Test: Mesh System

WLAN-Mesh-Systeme im Test : Voll auf Empfang

Update 01.02.2023

Wenn zuhause der WLAN-Empfang unzureichend ist, stellen Mesh-Systeme eine interessante Möglichkeit dar, diesen zu verbessern. Das ist aber noch längst nicht alles, was diese kleinen Wunderwerke leisten können. Wir haben 24 Systeme getestet und sagen Ihnen, welche davon empfehlenswert sind.

Update 1. Februar 2023

Wir haben zwei weitere Mesh-WLAN-Systeme getestet. Unsere neuste Empfehlung ist das Deco X50 2er von TP-Link.

26. August 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

9. Februar 2022

Wir haben weitere Mesh-Systeme getestet. Neue Empfehlungen sind das Fritz Mesh Set 7590+2400 von AVM und das Deco M4 aus dem Hause TP-Link.

30. Mai 2021

Wir haben weitere Mesh-Systeme getestet. Zwei Produkte von Asus, nämlich das ZenWiFi AX Mini XD4 und das ZenWiFi AX XT8, sowie das Tenda Nova MW6 und das Telekom Speed Home WiFi sind neue Empfehlungen.

8. Oktober 2020

Wir haben weitere Mesh-Systeme getestet und können zwei davon empfehlen: das Amazon eero und das Google Nest Wifi.

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Michael Seemann
ist Technik-Journalist mit Schwerpunkt IT und Netzwerk-Technik. Er schreibt unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PC Go und Connect und testet bevorzugt Router und Netzwerkgeräte.

Die neueste Technologie für WLAN-Heimnetze sind WLAN-Mesh-Systeme. Mit diesen leistungsstarken Funkgeräten versorgen Sie selbst noch so abgelegene Winkel der eigenen vier Wände. Im Gegensatz zu WLAN-Powerline-Sets und WLAN-Repeatern erweitern Mesh-Systemen nicht nur die WLAN-Abdeckung, sie bieten auch bessere Übertragungsraten als die bisherigen Methoden. Ein solches Mesh-System entfaltet sein volles Potenzial, wenn das WLAN-Signal über eine größere Entfernung oder über Etagen hinweg weitergereicht werden soll. Bei einer kürzeren Distanz reichen gewöhnliche WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Sets in der Regel aus.

Wie bei unserem WLAN-Repeater-Test haben wir zwei Szenarien als Testaufbau gewählt: Eine kürzere und weniger blockierte Strecke (Weg 1) und eine mit zwei massiven Hindernissen versehene Übertragungsstrecke (Weg 2) mussten überbrückt werden.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Rundum gelungenMit SicherheitssoftwareLeistungsstarkSchnelles Wi-Fi-6GünstigOhne Router
Test: Avm Fritz Mesh Set 7590+2400Test: Asus Zenwifi Ax Mini 2erTest: Asus Zenwifi Ax Xt8 2erVoll auf Empfang Test: Tp Link Deco X50 2er E1654255876Test: Tp Link Deco M4 (2er Pack)Test: Telekom Speed Home Wifi (2 Geräte)Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50Test: Amazon Eero Pro 6 (3er Pack)Test: Netgear Orbi Rbk852Test  Voll auf Empfang: Netgear MK62Test: Tenda Nova Mw6 2erTest: Google Nest Wifi (router Und Zugangspunkt)Test: Eero (amazon) EeroWLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Zyxel Multy X+miniTest  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20Test  Voll auf Empfang: Zyxel Multy M1Test: Amazon Eero 6 (3er Pack)Test: Eero (amazon) Eero ProTest  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)Test  Voll auf Empfang: Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HDTest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK30Test  WLAN-Router: Google Wifi
Modell AVM Fritz Mesh Set 7590+2400 Asus ZenWiFi AX Mini (XD4) 2er Asus ZenWiFi AX XT8 2er TP-Link Deco X50 2er TP-Link Deco M4 (2er-Pack) Telekom Speed Home Wifi (2er-Pack) Netgear Orbi RBK50 Amazon eero Pro 6 Netgear Orbi RBK852 Netgear MK62 Tenda Nova MW6 2er Google Nest Wifi Amazon eero Zyxel Multy X + Multy Mini Netgear Orbi RBK20 Zyxel Multy M1 Amazon eero 6 Amazon eero Pro Linksys Velop WHW01 Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD Netgear Orbi RBK30 Google WiFi
Pro
  • Schnelle Datenraten mit 4x4-MIMO in beiden Funkbändern
  • Vorbildliche Mesh-Client-Infos in Webmenü und App
  • Sehr gutes DFS-Management
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Überzeugende 2x2-Wifi-6-Datenraten
  • Große Funktionalität
  • AiProtection (Netzwerkschutz) ohne Abo-Gebühr
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Sehr schnelles Triband-Wi-Fi-6
  • Sehr große Funktionalität
  • AiProtection+ inklusive Web-Filter ohne Abogebühr
  • 2,5GbE-WAN, USB3-Port für Media/Print(/NAS)
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Einfaches Setup
  • Schnelles Wi-Fi-6 mit 160 MHz
  • Funktionale App mit Fernzugriff, Webfilter und SmartHome
  • 3 Gigabit-Ports je Station
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Günstig
  • Erstaunlich gute Datenraten für 2x2-Wifi-5-Mesh
  • Einfaches Setup
  • Funktionsreiche App mit komfortablem Fernzugriff
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Einfaches Knopfdruck-Setup
  • Gelungenes Webmenü mit guter Online-Hilfe
  • Hohe Wifi-5-Transferraten dank 4x4-MIMO (5 GHz)
  • Als WLAN-Ersatz eines vorhandenen Routers geeignet
  • Hohe Datenraten durch separates 4x4-Wifi-5-Modul
  • Komfortabler Fernzugriff
  • 4 Gigabit-Ports am Satellite
  • Guter Circle-Webfilter
  • Inzwischen relativ günstig (<180 Euro)
  • Drei (baugleiche) Meshstationen
  • Komfortables Setup und App-Steuerung mit Fernzugang
  • Hoher Datendurchsatz, paralleles 4K-Streaming möglich
  • Unterstützt Apple HomeKit
  • Hochleistungs-Wifi-6-Triband-Meshsystem
  • Sinnvolle Bandbreitenverteilung der WLAN-Module (3 mal 4x4)
  • Relay-Fernzugang
  • 2,5GbE-WAN
  • Überzeugende 2x2-Wifi-6-Datenraten
  • Große Funktionalität
  • Einfaches Setup
  • App mit komfortablem Fernzugriff und 2-Fach-Verifizierung
  • Sehr günstiges Mesh-System
  • Sehr einfaches Setup
  • App-Steuerung mit komfortablem Fernzugriff
  • Für 2x2-Wifi-5-Mesh annehmbare Datenraten
  • Zugangspunkt mit Sprachsteuerung und Soundausgabe
  • Ausgefeilte Funktionalität
  • Safe-Search-Webfilter
  • Priorisierung
  • WLAN mit Thread-Unterstützung
  • Drei Meshstationen
  • Einfaches Setup
  • Komfortable, übersichtliche Bedienung
  • HomeKit-Firewall
  • Energieeffizient
  • Sehr flotte Übertragungsraten bei LAN-WLAN-Verbindung
  • Bridge-Modus
  • Multy Mini mit USB-Quickcharge-Port
  • Gute Übertragungs­leistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Guter Circle-Webfilter
  • Access-Point-Modus
  • Komfortabler Fernzugriff
  • Günstiges Wi-Fi-6-Mesh
  • Steuerung per App und Browser
  • OpenVPN-Client (und -Server)
  • Cloud-Fernzugriff (App)
  • 4 LAN-Ports je Mesh-Station
  • Wandhalterungen
  • Drei Meshstationen (1 Router, 2 Signalverstärker)
  • Komfortables Setup und App-Steuerung mit Fernzugang
  • Stabiles WLAN, paralleles 4k-Streaming möglich
  • Unterstützt Apple HomeKit
  • Drei Meshstationen
  • Einfaches Setup
  • Komfortable, übersichtliche Bedienung
  • Triband-WLAN
  • HomeKit-Firewall
  • Sehr gute, übersichtliche App
  • Priorisierung von Clients möglich
  • Relay-Fernzugriff
  • Bridge-Modus
  • 3 Jahre Garantie
  • Ausgewogene Übertragungs­leistung
  • Drei Mesh-Stationen
  • Informativer Touchscreen am Mesh-Router
  • Access Point Modus
  • Relay-Fernzugriff
  • Gute Übertragungs­leistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Guter Webfilter
  • Access-Point-Modus
  • Relay-Fernzugriff
  • Ausgezeichnete, sehr übersichtliche App
  • Tolle Bedienung mit ausgefeilten Funktionen
  • Günstig
  • 2 LAN-Ports je Mesh-Station
  • Funktionierender Fernzugriff (Google-Konto)
Contra
  • Kein komfortabler Fernzugriff an DS-Lite-Anschlüssen
  • Fernzugang ohne Relay-Dienst
  • Online-Hilfe derzeit nur im englischen Webmenü
  • Nur einfacher Webfilter
  • Teuer
  • Kein Relay-Fernzugang
  • Höhere Leistungsaufnahme
  • USB-NAS mit SMBv1-Lücke
  • Bei 5 GHz werden nur die Kanäle 36 bis 64 verwendet
  • Mesh nur mit Cloud-Konto nutzbar
  • Handbuch englischsprachig
  • 5-GHz-Band auf Kanal 36-48 beschränkt
  • Web-Filter durchlässig (Anpassung möglich)
  • Keine Router-Funktionen
  • Steuerung per Magenta-App erfordert Telekom-Router
  • Keine Herstellergarantie (nur gesetzl. Gewährleistung)
  • Handbuch englischsprachig
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Relativ großes Standgehäuse
  • Nutzt nur Kanäle 36-48 zur Anbindung von 5GHz-Clients
  • Kein QoS
  • Sehr teuer
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Kein Handbuch
  • Secure(+)-Dienst nur über Abo
  • Extrem teuer
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Armor-Sicherheit nur gegen Aufpreis
  • Nutzt nur Kanäle 36-48 zur Anbindung von 5GHz-Clients
  • Nur "Spar-QoS" (WMM) und wenig praktikables Dual-WAN
  • Webmenüzugriff im LAN nicht sicher
  • Armor-Security nur gegen Aufpreis (69 USD/Jahr), kein Circle-Filter
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • 5-GHz-Band auf Kanal 36-48 beschränkt
  • WPA-TKIP nicht deaktivierbar
  • Kein Webfilter, kein clientbezogenes QoS
  • WLAN-Upstream erreicht nur etwa 50% der Downstream-Rate
  • Kein LAN-Port am Wifi-Zugangspunkt
  • Steuerung ausschließlich über Cloud
  • Volle Funktionalität erfordert zwei Google Apps
  • Nicht unerheblicher Eingriff in die Privatspähre
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Webfilter und zusätzliche Schutzfunktionen nur mit SafeSearch-Abo
  • Steuerung ausschließlich über Cloud
  • Hakeliges Setup
  • Zu wenig Infos und Einstellungmögl. in App
  • Ungünstige Kombination von Triband- und Dualband-Station
  • Sicherheitsfunktion und Kindersicherung nur über Zusatzabo
  • Dokumentation komplett in Englisch
  • Handbuch englischsprachig
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Nutzt nur Kanäle 36-48 zur Anbindung von 5GHz-Clients
  • Keine Priorisierung (QoS)
  • Nur Kanal 36-48 im 5GHz-Band
  • Kein Webfilter
  • Ungepatchte Sicherheitslücken
  • Handbuch engl., keine Online-Hilfe
  • Setup etwas umständlich
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Keine LAN-Ports an eero-6-Signalverstärkern
  • Eingeschränktes 5GHz-WLAN (funkt immer auf 36-48)
  • Kein Handbuch
  • Secure(+)-Dienst nur über Abo
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Webfilter und zusätzliche Schutzfunktionen nur mit SafeSearch-Abo
  • Steuerung ausschließlich über Cloud
  • Triband-Transfer nicht überzeugend
  • Ziemlich teuer
  • Kein Webfilter
  • Deutlich schwächere Datenrate bei WLAN-Clients am entfernten Node
  • Kein Webfilter
  • Handbuch englischsprachig
  • Keine LAN-Ports an 2 Mesh-Stationen
  • Nur Kanal 36-48 im 5-GHz-Band
  • Handbuch englischsprachig
  • Kein LAN-Port an der zweiten Mesh-Station
  • Aktuelles Firmware-Update umständlich
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Mäßige Datenrate zwischen den Mesh-Stationen
  • Kein Access-Point-Modus
Bester Preis

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Rundum gelungen: AVM Fritz Mesh Set 7950+2400

Rundum gelungen

AVM Fritz Mesh Set 7590+2400

Test: Avm Fritz Mesh Set 7590+2400
Schnelles, stabiles 4x4/4x4-Mesh mit vorbildlichen Mesh-Informationen und vielseitiger Router-Funktionalität.

Das Fritz Mesh Set 7590+2400 von AVM besteht aus einer Fritzbox 7590 sowie einem FritzRepeater 2400. Einzeln haben wir die Geräte bereits getestet, weshalb wir hier vor allem die Vorzüge des Zusammenspiels der beiden Geräte näher beschreiben wollen.

Jedes der beiden Funkbänder (5 und 2,4 Ghz) kann vier MiMo Streams übertragen. Das damit die Leistungsfähigkeit eines jeden 2×2-DualbandSystems in den Schatten gestellt wird, bestätigt auch der Übertragungstest, Netto-Übertragungsraten von bis zu 720 Mbit/s waren hier drin. Mit einem mit dem Repeater verbundenen WLAN-Client haben wir noch immer gute 380 Mbit/s gemessen.

Die Installation des Routers geht leicht von der Hand. Großen Anteil daran hat die Installationsanleitung, die in ausgedruckter Form beiliegt. Wer Wert auf einen schnellen Rückkanal legt, kann für die Verbindung zwischen Router und Repeater Gigabit-LAN verwenden, Feineinstellungen nimmt man am besten via Browser vor. Für Ungeübte gibt es hier einen Einrichtungsassistenten, der durch die ganze Installation führt. Seinen Status sowie die derzeitigen Verbindungen zeigt das Mesh-System in der Übersicht im Webmenü an.

Ein für dicht besiedelte Wohngegenden nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass Fritzrepeater 2400 und Fritzbox 7590 die ganze Bandbreite des 5-Ghz-Bandes nutzen. Sollte es trotzdem einmal nötig sein, auf das 2,4-Ghz-Band zu wechseln, steht mit dem 4×4-Stream-WLAN noch immer eine leistungsstarke Alternative zur Verfügung.

Um Radarnutzungen und andere potentielle Störungen frühzeitig zu erkennen, gibt es die sogenannte Zero-Wait-DFS-Funktion. Die klopft den 5-Ghz-Bereich regelmäßig auf Störungen ab und sorgt im Bedarfsfall dafür, dass der Funkkanal schnell gewechselt wird.

Damit man stets den Überblick beim Heimnetz-Mesh behält, gibt es die MyFritz-App. Dort kann man unter anderem den Internetzugang für bestimmte Geräte sperren. Wer mehr Informationen zu den Übertragungsraten haben will, oder beim Positionieren des FitzRepeaters Hilfe braucht, sollte sich zudem die sogenannte FritzApp WLAN aufs Smartphone laden.

Damit man auf die Fritzbox auch aus der Ferne Zugriff hat, ist im Router ein VPN-Server integriert, der lediglich über eine IPv4-Adresse zu erreichen ist. Die zahlreichen Vorteile und die verschwindend geringen Nachteile machen das Fritzbox-System zur uneingeschränkten Empfehlung.

Mit Sicherheitssoftware: Asus ZenWiFi AX Mini XD4 (2er)

Mit Sicherheitssoftware

Asus ZenWiFi AX Mini (XD4) 2er

Test: Asus Zenwifi Ax Mini 2er
Schickes, leistungsfähiges und sehr gut ausgestattetes Wifi-6-Dualband-Mesh-System mit integrierter Netzwerksicherheit, aber ohne Relay-Fernzugang.

Das ZenWiFi AX Mini XD4 besteht aus zwei Bauteilen: Einer Basis, die als Router fungiert und einer Erweiterungseinheit, die sich optisch jedoch kaum von der Basis unterscheidet. Nur anhand der Anschlüsse lassen sich die beiden Geräte zuverlässig unterscheiden, die Erweiterungseinheit, »Node« bei Asus genannt, besitzt nämlich nur einen Gigabit-Anschluss.

Das Einrichten des Mesh-Systems via App hat im Test sehr gut funktioniert, weniger geübten Nutzern sei an dieser Stelle gesagt, dass man bei diesen ersten Schritten allerdings mit der ungesicherten WLAN-Verbindung vorlieb nehmen muss, weil die App nur so den Router finden kann. Diese Info fehlt im Setup-Assistenten leider. Wir raten dazu, das Setup am PC (Browser) durchzuführen. Ist diese Hürde erst einmal genommen, geht das Einrichten leicht von der Hand und ist innerhalb kürzester Zeit erledigt.

Im Webmenü des Mesh-Systems werden viele Einstellungsoptionen mithilfe von Ballon-Hinweisen erklärt. Das ist zwar eine gute Idee, jedoch sind die Erklärungen nur in englischer Sprache verfügbar, was wir ein wenig schade finden. Und wo wir gerade am meckern sind: Dass es keinen Relay-Dienst gibt, ist ebenso ein Nachteil des Mesh-Systems, denn dadurch erschwert man den Remote-Zugriff nur unnötig. Wer sich allerdings sowieso Zuhause befindet, der kann das Mesh mithilfe der Router-App steuern, die uns im Test sehr gut gefallen hat.

Bei der Übertragungsleistung kann das ZenWiFi  Mini mit seinem Dualband-WLAN überzeugen, einem Wifi-5-Mesh-System mit Dualband ist es deutlich überlegen. Gegenüber dem Nova MW6 von Tenda waren die im Test erzielten Datenraten des ZenWiFis zwischen 50 und 80 Prozent schneller. Für fortgeschrittene Netzwerker gibt es zudem Spezialfunktionen wie beispielsweise den OpenVPN-Client.

Für einen Website- und Netzwerk-Schutz sorgt AiProtection. Einen Content-Filter wie ihn mancher Mitbewerber besitzt, bietet die Sicherheitssoftware leider nicht. Dafür fallen mit Nutzung der Software glücklicherweise keine Abogebühren an. Man kann beim ZenWifi Mini auf einen Fernzugriff verzichten, der für DS-Lite geeignet ist. Das wird vom Asus-Mesh-System aber durch das schelle Wifi-6-Dualband und die vielen Spezialfunktionen, die mit an Bord sind, gut kompensiert.

Leistungsstark: Asus ZenWiFi AX XT8

Leistungsstark

Asus ZenWiFi AX XT8 2er

Test: Asus Zenwifi Ax Xt8 2er
Das große Asus ZenWiFi AX XT8 punktet mit deutlich höheren Transferraten und einer noch besseren Ausstattung als das kleinere, jedoch deutlich günstigere ZenWifi-Mini-System von Asus.

Das ZenWiFi AX XT8 von Asus ist so etwas wie der große Bruder des MiniXD4. Neben dem deutlich leistungsstärkeren Triband hat Asus dem Router auch eine bessere Ausstattung und mehr Funktionen spendiert. Das hat natürlich auch seinen Preis.

Die beiden im Set enthaltenen Mesh-Systeme sind absolut baugleich, man kann beim Setup des Systems also selbst bestimmen, welche Station hier die Rolle des Routers übernehmen soll. Deshalb verfügt auch jede der Stationen über jeweils drei 1GbE-LAN-Anschlüsse, eine Variante mit 2,5 Gigabit, sowie einen USB-Anschluss. Das Triband besteht aus einem 2,4- und zwei 5-Ghz-Funkmodulen. Letztere funken dabei auf jeweils unterschiedlichen Frequenzen.

Was die Übertragungsleistung des Systems angeht, ist man hier durch das 2×2-MIMO und die Beschränkung auf eine Bandbreite von 80 Mhz zwar ein wenig eingeschränkt, die Nettoübertragungsleistung beträgt aber trotzdem bis zu 780 Mbit/s.

Die 2,5-GbE-Anschlüsse haben uns schließlich vor das Problem gestellt, dass man, um ihr volles Potential ausreizen zu können, einen Internetanschluss mit einer Bandbreite von über einem Gigabit benötigt. Unser Test-Equipment gab das leider nicht her, immerhin haben wir aber eine Datenrate von 900 Mbit/s zwischen den beiden Stationen gemessen.

Kritik gibt es für den Dateiserver, weil Asus hier auf SMBv1 setzt, was sehr unsicher ist. Alternativ kann man den Zugriff via SMB auch einfach deaktivieren, und Inhalte mithilfe des UPnP-Medienservers lokal bereitstellen.

Mit einer Leistungsaufnahme von acht Watt, die wir im Leerlauf pro Station gemessen haben, ist das Mesh-System zwar nicht das sparsamste, dafür gehört es aber ganz eindeutig zu den leistungsstärksten. Fortgeschrittene Anwender können sich zudem über die umfangreiche Funktionalität des ZenWiFi AX XT8 freuen.

Schnelles Wi-Fi-6
Voll auf Empfang Test: Tp Link Deco X50 2er E1654255876
Das im 2er- und 3er Pack erhältliche Mesh-System bietet neben hohem 2x2-Wi-Fi-6-Durchsatz auch SmartHome-Funktionen, Webfilter und den Zugriff von überall.

Das TP-Link Deco X50 kann man als 2er- oder 3er-Pack kaufen. Eingerichtet und bedient wird es angenehm per Deco-App fürs Smartphone. Ein kostenfreies Benutzerkonto muss man allerdings anlegen.

Eine WLAN-Verbindung ist nach Einrichtung der App dann nicht mehr zwingend nötig. Das Deco Mesh-System lässt sich auch ohne komfortabel von außerhalb bedienen. Dafür muss man sich in der App einfach nur als Administrator angeben.

Die Einrichtung des Systems lief im Test problemlos ab. Die Stationen im Zweier- bzw. Dreierpack sind baugleich aufgebaut, mit je 3 Gigabit-LAN-Ports. Die erste Deco-Mesh-Station, das sogenannte »Haupt-Deco«, welches als Router fungiert, wird mit dem Smartphone (in unserem Fall ein iPhone) problemlos per Bluetooth verbunden. Eine umständliche Suche im Smartphone nach dem passenden WLAN ist also nicht nötig. Die Internetverbindung wird anschließend automatisch erkannt und man kann einen beliebigen WLAN-Namen (SSID) sowie ein Passwort vergeben.

Diese Zugangsdaten werden ganz automatisch im Smartphone gespeichert. Die darauffolgenden Verbindungen sind also auch kein Problem. Die anderen Deco-Stationen fügen sich automatisch ins System ein und passen sich an die Haupt-Deco-Einstellungen an. Das anfängliche Firmware-Update lief auch problemlos ab.

Die Deco X50-Mesh-Stationen sind mit Wi-Fi-6 Dualband-WLAN mit je 2×2-MIMO-Streams ausgestattet. Im 2,4-Gigahertz-Band ist es möglich, bei einer 40-MHz-Kanalbreite maximal 574 Mbit/s zu übertragen. Im 5-GHz-Band funktioniert das System mit einer Bandbreite von bis zu 160 MHz. Damit kommt man auf Geschwindigkeiten von maximal 2402 Mbit/s (brutto).

Beim Testen konnten wir das Ganze auch bestätigen. Wir konnten ausgezeichnete Datenraten von 505-570 Mbit/s an einem Wi-Fi-6-Laptop, den wir mit einer anderen Deco-Station verbunden hatten, messen. Allerdings hat das Deco-System unser Test-Notebook immer mal wieder vom 5-GHz-Band auf das 2,4-GHz-Band verschoben. Das führte natürlich zu halb so schnellen Datenraten von 300 Mbit/s anstatt der üblichen 500 – 600 Mbit/s. Trotzdem konnten wir stets zwei Videos in 4K-Auflösung problemlos parallel streamen.

Im 5Ghz-Band nutzt das Deco X50 nur die Kanalnummern 36 bis 64, wobei es Kanäle von 100 – 140 grundsätzlich meidet. Damit werden höchstwahrscheinlich lange Ladezeiten aufgrund von Radarerkennung umgangen. Beide Funkbänder, also 2,4 sowie 5 GHz, werden vom System für WLAN-Clients und die Verbindung zwischen allen Deco-Stationen genutzt.

Einzelne Clients werden dabei teils ständig oder auch vorübergehend bevorzugt, wenn man eine bestimmte Bandbreite für sie reserviert. Zudem kann man einstellen, ob einer der Clients zwischen allen Stationen herumgereicht wird.

Automationen und Shortcuts kann man zusätzlich über die Intelligente-Aktionen-Funktion einrichten. Hue-Lampen von Philips sowie TP-Link-Leuchtmittel und -Schalter kann man laut Hersteller beliebig mit einbinden. Das klappte beim Testen allerdings nicht. Jedoch war es möglich, verschiedene Geräte des Heimnetzes als sogenannte Trigger einzurichten. Sie lösen nach der Einrichtung bestimmte Aktionen (z.B. Benachrichtigungen) aus. Sonstige Shortcuts oder Automationen konnten wir leider nicht testen, da wir beispielsweise keine smarten Home-Lampen oder -Schalter des gleichen Herstellers zur Verfügung hatten.

In der App gibt es eine integrierte HomeShield-Kindersicherung, der man verschiedene Familienmitglieder mit jeweils eigenen Profilen zuordnen kann. Dabei kann man Inhaltsfilter auswählen und häufig besuchte Webseiten kontrollieren und sogar blockieren. Beim Testen blockierte der Filter den gesamten Zugriff auf einige unerwünschte Webseiten. Der Administrator kann dabei die fünf meist blockierten und besuchten Webseiten einsehen.

Eine sogenannte »Schlafenszeit« lässt sich ebenso einstellen. Für umfangreichere Sicherheitsfunktionen, beispielsweise individuellere Zugriffsregelungen sowie detaillierteres Monitoring, kann man die HomeShield-Funktion für circa 60 Euro jährlich abonnieren. Sicherheitslücken konnten wir mit Netzwerk-Sicherheitsscans keine finden. Ein zusätzliches PDF-Handbuch zeigt alle App-Funktionen anhand von Bilder an und erklärt diese auch gut – allerdings nur auf Englisch.

Wer nach einem guten, schnellen WLAN-Mesh-System mit ausführlicher Zusatzapp sucht, der sollte beim TP-Link Deco X50 zuschlagen.

Günstig
Test: Tp Link Deco M4 (2er Pack)
Preisgünstige, gut ausgestattete Wi-Fi-5-Mesh-Lösung, die über 2x2-Dualband-WLAN überraschend guten Datendurchsatz bietet.

Das günstige Deco M4 aus dem Hause TP-Link kann lediglich per App bedient werden – damit allerdings sehr komfortabel.

Beim Setup des M4 hilft ein Einrichtungsassistent, die Kopplung zwischen Deco-Station und Smartphone wird zunächst per Bluetooth sichergestellt, danach werden individuelle Zugangsdaten fürs WLAN vergeben. Dann müssen noch die WLAN-Zugangsdaten händisch ins Einstellungs-Menü eingetippt werden und schon kann man sich der zweiten Mesh-Station widmen.

Gemessen am verbauten 2×2-Dualband, ist die Übertragungsleistung erstaunlich gut. Wir haben beim LAN-Client, bei einer via WLAN angebundenen M4-Station, Nettoübertragungsraten von 570 Mbit/s gemessen. Im Vergleich dazu kommt das ähnlich ausgestattete Nova M6 von Tenda deutlich langsamer daher.

Neben der hohen Übertragungsleistung hat uns auch die zugehörige App des Mesh-Systems gut gefallen. Das liegt zum einen an ihrer durchdachten Steuerung, zum anderen an der großen Funktionsvielfalt. Klassische Einstellmöglichkeiten, wie beispielsweise profilabhängige Webinhalts-Beschränkungen, lassen sich hier natürlich ebenso vornehmen.

Kritik gibt es fürs 5-GHz-Band. Das ist nämlich auf die unteren Kanäle (36-48) beschränkt. Funkt der Nachbar dort auch, hat die fehlende Ausweichmöglichkeit Auswirkungen auf die Performance. Diese Schwäche ist in der Preisklasse aber alles andere als unüblich und hindert uns nicht daran, das Deco M4 zur Empfehlung für den kleinen Geldbeutel zu machen.

Ohne Router: Telekom Speed Home WiFi (2er)

Ohne Router

Telekom Speed Home Wifi (2er-Pack)

Test: Telekom Speed Home Wifi (2 Geräte)
Mit dem Speed Home Wifi im 2er-Pack lässt sich das schwache WLAN eines vorhandenen Routers durch ein leistungsfähiges 4x4-Wifi-5-Mesh ersetzen.

Keine Preise gefunden.

Das Speed Home WiFi lässt sich nicht nur als Telekom-Router in einem mesh-fähigen System nutzen, sondern man kann es auch mit einem anderen Router – mit der ein oder anderen kleineren Einschränkung – als WLAN-Repeater verwenden. Wer hingegen zwei Telekom-Router besitzt, kann die beiden auch als Bridge nutzen.

Die Installation hat uns vor keine allzu großen Probleme gestellt, was nicht zuletzt am ausführlichen und in ausgedruckter Form vorhandenen Handout liegt, das der Hersteller dem System beigelegt hat. Nachdem man eines der beiden Geräte drahtlos ins WLAN-Netz eingebunden hat, reicht es, eine Verbindung mit demselben Gerät zum LAN-Kabel herzustellen. Die darauf folgende Konfiguration läuft automatisch ab.

Beim zweiten Speed Home Wifi genügt dann ein Tippen auf die WPS-Taste – und fertig ist das Mesh-System. Theoretisch gibt es mit der Magenta-App zwar auch die Möglichkeit, das Netzwerk via Smartphone einzurichten, das funktioniert allerdings nur mit einem Telekom-Router.

Ebenso verhält es sich übrigens bei der Steuerung der eingerichteten Geräte. Wer nicht im Besitz eines Telekom-Routers ist, der muss zum Steuern der Mesh-Basis auf die Weboberfläche zurückgreifen, die zum Glück übersichtlich und darüber hinaus recht auskunftsfreudig ist.

Das Installieren eines Software-Updates gestaltete sich im Test sehr zäh. Die Datei musste manuell heruntergeladen und installiert werden, was Zeit und Nerven kostet. Trotz der fehlenden Router-Funktion ist das Speed Wifi der Telekom für viele Anwendungsfälle geeignet. Sein günstiger Preis und die Tatsache, dass man hier eine leistungsstarke Mesh-Bridge erhält, machen es zu einer Empfehlung.

Was gibt es sonst noch?

Netgear Orbi RBK50

Die Top-Ausstattung der Orbi-Reihe stellt der Orbi RBK50 dar. Optisch ähnelt das Gerät dem RBK20 und auch der Satellit ist hier als Standgehäuse konzipiert, das mit vier Gigabit-LAN-Ports ausgestattet ist. Diese vier LAN-Ports kann es auch gut versorgen, denn der Orbi RBK30 kommt mit einem deutlich stärkeren 4×4-MIMO-Modul, womit der Satellit eine ausgezeichnete Verbindung mit dem Mesh-Router herstellen kann. Der Vorteil gegenüber eines 2×2-Modul ist, dass sich in unserem Test damit rasante Linkraten von 1.733 Mbit/s erzeugen ließen. Selbst über unsere ungünstige Teststrecke (Weg 2) sind außergewöhnlich hohe Datenraten von 400 Mbit/s (LAN-Client) und 320 Mbit/s (WLAN-Client) zwischen Orbi-Router und einem Client am Orbi-Satellit ohne Probleme möglich gewesen.

Mit dieser Leistung eignet sich der Orbi RBK50 vor allem für Poweruser und wenn eine sehr große Fläche mit WLAN versorgt werden soll. Wer häufig große Datenmengen in seinem Netzwerk übertragen will oder viele Nutzer mit vielen Geräten im Haushalt hat, wird mit dem teuersten Orbi-Gerät zufrieden sein. Selbst wenn Sie Ihren Internetanschluss für eine weitere Etage freigeben möchten oder gar ein Nebengebäude mit Internet versorgen möchten, sollte die Leistung der Orbi RBK50 noch ausreichen. Mit dem 4×4-MIMO-WLAN und den Gigabit-Ports wäre es auch denkbar, eine NAS kabellos ins Heimnetz einzubinden.

Tenda Nova MW6 2er

Nur etwa 70 Euro ruft Tenda für das Nova MW6 auf. Jeder der beiden identischen Zugangspunkte des Mesh-Systems ist mit zwei Anschlüssen für Gigabit-LAN ausgestattet. Basis-Router ist hier, wer zuerst ans Stromnetz angeschlossen und konfiguriert wird. Setup und Steuerung funktioniert über die Wifi-App von Tenda, ein Webmenü gibt es hier ebenso wenig wie bei den Modellen von Google oder Linksys. Schade ist allerdings, dass das Mesh-System, wenn es im Band mit 5 GHz funkt, kein DFS unterstützt, es also auf die Kanäle zwischen 36 und 48 beschränkt ist. Damit ist man, was die Ausweichmöglichkeiten zu anderen Access-Points angeht, recht limitiert. Auch einen MAC-Filter haben wir hier vergeblich gesucht. Ein wenig Boden gut machen konnte Tenda mit dem Bridge-Modus.

Das Mesh-System von Amazon heißt eero und kommt im Dreierpack daher. Die drei identischen Stationen verfügen jeweils über zwei Gigabit-Lan-Steckplätze, für die drahtlose Verbindung steht der 802. 11ac WLAN-Standard mit Multi-user MIMO zur Verfügung. Gesteuert wird das System über eine Smartphone-App oder die Cloud. Die von Amazon zur Verfügung gestellte App ist sehr übersichtlich, alle relevanten Statusinformationen bezüglich des Mesh kann man hier komfortabel abrufen. Was die Übertragungsrate des eero-Systems im WLAN angeht, ist die Leistung ausreichend, in unserem Test war es durchaus möglich, zwei Videostreams mit hoher Auflösung vom Gateway zu einer eero zu streamen.

Google Nest Wifi

Das Nest Wifi von Google ist in zwei Komponenten aufgeteilt, einem Wifi-Router und einem Wifi-Zugangspunkt. Ersterer kann auch ohne den Zugangspunkt verwendet werden, was ein nettes Extra ist. Das System ist Dualband-fähig und sein Router ist mit einem 4×4-5-Gigahertz-Modul ausgestattet. Zwar ist das Modul etwas besser als das des Vorgängers, aber auch hier gibt es noch immer Luft nach oben, was wahrscheinlich an dem 2×2-Gigahertz-Modul im Zugangspunkt sowie den fehlenden LAN-Ports liegt. Trotz aller Lobeshymnen auf die vielen Möglichkeiten und die leichte Bedienbarkeit des Google Nest Wifi, sollte man im Hinterkopf behalten, dass ein Kauf eines solchen Geräts auch immer mit einem Eingriff in die Privatsphäre einhergeht. Wie bei allen smarten Endgeräten mit Sprachsteuerung und Internetanbindung gilt, dass die Mikrofone immer aktiv sind. Der Comfort der Sprachsteuerung wird deshalb mit einer gewissen Ungewissheit im Hinblick auf die Nutzung der dabei entstehenden privaten Daten bezahlt.

Amazon eero Pro

Das Amazon eero Pro ist für alle, denen dass »normale« Amazon eero nicht ausreicht. Die Installation, und die Konfiguration unterscheiden sich dabei nicht von der Basisversion. Der größte Unterschied der Pro-Version ist ihre Ausstattung mit Triband-WLAN und einem zusätzlichen 5 Gigahertz Modul, welches auch mit den oberen Kanälen (über 100) zurechtkommt. Während beim Orbi von Netgear eines der Module als festes Backbone verwendet wird, funken die eero Pros dynamisch. Verglichen mit dem Orbi konnte die Übertragungsleistung des Amazon eero Pro allerdings nicht mithalten.

Linksys Velop WHW01

Das Linksys Velop WHW01 verwendet für jede seiner Stationen Dualband-Access-Points. Im Test konnte das System mit hohen Übertragungsraten überzeugen, solange man keinen WLAN-Client anschloss. War das der Fall, sank die Übertragungsleistung auf 100 Megabit pro Sekunde ab. Verantwortlich dafür ist, dass der Access-Point eine Verbindung zum Client und zum Node bedienen muss. Trotz dieses Flaschenhalses war es im Test möglich, zwei Full-HD-Filme flüssig zu streamen.

Wissenswertes über Mesh-Systeme

Bei Mesh-Systemen sendet jede Station den gleichen WLAN-Namen mit der gleichen Zugangskennung. Ein solches Netzwerk setzt sich aus zwei oder mehr Mesh-Stationen zusammen, die untereinander mittels WLAN kommunizieren, während sie als selbstständige Zugangspunkte für alle WLAN-Geräte arbeiten.

WLAN-Mesh-System Test: Mesh System

Die Clients im Heimnetz können so ins Heimnetz eingebunden werden, ohne dass die Zugangsdaten für das Verbinden mit einer anderen Station geändert werden müssten. Man merkt als Nutzer meist nicht einmal, wenn der Client die Mesh-Station wechselt. Die SSIDs sind identisch und treten als einheitliches Netzwerk auf, sie weisen zudem die WLAN-Clients immer der optimalen WLAN-Station zu.

Ein weiterer Vorteil von Mesh-Systemen: Das System ist beliebig erweiterbar, Sie können jederzeit neue WLAN-Stationen hinzufügen. Um eine Verbindung mit dem Internet herzustellen, fungiert dabei eine der Stationen als Router, weswegen dieses Gerät auch als Mesh-Router bezeichnet wird.

Der Mesh-Router kann ein Modem integriert haben, muss aber nicht. Ist ein Modem nicht integriert, benötigen Sie also zusätzlich ein externes Modem für das Mesh-System. Die Verbindung des Modems geschieht kabellos oder per LAN-Kabel. Entscheidet man sich für eine kabelgebundene Lösung, sollte man allerdings auch das WLAN im Modem-Router abschalten.

Kann man Mesh-Stationen von unterschiedlichen Herstellern koppeln?

Leider nein, man muss sich für einen Hersteller entscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Mesh-Verbindung und einer Router-Repeater-Verbindung?

Bei einer normalen Router-Repeater Verbindung müssen die WLAN-Einstellungen, Gastzugänge usw. in jedem Gerät einzeln eingestellt werden, da es keine zentrale Verwaltungseinheit (Mesh-Master) gibt. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Access Points von Router und Repeater nicht abstimmen können, etwa wenn ein Client auf einen anderen, weniger stark belegten Access Point wechseln soll.

Lohnt sich ein Mesh-System auch dann, wenn im Haus schon Netzwerkkabel verlegt wurden?

Absolut, denn selbst dann kann man die Mesh-Stationen, die nun per LAN-Kabel verbunden sind, über einen zentralen Mesh-Master verwalten. Außerdem können sie sich abstimmen, etwa wenn ein mobiler Client die Station wechseln sollte.

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