahrlich keine Spitzenleistung.

Die gummierte Ladefläche des W1 von Tozo vermittelt einen soliden Eindruck. Leider sorgt die Gummierung auch dafür, dass Schmutz und Staub hier nahezu magisch angezogen werden. Unser LG-Smartphone wurde mit 9,7 und unser iPhone mit 5,9 Watt geladen.

Das Te-Rich V10 hat eine glänzende, glatte Glasoberfläche, ein Aluminiumgehäuse und wirkt sehr hochwertig. Das minimalistische Design ist modern und auch die inneren Werte können überzeugen. Das Te-Rich ist eines der schnellsten Ladegeräte in unserer Testreihe, während sein Standby-Verbrauch gegen null geht. Der Preis von circa 20 Euro liegt im Mittelfeld und ist mehr als fair.

Leistungstechnisch gibt es beim WH02 von Tessan zwar nichts zu meckern, der Einsatz von Hartplastik macht den ansonsten guten Eindruck jedoch reichlich schnell zunichte. Der Standfuß wackelt und die Kanten haben teilweise einen deutlichen Grat. So bleibt neben der soliden Ladeleistung lediglich die Gummierung an der Unterkante des Ladegeräts positiv hervorzuheben.

Was Sie über drahtloses Laden wissen müssen

Zuallererst muss man natürlich ein Smartphone besitzen, das induktive Ladung überhaupt zulässt – das sind im Moment eher noch die teureren Geräte. Die Rückseite muss aus Glas oder Kunststoff bestehen: Mit Aluminium kommt man da nicht weit.

Die Geschwindigkeit, mit der Smartphones induktiv geladen werden, ist generell niedriger als mit Kabel. Das wird auch durch die Position des Handys auf dem Pad nochmals positiv oder negativ beeinflusst.

Smartphones können mit zehn oder mehr Watt geladen werden, dann befindet man sich allerdings schon im Fast-Charging-Bereich, für das ein separates Netzteil sowie ein Fast-Charging-fähiges Qi-Ladegerät benötigt wird. Die Ladegeräte ohne Schnellladefunktion laden meist mit etwa fünf Watt.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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